Angeregt durch fono und seine handliche Anleitung zum Rosenkranz habe ich einen schon länger gehegten Plan realisiert: der lateinische Rosenkranz [PDF] als schlanke Doppelseite. Zum Ausdrucken und Lernen. Großer Vorteil: So lässt sich zugleich ein Wunsch des Heiligen Vaters verwirklichen. [Rosarium Latinum]
Catholica
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Veni, Redemptor Gentium
VENI, REDEMPTOR gentium;
Ostende partum virginis;
Miretur omne saeculum.
Talis decet partus Deo.
Non ex virili semine,
Sed mystico spiramine
Verbum Dei tactum est caro,
Fructusque ventris floruit.
Alvus tumescit virginis.
Claustrum pudoris permanet;
Vexilla virtutum micant,
Versatur in templo Deus.
Procedit e thalamo suo,
Pudoris aulo regia,
Geminae gigans substantiae
Alacris ut currat viam.
Egressus eius a Patre,
Regressus eius ad Patrem;
Excursus usque ad inferos
Recursus ad sedem Dei.
Aequalis aeterno Patri,
Carnis tropaeo accingere,
Infirma nostri corporis
Virtute firmans perpeti.
Praesepe iam fulget tuum,
Lumenque nox spirat novum,
Quad nulla nox interpolet
Fideque iugi luceat.
Gloria tibi, Domine,
Qui natus es de virgine,
Cum Patre et saneto Spiritu,
In sempiterna saecula.
Die Mitte der Nacht
„Die Nachtzeit, deren Symbolik für die Erlösung des Menschen in vielen Liedern und Gebeten ausgedrückt wird, ist an Weihnachten durch die gedankenlosen Vorfeiern am Heiligen Abend eben zur Worthülse geworden. Es ist zudem ein klassisches Eigentor, dass in den nachmittäglichen Gottesdiensten bereits die Texte der Nacht verwendet werden können. So wird von der Kirche ihre eigene Botschaft und Symbolik ad absurdum geführt. Derlei Entwicklung ist für mich das Fieber einer tieferen Krise der Verkündigung.
Darüber zu klagen, dass in der Öffentlichkeit das Wissen um die christlichen Feste rapide schwindet oder mitunter schon ganz verloren erscheint, ist eine Sache. Die Kirche und deren Hirten müssen sich aber auch fragen, ob sie nicht selbst dazu beitragen, indem sie zu wenig auf eine stimmige Feier der Liturgie der Festzeiten und auf eine erhellende Katechese achten. Wie der Glaube gefeiert und wie darüber gesprochen wird, hat Auswirkungen auf den Glauben selbst.“
Heinz Josef Algermissen, Bischof von Fulda, im Bonifatiusboten vom 11. Dezember 2005 [kath.net]
Podzinger
Wer sich diesen Namen ausgedacht hat, ist bestimmt auch Fan von Benedikt XVI.
In Lutherische verlieben
„Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das vor vierzig Jahren zu Ende ging, hörte die Kirche auf, ‚Garantin einer katholischen Parallelgesellschaft zu sein‘, der Katholik wurde ‚ein freier Christenmensch‘, schreibt Matthias Dobrinski [in der Süddeutschen]. ‚Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie radikal der Wandel ist. Das Latein ist weg, der Pfarrer schaut das Kirchenvolk an, am Karfreitag betet die Gemeinde nicht mehr für die treulosen Juden, und der Bischof warnt die katholische Jugend nicht mehr davor, sich in Lutherische zu verlieben.'“ [Perlentaucher]
Ohne Worte.
Maria Immaculata

Großer und heiliger Gott,
im Hinblick auf den Erlösertod Christi
hast du die selige Jungfrau Maria
schon im ersten Augenblick ihres Daseins
vor jeder Sünde bewahrt,
um deinem Sohn eine würdige Wohnung zu bereiten.
Höre auf ihre Fürsprache:
Mache uns frei von Sünden
und erhalte uns in deiner Gnade,
damit wir mit reinem Herzen zu dir gelangen.
Tagesgebet
Mehr zum Hochfest
Kompendium: Immaculata
Echo Romeo: Stallknechte der Immaculata
Credo ut intelligam: Der einzig normale Mensch
Introitus
Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn.
Meine Seele soll jubeln über meinen Gott.
Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils,
er hüllt mich in den Mantel der Rettung
und schmückt mich köstlich wie eine Braut.
Eröffnungsvers der Messe zum Hochfest
Das Dogma
„Zu Ehren der Heiligen und Ungeteilten Dreifaltigkeit, zu Schmuck und Zierde der jungfräulichen Gottesmutter, zur Erhöhung des katholischen Glaubens und zur Mehrung der christlichen Religion, in der Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der seligen Apostel Petrus und Paulus und der Unseren erklären, verkünden und definieren Wir: Die Lehre, dass die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch ein einzigartiges Gnadenprivileg des allmächtigen Gottes, im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erretters des Menschengeschlechtes, von jedem Schaden der Erbsünde unversehrt bewahrt wurde, ist von Gott geoffenbart und darum von allen Gläubigen fest und beständig zu glauben.“
Pius IX., Apostolisches Schreiben „Ineffabilis Deus“, verkündet am 8. Dezember 1854 [Schott]
Der alte und der neue Mensch
Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten.
Sünde war schon vor dem Gesetz in der Welt, aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt;
dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht wie Adam durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten; Adam aber ist die Gestalt, die auf den Kommenden hinweist.
Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade; sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheim gefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteil geworden.
Anders als mit dem, was durch den einen Sünder verursacht wurde, verhält es sich mit dieser Gabe: Das Gericht führt wegen der Übertretung des einen zur Verurteilung, die Gnade führt aus vielen Übertretungen zur Gerechtsprechung.
Ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen, so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus.
Wie es also durch die Übertretung eines einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam, so wird es auch durch die gerechte Tat eines einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung kommen, die Leben gibt.
Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.
Das Gesetz aber ist hinzugekommen, damit die Übertretung mächtiger werde; wo jedoch die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden.
Denn wie die Sünde herrschte und zum Tod führte, so soll auch die Gnade herrschen und durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben führen, durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Röm 5,12-21 (Erste Lesung der Lesehore zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria)
Papier ist geduldig
Josef Osterwalder formuliert im St. Galler Tagblatt, warum es sich nicht lohnt, die Texte des jüngsten Konzils zu lesen:
„Das Entscheidende am Konzil aber waren nicht die Sätze, die es formuliert hat. Sobald man sie als Satzung nimmt, werden sie selber wieder zum gesetzlichen Korsett. Bedeutsam war der konziliare Prozess selbst, das gemeinsame Hören auf die Zeichen der Zeit. Das ist es denn auch, was heute die Kirche wohl am nötigsten hat.“
Und ich Dummerchen dachte, nach vierzig Jahren beginne jetzt endlich die Rezeption der Konzilsdokumente.