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	<title>Commentarium Catholicum &#187; Ratio</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
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		<title>Was ist normal?</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 20:39:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Femina]]></category>
		<category><![CDATA[Normae]]></category>
		<category><![CDATA[Ratio]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Roche]]></category>
		<category><![CDATA[Miriam Meckel]]></category>
		<category><![CDATA[Naturalistischer Fehlschluss]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Was ist normal?&#8221;, fragt Miriam Meckel in einem Interview mit der FAZ. &#8220;Mit diesem Begriff habe ich nie etwas anfangen k&#246;nnen. &#8216;Normal&#8217; ist ausgehandeltes Mittelma&#223;.&#8221; Miriam Meckels Definition ist heute sicher mehrheitsf&#228;hig und sagt viel &#252;ber ihre Pers&#246;nlichkeit. Aber ist sie auch richtig? Schon die Wikipedia erscheint mir da treffender, wenn sie schreibt: normal ist: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Was ist normal?&#8221;, fragt Miriam Meckel in einem <a href="http://www.faz.net/artikel/C30833/im-gespraech-miriam-meckel-werden-wir-alle-zu-algorithmen-30687663.html">Interview</a> mit der FAZ. &#8220;Mit diesem Begriff habe ich nie etwas anfangen k&#246;nnen. &#8216;Normal&#8217; ist ausgehandeltes Mittelma&#223;.&#8221;</p>
<p>Miriam Meckels Definition ist heute sicher mehrheitsf&#228;hig und sagt viel &#252;ber ihre Pers&#246;nlichkeit. Aber ist sie auch richtig? Schon die Wikipedia erscheint mir da treffender, wenn sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Normal_(Begriffskl%C3%A4rung)">schreibt</a>:</p>
<blockquote><p><b>normal</b> ist: […] in der Soziologie was als &#252;blich betrachtet wird, siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Norm">Soziale Norm</a></p></blockquote>
<p>Und weiter hei&#223;t es dann:</p>
<blockquote><p><b>Soziale Normen</b> (<b>Gesellschaftliche Normen, Soziale Skripte</b>) sind konkrete <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Regel" title="Regel">Vorschriften</a>, die das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialverhalten" title="Sozialverhalten">Sozialverhalten</a> betreffen. Sie definieren m&#246;gliche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Handeln" title="Soziales Handeln">Handlungsformen</a> in einer sozialen Situation. Sie unterliegen immer dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialer_Wandel" title="Sozialer Wandel">sozialen Wandel</a>, sind gesellschaftlich und kulturell bedingt und sind daher von Gesellschaft zu Gesellschaft verschieden. Normen sind (&#228;u&#223;erliche) Erwartungen der Gesellschaft an das Verhalten von Individuen. Die Verbindlichkeit dieser Erwartungen variiert (siehe auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tabu" title="Tabu">Tabu</a>). Sie sind zu unterscheiden von (innerer) vernunftgem&#228;&#223;er <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gewissen" title="Gewissen">Gewissenspr&#252;fung</a> von Handlungen (siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moral" title="Moral">Moral</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik" title="Ethik">Ethik</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ" title="Kategorischer Imperativ">kategorischer Imperativ</a>).</p></blockquote>
<p>Normal ist also, was den geltenden Normen entspricht. Normen postulieren ein Sollen, das dem empirischen Sein gegen&#252;bersteht. Sich als Einzelner nicht an Normen zu halten, hei&#223;t noch nicht, dass diese falsch w&#228;ren oder nicht gelten w&#252;rden.</p>
