Argumentative Achillesferse

Rechtgläubige katholische Internetplattformen gibt es, Deo gratias, wie Sand am Meer. Auf einer mir bis heute unbekannten fand ich ein, wie mir scheint, valides Argument, das sich auf das schon erwähnte Interview von Radio Vatikan mit Eberhard Amon stützt, der das Deutsche Liturgische Institut in Trier leitet:

Die Aussagen von Herrn Amon machen dankenswerter Weise aber wieder einmal deutlich, daß es wirklich einen Bruch zwischen alter und neuer Liturgie gibt, was von manchen Verteidigern des Novus Ordo immer wieder bestritten wird. Wenn es aber einen solchen Bruch gibt, dann ist klar, wo die Wahrheit liegen muß, denn es ist unmöglich, daß die Kirche jahrhundertelang in der Auffassung des zentralen Geheimnisses der Messe geirrt und erst auf dem II. Vatikanum wieder zur Wahrheit zurückgefunden hat.

Schon die schlichte Tatsache, dass überhaupt sinnvoll von alter oder neuer Messe gesprochen werden kann, deutet darauf hin, dass hier etwas nicht ganz stimmen kann.

Wer die Messe Pauls VI. als bahnbrechende Innovation darstellt, kann schlecht gleichzeitig behaupten, sie sei kein Bruch mit der Liturgiegeschichte gewesen. Liebe Freunde der Logik, einen Tod müsst Ihr hier sterben.

Was heute fehlt

Radio Vatikan sollte seine Satiren besser als solche kennzeichnen. Sonst verstehe ich schlichtes Gemüt sie womöglich falsch. Solche Kennzeichen hat mein Lieblingsblatt auch mal eingeführt, nachdem seine Leser den „Letzten Brief“ für bare Münze nahmen.

Was sonst noch zum liturgischen Interview zu sagen war, hat Peter schon gesagt und Peter schon gebilligt – bleibt nur die Frage: Was wird Paul sagen?

Dem Scipionischen Vorschlag zur Blogozesenreform kann ich mich nur vorbehaltlos anschließen. Werde mich dann mal wieder an meine end- wie nutzlosen und flachen Konvolute setzen.

Vorher schlage ich aber noch nach, was eigentlich Konvolute sind. Aha:

Kon|vo|lut […v…]; das; -[e]s, -e <lat.> (Buchw. Bündel [von Schriftstücken oder Drucksachen]; Sammelband)

con-volvo 3. volvi, volutus 1. zusammenrollen: terga V. 2. herumrollen: convolvitur Ales [Gestirn] kreist.

Da steh‘ ich nun…

Was fehlt

Das Fest der Taufe des Herrn, mit dem vorgestern die Weihnachtszeit endete und zugleich die Zeit im Jahreskreis begann, wurde vor der Liturgiereform immer am 13. Januar als dem Oktavtag von Erscheinung des Herrn gefeiert. Der Sonntag nach Erscheinung des Herrn war stattdessen der Festtag der heiligen Familie – ein relativ junges Fest, das erst 1920 verbindlich eingeführt worden war. Dieses Fest, nun in die Weihnachtsoktav vorgezogen, verdrängt heute in manchen Jahren die Feste des Hl. Stephanus (26.12.), des Hl. Apostels Johannes (27.12.), der Hll. Unschuldigen Kinder (28.12.) oder auch den Gedenktag des Hl. Silvester (31.12.).

Auf die Oktav von Erscheinung des Herrn folgen im alten Kalender die Sonntage nach Erscheinung des Herrn, in diesem Jahr vier drei an der Zahl (No. 2 bis 4 – zwei weitere fallen aus und werden im November zwischen dem 23. und dem letzten Sonntag nach Pfingsten nachgeholt). Die liturgische Farbe dieser Zeit ist grün. Die Weihnachtszeit wird erst am 2. Februar mit dem Fest Mariä Lichtmess (heute Darstellung des Herrn im Tempel) abgeschlossen.

