@mf:
Jaschke würde ich circa in die Kategorie Casablanca (sie wissen schon: “Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen!”) einordnen. Der Mann ist so mit dem Zeitgeist verheiratet, daß er wohl nur in der “Zeit” schreiben kann. Im “Osservatore Romano” bekäme er vermutlich eine Schreiblähmung.
Ach Gott! Ja, wir wissen’s doch schon: wer nicht mit Kondom schnackselt, versündigt sich an der Menschheit …
Manchmal frage ich mich, warum unsere ach so aufgeklärten Zeitgenossen sich jeden Scheiß (pardon l’expression) reindrücken lassen, wenn’s nur darum geht, sich eine neue Hölle zu basteln. Schon öfters artikulierte ich meinen Verdacht, daß die meisten Menschen, je weniger sie an eine Hölle im Jenseits glauben, umso eher bereit sind, sich ihre vermeintlichen Höllen hernieden zu suchen. Und wenn sie sie nicht finden, dann erfinden sie halt ein paar …
So weit, so hoffnungslos! Ich jedoch gebe die Hoffnung nicht auf, daß wenigstens ein paar Leute sich der nicht übermäßigen Mühe unterziehen, die angeblich so schrecklichen Gefahren (AIDS ist ja nur eine davon!) wenigstens ein bisserl auf Plausibilität abzuklopfen. Dann werden sie schnell erkennen, daß das meiste, was ihnen von “Experten” in den Medien verkauft wird, eher in die Kategorie “gequirlte Sch…e” — schön sprechen, sonst schmeißt mich der Blog-betreiber raus!
— fällt!
Wie in vielen Dingen würde ich auch beim Thema AIDS einen Grundkurs in Wahrscheinlichkeitsrechnung empfehlen — nur weniges zerstört Mythen leichter als die Fähigkeit, mit ein paar Grundkenntnissen in Statistik irgendwelche nebulose Angaben ganz schnell (und meist ziemlich zerstörerisch) ansatzweise auf ihre Plausibilität zu prüfen. Man kann auch einiges googlen, aber um dann die Spreu vom Weizen zu trennen, sollte man doch Grundkenntnisse mitbringen.
Nicht, daß ich Dr. Fiala alles glauben würde (z.B. finde ich seine Ansichten zur Abtreibung reichlich zum Kotzen!), aber sein Buch “Lieben wir gefährlich”, das mit dem ganzen HIV/AIDS-Mythos ziemlich effektiv aufräumt, ist jedem Interessierten nur zu empfehlen. Kein Wunder, daß es von den Medien weidlich totgeschwiegen wurde und daher aus dem Verlagsprogramm verschwunden ist. Auch Verlage leben schließlich nicht allein von klugen Büchern, sondern noch viel mehr von intakten Geschäftsbeziehungen, z.B. zu Pharmaherstellern und öffentlichen Einrichtungen — und deren Interesse an einem Buch, das ihre schönen Aidskampagnen recht alt aussehen läßt, ist endenwollend …
Ach ja, Afrika und Kondome — auch darüber hat Fiala vor ein paar Jahren einen netten kleinen Artikel geschrieben “Braucht Südafrika mehr Kondome?” (steht sogar im Net: http://www.neue-medizin.com/kondomsa.htm)
Seine Heiligkeit und Dr. Fiala nähern sich sicherlich dem Problem von ganz entgegengesetzten Seiten. Und die beiden werden miteinander wohl auch keine tolle Gesprächsbasis finden, denke ich … aber: daß die Gesundheits-Lösung für Afrika nicht lauten kann: “Gummi drüber, dann paßt’s schon!” — das sollte auch einem mäßig intelligenten Menschen einleuchten. Jaschke nicht wirklich — naja, wundert’s einen?
Leider wird selbst das Einleuchtende von Menschen, sobald eine gegenteilige Interessenlage besteht, hartnäckig ignoriert. Luther sprach einst das harte, aber treffende Wort von der “Hure Vernunft”.
Und so kommen wir wieder zum Ausgangspunkt: wenn die Medien Meldungen brauchen, damit die Auflage stimmt, und teure Inserate, damit nach Produktionskosten noch ein ordentlicher Reibach überbleibt, und die Pharmaindustrie sich teure Inserate leisten muß, um den Menschen das Geschäft mit der Angst so richtig zu besorgen — dann müßt’s ja mit dem Teufel hergehen, wenn sich nicht wieder einmal eine medial gehypte Aids-Kampagne ausgeht. Und wie fängt man das am besten damit an? Nun, beispielsweise indem man den Papst kritisiert, daß er noch immer nicht …
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