Commentarium Catholicum
Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.

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6 Juni 2005 @ 10am

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Catholica

Rheinisch-Katholisches

Ein anderer Peter nimmt einen zweiten Anlauf, sein EchoRomeo erklingen zu lassen. Diesmal: Cardinal Meisner.

Heute traf ich unsere Nachbarn vor dem Haus. Das allein wäre noch keine Meldung wert, aber sie fragten mich, ob ich schon die Westdeutsche Zeitung gelesen hätte. Offensichtlich hat Kardinal Meisner wieder zur «C»-Frage der CDU Stellung genommen. Und laut Nachbarberichten (beide evangelisch) gesagt, die CDU solle endlich auf das «C» in ihrem Namen verzichten. Was christlich sei, befinde in Deutschland ohehin nicht eine Partei, sondern (und jetzt kommt’s!) die Katholische Kirche. Und überhaupt sei die Ökumene, die der Papst meine, weniger auf die Evangelischen als vielmehr auf die Orthodoxen gerichtet.

Nun bin ich einmal gespannt, was er denn nun wirklich gesagt hat.

Lieber Peter, was er wirklich gesagt hat, weiß ich auch nicht. Die Berliner Morgenpost bringt eine stark eingekürzte epd-Meldung:

Kardinal: “C” streichen

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat die Unionsparteien aufgefordert, das C aus ihren Parteinamen zu streichen. “Was christlich ist, kann nicht die CDU definieren, das machen wir”, sagte der für seine konservativen Positionen bekannte Erzbischof. Meisner bekräftigte den absoluten Wahrheitsanspruch der katholischen Kirche und seine umstrittenen Haltungen in Fragen von Moral und Ökumene. Reformen seiner Kirche lehnt er ab. epd

Vielleicht wird ja meine Bitte um ein Medientraining für Meisner irgendwann erhört.

Nachtrag: Ralf stellt ein paar Überlegungen zur Verantwortung des Hirten im Allgemeinen und Meisners im Besonderen an.


17 Comments

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Petra
6 Juni 2005 @ 12pm

Hier ist das Original (aus der Westdeutschen Zeitung).


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Ralf
6 Juni 2005 @ 12pm

Was er wirklich gesagt hat, steht hier (im Interview mit der WZ):

http://www.wz-newsline.de/seschat4/200/sro.php?redid=84616

Die Bildunterschriften sind übrigens sehr daneben (der Betitler fordert Gutheißung nur aufgrund der Existenz…)


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Petra
6 Juni 2005 @ 12pm

Wobei man auch sagen muss, dass die “Argumentations”weise Meisners ziemlich mit dem Holzhammer daherkommt… (Erinnert mich irgendwie an unseren St. Pöltner Ex-Bischof Kurti Krenn.) Wie Martin geschrieben hat: “Richtiges, falsch gesagt”.


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Peter
6 Juni 2005 @ 2pm

Hallo, jetzt hat’s mich auch hierher verschlagen.

Danke fürs Zitat, Martin. Und heute abend steht mein Kommentar im Weblog …


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Matthias
6 Juni 2005 @ 2pm

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Petra
6 Juni 2005 @ 2pm

Und das mit einer Arroganz, die nichts, aber auch gar nichts mehr mit christlicher Demut zu tun hat.

Genau das ist ja das Problem…


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mr94
6 Juni 2005 @ 2pm

Aus Matthias’ Sicht müsste die Frage eigentlich lauten, ob diese “Meinung” auch ohne Arroganz präsentiert werden könnte. Schließlich ist für ihn schon der Anspruch selbst arrogant, unabhängig von der Form seiner Darstellung.


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Matthias
6 Juni 2005 @ 3pm

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mr94
6 Juni 2005 @ 3pm

Inhaltlich sagt Meisner indes überhaupt nichts, was nicht im Katechismus stehen könnte. Aber man muss sich wohl daran gewöhnen, für banale katholische Selbstverständlichkeiten Prügel zu beziehen.


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Matthias
6 Juni 2005 @ 4pm

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mr94
6 Juni 2005 @ 4pm

“Und ja, es stimmt – inhaltlich sagt Meisner genau das, was die offizielle Lehrmeinung der römisch-katholischen Kirche in seinen Augen bedeutet.”

Nein. Nicht was die Lehrmeinung in seinen Augen bedeutet – er vertritt ganz schlicht die Lehrmeinung. Punkt. Versuch doch nicht immer, da (D)einen Subjektivismus einzuschmuggeln.


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Ralf
6 Juni 2005 @ 4pm

Waren die Apostel demütig, als sie die Wahrheit Christi verkündeten und sich dafür zum Teil töten ließen?
War Paulus auf dem Aeropag demütig?

Oder mal ganz praktisch: kann ein real existierender Schafhirte (also der mit den grasenden Tieren, nicht bildlich gemeint) eine Herde wirklich “demütig” leiten? Leiten, nicht unterhalten oder repräsentieren.
Geht das?


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Petra
6 Juni 2005 @ 4pm

Entschuldigung, aber ich sehe da schon einen Unterschied. Jemand wie Ratzinger etwa kann die Ansichten der Kirche “demütig” präsentieren, sodass auch Außenstehende (vielleicht?) was damit anfangen oder es wenigstens nachvollziehen können. Auch Paulus ging auf dem Aeropag von seinem Gegenüber – nämlich von dem Altar an den “Unbekannten Gott” – aus und knüpfte daran an, um seine Botschaft zu verkünden. Er sagte nicht: “Ihr seid alle Trotteln, weil ihr nicht an den Einen Gott glaubt!” Ich finde, in dieser Hinsicht hat Matthias schon Recht…


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Matthias
6 Juni 2005 @ 6pm

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Matthias
6 Juni 2005 @ 6pm

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mr94
7 Juni 2005 @ 9am

Matthias, Du würdest auch nicht sagen, Kanzler Schröder vertrete das, was die Auffassung der Bundesregierung in seinen Augen bedeutet – sondern er vertritt die Auffassung der Bundesregierung. Deine Binsenweisheiten helfen hier keinen Schritt weiter.


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Philipp
10 Juni 2005 @ 2pm

Matthias, Du würdest auch nicht sagen, Kanzler Schröder vertrete das, was die Auffassung der Bundesregierung in seinen Augen bedeutet – sondern er vertritt die Auffassung der Bundesregierung.

Weil Du seinen Satz verfälscht, indem Du das Wort “Auffassung” hineinbringst, das seinerseits ja schon “Interpreation” beinhaltet.

Richtig wäre die Übertragung, daß “Schröder sagt, was das Parteiprogramm der SPD in seinen Augen bedeutet”.

Deine Binsenweisheiten helfen hier keinen Schritt weiter.

Deine Verdrehungen werfen uns dagegen jeweils einige Schritte zurück … (-;

9:16 AM


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