in Catholica

Liebe wagen

Sie heißt Ariadne von Schirach, ist 27 und studiert Philosophie an der Humboldt-Universität in Berlin. Im Spiegel dieser Woche hält sie einer pornografischen Gesellschaft den Spiegel vor und schließt ihre Rede mit diesen Sätzen:

Houellebecq schreibt in seinem neuen Buch „Die Möglichkeit einer Insel“, dass die konsequente Auslebung der Individualität unweigerlich zum Tod der Liebe führen müsse, dass die Eigenliebe zu groß geworden sein wird, um jemanden mehr zu lieben als sich selbst.

Ist das wirklich wahr? Sind wir die abgebrühten Hedonisten geworden, vor denen uns unsere Großeltern/der Papst/die Frankfurter Schule immer gewarnt haben? Gibt es überhaupt noch Hoffnung für optisch minderwertige Wettkampfteilnehmer?

Und was können wir tun? Christliche Werte wiederentdecken? Den multimedialen Papst geil finden? Mit dem Sex bis zur Ehe warten und hoffen, dass einer oder eine kommt, die uns nimmt? Oder auf Kuschelpartys gehen? Oder asexuell werden? Multisexuell?

Wahrscheinlich doch müssen wir einfach die Liebe wagen, immer und immer wieder die Liebe wagen, weil nur sie es schafft, uns aus den hedonistischen Referenzsystemen zu befreien – und das wäre die wahre Revolte.

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Kommentar

  1. Genau das wollt ich auch verlinken! Vielleicht mache ich’s noch heute, wenn ich Zeit habe…