<p>Womit wir, und dieser Sprung sieht nur auf den ersten Blick gewagt aus, bei Charlotte Roche w&#228;ren. Auch sie ist, wie Miriam Meckel, derzeit in eigener Sache unterwegs, um ihr j&#252;ngstes Buch zu bewerben. Bei einer Lesung in M&#252;nchen fiel dabei einem <a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/lesung-im-muenchner-lustspielhaus-charlotte-roche-erklaert-sich-selbst-1.1145202">Bericht</a> der SZ zufolge der plakative Satz:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich lieeeeebe Wissenschaft, weil sie das schlechte Gewissen weg macht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Unterliegt wom&#246;glich auch Charlotte Roche dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naturalistischer_Fehlschluss">naturalistischen Fehlschluss?</a> Das Gewissen kann sich ja nur auf Moral beziehen, also auf ein Sollen, w&#228;hrend die Wissenschaft das Sein beschreibt. Wie k&#246;nnte also Wissenschaft auf ein schlechtes Gewissen einwirken? Doch nur, indem Charlotte Roche vom Sein auf das Sollen schlie&#223;t.</p>
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		<title>German Angst</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Mar 2011 15:39:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Ratio]]></category>
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		<category><![CDATA[Roland Tichy]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
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		<description><![CDATA[Mein Nachbar arbeitet in einem Atomkraftwerk. Als Elektriker. Wahrscheinlich gibt es daf&#252;r noch einen elaborierteren Namen, so etwas wie Elektroingenieur. Aber mein Nachbar macht nicht viel Gewese um solche Dinge. Seit ich in der Nachbarschaft eines Atomkraftwerkes lebe und einen Mitarbeiter jenes Kraftwerkes als Nachbarn habe, hat sich mein Verh&#228;ltnis zur Atomkraft deutlich entspannt. Selbstverst&#228;ndlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Nachbar arbeitet in einem Atomkraftwerk. Als Elektriker. Wahrscheinlich gibt es daf&#252;r noch einen elaborierteren Namen, so etwas wie Elektroingenieur. Aber mein Nachbar macht nicht viel Gewese um solche Dinge.</p>
<p>Seit ich in der Nachbarschaft eines Atomkraftwerkes lebe und einen Mitarbeiter jenes Kraftwerkes als Nachbarn habe, hat sich mein Verh&#228;ltnis zur Atomkraft deutlich entspannt. Selbstverst&#228;ndlich war ich fr&#252;her dagegen. Und auch heute bin ich nicht etwa ein gro&#223;er Freund der Atomkraft.</p>
<p>Doch ich pl&#228;diere f&#252;r einen rationalen Umgang mit der Frage der Energieversorgung. Und davon sind wir in Deutschland momentan Lichtjahre entfernt. <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,751683,00.html">Die spinnen, die Deutschen!</a> So m&#246;chte ich mit Spiegel-Autorin Cécile Calla ausrufen.</p>
<p>Die sensationalistische Medienberichterstattung und die &#246;ffentliche Meinung haben sich in den letzten zwei Wochen so hochgeschaukelt, dass s&#228;mtliche Ma&#223;st&#228;be verrutscht sind. Roland Tichy bringt es <a href="http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/tabellen-1/japan-trauer-um-die-opfer.html">auf den Punkt</a>:</p>
<blockquote><p>Hunderttausende Menschen in Japan haben kein Dach &#252;ber dem Kopf, sie trauern in Schnee und K&#228;lte um ihre noch nicht gez&#228;hlten Toten, Abermillionen leben in Angst vor dem Strahlentod.</p>
<p>Und Deutschland? Die Regierung ruft den Notstand aus! Wo ist unser Notstand, au&#223;er in unseren Hirnen?  Menschen kaufen Jodtabletten und Geigerz&#228;hler; im &#246;ffentlichen Fernsehen wird mit geradezu wohligem Schauer die Apokalypse beschworen. Das alles klingt wie Hohn und Spott vor dem Hintergrund der tats&#228;chlichen Katastrophe. Deutsche Politiker schlagen ihre kleinlichen parteilichen Vorteile aus der drohenden Atomkatastrophe.</p></blockquote>
<p>Tagelang jagte eine Sensationsmeldung die andere, bis sich nicht etwa die Lage in Fukushima besserte &#8211; sondern mit Libyen ein neues Thema die drohende, aber letztlich trotz aller Beschw&#246;rungen bis jetzt nicht eingetretene Maximalkatastrophe aus den Schlagzeilen verdr&#228;ngte.</p>
