Dictionary of Gnosis & Western Esotericism

Ein Muss für jeden, der nicht auf neognostische Umtriebe hereinfallen möchte:

Dictionary of Gnosis & Western Esotericism
Edited by Wouter J. Hanegraaff, in collaboration with Antoine Faivre, Roelof van den Broek and Jean-Pierre Brach

  • In print, 2005
  • ISBN 90 04 14187 1
  • Cloth with dustjacket (xxx, 1228 pp., 2 vols)

This is the first comprehensive reference work to cover the entire domain of “Gnosis and Western Esotericism” from the period of Late Antiquity to the present. Containing around 400 articles by over 180 international specialists, it provides critical overviews discussing the nature and historical development of all its important currents and manifestations, from Gnosticism and Hermetism to Astrology, Alchemy and Magic, from the Hermetic Tradition of the Renaissance to Rosicrucianism and Christian Theosophy, and from Freemasonry and Illuminism to 19th-century Occultism and the contemporary New Age movement. Furthermore it contains articles about the life and work of all the major personalities in the history of Gnosis and Western Esotericism, discussing their ideas, significance, and historical influence. Also available soon in unabridged one volume edition. [Brill Academic Publishers]

Leider nicht ganz billig. Besprechung heute in der FAZ. [Perlentaucher]

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Invocábit

Invocábit me, et ego exáudiam eum: erípiam eum, et glorificábo eum: longitúdine diérum adimplébo eum.
Qui hábitat in adjutório Altíssimi, in protectióne Dei cœli commorábitur.
Introitus, Dominica Prima in Quadragesima

Qui regnum Dei annuntiavit

Et statim Spiritus expellit eum in desertum.
Et erat in deserto quadraginta diebus et tentabatur a Satana; eratque cum bestiis, et angeli ministrabant illi.
Postquam autem traditus est Ioannes, venit Iesus in Galilaeam praedicans evangelium Dei
et dicens: “Impletum est tempus, et appropinquavit regnum Dei; paenitemini et credite evangelio”.
Mc 1,12-15

Was ist Rente?

Die Renten stagnieren. Ob bis 2008 oder bis 2016, weiß keiner so genau. Jener Teil des Generationenvertrages, der den Rentnern stetig steigende Bezüge verhieß, scheint nicht mehr zu gelten. Warum?

Den Blick auf die Gründe verstellt eine mit höchstrichterlichem Segen abgesicherte Fiktion, die mit der Rentenrealität nicht viel zu tun hat. Demnach sind Renten Lohn für Lebensleistung, auf den durch Zahlung von Rentenbeiträgen ein Eigentumsanspruch erworben wird.

Wenn das stimmen würde, hätte es weder die Adenauersche Rentenreform noch die Renten für frühere DDR-Bürger geben dürfen. Und auch keine Rentenaufschläge für Kindererziehung. Denn in allen drei Fällen werden Renten gezahlt, ohne dass dafür hinreichend Beiträge gezahlt worden wären.

In Wirklichkeit zahlt die jeweils aktiv im Erwerbsleben stehende Generation mit den Rentenbeiträgen nur ihre Schulden gegenüber der Elterngeneration zurück. Die hat nämlich mit Mühsal und Kosten jene Kinder aufgezogen, die nun das erwirtschaften, von dem die Rentner leben müssen.

Aber warum bekommen dann Kinderlose überhaupt Rente? Dafür gibt es letztlich keine plausible Erklärung, und deshalb gehören Renten für Kinderlose abgeschafft oder mindestens drastisch gekürzt. Wer keine Kinder hat, hat genug freie Mittel, um problemlos zusätzlich zu den Rentenbeiträgen (die ja, wir erinnern uns, nur eine Hypothek gegenüber der Elterngeneration abtragen) eine eigene Altersversorgung aufzubauen.

Wie man es auch dreht und wendet: Seit 35 Jahren ist die Geburtenrate unter das notwendige Minimum gesunken. Und inzwischen geht die erste Generation in Rente, die sich nicht mehr reproduziert hat. Kein Wunder, dass die Renten stagnieren. Die Erwerbstätigen, die für höhere Renten Beiträge zahlen müssten, wurden nie geboren.

Insofern führt auch mein Vorschlag, die Rentenbeiträge nach der Zahl der Kinder zu staffeln, in die Irre. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Rentenkürzungen für Kinderlose, schrittweise von oben nach unten eingeführt, damit die Beiträge sinken können und die Umverteilung von Familien zu Kinderlosen über das Rentensystem aufhört.

Feria Quarta Cinerum

Exáudi nos, Dómine, quóniam benígna est misericórdia tua:
secúndum multitúdinem miseratiónum tuárum réspice nos, Dómine.

