Hierarchie

Das Magazin brand eins erklärt einen Begriff:

„Das Wort Hierarchie stammt aus dem Griechischen und heißt so viel wie heilige Ordnung. Das „heilig“ ist sehr wichtig. Denn heilig ist alles, was man glauben kann oder auch nicht. Über das Heilige lässt sich aber nicht verhandeln. Halb heilig gibt es so wenig wie ein bisschen schwanger.“ [via medienrauschen]

So weit, so gut. Aber ist der Begriff heilig korrekt erklärt? Wohl kaum. Ich nehme ihn mal in meine Liste auf.

Kirchenverständnis

Damit es nicht untergeht: In den Kommentaren zu diesem Beitrag führe ich gerade eine kleine Diskussion ein Wortgefecht mit einem anonymen Gesprächspartner über ein Bündel von Themen mit Schwerpunkten bei Matthias Kroeger und Ekklesiologie.

Nachtrag: Petra kommentiert das Wortgefecht.

Et in Spiritum Sanctum


O komm, du Geist der Wahrheit,
und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit,
verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer,
rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher getreuer
den Herrn bekennen kann.

O du, den unser größter
Regent uns zugesagt,
komm zu uns, werter Tröster,
und mach uns unverzagt.
Gib uns in dieser schlaffen
und glaubensarmen Zeit
die scharfgeschliffnen Waffen
der ersten Christenheit.

Unglaub‘ und Torheit brüsten
sich frecher jetzt als je,
darum musst du uns rüsten
mit Waffen aus der Höh‘;
du musst uns Kraft verleihen,
Geduld und Glaubenstreu‘
und musst uns ganz befreien
von aller Menschenscheu.

Es gilt ein frei Geständnis
in dieser unsrer Zeit,
ein offenes Bekenntnis
bei allem Widerstreit,
trotz aller Feinde toben,
trotz allem Heidentum
zu preisen und zu loben
das Evangelium.

In aller Heiden Lande
erschallt dein kräftig Wort,
sie werfen Satans Bande
und ihre Götzen fort;
von allen Seiten kommen
sie in das Reich herein;
ach soll es uns genommen,
für uns verschlossen sein?

O wahrlich, wir verdienen
solch strenges Strafgericht;
uns ist das Licht erschienen,
allein wir glauben nicht.
Ach lasset uns gebeugter
um Gottes Gnade flehn,
daß er bei uns den Leuchter
des Wortes lasse stehn.

Du Heil’ger Geist, bereite
ein Pfingstfest nah und fern,
mit deiner Kraft begleite
das Zeugnis von dem Herrn.
O öffne du die Herzen
der Welt und uns den Mund,
dass wir in Freud‘ und Schmerzen
das Heil ihr machen kund.

Pfingsten


VENI, Sancte Spiritus,
et emitte caelitus
lucis tuae radium.

Veni, pater pauperum,
veni, dator munerum
veni, lumen cordium.

Consolator optime,
dulcis hospes animae,
dulce refrigerium.

In labore requies,
in aestu temperies
in fletu solatium.

O lux beatissima,
reple cordis intima
tuorum fidelium.

Sine tuo numine,
nihil est in homine,
nihil est innoxium.

Lava quod est sordidum,
riga quod est aridum,
sana quod est saucium.

Flecte quod est rigidum,
fove quod est frigidum,
rege quod est devium.

Da tuis fidelibus,
in te confidentibus,
sacrum septenarium.

Da virtutis meritum,
da salutis exitum,
da perenne gaudium,
Amen, Alleluia.

Fachbegriffe des Christentums

Ursprünglich wollte ich diesen Beitrag am 29. März posten, aber Ihr ahnt vielleicht, was dann dazwischenkam…

Ein Teil der heutigen Sprachlosigkeit des Christentums speist sich unmittelbar aus einem Verlust der Sprachfähigkeit, also der Fähigkeit, sich in heutigen Worten verständlich zu machen. Oberflächliche sprachliche Anbiederung an die jeweilige Zielgruppe verstärkt diesen Effekt nur, weil dann häufig auch noch die Botschaft selbst über Bord geht (und nicht nur ihre zeitbedingte sprachliche Form).

Viele Zeitgenossen verstehen, unabhängig von ihrer jeweiligen Weltanschauung, zentrale Begriffe des Christentums nicht (mehr) oder falsch. Über die Ursachen lässt sich trefflich spekulieren und auch streiten, aber das mag zu einer anderen Zeit geschehen. Ich werde hier in loser Folge einige dieser wichtigen Begriffe in meinen Worten zu erläutern versuchen. Nur so, ohne weitere Absichten als der, meinen Lesern und mir selbst ein paar nützliche Zeilen aufzuschreiben.

Genug der Vorrede. Hier die erste, vorläufige Begriffsliste:

Weitere Vorschläge sind willkommen. Bitte in den Kommentaren hinterlassen. Ich werde jeden Vorschlag wohlwollend prüfen und im Falle der Ablehnung auch erläutern, warum ich ihn nicht in meine Liste aufnehme.

Erster Nachtrag: Die gesammelten Vorschläge aus den Kommentaren:

  • Offenbarung
  • Glaube
  • Liebe
  • Fegefeuer
  • Buße
  • Freiheit
  • Ablass
  • Tradition
  • Kirche
  • Evangelisierung
  • Mission
  • Wahrheit

Ich selbst füge noch hinzu:

  • Verheißung

Ich kann noch nicht versprechen, dass ich alle Begriffe erläutern werde. Aber ich habe schon eine Idee, mit welchem ich anfange. 🙂

Zweiter Nachtrag:

  • Bekehrung

Dritter Nachtrag:

  • Dogma

Vierter Nachtrag:

Positives Denken

Ricky Spears zitiert Mt 6,25-24 und zieht ein paar Schlüsse daraus.

25 Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung?
26 Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
27 Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?
28 Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.
29 Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.
30 Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!
31 Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?
32 Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.
33 Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
34 Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.