Prophezeiung

Benedikt XVI. überzeugt mit Charisma, Standfestigkeit und Klarheit. Genau das ist es, was Christen von ihren „Hirten“ erwarten. Und genau das fehlt vielen landes- und freikirchlichen Leitern. Natürlich gibt es erfreuliche Ausnahmen. Aber die Mehrheit ist – man lese einmal kirchliche Stellungnahmen! – unsicher. Und der Unsichere sehnt sich nach Festem. Beneiden nicht deshalb manche evangelische Kirchenführer insgeheim sogar den Papst? Wenn sich hier – im Grundlegenden – nichts ändert, wird der Publizist Johannes Groß recht bekommen, der vor fast 30 Jahren prophezeite: „Was in 100 Jahren in Europa noch an Volkskirche besteht, wird katholisch sein.“ [Helmut Matthies, IDEA, via fonolog]

Untergangsszenarien für das evangelische Staatskirchentum in Deutschland (vulgo Protestantismus) sind uns in diesem Notizbuch bereits vertraut.

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Weltjugendtag bei Schmidt

Weltjugendtag – hier in Köln: Religiosität, Freude, ausgerichtet sein auf die Zukunft, wohin man schaut. Köln ist so fröhlich, man spricht bereits vom Istanbul des Nordens.

Köln, das doch in weiten Teilen mittlerweile muslimisch geprägt ist, wäre nicht die tolerante und weltoffene Stadt, wenn es nicht der katholischen Minderheit hier erlauben würde, mal richtig auf den Putz zu hauen.

Die CD ‚Building One World‘ – Wenn sie diese Platte hören, die offizielle CD für den Weltjugendtag, dann muss man sagen: Man hat der Musik, die in unseren Fahrstühlen gespielt wird, viel Unrecht getan. [Harald Schmidt, 17. August 2005]

Mehr bei Lumen de Lumine (genial dort die Dramaturgie: auf Harald Schmidt folgt Hans Küng)

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Kein Pop-Event

Freundliche Worte von der Rheinischen Post:

„Wer noch beim bewegenden Abschied vom Jahrhundertpapst im April mutmaßte, die schier endlosen Menschenmassen am Vatikan seien weniger Glaubenssache als Pop-Event gewesen, muss sich jetzt eines Besseren belehren lassen: Im Namen Jesu füllen sich ganze Stadien. Vorbetende Kardinäle werden zu Moderatoren einer Inszenierung, deren Rituale antik sind, deren Kraft und Freude spendende Botschaft aber nie frischer daherkam. Trotz oder gerade wegen des Weihrauchs und der purpurgewandeten Kirchenfürsten.“ [Deutschlandfunk/Presseschau]

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Leiden

Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.
Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.
Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung:
Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.
Röm 8,18-21 (Kurzlesung der Laudes vom Donnerstag der 4. Woche)

Wer zu mir kommt

Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen,
und wer zu mir kommt, den weise ich nicht zurück.
Magnificat-Antiphon der Vesper zum Gedächtnis der Verstorbenen

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Aufkleber


Als ich Anfang des Jahres gefragt wurde, ob ich an der Organisation der Tage der Begegnung mitwirken wollte (die dann später für unsere entlegene Diasporagemeinde mangels Masse ohnehin ausfallen sollten), lehnte ich nach kurzer Bedenkzeit ab. Mir war nicht recht klar, was ich mit dem Weltjugendtag zu schaffen haben sollte.

Als mir zu Pfingsten ein Aufkleber (für etwa 50 Cent) angeboten wurde, wollte ich nicht ablehnen. Einige Zeit später habe ich ihn auf mein Auto geklebt. Je näher das Ereignis rückte, umso mehr freute ich mich über diesen Aufkleber. Und dieser Tage bin ich fast zu stolz darauf.

Gut, das Logo ist kein Meisterstück zeitgenössischen Designs (immerhin übertrifft es sein katastrophales Pendant zur Fußball-WM noch um Längen), aber das Ereignis, für das es steht, ist – soweit ich das aus der Ferne sehen kann – einfach großartig.

(Der Griechenland-Aufkleber hat übrigens nicht mehr zu sagen als dass dieses Auto früher einem Griechen gehörte.)

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