Blogfasten

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Bußtage

  • Can. 1249 — Alle Gläubigen sind, jeder auf seine Weise, aufgrund göttlichen Gesetzes gehalten, Buße zu tun; damit sich aber alle durch eine bestimmte gemeinsame Beachtung der Buße miteinander verbinden, werden Bußtage vorgeschrieben, an welchen die Gläubigen sich in besonderer Weise dem Gebet widmen, Werke der Frömmigkeit und der Caritas verrichten, sich selbst verleugnen, indem sie die ihnen eigenen Pflichten getreuer erfüllen und nach Maßgabe der folgenden Canones besonders Fasten und Abstinenz halten.
  • Can. 1250 — Bußtage und Bußzeiten für die ganze Kirche sind alle Freitage des ganzen Jahres und die österliche Bußzeit.
  • Can. 1251 — Abstinenz von Fleischspeisen oder von einer anderen Speise entsprechend den Vorschriften der Bischofskonferenz ist zu halten an allen Freitagen des Jahres, wenn nicht auf einen Freitag ein Hochfest fällt: Abstinenz aber und Fasten ist zu halten an Aschermittwoch und Karfreitag.
  • Can. 1252 — Das Abstinenzgebot verpflichtet alle, die das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben; das Fastengebot verpflichtet alle Volljährigen bis Zum Beginn des sechzigsten Lebensjahres. Die Seelsorger und die Eltern sollen aber dafür sorgen, daß auch diejenigen, die wegen ihres jugendlichen Alters zu Fasten und Abstinenz nicht verpflichtet sind, zu einem echten Verständnis der Buße geführt werden.
  • Can. 1253 — Die Bischofskonferenz kann die Beobachtung von Fasten und Abstinenz näher bestimmen und andere Bußformen, besonders Werke der Caritas und Frömmigkeitsübungen, ganz oder teilweise an Stelle von Fasten und Abstinenz festlegen.

Quelle: Codex Iuris Canonici online

Die näheren Bestimmungen dazu finden sich in der Partikularnorm Nr. 16 [PDF] der Deutschen Bischofskonferenz.

Am Aschermittwoch (Feria Quarta Cinerum) bleibt dieses Notizbuch geschlossen.

Matthias

Über das Leben des Apostels Matthias wissen wir nur, was in der Apostelgeschichte steht (Apg 1,15-25): dass er anstelle des Judas Iskariot zum Apostelkollegium hinzugewählt wurde. Aus der Rede des Petrus ergibt sich auch, dass Matthias zu den Männern gehörte, „die die ganze Zeit mit uns zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und aufgenommen wurde“ (Apg 1,21-22). Nach der Legende soll Matthias in Äthiopien gewirkt und das Martyrium erlitten haben. Seine Reliquien wurden im Auftrag der Kaiserin Helena nach Trier gebracht; dort werden sie in der Abteikirche St. Matthias verehrt, die im Mittelalter das Ziel vieler Wallfahrten war. [Schott]

Deus, qui beátum Matthíam Apostolórum tuórum collégio sociásti: tríbue, quæsumus; ut, ejus interventióne, tuæ circa nos pietátis semper víscera sentiámus. Per Dóminum nostrum.
Oratio

Et in diebus illis exsurgens Petrus in medio fratrum dixit — erat autem turba hominum simul fere centum viginti:
“Viri fratres, oportebat impleri Scripturam, quam praedixit Spiritus Sanctus per os David de Iuda, qui fuit dux eorum, qui comprehenderunt Iesum,
quia connumeratus erat in nobis et sortitus est sortem ministerii huius.
Hic quidem possedit agrum de mercede iniquitatis; et pronus factus crepuit medius, et diffusa sunt omnia viscera eius.
Et notum factum est omnibus habitantibus Ierusalem, ita ut appellaretur
ager ille lingua eorum Aceldamach, hoc est ager Sanguinis.
Scriptum est enim in libro Psalmorum:
“Fiat commoratío eius deserta,
et non sit qui inhabitet in ea”
et: “Episcopatum eius accipiat alius”.
Oportet ergo ex his viris, qui nobiscum congregati erant in omni tempore, quo intravit et exivit inter nos Dominus Iesus,
incipiens a baptismate Ioannis usque in diem, qua assumptus est a nobis, testem resurrectionis eius nobiscum fieri unum ex istis”.
Et statuerunt duos, Ioseph, qui vocabatur Barsabbas, qui cognominatus est Iustus, et Matthiam.
Et orantes dixerunt: “Tu, Domine, qui corda nosti omnium, ostende quem elegeris ex his duobus unum
accipere locum ministerii huius et apostolatus, de quo praevaricatus est Iudas, ut abiret in locum suum”.
Et dederunt sortes eis, et cecidit sors super Matthiam, et annumeratus est cum undecim apostolis.
Act 1,15-26

Mehr zur Oratio bei Scipio. Ihm und Dr. M. O. W. die allerbesten Wünsche zum Namenstag!