<p>In den deutschen Medien und der hiesigen &#214;ffentlichkeit fehlt bis heute eine n&#252;chterne Einordnung der Ereignisse. Die leisten noch am ehesten (ehemalige) Bef&#252;rworter der Atomkraft wie Gero von Randow, <a href="http://www.zeit.de/2011/13/Neudenken">wenn er schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Also Ausstieg. Allerdings gibt es einen beunruhigenden Umstand: Seit dem Ungl&#252;ck steigen die Aktien des Gesch&#228;fts mit Kohle, &#214;l und Gas. Dieses Gesch&#228;ft fordert mehr Unfallopfer pro Gigawattjahr als die Atomenergie, trotz Tschernobyl. Sogar wohl dann, wenn es in Fukushima zum Schlimmsten kommen sollte. Rechnen wir die verlorenen Lebensjahre durch Luftverschmutzung hinzu, dann f&#228;llt die Behauptung in sich zusammen, Atomkraft sei die gef&#228;hrlichste Energietechnik. Und das, obwohl vom Klimarisiko noch nicht die Rede war. Das Atomrisiko realisiert sich jedoch in anderer Weise als das Geschehen in Gruben und Kohlerevieren, auf Gasfeldern und &#214;lplattformen. Unsichtbar, unentrinnbar, ruft die Radioaktivit&#228;t einen Archetypus wach: den Fluch. N&#252;chterne Berechnungen sind gegen die Macht dieses Angstmotivs hilflos. Es ist so stark, dass es abenteuerlichste Behauptungen deckt; in der deutschen Presse war zum Beispiel zu lesen, in Fukushima st&#252;nde »die nackte Existenz von Millionen« auf dem Spiel. [<a href="http://intelligam.blogspot.com/2011/03/gefuhlswelten.html">via</a>]</p></blockquote>
<p>Gemessen an der Gr&#246;&#223;e der Flutkatastrophe, die dem Atomkraftwerk in Fukushima das Lebenslicht ausblies, sind die bis jetzt bekannten Unfallfolgen noch relativ &#252;berschaubar. Von einer dauerhaften Verstrahlung ganzer Landstriche wie nach Tschernobyl ist bis jetzt nicht die Rede.</p>
<p>Das Kraftwerk war nicht auf eine Flutwelle von jener H&#246;he ausgelegt, wie sie am 11. M&#228;rz hereinschwappte. Demzufolge war der Tsunami kein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Auslegungsst%C3%B6rfall">Auslegungsst&#246;rfall</a>, sondern ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Auslegungsst%C3%B6rfall#Auslegungs.C3.BCberschreitende_St.C3.B6rfalle">auslegungs&#252;berschreitender St&#246;rfall</a>. Gero von Randow vertritt die Auffassung, dass katastrophensichere Atomkraftwerke physikalisch m&#246;glich w&#228;ren, aber praktisch, also technisch, wirtschaftlich und politisch nicht.</p>
<p>Was hilft&#8217;s? Wir haben in Deutschland seit Jahrzehnten vers&#228;umt, eine rationale Debatte &#252;ber die Zukunft unserer Energieversorgung zu f&#252;hren. Die Stromwirtschaft denkt aber notwendigerweise in Dekaden, nicht in Jahren. Kraftwerke sind gro&#223;e Investitionen, die sich &#252;ber Jahrzehnte amortisieren m&#252;ssen. (Auch Windr&#228;der laufen typischerweise 20 Jahre.)</p>
<p>Die Laufzeitverl&#228;ngerung der schwarz-gelben Koalition war letztlich der Versuch, Zeit zu gewinnen. Schlie&#223;lich m&#252;ssen keine neuen Kraftwerke gebaut werden, solange die alten weiterlaufen k&#246;nnen. Doch damit ist jetzt vermutlich Schluss. Die Chancen f&#252;r neue Kohle-, &#214;l- und Gaskraftwerke in Deutschland d&#252;rften sich nach Fukushima dramatisch verbessert haben. Ob wir wollen oder nicht.</p>
<p>Hier bei uns im Landkreis haben wir den Atomausstieg schon hinter uns. Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Stade">Kernkraftwerk Stade</a>, in dessen unmittelbarer N&#228;he wir seit 1998 leben, ist im November 2003 als erstes in Deutschland als Folge des Atomkonsenses abgeschaltet worden und wird seitdem demontiert. Am gleichen Standort sollen daf&#252;r neue Kraftwerke entstehen. Kohlekraftwerke.</p>
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		<title>Modernismus</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 21:06:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratio]]></category>
		<category><![CDATA[Antimodernisteneid]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Habermas]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
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		<category><![CDATA[Osternacht]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[E. J. Pace, The Descent of the Modernists, 1922 Tarzisius von sensuum defectui hat jetzt die obige Karikatur ausgegraben, was mich daran erinnert, dass ich schon l&#228;nger meinen Senf zu diesem Thema abgeben wollte. Mitte der 90er Jahre war ich fast Agnostiker. Ich lebte damals in Berlin und hatte den Kontakt zur einen, heiligen, katholischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Descent_of_the_Modernists,_E._J._Pace,_Christian_Cartoons,_1922.jpg?uselang=de"><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2010/04/modernism.jpg" alt="" title="Modernism" width="425" height="416" class="alignleft size-full wp-image-2166" /></a><br />