In diesem Jahr kommen dann die drei Sonntage der Vorfastenzeit (Septuagesima, Sexagesima, Quinquagesima) an die Reihe. Die liturgische Farbe wechselt bereits auf Violett, Gloria und Halleluja entfallen.

Mehr im liturgischen Kalender nach dem Codex rubricarum von 1960.

Krasser Übergang

In aller Kürze sei notiert, wie krass mir auch in diesem Jahr wieder das verfrühte Ende der Weihnachtszeit und der Übergang zur liturgisch gesichtslosen Zeit im Jahreskreis erschien. Da wünsche ich mir dringend die Sonntage nach der Erscheinung des Herrn und die der Vorfastenzeit zurück.

Im Vergleich zum heutigen Zustand ist das ein sanftes Gleiten von Weihnachten zur Fastenzeit – und im größeren Maßstab sehe ich einen einzigen, großen Jahresfestkreis, der mit dem Vorgebirge Advent und Weihnachten beginnt, durch die Ebenen von Vorfasten- und Fastenzeit zum Gipfel des Triduums aufsteigt, an den sich eine 50-tägige Höhenwanderung zum zweiten, kleineren Gipfel Pfingsten anschließt, von wo aus schließlich der Abstieg über Dreifaltigkeitssonntag, Fronleichnam und Herz-Jesu-Fest in die lange Ebene der Zeit nach Pfingsten folgt.

Die Liturgiereform des XX. Jahrhunderts

Seit Mitte Oktober beschäftigt sich dieses Notizbuch verschärft mit Liturgie im Allgemeinen und der Liturgiereform des XX. Jahrhunderts im Besonderen. Meine Versuche, die Reform in ihren einzelnen Schritten zu rekonstruieren, sind auf den ersten Blick etwas unübersichtlich ausgefallen.

Deshalb sei hier passend zum neuen Jahr ein neues Stück Übersichtlichkeit hergestellt. Die wichtigsten bereits erschienenen und noch geplanten Beiträge in chronologischer Reihenfolge, nicht des Erscheinens, sondern der jeweils beschriebenen Thematik:

  1. „Mediator Dei“ (1947)
  2. Tätige Teilnahme 1.0
  3. Die Neuordnung der Karwoche (1955)
  4. Mehr als eine Terminänderung
  5. Traditionalistische Kritik
  6. Die Reform der Rubriken (1955)
  7. Die Reformen Johannes’ XXIII. (1960 bis 1962)
  8. Die Liturgiekonstitution (1963)
  9. “Inter Oecumenici” (1964) und die Reform von 1965
  10. Die Liturgiereform als Kirchenumbauprogramm
  11. Der hölzerne Volksaltar
  12. “Tres abhinc annos” (1967)
  13. Die apostolische Konstitution “Missale Romanum” (1969)
  14. Das Missale von 1969/1970
  15. Die heutige liturgische Praxis
  16. Kleine Zwischenbilanz

Warum das alles? Scipio schreibt treffend:

Die Liturgie ist schließlich keine Angelegenheit von Liturgiekommissionen und -kongregationen, sondern einer der zentralen Orte, an denen wir realiter ins Heilgeschehen, ins Ereignis von Tod und Auferstehung Jesu mithineingezogen werden, und genau deshalb ist es z.B. nicht ganz gleichgültig, wie das „pro multis“ bzw. „hyper pollon“ der Bibel und der lateinischen Liturgie ins Deutsche übersetzt wird (um einen möglichen, inzwischen aber entschiedenen Anlaß für Geplänkel zu nennen).

Mein Reformulierungsvorschlag: „Die Liturgie ist schließlich nicht nur eine Angelegenheit von Liturgiekommissionen und -kongregationen…“

Zum Thema siehe auch More is better, Standby, Multitasking oder was? Ein sehr laienhafter Versuch über die „tätige Teilnahme“ (von Scipio).

