Bevor der Focus mit Benedikt XVI. auf dem Cover im Altpapier verschwindet, seien noch ein paar Zeilen aus dem Interview mit Michael Schmidt-Salomon notiert:
Immerhin stürmen Hunderttausende bigotte Menschen die Stadt, während die katholische Kirche versucht, unter dem Deckmäntelchen eines Pop-Events ihre archaischen Inhalte zu verkaufen.
Bigott?
Bigotterie (frz.) ist die Bezeichnung für ein unreflektiertes, übertrieben frömmelndes, scheinbar ganz der Religion gewidmetes Wesen oder Verhalten. Bei der Bigotterie geht es weniger um die Ausübung der Religion als solche, sondern es soll vielmehr aus Motiven des Narzissmus Eindruck auf andere Menschen gemacht werden. Es wird auch im Sinn von Scheinheiligkeit verwendet. Das dazugehörige Adjektiv ist „bigott“. [Wikipedia]
Ist es Wunschdenken, was ihn zu dieser Äußerung veranlasst? Das ganze Interview ist im Stile eines aggressiven Atheismus gehalten, der sich für fortschrittlich hält, aber im Grunde dermaßen von gestern ist, dass es schon wieder amüsant ist. Wer so auftritt, setzt sich erkennbar selbst ins Unrecht. Und scheint trotz überbordender Medienaufmerksamkeit zum Minderheitenprogramm prädestiniert.
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