„Stephan nahm die Krone nicht als Ehrung, sondern als Dienst an, und in allen Situationen suchte er immer das Wohl der ihm anvertrauten Gemeinschaft, sowohl durch die Organisation und Verteidigung des Reiches als auch durch den Erlaß neuer Gesetze und durch die Entfaltung der beiden Kulturen, der menschlichen und der göttlichen. König Stephan ließ sich in keiner Weise von der Faszination seiner eigenen Vorteile und Erfolge hinreißen. Nachdem er den Verlockungen seiner Zeit widerstanden hatte, fand er eine lebendige Quelle: Aus ihr schöpfte er und stärkte dadurch seinen Geist für die Leitung seines Volkes mit treuer Dienstbarkeit. Diese geistige Quelle wird von einem Schriftsteller kurz und treffend mit folgenden Worten zusammengefaßt:
»Er trat immer so auf, als befände er sich vor dem Gericht Christi, dessen Gegenwart er mit seinen inneren Augen und mit einem respektgebietenden Gesicht betrachtete; dadurch bewies er, Christus auf den Lippen, im Herzen und in all seinem Tun zu tragen«
(vgl. Legenda maior S. Stephani, c. 20; Scrittori della storia ungherese al tempo dei comandanti e dei re della stirpe Arpadiana, hrsg. von E. Szentpetery, I –II, Budapest 1937/1938, 11, 392).“ [Apostolisches Schreiben an die katholische Bevölkerung Ungarns zur Feier des „ungarischen Jahrtausends“, Iohannes Paul II., 25. Juli 2001]
Hiermit erhebe ich den heutigen Gedenktag zum Festtag für die deutschsprachige Blogozese.
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