Silvester fällt aus

Keine Panik, etwaige Festivitäten des heutigen Abends müssen nicht abgesagt werden. Nur der Gedenktag jenes Papstes, von dem die Party ihren Namen hat, wird in diesem Jahr vom Fest der heiligen Familie verdrängt. Hier der Fotobeweis:

31. Dezember 2006 (Ausriss aus dem Direktorium)

Erwartungen nicht erfüllt

Erzbischof Malcolm Ranjith, Sekretär der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, in einem Interview mit 30Tage:

Ein von Ihnen der Zeitschrift Croix am 25. Juni gewährtes Interview mit dem Titel Die Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils ist niemals angelaufen schlug hohe Wellen. Können Sie uns Ihr Urteil über die nach dem II. Vatikanischen Konzil umgesetzte Liturgiereform näher erläutern?

Ranjith: Diese Worte wurden aus dem Zusammenhang genommen. Es stimmt nicht, dass ich alles, was nach dem Konzil gekommen ist, negativ beurteile. Ich habe vielmehr gesagt, dass das Resultat, das man sich von der Reform erwartete, ausgeblieben ist. Man fragt sich, ob das liturgische Leben, die Teilnahme der Gläubigen an den heiligen Messen, größer und besser ist als in den Fünfzigerjahren. Man hat den Umstand kritisiert, dass die Gläubigen vor dem Konzil nicht wirklich an der Messe Anteil hatten, sondern nur passiv teilnahmen oder während der Messe ihre persönliche Frömmigkeit übten. Aber haben die Gläubigen heute wirklich in einer spirituell höher stehenden und persönlichen Weise daran Anteil? Ist es tatsächlich passiert, dass viele der Kirche Fernstehende durch die neuen Liturgien wieder dazu veranlasst wurden, vor unseren Kirchen anzustehen und um Einlass zu bitten? Oder ist es nicht vielmehr so, dass sich viele entfernt haben, unsere Kirchen leer geworden sind? Von welcher Reform spricht man also?

Schuld der Säkularisierung…

Ranjith: Gewiss, aber diese Situation ist auch das Ergebnis der Art und Weise, wie man die Liturgie behandelt, oder besser – misshandelt – hat… Meiner Meinung nach haben sich die sakrosankten Erwartungen des Konzils, das sich eine besser verstandene und folglich spirituell fruchtbarere Liturgie erhoffte, nicht erfüllt. Es gibt also noch viel zu tun, damit sich die Kirchen wieder mit Gläubigen füllen, die sich bei der Liturgie wirklich von der Gnade des Herrn berührt fühlen. In einer säkularisierten Welt hat man dagegen nicht versucht, die Herzen zur Größe des Herrn zu erheben, sondern die göttlichen Geheimnisse auf ein banales Niveau hinabgedrückt.

Die sakrosankten Erwartungen des Konzils? Oder doch er die an Sacrosanctum Concilium geknüpften Erwartungen?

Das besagte Interview mit La Croix hier in englischer Übersetzung.

Traditionalistische Kritik

Die Neuordnung der Karwoche durch Pius XII. war keine schlichte Änderung der Gottesdienstzeiten. Diesem populären Irrtum war ich zunächst aufgesessen, musste mich dann jedoch durch die Wikipedia korrigieren lassen. Dieser Irrtum wird begünstigt durch die Tatsache, dass im Dekret „Maxima redemptionis nostrae mysteria“ die neugefasste („wiederhergestellte“) Liturgie selbst praktisch mit keinem Wort erwähnt, sondern nur auf eine Editio typica verwiesen wird.

Bei den weiteren Recherchen bin ich inzwischen auf mehrere Aufsätze aus traditionalistischen Kreisen gestoßen, die sich relativ ausführlich mit der gesamten Liturgiereform des XX. Jahrhunderts befassen und den Bogen zum Teil bis zum Trienter Konzil spannen. Ich will hier eine Reihe von (vermutlich leicht überprüfbaren) Fakten und (dem Urteil des geneigten Lesers zu überlassenden) Bewertungen referieren, die aus dem Artikel „Pre-Vatican II Liturgical Changes: The Road to the New Mass“ des SSPX-Bischofs Daniel L. Dolan stammen.

