Rheinisch-Katholisches

Ein anderer Peter nimmt einen zweiten Anlauf, sein EchoRomeo erklingen zu lassen. Diesmal: Cardinal Meisner.

Heute traf ich unsere Nachbarn vor dem Haus. Das allein wäre noch keine Meldung wert, aber sie fragten mich, ob ich schon die Westdeutsche Zeitung gelesen hätte. Offensichtlich hat Kardinal Meisner wieder zur «C»-Frage der CDU Stellung genommen. Und laut Nachbarberichten (beide evangelisch) gesagt, die CDU solle endlich auf das «C» in ihrem Namen verzichten. Was christlich sei, befinde in Deutschland ohehin nicht eine Partei, sondern (und jetzt kommt’s!) die Katholische Kirche. Und überhaupt sei die Ökumene, die der Papst meine, weniger auf die Evangelischen als vielmehr auf die Orthodoxen gerichtet.

Nun bin ich einmal gespannt, was er denn nun wirklich gesagt hat.

Lieber Peter, was er wirklich gesagt hat, weiß ich auch nicht. Die Berliner Morgenpost bringt eine stark eingekürzte epd-Meldung:

Kardinal: “C” streichen

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat die Unionsparteien aufgefordert, das C aus ihren Parteinamen zu streichen. “Was christlich ist, kann nicht die CDU definieren, das machen wir”, sagte der für seine konservativen Positionen bekannte Erzbischof. Meisner bekräftigte den absoluten Wahrheitsanspruch der katholischen Kirche und seine umstrittenen Haltungen in Fragen von Moral und Ökumene. Reformen seiner Kirche lehnt er ab. epd

Vielleicht wird ja meine Bitte um ein Medientraining für Meisner irgendwann erhört.

Nachtrag: Ralf stellt ein paar Überlegungen zur Verantwortung des Hirten im Allgemeinen und Meisners im Besonderen an.