<em>E. J. Pace, The Descent of the Modernists, 1922</em></p>
<p>Tarzisius von sensuum defectui hat jetzt die obige Karikatur <a href="http://sensuumdefectui.blogspot.com/2010/06/modernismus.html">ausgegraben</a>, was mich daran erinnert, dass ich schon l&#228;nger meinen Senf zu diesem Thema abgeben wollte.</p>
<p>Mitte der 90er Jahre war ich fast Agnostiker. Ich lebte damals in Berlin und hatte den Kontakt zur einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche so gut wie verloren. Wenn ich heute &#252;berlege, wo wohl der Wendepunkt lag, der mich Jahre sp&#228;ter zur&#252;ck zum Glauben f&#252;hrte, dann f&#228;llt mir ein Buch von J&#252;rgen Habermas ein: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518283499?ie=UTF8&#038;tag=catholica-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3518283499">Der philosophische Diskurs der Moderne: Zw&#246;lf Vorlesungen</a>. Dieses Buch hinterlie&#223; bei mir einen schalen Nachgeschmack. Konnte das wirklich alles sein?</p>
<p>Letztlich war es &#252;brigens die Osternacht, die mich auch in den glaubensfernsten Jahren meines Lebens immer fasziniert hat, die ich auch nur in wenigen Jahren verpasst und einmal sogar in einer protestantischen Variante gefeiert habe, aber das ist eine andere Geschichte. Habermas stellte mich vor die Alternative, ob ich all die Manifestationen des Glaubens &#8211; die Martyrer, die Heiligen, die Milliarden von Christen, die Liturgie (Osternacht!), die Musik, die Kathedralen &#8211; als Folgen einer gro&#223;en Illusion verwerfen und mein Herz statt an Gott an die moderne Weltanschauung, kurz: die Moderne h&#228;ngen sollte. </p>
<p>Beides erschien mir unm&#246;glich, aber damit war der Glaube zwar nicht ad acta gelegt, doch auch noch lange nicht wiedergewonnen. Denn nun ging es f&#252;r lange Zeit darum, den Glauben mit der Moderne zu vereinbaren. Dieser gescheiterte Versuch tr&#228;gt den historischen Namen Modernismus. fortes-fide hat vor einiger Zeit den Antimodernisteneid <a href="http://fortes-fide.blogspot.com/2010/03/antimodernisteneid.html">herausgekramt</a>, den von 1910 bis 1967 jeder Kleriker ablegen musste. Dessen Grundfrage ist, ob Glauben und Moderne konfliktfrei miteinander vereinbar sind oder nicht. Und falls nicht, ob im Konfliktfall dem Glauben oder der Moderne der Vorrang geb&#252;hrt. Der Modernisteneid ist in dieser Frage eindeutig.</p>
<p>In der Praxis geben indes die meisten (nominellen) Christen, die ich kenne, wie auch ich fr&#252;her, im Konfliktfall der Moderne den Vorrang. Insofern hat der Modernismus gesiegt. Der Glaube wird auf eine Privatsache reduziert, seine Auswirkungen auf das &#252;brige Leben in Familie, Beruf und Freizeit minimiert. Weiter noch: Auch Glaubenss&#228;tze, die der Moderne widersprechen, werden aufgegeben oder so interpretiert, dass kein Widerspruch mehr auftritt.</p>
<p>Eine Spielart des Modernismus ist der (ontologische) Naturalismus. Er besagt im Grunde, dass es nichts gibt und geben kann au&#223;er der Natur, die nicht als Sch&#246;pfung begriffen wird, da dies einen nicht zur Natur geh&#246;rigen Sch&#246;pfer voraussetzen w&#252;rde. Der Naturalismus setzt voraus, dass alle Ph&#228;nomene eine nat&#252;rliche, mit den Methoden der Naturwissenschaft erkl&#228;rbare Ursache haben. Demnach kann es keine Wunder geben, die Wunderberichte der Bibel beruhen f&#252;r den Naturalisten auf T&#228;uschung und Irrtum.</p>
<p>Doch damit ist, die Karikatur zeigt es deutlich, noch nicht der Tiefpunkt erreicht. Es w&#228;re interessant zu wissen, warum der Antimodernisteneid abgeschafft wurde.</p>
<p><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=catholica-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3518283499" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p>