  1. Bereits die 1951 probeweise eingeführte reformierte Osternacht brachte drei prinzipielle Veränderungen der römischen Liturgie.
    • Das Prinzip optionaler Riten (die also im Belieben des Zelebranten stehen) kam erstmals zur Anwendung.
    • Die Landessprache wurde erstmals ins Proprium der Liturgie eingeführt.
    • Erstmals gab es eine Rubrik, die den Priester dazu aufforderte, sitzend den Lesungen zuzuhören (sedentes auscultant), statt sie am Altar stehend zu lesen.
  2. Die Neuordnung der Karwoche war eine Art Testballon für den Novus Ordo. Einige ihrer zentralen Elemente:
    • Alles soll kurz und einfach sein.
    • Wichtige Riten muss der Priester mit dem Rücken zum Altar und dem Volke zugewandt ausführen, darunter die Segnung der Palmzweige, das Schlussgebet der Palmsonntagsprozession und die Segung des Taufwassers in der Osternacht.
    • Das Stufengebet und das Schlussevangelium werden erstmals aus der Liturgie gestrichen.
    • Priester und Volk sprechen am Karfreitag gemeinsam das Vater unser.
  3. Die Palmsonntagsliturgie verlor ihren hergebrachten Ritus der Palmsegnung, der viele Gebete der Messe enthielt und so die sakramentalen Palmzweige mit dem allerheiligsten Altarssakrament in Verbindung brachte. Von sieben Orationen blieb eine, die Vormesse der Palmsegnung entfiel ganz, wie auch die Zeremonie des Gloria Laus an den Kirchentüren. Hier eine kurze Beschreibung dieser Zeremonie aus der Catholic Encyclopedia:

    All march out of the church. On the return of the procession two or four chanters enter the church, close the door and sing the hymn „Gloria, laus“, which is repeated by those outside. At the end of the hymn the subdeacon knocks at the door with the staff of the cross, the door is opened, and all enter singing „Ingrediente Domino“.

    Außerdem wurde die Passion gekürzt, unter anderem um die Salbung in Bethanien und das letzte Abendmahl.

  4. Das Officium Tenebrae, im deutschen Sprachraum auch als Trauermetten bekannt, ist so gut wie verschwunden. An drei Abenden der Karwoche – wir erinnern uns: die Messe fand stets vormittags statt – wurden Matutin und Laudes des jeweils folgenden Tages gesungen, mit der Gemeinde in der dunklen und ab Gründonnerstag schmucklosen Kirche. Die Catholic Encyclopedia schreibt dazu:

    The Office [Tenebrae] in itself presents a very primitive type in which hymns and certain supplementary formulae are not included, but the most conspicuous external feature of the service, apart from the distinctive and very beautiful chant to which the Lamentations of Jeremias are sung as lessons, is the gradual extinction of the fifteen candles in the „Tenebrae hearse“, or triangular candlestick, as the service proceeds. At the end of the Benedictus at Lauds only the topmost candle, considered to be typical of Jesus Christ, remains alight, and this is then taken down and hidden behind the altar while the final Miserere and collect are said. At the conclusion, after a loud noise emblematical of the convulsion of nature at the death of Christ, the candle is restored to its place, and the congregation disperse. On account of the gradual darkening, the service, since the ninth century or earlier, has been known as „Tenebrae“ (darkness). Tenebrae is sung on the evening of the Wednesday, Thursday, and Friday, the antiphons and proper lessons varying each day.

    Am Karfreitag wurde die hergebrachte Messe der vorgeweihten Gaben auf eine einfache Kommunionfeier reduziert. Entgegen ältestem Brauch wurde nun eine Kniebeuge beim Gebet für die Juden vorgeschrieben.

    Die Karsamstagsliturgie wurde vollständig verändert, die Zahl der Lesungen von zwölf auf vier reduziert, die Riten der Segnung des Osterfeuers und der Osterkerze drastisch verändert.

    Die ebenso ehrwürdige Pfingstvigil wurde 1955 komplett gestrichen.

Ohne Zweifel sind dies zum Teil drastische Veränderungen, in jedem Fall ein vorkonziliarer Meilenstein der Liturgiereform. Und dies ist noch nicht alles. Im Jahr 1955 gab es eine weitere Reform, von der ein weiterer Beitrag handeln soll: die der Rubriken.

