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	<title>Commentarium Catholicum &#187; Papa</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
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		<title>Weihnachten 2011</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 00:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>
		<category><![CDATA[Diakonat]]></category>
		<category><![CDATA[Etzelsbach]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[“Wie soll das geschehen?”, fragt Maria den Engel Gabriel im Evangelium vom 4. Adventssonntag. Diese Frage habe ich mir auch gestellt, als ich vor der Entscheidung stand, mich um die Ausbildung zum Diakon zu bewerben. Ist mein Leben nicht schon voll genug? Woher nehme ich die Zeit daf&#252;r? “F&#252;r Gott ist nichts unm&#246;glich”, antwortet der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Wie soll das geschehen?”, fragt Maria den Engel Gabriel im <a href="http://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz.php?datum=2011-12-18">Evangelium vom 4. Adventssonntag</a>. Diese Frage habe ich mir auch gestellt, als ich vor der Entscheidung stand, mich um die Ausbildung zum Diakon zu bewerben. Ist mein Leben nicht schon voll genug? Woher nehme ich die Zeit daf&#252;r?</p>
<p>“F&#252;r Gott ist nichts unm&#246;glich”, antwortet der Engel auf die Frage Marias. Seit Sommer bereite ich mich nun zusammen mit f&#252;nf anderen M&#228;nnern auf die Ausbildung zum Diakon vor, die im kommenden Sommer beginnen und drei Jahre dauern soll.</p>
<p>Das Thema selbst besch&#228;ftigt mich schon seit acht Jahren, in wechselnder Intensit&#228;t. Es hat mich bis heute nicht losgelassen. Die Ausbildung und die Vorbereitung darauf f&#252;hren mich nun alle paar Wochen nach Hildesheim, meistens an Wochenenden, gelegentlich auch unter der Woche.</p>
<p>So stand ganz am Anfang im Juli ein viert&#228;giges Praktikum, bei dem ich den sozialen Mittagstisch in der Hildesheimer Gemeinde <a href="http://guter-hirt.de/wp/?page_id=9">Guter Hirt</a> kennengelernt habe. Seit September arbeite ich zwei- bis dreimal im Monat in einer <a href="http://koala-hamburg.de/gastronomie/la-cantinasuppenkuche">Suppenk&#252;che</a> in Hamburg-Altona, nicht weit von meiner Arbeitsstelle. Und im Oktober haben wir uns in einer geistlichen Woche mit den Psalmen besch&#228;ftigt.</p>
<p>Unser Sommerurlaub f&#252;hrte uns in diesem Jahr nach England. Die erste Woche haben wir in einem Cottage im S&#252;dwesten gewohnt, die letzten f&#252;nf N&#228;chte in einem Apartment in London. Besonders angetan waren wir von der britischen H&#246;flichkeit, aber auch das glasklare und gut verst&#228;ndliche britische Englisch war eine echte Freude.</p>
<p>Unser J&#252;ngster ist zum neuen Schuljahr auf das Gymnasium gewechselt, das auch sein gro&#223;er Bruder besucht. Das war f&#252;r ihn eine gewisse Umstellung, die er aber gut bew&#228;ltigt hat. Er geht jetzt in die Musikklasse und spielt Tenorhorn. Er ist manchmal ein kleiner Filou, der die Schule nicht so ganz ernst nimmt. Die ersten Folgen davon hat er auch schon zu sp&#252;ren bekommen.</p>
<p>In diesem Jahr 2011 fand ein <a href="http://commentarium.de/2011/09/30/ein-langer-pilgerweg-nach-etzelsbach/">Jahrtausendereignis</a> statt, das bisher einmalig war und sich in absehbarer Zeit auch nicht wiederholen wird. Ein deutscher Papst besuchte das Eichsfeld, um dort mit 90.000 Pilgern eine <a href="http://commentarium.de/2011/10/23/eine-marienvesper-in-etzelsbach/">Marienvesper</a> zu feiern. Es war ein wunderbarer, fast sp&#228;tsommerlicher Fr&#252;hherbsttag, an dem das Eichsfeld gewisserma&#223;en zu sich selbst kam.</p>
