Was ist eigentlich das Faszinierende an Firmwochenenden? Die Einheit von sonst unvereinbar scheinenden Gegensätzen.
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Wie ich gerade erfahren habe, schließt der...
Wie ich gerade erfahren habe, schließt der Kreuzgang seine Pforten. Über die Hintergründe weiß ich gar nichts, einiges davon ist aber wohl noch bis morgen 12 Uhr an Ort und Stelle nachzulesen.
Eristische Dialektik ist die Kunst zu disputieren...
Eristische Dialektik ist die Kunst zu disputieren, und zwar so zu disputieren, daß man Recht behält, also per fas et nefas. Man kann nämlich in der Sache selbst objective Recht haben und doch in den Augen der Beisteher, ja bisweilen in seinen eignen, Unrecht behalten. Wann nämlich der Gegner meinen Beweis widerlegt, und dies als Widerlegung der Behauptung selbst gilt, für die es jedoch andre Beweise geben kann; in welchem Fall natürlich für den Gegner das Verhältnis umgekehrt ist: er behält Recht, bei objektivem Unrecht. Also die objektive Wahrheit eines Satzes und die Gültigkeit desselben in der Approbation der Streiter und Hörer sind zweierlei. (Auf letztere ist die Dialektik gerichtet.)
Mit diesen Worten leitet Schopenhauser ein als »Dialektik«, »Eristische Dialektik« oder »Die Kunst, Recht zu behalten« aus seinem Nachlass veröffentlichtes Manuscript ein. Ich musste sofort an diverse Debatten in gewissen einschlägigen Foren denken, in denen ganz offensichtlich genau das geschieht: Ein vermeintlich oder tatsächlich widerlegter Beweis gilt als Widerlegung der Behauptung selbst – ungeachtet der Tatsache, dass es natürlich andere Beweise geben kann.
Woher kommt das? – Von der natürlichen Schlechtigkeit des menschlichen Geschlechts.
Meint jedenfalls Schopenhauer. Erbsünde, ick hör‘ dir trapsen.
„God doesn’t cause things the way we...
„God doesn’t cause things the way we cause them.“ (aus Disputations)
Gott und die Schwingungen der Farbe überschreibt...
Gott und die Schwingungen der Farbe überschreibt Thomas Wagner sein Stück im heutigen FAZ-Feuilleton über den Maler Alexej von Jawlensky und dessen Formel, Kunst sei „Sehnsucht zu Gott“. Ein Auszug: „Wenn er zu seinen ‚Abstrakten Köpfen‘ bemerkt: ‚Sagen Sie jedem, daß das kein Gesicht ist. Es ist das nach unten sich Abschließende, das nach oben sich Öffnende, das in der Mitte sich Bergende‘, so war es diese erweiterte Auffassung des Gesichts, in der er die Möglichkeit entdeckte, seine Kunst ins Religiöse zu erweitern. Er hatte verstanden, ‚daß die große Kunst nur mit religiösem Gefühl gemalt werden soll‘ und daß er das ’nur in das menschliche Antlitz bringen‘ konnte. Im Unterschied zur Ikonenmalerei, die ‚das eine Bild‘ beständig wiederholt, wiederholt Jawlensky unablässig die Hinwendung zur Transzendenz, variiert aber das Bild. Was, wenn Jawlensky ebendies versuchte: das Überpersönliche eines ‚vera ikon‘ an das Serielle und die Farbe zu binden?
Modern wäre Jawlensky dann nicht, weil er den fauvistischen Farbimpuls aufgenommen und für sich nutzbar gemacht hat. Auch führte sein Weg nicht einfach in die Abstraktion. Radikal und einzigartig wäre seine Malerei, weil sie den Verlust einer transzendent verbürgten Ordnung in der Serialität auffängt, statt eine Verbindung zum Göttlichen lediglich zu behaupten. Sind abstraktes Schema und individueller Ausdruck im menschlichen Gesicht an sich schon untrennbar, so schaffen Jawlenskys Serien nun den Raum einer Zwillingsexistenz.
Denn Gott als das Absolute läßt sich nicht zeigen wie ein Baum oder eine Vase. Zwar vermag auch ein einzelnes Bild auf Transzendentes zu verweisen; doch bleibt es dabei Ausdruck eines individuellen Wunsches und somit kontingent. In einer offenen Serie hingegen gerinnt die Sehnsucht nach Transzendenz selbst zur Struktur. Wie die Vision eines Gesichts anwesend ist und sich doch im Spiel von Farben und Formen wieder verliert, so zeigt sich im Prozeß des endlosen Sich-Annäherns auch Transzendentes indirekt. Es ist im Modus der Abwesenheit anwesend oder in dem der Anwesenheit abwesend. Jawlensky füllt das Serielle also nicht, wie in der Forschung oft behauptet, schlicht mit mystisch-religiösem Sinn aus. Er vertraut vielmehr auf von der Malerei erzeugte Resonanzen. Im Schema des Gesichts aktiviert er die Eigenschwingungen der Farbe und baut darauf, das Transzendente werde in einer resonanten Koppelung antworten und mitzuschwingen beginnen. Frei von jeder Intention, frei von jeder subjektiven Zuwendung.“
Desmond Dekker – Israelites war an meinem...
Desmond Dekker – Israelites war an meinem Geburtstag die Nr. 1 in den deutschen Chart, according to hit1.de. [via Spreeblick]
Ich war auch mal in Ronchamp und muss gestehen,...
Ich war auch mal in Ronchamp und muss gestehen, dass mich die dortige, von Le Corbusier geschaffene Wallfahrtskirche sehr beeindruckt hat. Der Deutschlandfunk, der heute an die Einweihung erinnert, ist sich nicht ganz sicher, ob sie vor 50 oder vor 51 Jahren stattfand… Genüsslich zitiert der DLF-Autor die (namenlosen) „Kunstbeauftragten der Erzdiözese Paderborn“, die im Juni 1956 öffentlich erklärten: „Wir stellen mit Besorgnis fest, dass die von Le Corbusier in Ronchamp erbaute Wallfahrtskirche in der Presse weitgehend eine durchaus anerkennende Beurteilung findet, ja dass sie bereits von deutschen Architekten als Vorbild für ihre Entwürfe herangezogen wird. Wir weisen darauf hin, dass diese Kirche ein nicht zu überbietendes Beispiel von Neuerungssucht, Willkür und Unordnung ist und dass Le Corbusier mit ihr den Bruch mit der Tradition des katholischen Kirchenbaues mit einem bisher unerhörten Radikalismus vollzogen hat und sogar mehrfach gegen die allgemeinen Regeln der Baukunst verstößt. Wir stellen insbesondere fest, dass diese Kirche den unbedingt zu fordernden sakralen Charakter völlig vermissen lässt.“ Dankenswerterweise hat uns Jürgen schon vor einiger Zeit darüber aufgeklärt, dass Paderborn quasi der Quell des katholischen Kunstsachverstandes ist.
Die perfekte Suchmaschine wäre wie der Geist...
Die perfekte Suchmaschine wäre wie der Geist Gottes.
–Sergey Brin, Google, gegenüber dem Chefredakteur von Technology Review
Diese kurzen Links lade ich ja nun bei del.icio....
Diese kurzen Links lade ich ja nun bei del.icio.us ab. Aber hier eine Ausnahme, schon der Überschrift wegen. Der Pontificator: The people get the church they want
Wollust, Zorn, Neid, Geiz, Hochmut, Völlerei...
Wollust, Zorn, Neid, Geiz, Hochmut, Völlerei und Trägheit – also known as die sieben Todsünden. (Wollte ich hier mal notiert haben.)