Verständlichkeit der Liturgie

Am 11. November – da hatte ich gerade ein Hochfest zu feiern – gab Cardinal Arinze die Keynote Address (hier die deutsche Übersetzung) an die Gateway Liturgical Conference in St Louis, Missouri. Er adressierte dabei auch die hier schon diskutierte Frage nach der Verständlichkeit der Liturgie:

Verständlich soll nicht heißen, dass jedes Wort von allen unmittelbar verstanden werden kann. Betrachten wir aufmerksam das Credo. Es ist ein „Symbol“, eine feierliche Erklärung, die unseren Glauben zusammenfasst. Die Kirche musste erst einige Generalkonzilien einberufen um eine präzise Artikulation einiger Artikel unseres Glaubens zu erreichen.

Nicht alle Katholiken verstehen in der Messe sofort und vollständig manche der katholischen liturgischen Formen, wie zum Beispiel die Inkarnation, die Erschaffung, die Passion, die Wiederauferstehung, die Wesensgleichheit mit dem Vater die vom Vater auf den Sohn übergeht, die Wandlung, die reelle Gegenwart und der allmächtige Gott. Und dies ist nicht eine frage des Englischen, Französischen, Italienischen, von Hindi oder Swahili.

Die Übersetzer dürfen nicht zu Ikonoklasten werden, die der Reihe nach das zerstören oder beeinträchtigen, was sie übersetzen. Nicht alles kann während der Liturgie erklärt werden. Die Liturgie erschöpft nicht die gesamte Handlung der Kirche (vgl. Sacrosanctum Concilium, 9). Es ist auch Theologie nötig, Katechese und Predigt. Und auch im Falle einer guten Katechese bleibt ein Mysterium unseres Glaubens doch immer ein Mysterium.

In Wirklichkeit können wir sagen, dass das Wichtigste am göttlichen Kult nicht darin besteht jedes Wort oder jeden Begriff zu verstehen. Nein; das Wichtigste ist, dass wir eine Haltung der Ehrerbietung und der Furcht vor Gott annehmen, dass wir anbeten, loben und danken. Das heilige, die Dinge Gottes müssen ohne vorgefasste Meinungen angegangen werden.

Im Gebet ist Sprache zu allererst ein Kontakt zu Gott. Ohne Zweifel dient die Sprache auch der verständlichen Kommunikation zwischen menschlichen Wesen. Aber der Kontakt zu Gott hat Vorrang. In der Mystik nähert sich dieser Kontakt dem Unaussprechlichen, dem mystischen Schweigen wo es keine Sprache mehr gibt, und erreicht es zuweilen auch.

Hier die gleiche Passage im Original:

Intelligibility should not be pushed to mean that every word must be understood by everybody at once. Just look carefully at the Credo. It is a „symbol“, a solemn summary statement, on our faith. The Church has had to call some General Councils for an exact articulation of some articles of our faith. Not every Catholic at Mass will immediately understand in full such normal Catholic liturgical formulae as Incarnation, Creation, Passion, Resurrection, Consubstantial with the Father, Proceeding from the Father and the Son, Transubstantiation, Real Presence, Transcendent and omnipotent God. This is not a question of English, or French, or Italian, or Hindi, or Kiswahili. Translators should not become iconoclasts who destroy and damage as they go along. Everything cannot be explained during the liturgy. The liturgy does not exhaust the entire life activity of the Church (cf Sacrosanctum Concilium, 9). There is also need for theology, catechetics and preaching. And even when a good catechesis has been delivered, a mystery of our faith remains a mystery.

Indeed, we can say that the most important thing in divine worship is not that we understand every word or concept. No. The most important consideration is that we stand in reverence and awe before God, that we adore, praise and thank him. The sacred, the things of God, are best approached with sandals off.

In prayer, language is primarily for contact with God. No doubt, language is also for intelligible communication between us humans. But contact with God has priority. In the mystic, such contact with God approaches and sometimes reaches the ineffable, the mystical silence where language ceases.