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O Weisheit,
hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten,
die Welt umspannst du von einem Ende zum andern,
in Kraft und Milde ordnest du alles:
Komm und lehre uns den Weg der Einsicht!

Magnificat-Antiphon der Vesper vom 17. Dezember

[via Veni, Domine Iesu!]

Danke, Erich! Willkommen zurück.

Adam Boniecki, Chefredakteur der polnisch-katholischen...

Adam Boniecki, Chefredakteur der polnisch-katholischen Zeitung „Tygodnik Powszechny“ und Priester, im Interview mit Spiegel Online: „Vereinfachend gesagt teilt sich die Kirche in zwei Gruppen. Die einen sehen in ihr einen belagerten Turm, der Liberalismus, Säkularismus und Sexualismus trotzen muss. Kirchenkritik ist für sie gleichbedeutend mit Verrat, der dem Gegner Angriffsmaterial liefert. Die zweite Gruppe besteht aus Leuten, die sich bewusst sind, dass wir in der Welt leben und die Sprache der Welt benutzen müssen. Diese Denkweise wird vom Erzbischof von Lublin repräsentiert, einem Autor unserer Zeitung.“

Die Umstände der Predigt Thomas Gottschalks...

Die Umstände der Predigt Thomas Gottschalks in der Nürnberger Kirche St. Elisabeth haben Erzbischof Ludwig Schick „nicht sehr erfreut“, berichtet Spiegel Online: „Es könne nicht angehen, dass Sicherheitsleute des ZDF Gläubigen und Fotografen den Zutritt zur Kirche verwehrten.“ Seine Ansprache hingegen scheint nicht auf Missfallen gestoßen zu sein: So bekannte der frühere Ministrant laut dpa, „dass er in seinem Leben eigentlich immer Diener Gottes sein wollte. ‚In dieser Rolle habe ich aber ziemlich kläglich versagt‘, meinte er. ‚Dass ich dennoch mit dem Heiligen Geist gesegnet bin, lese ich immer nach meiner Show in den Montagszeitungen‘. Der Katholik räumte auch ein, ’schon mal für gute Einschaltquoten gebetet zu haben‘. Insgesamt aber sei er im Glauben eher schwach. ‚Oft ist mir, bei dem, was ich mache, am Ende nur der Erfolg wichtig, ohne danach zu fragen, ob ich damit etwas Vernünftiges gemacht habe‘, gab sich Gottschalk reumütig. Dennoch liefere ihm der Glaube ein Stück des Fundaments, das ihm die Sicherheit und Festigkeit gebe, die er gerade in seinem Beruf brauche. Er kenne viele Show-Größen, die Drogen nähmen statt zu beten.“

Niemals zuvor jedenfalls, außer in den Jahren...

Niemals zuvor jedenfalls, außer in den Jahren des Faschismus, gab es in diesem Staat eine Gesellschaft, in der das Heidentum die Kultur stärker dominierte als heute. Inzwischen haben wir einen Zustand erreicht, den man wohl als spirituelle Unterernährung, wenn nicht gar als religiösen Notstand bezeichnen muss. Viele Christen fühlen sich bereits wieder, nach einem Jesus-Wort, wie „Schafe unter die Wölfe geschickt“. Und betrachtet man den permanenten Großangriff auf die Überlieferung der Evangelien, ist man in der Tat erinnert an die Passion in der Via Dolorosa. Der Hintergrund der Kreuzigung Christi heute wie damals: Man glaubt IHM nicht.

Peter Seewald: Hektisch auf der Suche – aber nach was? in: Chrismon, Dezember 2004, online bei kath.net [via Credo ut intelligam]

Ein Licht, das die Heiden erleuchtet (Lk 2,32) – betet die Kirche und mit ihr auch ich jeden Tag in der Komplet.