Commentarium Catholicum
Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.

Posts from März 2007

Motu Proprio von der Brandstwiete

Tweet Eine trivialisierte, auf den Leisten des Hamburger Nachrichtenmagazins gespannte Version der developing story vom Motu Proprio zur Freigabe der alten Messe. Im Spiegel 14/2007. Warum im Deutschland-Teil? Des deutschen Papstes wegen?


Heute nicht fasten

Tweet Only heretics fast on Sundays and feast days. Und da heute ein solcher ist – schnell noch ein Gläschen Wein. (Salvator hatte ich erst gestern.)


Lætáre

Tweet Dominia IV in Quadragesima [zit. nach Missale Romanum 2002] Collecta Deus, qui per Verbum tuum humáni géneris reconciliatiónem mirabíliter operáris, præsta, quǽsumus, ut pópulus christiánus prompta devotióne et álacri fide ad ventúra sollémnia váleat festináre. Per Dóminum. Fr. John Zuhlsdorf übersetzt: O God, who by your Word marvelously effects the reconciliation of the human [...]


Ungerechtigkeit

Tweet Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32) ist die Geschichte einer riesengroßen Ungerechtigkeit. Es war schon mindestens unhöflich, dass der jüngere Sohn vorzeitig um sein Erbe bat, um sich damit ein schönes Leben zu machen. Es war verantwortungslos, das ganze Geld in kürzester Zeit auf den Kopf zu hauen. Doch es ist in höchstem [...]


Eine Note von Kalkül

Tweet Die Worte rational und vernünftig unterscheiden sich durch eine Nuance. Rational, da klingt immer so ein bisschen der Gedanke des Kalküls mit. Vernünftiger Gehorsam, das kann man schon sagen, weil es nicht unvernünftig ist, einer solchen personalen Evidenz zu folgen. Vernunftprinzipien sind nicht das absolut Erste – Vernunft setzt voraus: Vertrauen in die Vernunft. [...]


Oculi

Tweet Dominica III in Quadragesima [zit. nach Missale Romanum 2002] Collecta Deus, ómnium misericordiárum et totíus bonitátis auctor, qui peccatórum remédia in ieiúniis, oratiónibus et eleemósynis demonstrásti, hanc humilitátis nostræ confessiónem propítius intuére, ut, qui inclinámur consciéntia nostra, tua semper misericórdia sublevémur. Per Dóminum. Fr. John Zuhlsdorf übersetzt: O God, author of all merciful gestures [...]


Nicht unmittelbar zu Gott

Tweet Die Meinung, der Einzelne stehe unmittelbar zu Gott, irrt. So konnte man erst denken, als man vergessen hatte, was es heißt, unter der unmittelbaren Wucht des Heiligen Gottes zu stehen, und an Stelle dieser Erschütterung das “religiöse Erlebnis” getreten war. Da begann man zu behaupten, jeder könne und müsse es haben. In Wahrheit ist [...]


Ein typischer Tag

Tweet Stöckchen und dergleichen Brauchtum sind normalerweise meine Sache nicht. Bruder Bernd wünscht sich nun eine Beschreibung meines typischen Tages. Dem Wunsch komme ich gern nach. 5.50 Der Wecker klingelt. Wenn ich es schaffe, stehe ich sofort auf. 6.00 Laudes am großen Tisch in der um diese Jahreszeit noch dunklen Küche. 6.30 Bis Sommer 2006 [...]


Lebenslügen

Tweet Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – wie eine tibetanische Gebetsmühle klappern die Beschwörungen aus dem Munde von Politikern aller Parteien. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine der großen Lebenslügen der meisten westlichen Gesellschaften. Familie und Beruf sind unter den Bedingungen der spätkapitalistischen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft eher ein Antagonismus als eine Symbiose. [...]


Liturgisches Suchspiel

Tweet Zweiter Fastensonntag. Das Hirtenwort des Bischofs liegt als Broschüre am Eingang aus. Ich nehme ein Exemplar mit. Der Pfarrer zieht zum feierlichen Orgelvorspiel ein. Er trägt ein Gewand in bräunlich-rötlichen Farben, das von fern einem Teppich aus den siebziger Jahren gleicht. Vor ihm tragen zwei Ministranten den Weihrauch. Der Altar ist mit Blumen geschmückt, [...]


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