Die Liturgiereform des XX. Jahrhunderts

Seit Mitte Oktober beschäftigt sich dieses Notizbuch verschärft mit Liturgie im Allgemeinen und der Liturgiereform des XX. Jahrhunderts im Besonderen. Meine Versuche, die Reform in ihren einzelnen Schritten zu rekonstruieren, sind auf den ersten Blick etwas unübersichtlich ausgefallen.

Deshalb sei hier passend zum neuen Jahr ein neues Stück Übersichtlichkeit hergestellt. Die wichtigsten bereits erschienenen und noch geplanten Beiträge in chronologischer Reihenfolge, nicht des Erscheinens, sondern der jeweils beschriebenen Thematik:

  1. “Mediator Dei” (1947)
  2. Tätige Teilnahme 1.0
  3. Die Neuordnung der Karwoche (1955)
  4. Mehr als eine Terminänderung
  5. Traditionalistische Kritik
  6. Die Reform der Rubriken (1955)
  7. Die Reformen Johannes’ XXIII. (1960 bis 1962)
  8. Die Liturgiekonstitution (1963)
  9. “Inter Oecumenici” (1964) und die Reform von 1965
  10. Die Liturgiereform als Kirchenumbauprogramm
  11. Der hölzerne Volksaltar
  12. “Tres abhinc annos” (1967)
  13. Die apostolische Konstitution “Missale Romanum” (1969)
  14. Das Missale von 1969/1970
  15. Die heutige liturgische Praxis
  16. Kleine Zwischenbilanz

Warum das alles? Scipio schreibt treffend:

Die Liturgie ist schließlich keine Angelegenheit von Liturgiekommissionen und -kongregationen, sondern einer der zentralen Orte, an denen wir realiter ins Heilgeschehen, ins Ereignis von Tod und Auferstehung Jesu mithineingezogen werden, und genau deshalb ist es z.B. nicht ganz gleichgültig, wie das “pro multis” bzw. “hyper pollon” der Bibel und der lateinischen Liturgie ins Deutsche übersetzt wird (um einen möglichen, inzwischen aber entschiedenen Anlaß für Geplänkel zu nennen).

Mein Reformulierungsvorschlag: “Die Liturgie ist schließlich nicht nur eine Angelegenheit von Liturgiekommissionen und -kongregationen…”

Zum Thema siehe auch More is better, Standby, Multitasking oder was? Ein sehr laienhafter Versuch über die “tätige Teilnahme” (von Scipio).