In Hamburg hat jetzt Peter Konwitschny Schö...

In Hamburg hat jetzt Peter Konwitschny Schönbergs Oper „Moses und Aron“ neu inszeniert. Die FAZ rezensiert: „Konwitschny transformiert das theologische Problem des „Gottesdenkers” Moses zur zeitgemäßen Frage, wie sich wohl eine Welt ohne Transzendenz zur Idee des einen Gottes verhalte. Sie vertraut nicht Ideen, sondern dem schönen Schein, mit dem es von Aron betört wird. Seine Wunder sind das Blendwerk eines Magiers. Die Schlange ist ein gertenschlankes, kahlköpfiges Weib in einem glitzernden String-Body, das sich durch die Menge windet und lasziv auf den Knien des Moses räkelt. Wenn Aron sein drittes Wunder vollbringt und Wasser in Blut verwandelt, schneidet er sich mit einem Messer in den Oberkörper, bevor er das Versprechen abgibt, das auserwählte Volk in das Land zu führen, in dem Milch und Honig fließen.“

Hanno Helbling diagnostiziert in der NZZ Angstzust...

Hanno Helbling diagnostiziert in der NZZ Angstzustände beim hohen Klerus: „Wenn heute Angehörige des hohen Klerus die Alarmglocke ziehen, weil sie «christliche Werte» gefährdet sehen, reagieren sie darauf, dass die Emanzipation von tradierten Lebensregeln aus dem lehramtlichen Ruder läuft. Das donnernde Urteil, das Kardinal Scheffczyk nach dem Ulmer Katholikentag in der «Tagespost» erlassen, das Redeverbot, das Kardinal Meisner dem nichtkonformen Bischof Gaillot erteilt, oder die Klagen und Anklagen, die neulich der Kurienkardinal Martino in einer Rede vorgebracht hat, deuten auf Angstzustände hin. Die Angst ist verständlich; denn diesmal hat es die Kirche nicht mehr mit einer fassbaren Gegen-, sondern mit einer Fortbewegung zu tun, die sich dogmatisch weder bekämpfen noch integrieren, vielleicht aber (und das wäre schon etwas) diakonisch begleiten lässt.“

Uta Rasche würdigt in der FAZ („Der Alice...

Uta Rasche würdigt in der FAZ („Der Alice Schwarzer der Protestanten“) den EKD-Vorsitzenden: „Huber ist ein theologischer Kopf, dem das Rüstzeug aus seiner akademischen Laufbahn, zuletzt als Professor für Systematische Theologie in Heidelberg, für seine jetzige Aufgabe zugute kommt. Es gibt kaum ein Thema, zu dem er nicht aus dem Stand druckreif formulieren könnte: Sozialethik, Hartz IV, demographischer Wandel, Kopftuchstreit, Bioethik, deutsche Einheit – bischöfliche Standardthemen wie das protestantische Profil in der Bildung und die Notwendigkeit einer missionarischen Kirche eingeschlossen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem kein Radiosender, keine Nachrichtenagentur und keine Zeitung über ihn berichtet. Huber wird regelmäßig zu Talkshows eingeladen und kommentierte im ZDF zusammen mit Alice Schwarzer einen ganzen Tag lang die Wahl des neuen Bundespräsidenten.“

Pater Martin Löwenstein SJ in einer Predigt...

Pater Martin Löwenstein SJ in einer Predigt zum 32. Sonntag im Jahreskreis C 2004 (Lk 20,27-40): „Wenn die Frage nach der Auferstehung so merkwürdig belanglos und abstrakt bleibt, wenn es für die Frage, wie ich heute und morgen leben will, so auffällig folgenlos ist, dann hat das Gründe.
Der Grund kann Desinteresse sein, der Mangel an Lust und Gelegenheit, sich die Frage zu stellen. Der Grund kann aber auch sein, dass ich Wissen über Wissen, Buch über Buch, Gedanke über Gedanke häufe – und dadurch geschickt vermeide, dass dies Konsequenzen hat.“