<p>Nun hat der Eichsfelder Katholizismus heute l&#228;ngst nicht mehr jenes hohe Ma&#223; an volkskirchlicher Selbstverst&#228;ndlichkeit, das er in fr&#252;heren Zeiten genoss. Umso erstaunlicher ist, f&#252;r wie viele Menschen es eine reine Selbstverst&#228;ndlichkeit war, an diesem Tag nach Etzelsbach zu pilgern. So auch f&#252;r mich. Als sich Anfang des Jahres die Berichte zu verdichten begannen, <a href="http://commentarium.de/2011/02/19/papst-benedikt-das-eichsfeld-und-ich/">war mir klar</a>, dass ich als alter Eichsfelder alles daransetzen w&#252;rde, dabei zu sein.</p>
<p>Der Papst war der Katalysator dieses geistlichen wie weltlichen Gro&#223;ereignisses. Er gab den Anlass, aber letztlich zeigte sich auf dem Pilgerfeld in unerwarteter St&#228;rke die katholische Identit&#228;t meiner Heimat. Wenn auch die &#228;u&#223;ere St&#228;rke des Katholizismus im Eichsfeld br&#246;ckelt, im Innersten hat er noch Kraft.</p>
<p>Die Marienvesper war in gewisser Weise das Herzst&#252;ck dieses Papstbesuches. Keine gro&#223;e Messe, sondern eine einfache Vesper. Eine kurze, einfache Ansprache, die ans Herz r&#252;hrte. Im Grunde des Herzens sind alle Dinge einfach. Das ganze Ereignis hatte eine Einfachheit und Selbstverst&#228;ndlichkeit des Herzens, die sich auf alle Aspekte &#252;bertrugen.</p>
<p>Seit Jahrhunderten pilgern unz&#228;hlige Menschen nach Etzelsbach zum Gnadenbild der Maria, die ihren toten Sohn in den Armen h&#228;lt. In seiner <a href="http://www.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=522996">Predigt</a> sagte der Papst &#252;ber Maria:</p>
<blockquote><p>Begreife – so scheint sie uns zu sagen –, dass Gott, der die Quelle alles Guten ist und der nie etwas anderes will als dein wahres Gl&#252;ck, das Recht hat, von dir ein Leben zu fordern, das sich r&#252;ckhaltlos und freudig seinem Willen &#252;berantwortet und danach trachtet, dass auch die anderen ein Gleiches tun. „Wo Gott ist, da ist Zukunft“. In der Tat – wo wir Gottes Liebe ganz &#252;ber unser Leben wirken lassen, dort ist der Himmel offen. Dort ist es m&#246;glich, die Gegenwart so zu gestalten, dass sie mehr und mehr der Frohbotschaft unseres Herrn Jesus Christus entspricht. Dort haben die kleinen Dinge des Alltags ihren Sinn, und dort finden die gro&#223;en Probleme ihre L&#246;sung.</p></blockquote>
<p>Frohe, gesegnete Weihnachten und ein gl&#252;ckliches Jahr 2012!</p>
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		<title>Eine Marienvesper in Etzelsbach</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 15:42:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>
		<category><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Etzelsbach]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Benedikt XVI.]]></category>
		<category><![CDATA[Papstbesuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Dritter Teil meines Pilgerberichts (Teil I, Teil II) Gut sieben Stunden, nachdem ich am Morgen mein Elternhaus verlassen hatte, um nach Etzelsbach aufzubrechen, waren wir also am Ziel. Unsere gro&#223;e Pilgergruppe zerstreute sich &#252;ber den noch zug&#228;nglichen Teil des Pilgerfeldes. Ich fand mich mit einer kleinen Gruppe Jugendlicher aus dem Dekanat Unterelbe wieder. Wir lie&#223;en [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dritter Teil meines Pilgerberichts (<a href="http://commentarium.de/2011/09/30/ein-langer-pilgerweg-nach-etzelsbach/">Teil I</a>, <a href="http://commentarium.de/2011/10/05/auf-fuswallfahrt-nach-etzelsbach-mit-bischof-norbert-trelle/">Teil II</a>)</em></p>
<p>Gut sieben Stunden, nachdem ich am Morgen mein Elternhaus verlassen hatte, um nach Etzelsbach aufzubrechen, waren wir also <a href="http://commentarium.de/2011/10/05/auf-fuswallfahrt-nach-etzelsbach-mit-bischof-norbert-trelle/">am Ziel</a>. Unsere <a href="http://commentarium.de/2011/09/30/ein-langer-pilgerweg-nach-etzelsbach/">gro&#223;e Pilgergruppe</a> zerstreute sich &#252;ber den noch zug&#228;nglichen Teil des Pilgerfeldes.</p>