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		<title>Vatikanische PR-Arbeit</title>
		<link>http://commentarium.de/2006/11/18/vatikanische-pr-arbeit/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Nov 2006 21:31:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>
		<category><![CDATA[Ratio]]></category>

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		<description><![CDATA[Alexander Smoltczyk rekonstruiert im Spiegel vom kommenden Montag unter der m&#228;&#223;ig originellen und vom Text inhaltlich kaum gedeckten &#220;berschrift &#8220;Der Fehlbare&#8221; die Ereignisse rund um die Regensburger Vorlesung von Benedikt XVI. Der Text liest sich stellenweise wie ein Krimi &#8211; und ist doch in gro&#223;en Teilen eine Analyse der vatikanischen PR-Arbeit. Lesenswert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image1457" src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2006/11/fehlbar.jpg" alt="Der Spiegel 47/2006: Der Fehlbare" /></p>
<p>Alexander Smoltczyk rekonstruiert im Spiegel vom kommenden Montag unter der m&#228;&#223;ig originellen und vom Text inhaltlich kaum gedeckten &#220;berschrift &#8220;Der Fehlbare&#8221; die Ereignisse rund um die Regensburger Vorlesung von Benedikt XVI. Der Text liest sich stellenweise wie ein Krimi &#8211; und ist doch in gro&#223;en Teilen eine Analyse der vatikanischen PR-Arbeit. Lesenswert.</p>
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		<title>The only Rationalistic Religion</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Sep 2006 20:12:16 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Ratio]]></category>

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		<description><![CDATA[There is, for instance, one influence that grows stronger every day, never mentioned in the newspapers, not even intelligible to people in the newspaper frame of mind. It is the return of the Thomist Philosophy; which is the philosophy of commonsense, as compared with the paradoxes of Kant and Hegel and the Pragmatists. The Roman [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>There is, for instance, one influence that grows stronger every day, never mentioned in the newspapers, not even intelligible to people in the newspaper frame of mind. It is the return of the Thomist Philosophy; which is the philosophy of commonsense, as compared with the paradoxes of Kant and Hegel and the Pragmatists. The Roman religion will be, in the exact sense, the only Rationalistic religion. The other religions will not be Rationalist but Relativist; declaring that the reason is itself relative and unreliable; declaring that Being is only Becoming or that all time is only a time of transition; saying in mathematics that two and two make five in the fixed stars, saying in metaphysics and in morals that there is a good beyond good and evil. Instead of the materialist who said that the soul did not exist, we shall have the new mystic who says that the body does not exist. Amid all these things the return of the Scholastic will simply be the return of the sane man. </p></blockquote>
<p>[GKC The Well and the Shallows CW3:475, zit. <a href="http://www.splendoroftruth.com/curtjester/archives/007171.php">in einem Kommentar bei The Curt Jester</a>]</p>
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		<title>Glaube und Vernunft</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Sep 2006 20:23:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<description><![CDATA[H&#246;chste Zeit, Fides et Ratio zu lesen. Der Vatikan hat den Volltext, zum Drucken eignet sich am besten das PDF der Deutschen Bischofskonferenz, deren Website &#252;brigens neu ist (aber immer noch keinen RSS-Feed hat).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>H&#246;chste Zeit, <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&#038;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGlaube-Vernunft-Enzyklika-Fides-Ratio%2Fdp%2F3717110713&#038;site-redirect=de&#038;tag=catholica-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=6742">Fides et Ratio</a> zu lesen. Der Vatikan hat <a href="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_15101998_fides-et-ratio_ge.html">den Volltext</a>, zum Drucken eignet sich am besten <a href="http://www.dbk.de/imperia/md/content/schriften/dbk2.vas/vas135_pdf.zip">das PDF der Deutschen Bischofskonferenz</a>, deren <a href="http://www.dbk.de">Website</a> &#252;brigens neu ist (aber immer noch keinen RSS-Feed hat).</p>
