Das Statistische Bundesamt hat gestern seine Abtreibungsstatistik...

Das Statistische Bundesamt hat gestern seine Abtreibungsstatistik für 2004 vorgelegt. Demnach sind dem Amt im vergangenen Jahr 129.600 Abtreibungen gemeldet worden, also 1,3 Prozent mehr als 2003. Die Nachrichtenagentur AP setzt diese Zahlen in Relation zu den Vorjahren. Viel interessanter finde ich indes den Vergleich mit den Zahlen der Geburten und Sterbefälle, die das Amt gerade zwei Tage zuvor veröffentlicht hat. Demnach wurden 2004 insgesamt 712.000 lebendgeborene Kinder registriert, 0,5 Prozent weniger als 2003. Es starben 821.000 Menschen, 4,3 Prozent weniger als 2003. Demnach steht also fünfeinhalb Geburten eine Abtreibung gegenüber, und der sogenannte Sterbeüberschuss (wir reden hier auch über Demographie) von rund 110.000 ist geringer als die Zahl der Abtreibungen.

Heute vor sechzig Jahren gründeten 40 franz...

Heute vor sechzig Jahren gründeten 40 französische Bischöfe Pax Christi. Der Deutschlandfunk erinnert daran. Dass es um die gewissermaßen offizielle katholische Friedensbewegung heutzutage so still geworden ist, könnte auch mit dem zu tun haben, was Präsidiumsmitglied Joachim Hoffknecht so formuliert: „Im Großen und Ganzen haben wir heute, was Fragen des Friedens betrifft – und eben auch des gerechten Friedens – ein Einverständnis mit der offiziellen katholischen Kirche.“ Konsens erregt weniger Aufmerksamkeit als Dissens.

Zahllose Vorträge, die an der Karl Rahner Akademie...

Zahllose Vorträge, die an der Karl Rahner Akademie Köln (wäre nicht Karl-Rahner-Akademie besser?) gehalten wurden, gibt es auf der Website im Volltext, zum Teil als HTML, zum Teil als PDF. Höchst lobenswert. (Jetzt müsste man nur noch die Zeit haben, wenigstens die interessantesten davon nachzulesen.)

Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schö...

Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn zitiert in einem Interview mit kath.net seinen „Leib- und Magendichter“ C. S. Lewis. Der habe in einem Brief an einen Freund geschrieben, was er sich als Laie vom Zelebranten wünscht.

Was ich mir als Laie wünsche, ist nur dieses eine, dass ich während des Gottesdienstes nicht ständig denken muss: „Was um Gottes Willen geht jetzt dem Zelebranten schon wieder durch den Kopf?“

Der Papst als Philosoph. Auch die FAZ rezensiert...

Der Papst als Philosoph. Auch die FAZ rezensiert das jüngste Buch von Johannes Paul II.:

„Soweit die Freiheit des Menschen gemeint ist, neigt der Papst dazu, der Aufklärung und selbst der Französischen Revolution eine positive Wirkung zuzugestehen. Allerdings sei sie verantwortlich für die Versuche einer Entchristlichung Europas; Wirklichkeiten würden seit Descartes systematisch zugunsten von Konstruktionen zurückgedrängt. […] Die Untaten des zwanzigsten Jahrhunderts sieht der Papst als Folgen der Entchristlichung: ‚Der Mensch war allein geblieben.'“

Ein interessanter Gegensatz, den der Papst hier aufbaut – zwischen Wirklichkeiten und Konstruktionen. Ich sollte vielleicht mal das Descartes-Kapitel bei Küng nachlesen. [via credo ut intelligam]