<p>Ich fand mich mit einer kleinen Gruppe Jugendlicher aus dem Dekanat Unterelbe wieder. Wir lie&#223;en uns auf der Wiese nieder, um uns vom Pilgerweg auszuruhen. Es war ein sonniger Fr&#252;hherbstnachmittag, und noch war es angenehm warm. Auf der Nebenb&#252;hne fand das Vorprogramm statt, das im Vergleich zu dem, was aus Berlin und Freiburg berichtet wurde, ganz passabel war. Auf die Eichsfelder ist halt Verlass.</p>
<p>In kurzen Videoeinspielen wurden die zahlreichen anderen Wallfahrtsorte des Eichsfelds vorgestellt, es gab Interviews, der gro&#223;e Chor und das Orchester sangen und spielten geistliche Musik, Kardinal Meisner sprach zu den Pilgern. Der Kardinal hat in Erfurt studiert, wurde dort zum Priester geweiht und ist seit seiner Kaplanszeit im nahen Heiligenstadt dem Eichsfeld eng verbunden. Es wurden sogar ein oder zwei Ges&#228;tze des Rosenkranzes gebetet, und als sich die Ankunft des Papstes verz&#246;gerte, was zu einer Pause f&#252;hrte, stimmte das Pilgervolk spontan das Te Deum (&#8220;Gro&#223;er Gott, wir loben dich&#8221;) an.</p>
<p>Mittlerweile war die Zeit fortgeschritten, die Sonne begann hinter dem H&#252;gel in unserem R&#252;cken zu versinken.  Irgendwann zeigten sich am Himmel f&#252;nf Hubschrauber der Bundespolizei, flogen eine Schleife &#252;ber dem Wald im R&#252;cken der Wallfahrtskapelle und landeten auf dem Feld vor dem Wald. War das schon der Papst? Wir wussten es nicht, jedoch stand das Papamobil noch unver&#228;ndert an seinem Platz. Es dauerte noch einige Minuten, bevor ein weiterer Hubschrauber auftauchte, diesmal zuerst auf der Gro&#223;bildleinwand. Das musste der Papst sein.</p>
<p>Und richtig, er war es. Als kurz nach der Landung im Fernsehbild eine wei&#223; gekleidete Gestalt am Hubschrauberfenster zu erkennen war, kam spontaner Jubel auf. Die Choreographie von p&#228;pstlichen Gro&#223;veranstaltungen ist hinl&#228;nglich bekannt. Das Papamobil ist der moderne Nachfolger der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sedia_gestatoria">Sedia gestatoria</a>, auch wenn es nicht ganz den gleichen Zweck erf&#252;llt. Die Fahrt im weiten Halbkreis rund &#252;ber das Pilgerfeld ist nicht unbedingt das, was ich mir unter einem festlichen Einzug vorstelle. Aber ich will nicht kleinlich sein &#8211; hier sind in den letzten 33 Jahren Erwartungen entstanden, an denen auch ein Papst nicht mehr so leicht vorbeikommt.</p>
<p>Wir jubelten also dem Papst zu, als er in unserer N&#228;he vorbeifuhr, gut sichtbar dank Papamobil. Als er seine Runde vollendet hatte und sich in die improvisierte Sakristei begab, war 18 Uhr mittlerweile vergangen. Wir standen bereits im Schatten des H&#252;gels, der sich in unserem R&#252;cken erhob und von wo ein k&#252;hler Wind wehte. Irgendwie gab es dann offensichtlich ein Koordinationsproblem, jedenfalls begann der Chor bereits mit dem Er&#246;ffnungslied (&#8220;Lobt Gott in seinem Heiligtum&#8221;, James Ellord), obwohl vom Papst noch nichts zu sehen war. Zwar waren noch zwei weitere St&#252;cke vorgesehen, doch irgendjemand merkte wohl, dass der Papst noch etwas Zeit brauchte, und unterbrach die Musik.</p>
<p>Neben dem an das Motto des Deutschlandbesuches angelehnten St&#252;ck <a href="http://www.papst-in-deutschland.de/fileadmin/redaktion/microsites/Papstbesuch/Erfurt/Downloadbereich/Papstlied_Freitag.pdf">&#8220;Denn wo du bist, ist Zukunft, Herr&#8221;</a> (Melodie Michael Taxer, Text Johann Freitag) sang der Chor schon zu Beginn ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=zrXVSLqZfVc">Magnificat von Alan Wilson</a>, beides stilistisch zwar eher dem Neuen Geistlichen Lied zuzuordnen, aber durchaus nicht unw&#252;rdig. Damit war dieses Genre jedoch auch abgefr&#252;hst&#252;ckt, und nun wurde es musikalisch nur noch besser.</p>