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		<title>Diktatur des Relativismus (2)</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Sep 2006 15:25:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>
		<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Ratio]]></category>
		<category><![CDATA[Sancta]]></category>

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		<description><![CDATA[Shrine of the Holy Whapping &#252;ber die muslimische Aufregung &#252;ber eine p&#228;pstliche Vorlesung: In thinking about this, I think we see again that now, 1 1/2 years after his election, just as in the case with the upcoming liturgical documents, Benedict is returning to the themes of his opening homily. He said at that time [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Shrine of the Holy Whapping <a href="http://holywhapping.blogspot.com/2006_09_01_holywhapping_archive.html#115832097654398405">&#252;ber die muslimische Aufregung</a> &#252;ber eine p&#228;pstliche Vorlesung:</p>
<blockquote><p>In thinking about this, I think we see again that now, 1 1/2 years after his election, just as in the case with the upcoming liturgical documents, Benedict is returning to the themes of his opening homily. He said at that time that we lived in a dictatorship of relativism. I honestly wouldn&#8217;t have thought to employ the example which Benedict did, but it has certainly caused a stir: secularists are outraged that Benedict dare argue that Christianity is better or true, muslims are outraged that the Pope &#8211;the Pope&#8211; didn&#8217;t affirm that Islam is better or true. Is there a dictatorship of relativism? <strong>Benedict may very well have purposely let this vivid quote fly, just to prove precisely this point.</p>
<p>Still no one else is talking about the fact that a Turkish Muslim killed a German Catholic priest the very day that Benedict critized violence in the name of religion&#8230;</strong></p></blockquote>
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		<title>Diktatur des Relativismus</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Sep 2006 20:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratio]]></category>

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		<description><![CDATA[Daniel Deckers im morgigen Leitartikel der FAZ: F&#252;r die Selbstbeschr&#228;nkung der Vernunft fand der Papst in den vergangenen Tagen viele einpr&#228;gsame Ausdr&#252;cke. Er sprach von &#8220;Schwerh&#246;rigkeit gegen&#252;ber Gott&#8221; und der &#8220;Verk&#252;rzung des Radius der Vernunft&#8221; und verdeutlichte so in mal einfacher, mal hoher Sprache, was er in den zur&#252;ckliegenden Jahren immer mit dem Wort von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Daniel Deckers im <a href="http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E1C5A9AED41F443FF921A3D27BA5503DE~ATpl~Ecommon~Scontent.html">morgigen Leitartikel</a> der FAZ:</p>
<blockquote><p>F&#252;r die Selbstbeschr&#228;nkung der Vernunft fand der Papst in den vergangenen Tagen viele einpr&#228;gsame Ausdr&#252;cke. Er sprach von &#8220;Schwerh&#246;rigkeit gegen&#252;ber Gott&#8221; und der &#8220;Verk&#252;rzung des Radius der Vernunft&#8221; und verdeutlichte so in mal einfacher, mal hoher Sprache, was er in den zur&#252;ckliegenden Jahren immer mit dem Wort von der &#8220;<a href="http://commentarium.de/index.php?s=diktatur+des+relativismus&#038;submit=Suchen">Diktatur des Relativismus</a>&#8221; bezeichnet hatte. </p></blockquote>
<p>Immer? Ich kannte das Wort bislang nur aus <a href="http://www.vatican.va/gpII/documents/homily-pro-eligendo-pontifice_20050418_ge.html">seiner Homilie</a> in der <em>Missa pro eligendo Romano Pontifice</em>.</p>
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