in Catholica

Schmidt-Salomon

Bevor der Focus mit Benedikt XVI. auf dem Cover im Altpapier verschwindet, seien noch ein paar Zeilen aus dem Interview mit Michael Schmidt-Salomon notiert:

Immerhin stürmen Hunderttausende bigotte Menschen die Stadt, während die katholische Kirche versucht, unter dem Deckmäntelchen eines Pop-Events ihre archaischen Inhalte zu verkaufen.

Bigott?

Bigotterie (frz.) ist die Bezeichnung für ein unreflektiertes, übertrieben frömmelndes, scheinbar ganz der Religion gewidmetes Wesen oder Verhalten. Bei der Bigotterie geht es weniger um die Ausübung der Religion als solche, sondern es soll vielmehr aus Motiven des Narzissmus Eindruck auf andere Menschen gemacht werden. Es wird auch im Sinn von Scheinheiligkeit verwendet. Das dazugehörige Adjektiv ist „bigott“. [Wikipedia]

Ist es Wunschdenken, was ihn zu dieser Äußerung veranlasst? Das ganze Interview ist im Stile eines aggressiven Atheismus gehalten, der sich für fortschrittlich hält, aber im Grunde dermaßen von gestern ist, dass es schon wieder amüsant ist. Wer so auftritt, setzt sich erkennbar selbst ins Unrecht. Und scheint trotz überbordender Medienaufmerksamkeit zum Minderheitenprogramm prädestiniert.

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Kommentar

  1. Der Mann könnte glatt Jesus bei irgendwelchen Passionsspielen darstellen… *g*

    Und seinen Atheismus halte ich auch mehr ins 19. Jahrhundert passend als ins heute.

  2. „Der Mann“ (Petra) ist aktuell ein Werbefuzzi – da kann man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, da kommt es auf die Wirkung an!

  3. Ich finde, was man diesen Atheisten zu Gute halten muß, ist dass sie die Wahrheitsfrage stellen. Sie nehmen das was der christliche Glaube sagt ernst und lehnen es leidenschaftlich ab. Das sehe ich durchaus positiver als eine allgemeine Wurstigkeit im Umgang mit Religion, nach dem Motto: „Na meinetwegen, wenn es denn für die ‚Werte‘ gut ist, dann sollen sie doch machen…“.

    Dieser Schmidt-Salomon scheint sich aber schon so verbohrt zu haben, dass da wohl kaum noch Spielraum für Erkenntnis außerhalb seines Weltbilds ist.

  4. Wenn ich das Zerrbild sehe, dass Schmidt-Salomon im Focus vom Christentum zeichnet, dann habe ich aber gewisse Zweifel, ob er die Aussagen des Glaubens wirklich ernst nimmt.

    Besser als durchschnittliche Wurstigkeit ist atheistische Leidenschaft auf jeden Fall.