Mund- und Kelchkommunion

Seit einiger Zeit bin ich ja, angestiftet durch Elsa, zur Mundkommunion übergegangen. Zuerst war das sehr aufregend, aber dann trat die Gewohnheit ein. Jetzt sehe ich gelegentlich in irritierte Kommunionhelfergesichter, aber echte Probleme gibt es nicht.

Zu den Vorzügen unserer Diasporagemeinde voller zugezogener Menschen aus allen Teilen der katholischen Welt gehört auch die große Vielfalt gelebter Glaubenspraxis. Bei uns gibt es jede Menge Minderheiten. So gehöre ich nun zur Minderheit der Mundkommunikanten, aber bin damit immerhin nicht alleine. Falls übrigens unser blinder Diakon die Kommunion austeilt, wie heute abend in der Messe zu Allerseelen, dann wechsele ich aus praktischen Gründen zur Handkommunion.

Wie geht eigentlich der Mundkommunikant korrekterweise mit dem Kelch um, falls er gereicht wird? Gar nicht? Die neue Grundordnung des Römischen Messbuches ist in dieser Hinsicht eindeutig:

287. Wenn die Kelchkommunion durch Eintauchen geschieht, tritt der Kommunikant zum Priester, wobei er die Kommunionpatene unter den Mund hält; der Priester hält das Gefäß mit den heiligen Hostien; an seiner Seite steht der Diener, der den Kelch hält. Der Priester nimmt eine Hostie, taucht einen Teil von ihr in den Kelch, zeigt sie und spricht dabei: Der Leib und das Blut Christi (Corpus et Sanguis Christi); der Kommunikant antwortet: Amen, empfängt vom Priester das Sakrament mit dem Mund und entfernt sich darauf.

Jetzt müssen wir nur noch die Praxis dem Messbuch anpassen.