Clamavérunt ad te, Dómine, in témpore afflictiónis suæ, et tu de cœlo exaudísti eos, allelúja, allelúja. Exsultáte, justi, in Dómino: rectos decet collaudátio.
Introitus (Neh. vel 2 Esdr. 9,27; Ps. 32,1); Ss. Philippi et Jacobi App.
Athanasius
In médio Ecclésiæ apéruit os ejus: et implévit eum Dóminus spíritu sapiéntiæ et intelléctus: stolam glóriæ índuit eum, allelúja, allelúja.
Bonum est confitéri Dómino: et psállere nómini tuo, Altíssime.
Introitus (Eccli. 15,5; Ps 91,2), S. Athanasii
Liturgische Texte im Schott
Stundenbuch zu verkaufen
Seit ein paar Wochen nenne ich alle drei Bände des (großen) Stundenbuches mein Eigen – alle drei gebraucht erworben und daher erheblich günstiger als sie neu zu haben sind. (Hier eine Übersicht aller lieferbaren Stundenbücher.)
Seit Anfang des Jahres habe ich (nach Komplet, Laudes und Vesper) nun auch die Lesehore zur mehr oder weniger festen Gewohnheit gemacht. Eigentlich war dafür kein Platz mehr im Tagesablauf. Denn die Laudes bete ich an Werktagen ungefähr um 6 Uhr, die Vesper meistens erst nach der Tagesschau, die Komplet gegen Mitternacht.
Es gibt aber die Möglichkeit, die Lesehore mit einer anderen Hore zu verbinden. So bete ich die Lesehore gewöhnlich vor der Komplet, es sei denn, ich bin zu müde. Oration und Schluss der Lesehore entfallen, ebenso der Eröffnungsversikel der Komplet. Genauso lässt sich die Lesehore vor die Laudes schalten – davon mache ich häufig an Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen Gebrauch.
Also ganz einfach. 🙂
Mit den jüngsten Anschaffungen ist ein kleiner Schatz obsolet geworden, den ich im Sommer 2004 aus dem Bestand der Erzabtei Beuron beschaffen konnte: der vierte Band des Kleinen Stundenbuches, Die Gedenktage der Heiligen. Jüngst ging ein solches Exemplar bei Ebay für 46,50 Euro über den Tisch. Diesen Preis halte ich für reichlich überzogen, zumal mein Exemplar etwas abgenutzt ist. Es hat damals 19 Euro gekostet, und für gewöhnlich kostet sogar das große Stundenbuch bei Ebay weniger als 30 Euro.
Bevor ich nun das gute Stück der Meute bei Ebay vorwerfe, möchte ich den Lesern dieses Notizbüchleins die Möglichkeit geben, es zu erwerben. Bitte hinterlasst bei Interesse in den Kommentaren oder per Mail an m.recke bei commentarium.de eine Nachricht. Ein Gebot ist noch nicht erforderlich. Über den Modus des Verkaufs entscheide ich frühestens in einer Woche.
Wie bei Asterix
Die Römer hocken im befestigten Lager Babaorum Saeculasaeculorum und sprechen sich gegenseitig Mut zu:
»Passt auf, Zenturio! Ich habe nämlich eine Idee: Ihr bleibt hier und bewacht den Gefangenen. Wir gehen und stoßen zu unseren Kameraden. Und wenn man euch angreift…« »Ruhe! Wir bleiben alle!«
Die Gallier sitzen derweil hinter ihrem Palisadenzaun.
»Die sind gar nicht da, die Römer! Wenn ich die Augen schließe, dann sehe ich keine!«
Sie versichern sich gegenseitig, nicht mehr nach den Römern schauen zu wollen.
Nur Obelix versteht das nicht:
»Die sind doch da. Die Knaben sind in Ordnung. Wir werden denen was bieten! Sie werden’s nicht bereuen, dass sie hiergeblieben sind.«
Doch von Zeit zu Zeit siegt die Neugier, und die Sache nimmt unvermeidlich ihren Lauf.
»Meine Freunde! Jetzt wird der Zaubertrank unseres Druiden Miraculix serviert…« »Bravo!« »Auf unser Wohl!« »So, nun sollt ihr sehen, wie er wirkt. Zur Feier des Tages greifen wir das Römerlager
BabaorumSaeculasaeculorum an. Vor dem Essen. Das macht Appetit!« »Kommt nicht zu spät zurück! Römer können warten, Wildschweine nicht!«
Wird fortgesetzt.
St. Gilbertus de Chenesituno
Scipio zitiert ihn. Ich konnte ihn im Martyrologium Romanum nicht finden.
Abschiede
Eva Herman verabschiedet im Magazin Cicero den Feminismus als den Irrtum, der er ist. (Mehr bei Spiegel Online und überall.)
Derweil trennt sich die Liebe meines Lebens von einer Reihe von Ladenhütern, die auch bei Amazon offensichtlich keine mehr will.
Abschied von der Ehe
Confiteor: Seit dem letzten Bundestagswahlkampf habe ich mit dem Gedanken gespielt, erstmals in meinem Leben (m)eine Stimme der CDU zu geben. Doch davon bin ich nun, dank der im Februar begonnenen und heute fortgesetzten Programmdebatte, erst einmal gründlich kuriert. Denn was entnehme ich der heutigen Tagesschau?
Die CDU will sich von der Ehe als Norm verabschieden und künftig alle „Lebensentwürfe“ gleich behandeln. Mit den Worten von Peter Müller:
Ich glaube, dass unsere Familienpolitik keine dieser Lebensformen diskriminieren oder privilegieren darf. Darauf müssen wir achten.
Diese Einsicht kommt zu spät. Solche Positionen sind längst politisches Allgemeingut. Hier hatte die CDU ein Alleinstellungsmerkmal, weil sie als einzige Partei am Grundgesetz festhielt, das Ehe und Familie unter besonderen Schutz stellt. Gibt sie das auf, dann werde ich den Gedanken an eine Stimme für diese Partei wieder begraben. Und zwar gründlich.
S. Marci Evangelistæ
Erlaubt oder verboten
Liebe Journalisten,
die Ihr dieser Tage darüber spekuliert, ob Papst Benedikt XVI. wohl den Gebrauch von Kondomen unter bestimmten Umständen erlauben könnte: Hier liegt ein Irrtum vor.
Der Papst hat in dieser Sache nichts zu erlauben oder zu verbieten. Wir Katholiken leben nicht in einer Diktatur. Der Papst hat nur Auskunft darüber zu geben, was nach der Lehre der Kirche gut und was böse ist.
Und seine Stimme wie die des Lehramtes insgesamt hat Gewicht. Offensichtlich so viel, dass selbst säkulare Medien die kirchliche Lehre wie ein Gesetz betrachten.
Doch in diesem Fall ist der Gesetzgeber Gott, und das Recht, über das wir diskutieren, ist das Naturrecht. (Auch wenn das vielleicht nicht gern gehört wird.)
Das Naturrecht selbst ist unveränderlich, nicht aber dessen Kasuistik. Und genau darum geht es hier: die Anwendung sittlicher Normen auf den Einzelfall.
Beste Grüße,
M.
Barock
„Der Katholizismus ist die einzig denkbare Religion für barocke Menschen.“
Karl A. Bihlmeier am 24. April bei Mac Essentials [via tumbleblog]
