„Papst zimmert sich neue Regierung“ [Spiegel Online]
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Enthauptung Johannes‘ des Täufers
Katechese
Wenn es um meine Landesbischöfin geht, dann kann ich natürlich nicht fehlen. Wie Scipio sagt: Jeder sollte einen haben!
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Jungkonservativ
Wolfgang Huber im Interview mit der Berliner Zeitung:
„Erstaunt es Sie nicht, dass ein gesellschaftlich sehr konservativer alter Mann wie der Papst so viel Zulauf von der Jugend hat?
Zunächst wird man einräumen müssen, dass es nicht nur konservative alte Männer gibt, sondern auch konservative junge Männer und Frauen. Deswegen sollten wir mit der Möglichkeit rechnen, dass unter den jungen Leuten, die zum Papst gepilgert sind, auch solche sind, die ihm zustimmen.“
Schlau, schlau. Auch der Rest des Gespräches lohnt die Lektüre. Huber scheint besser als seine Amtskollegin Margot Käßmann zu wissen, was ein Ablass ist:
„Es gibt Einsichten der Reformation, die über die Jahrhunderte ihre Gültigkeit unverändert behalten. Dazu gehört nach meiner festen Überzeugung das, was Martin Luther über den Ablass gesagt hat. Die Vorstellung, gegen Sünder würden Fegefeuer-Strafen verhängt, von denen er sich mit Hilfe eines Ablasses freikaufen kann, ist für evangelische Christen nicht nachvollziehbar.“
Zwar etwas überpointiert, aber jedenfalls nicht falsch. Im Übrigen zeigt diese Kontroverse, was von der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre (1999) zu halten ist – in der Worte wie Ablass, Sündenstrafen oder Fegefeuer wohl aus guten Gründen nicht auftauchen.
Fraglich allerdings, ob Huber gut beraten ist, sich zum Steuerkonzept von Paul Kirchhof zu äußern. Zwar bringt ihm diese Stellungnahme reichlich Schlagzeilen ein – aber um welchen Preis? Will er sich als Steuerexperte profilieren?
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Wissenschaft
Der Physiker, Astronom und Philosoph Victor J. Stenger veröffentlicht den Entwurf für ein Buch mit dem Titel „God: The Failed Hypothesis. How Science Shows That God Does Not Exist“ im Internet. Wie er selbst betont, ist das Manuskript noch stark in Veränderung begriffen. Eine dieser Variationen betrifft übrigens den Titel. Im Juni lautete er noch: The Hypothesis That Failed – Why Science Can Now Prove That God Does Not Exist. Man beachte die subtile Differenz. [mykath.de]
Augustinus
Der Deutschlandfunk erinnert heute an Aurelius Augustinus, der vor 1575 Jahren starb (sein Gedenktag wird in diesem Jahr vom Sonntag verdrängt):
„396 wurde Augustinus Bischof von Hippo Regius im heutigen Algerien. In den Auseinandersetzungen mit christlichen Splittergruppen prägte er kirchliche Glaubenspositionen, die besonders auf die Theologie des Mittelalters wirkten, im heutigen Christentum allerdings als sehr konservativ gelten.“ [MP3]
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22. Sonntag im Jahreskreis
In jenen Tagen begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen.
Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht geschehen!
Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Mt 16, 21-23
Verwirrung und Sünde
„Und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde“, betet der Priester im (auch gern unterschlagenen) Embolismus nach dem Vater unser, den die Gemeinde mit der Doxologie abschließt. Verwirrung und Sünde? Dass der Herr uns vor Sünde bewahren möge, leuchtet unmittelbar ein. Aber vor Verwirrung? Was hat das zu bedeuten?
Nun, mir scheint die allgemeine Verwirrung nie so groß gewesen zu sein wie heute. Das mag täuschen, denn der ungetrübte Blick auf die Gegenwart ist weit schwieriger als der in die Vergangenheit. Aber gerade in einer Messe, in der ich mich fragen musste, was der Zelebrant sich bei diesem und jenem Schnickschnack wohl wieder gedacht hat, da freue ich mich, wenn er den Embolismus nicht weglässt und den Herrn darum bittet, uns vor Verwirrung und Sünde zu bewahren.
Es scheint da einen gewissen Zusammenhang zu geben.
Nachtrag: Scipio führt das Thema weiter.
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Madonna
Vor genau fünfzig Jahren wurde in Moskau eine Vereinbarung unterzeichnet, die u.a. die Rückkehr der Sixtinischen Madonna von Raffael in die Dresdner Gemäldegalerie regelte. Noch bis 3. Oktober ist dort eine Ausstellung zu sehen. Der Titel: Platz für den großen Raffael! Ankauf und Mythos von Raffaels Sixtinischer Madonna in Dresden

