Der Münchner Moraltheologe Friedrich Wilhelm Graf im Interview mit der Welt [via Perlentaucher]:
Es gibt eine paradoxe Gleichzeitigkeit von Säkularisierungstendenzen und Revitalisierungstrends des Religiösen. Der Fundamentalismus-Begriff allerdings stammt aus protestantischen Debatten. Von „Fundamentalismus“ ist erstmals im frühen 20. Jahrhundert in den USA die Rede. Oft wird vergessen, daß wir einen genuin protestantischen Kampfbegriff zur Analyse islamischer Entwicklungen benutzen. Möglicherweise ist das kein sehr kluges Vorgehen.
Zu ergänzen ist, daß „fundamentalism“ ursprüglich (z.T. noch heute?) eine positiv gemeinte Selbstbenennung war!
Ja, zum Teil heute noch! Kommt immer auf den Kontext an.