Zu mehr hat es offensichtlich nicht gereicht.
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Zu mehr hat es offensichtlich nicht gereicht.
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„Es gibt eine Liebe der Tat und eine Liebe des Herzens, des Gefühls. Bezüglich der tätigen Liebe wurde den Menschen ein Gesetz gegeben, ein Gebot auferlegt. Wer vermöchte sie aber so im Herzen zu fühlen, wie sie geboten wird? Die eine ist also geboten und schafft das Verdienst, die andere wird uns zur Belohnung gegeben. Gewiss, wir leugnen nicht, dass man mit Gottes Gnade einen Anfang und Fortschritt der gefühlten Liebe im gegenwärtigen Leben spüren kann. Ihre Vollendung aber weisen wir ganz der künftigen Seligkeit zu.“ (Bernhard von Clairvaux)
[Schott]
„Die evangelische Landesbischöfin von Hannover, Margot Käßmann, […] bedauert, dass es unter dem Papst Benedikt XVI. bisher keine Fortschritte in der Ökumene gegeben habe. Auf NDR Info sagte sie heute unter anderem: ‚Wenn wir das Mahl der Einheit nicht gemeinsam feiern können, wie wollen wir als Kirchen die Menschen in der ganzen Welt zu mehr Gemeinschaft und Einheit rufen?‘ Zum Auftritt des Papstes auf dem Weltjugendtag in Köln sagte Käßmann: ‚Es bleibt bei mir ein gewisses Unbehagen, wenn der Glaube sich so stark auf eine Einzelfigur fixiert.‘ Nach evangelischer Auffassung müsse jeder selbst für seinen Glauben einstehen und Vorbild sein. Dennoch freue sie sich über die Bilder aus Köln: ‚Es tut gut zu sehen, dass sich junge Menschen zur christlichen Kirche bekennen.'“ [Spiegel Online]
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Hervorragender Kommentar heute im Deutschlandfunk (Themen der Woche, noch nicht online). Hier die zentrale Passage:
Nein, machen wir uns nichts vor: Der kulturelle Mainstream bei uns, die Bewusstseinsindustrie in großen Teilen ist gegen eine Kirche mit Einfluss, also vor allem gegen die katholische und ergo auch gegen deren greifbare Personifikation, den Papst. Nichts an der Schlagzeilenproduktion dieser Tage kann darüber hinwegtäuschen. Man war schon feindselig scheinheilig gegen Johannes Paul II., dessen fulminanter Erfolg weltweit unseren angeblich aufgeklärten säkularisierten Schichten ein gewaltiges Ärgernis war. Statt sich in tiefstem Herzen zu freuen über die globale Macht einer Religion der Liebe und der humanen Vernunft, wurde am Ornat geflickt, wo es nur ging. Feministinnen gegen Zölibat, Atheisten für Priesterschaft von Frauen, alle zusammen gegen eine weltfremde Kirche, der man die Kampfbegriffe Abtreibung, Homosexualität, Kondome, Aids um die Kirchtürme haut.
Mit Aufklärung und Humanität hat das aber gar nichts zu tun: Es ist selber nur ein Fetischkult, ein im Geiste ziemlich schlichter dazu. Als sei Abtreibung nicht massenhaftes Töten von Leben, als sei beispielsweise eheliche Treue und liebende Sexualität nicht das wirksamste Mittel gegen Aids; aber nein, es müssen ja die Kondome sein, die zum Papstbesuch natürlich witzigerweise verteilt werden. Als ob jemand, der die Treue nicht achtet, wenigstens vor der Lust brav ans Kondom denkt – ach Gott, es ist auch eine Primitivität in dem, was sich Kritik an der Kirche nennt, dass es einen jammert.
Die alles andere als aufgeklärte Kritik hatte nun erkennbar gehofft, dass nach dem populären Papst aus Polen der Theoretiker Ratzinger die Massen kaltlassen würde. Und nun das Erschrecken: Dieser hochgebildete, feinsinnige Mann kommt nach Deutschland, bringt jugendliche Divisionen mit und in Bewegung, dass es ein Erstaunen ist. Vorbehaltlos wird auch dieser Heilige Vater von Jugendlichen gefeiert, die er nach Deutschland und auf die Beine gebracht hat. Aber, und das gilt es festzuhalten, nicht als Benedikt XVI., sondern als Papst. Es ist gar nicht die Person, es ist nicht der sterbliche Nachfolger Petri, es ist eben doch die Institution, es sind die tiefen Wurzeln durch jetzt schon Jahrtausende, es ist die weltumspannende felsenfeste Kirche, die so viele junge Menschen fasziniert, die auch Zukunft verheißt in einer Zeit, in der Politik, staatliche und gesellschaftliche Institutionen keinen Halt geben, weil sie selber haltlos geworden sind.
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Liebe Leser, die Ihr vom Weltjugendtag-Blog kommt,
seid gegrüßt! Ihr findet in diesen Tagen auch hier viele Einträge zum Weltjugendtag, über Harald Schmidt, Bilder bei flickr, die Medienberichterstattung im Ausland und in Deutschland, die Geschichte eines Autoaufklebers oder die PR-Arbeit von Cardinal Meisner und Bild. Ich selbst bin nicht in Köln, aber beobachte das Ereignis aus der Ferne. Aktuelles aus dem Web und aus anderen Blogs steht immer rechts in der Seitenspalte (wie es dorthin kommt).
Beste Grüße,
Martin
Jetzt: Livestream
Die Übertragung wird aus technischen Gründen mehrfach unterbrochen.
Spiegel Online paraphrasiert eine Aussage von Daniel Cohn-Bendit im ZDF:
„Eine geschiedene, kinderlose Ostdeutsche und ein schwuler Liberaler an der Spitze von Union und FDP – das wäre ohne Rot-Grün nicht möglich gewesen. Es ist vollbracht.“
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Die Kommentarspalten hat Benedikt XVI. heute fast für sich alleine. Herausgegriffen sei nur die bemerkenswerte Bemerkung des Kommentators der Neuen Presse aus Hannover:
„Wer die jungen Leute in Köln sieht, muss erstaunt feststellen: Religion kann tatsächlich fröhlich, frei machen. Als jemand, der der Kirche nicht so nahe steht, könnte man glatt neidisch werden.“ [Deutschlandfunk/Presseschau]
Yep. So war das auch gedacht. Und war das nicht immer der Vorwurf an die Kirche – ihr Mangel an Begeisterung für die eigene Sache? Den Rest bitte beim DLF nachlesen.
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Nachzutragen wäre da noch Pater Roderick Vonhögen, besser bekannt als Catholic Insider, der es in dieser Woche in den Spiegel geschafft hat. Und zwar als Einstieg für eine Story über Podcasting.
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Pater von Gemmingen vom Radio Vatikan hat was sehr Schönes gesagt: „Es ist doch toll, dass dieses kritische, materialistische Volk – das sind wir! – nicht sagt: ‚Schönes Wetter, was geht mich der Papst an, ich geh‘ schwimmen!'“ Nein, wir waren alle da, obwohl Gläubige schwimmen gegangen sind. Es sah hier teilweise aus wie am Ganges. Es sah aus wie Kalkutta mit dreifachem Cholesterinspiegel.
Harald Schmidt, 18. August 2005
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