<p>Schon der Hymnus nach der Er&#246;ffnung rockte so richtig. Es handelte sich um GL 589 (&#8220;Alle Tage sing und sage&#8221;), also ein durchaus schmissiges Marienlied. Heinrich Bone war, als er 1847 den deutschen Text verfasste, so pfiffig, sich an das Versma&#223; des Originals zu halten (<a href="http://www.hymnarium.de/hymni-ex-thesauro/hymnen/162-omni-die-dic-mariae">&#8220;Omni die dic Mariae&#8221;</a>). So wurde also der Hymnus aus vollen Kehlen in sch&#246;nstem Latein geschmettert, auf diese bekannte Krachermelodie aus dem Jahre 1613. Chor und Orchester gaben ein strammes Tempo vor, so konnte das Pilgervolk nicht schleppen, sondern musste flott mitsingen.</p>
<p>Zum ersten Psalm kam als Kehrvers das &#8220;Laudate omnes gentes&#8221; aus Taizé zum Einsatz. Alle Psalmen sang der Chor im Wechsel mit der Pilgergemeinde. Nach der Lesung und dem Responsorium hielt der Papst <a href="http://www.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=522996">seine Ansprache</a>, und als er schon in den ersten S&#228;tzen das Eichsfeld erw&#228;hnte, kam Jubel auf. Es war zu sp&#252;ren, wie sehr dem Papst der Besuch im Eichsfeld und speziell in Etzelsbach eine Herzensangelegenheit war.</p>
<p>Und nicht nur dem Papst. Die Marienvesper war in gewisser Weise das Herzst&#252;ck dieses Papstbesuches. Keine gro&#223;e Messe, sondern eine einfache Vesper. Eine kurze, einfache Ansprache, die ans Herz r&#252;hrte. Im Grunde des Herzens sind alle Dinge einfach. Das ganze Ereignis hatte von <a href="http://commentarium.de/2011/02/19/papst-benedikt-das-eichsfeld-und-ich/">seinen Anf&#228;ngen</a> bis zu diesem Abend eine Einfachheit und Selbstverst&#228;ndlichkeit des Herzens, die sich auf alle Aspekte &#252;bertrug.</p>
<p>Nun hat der Eichsfelder Katholizismus heute l&#228;ngst nicht mehr jenes hohe Ma&#223; an volkskirchlicher Selbstverst&#228;ndlichkeit, das er in fr&#252;heren Zeiten genoss. Umso erstaunlicher ist der hohe Mobilisierungsgrad, &#252;ber den ich bereits im <a href="http://commentarium.de/2011/09/30/ein-langer-pilgerweg-nach-etzelsbach/">ersten Teil</a> staunte. Es schien nicht nur mir als eine reine Selbstverst&#228;ndlichkeit, an diesem Tag nach Etzelsbach zu pilgern. Der Papst war der Katalysator dieses geistlichen wie weltlichen Gro&#223;ereignisses.</p>
<p>Auf seine Ansprache folgte eine kurze Stille. Es ist ja schon &#246;fter beschrieben worden, welche Wirkung die tiefe Stille einer gro&#223;en Menschenansammlung hat. Das Magnificat wurde mit einer deutschen Antiphon auf Latein gesungen, wieder im Wechsel zwischen Chor und Gemeinde. In den folgenden F&#252;rbitten kam die Weltkirche im beschaulichen Etzelsbach zur Sprache, wurden sie doch in verschiedensten Sprachen vorgetragen. Mit dem Vater unser, wieder auf Latein gesungen, und der Oration vom Hochfest Maria Himmelfahrt endete die Vesper, und es schloss sich die Aussetzung des Allerheiligsten an.</p>
<p>Und dies war f&#252;r mich der eigentliche H&#246;hepunkt des Tages. Zur Aussetzung trug der Chor das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GbOqCb9jVGg">&#8220;Ave Verum&#8221;</a> (Edward Elgar) vor. Inzwischen war es d&#228;mmerig geworden. Wieder trat eine gro&#223;e Stille ein. 90.000 Menschen schwiegen vor dem Geheimnis unserer Erl&#246;sung. Unsere kleine Pilgergruppe kniete auf der Wiese, und ich muss etwas besch&#228;mt eingestehen, dass es die Jugendlichen waren, die zuerst auf die Knie fielen. Vor uns standen die anderen Pilger, deshalb wei&#223; ich nicht, wer sonst so stand oder kniete.</p>
<p>F&#252;r diesen Moment hat sich alles gelohnt: der Urlaubstag, die Anreise am Vorabend, die Fu&#223;wallfahrt, all jene Begleiterscheinungen einer Gro&#223;veranstaltung. Mit ein paar Jugendlichen aus der norddeutschen Diaspora auf einer Eichsfelder Wiese vor dem Allerheiligsten knien, zusammen mit einer gro&#223;en Menge und dem Papst &#8211; das war einmalig. Ganz am Ende war klar, wozu das alles gut war &#8211; Christi wegen!</p>
<p>Dann das Tantum Ergo. Der Papst rief: Panem de caelo praestitisti eis. Wir antworteten: Omne delectamentum in se habentem. Der Papst trug die Oration von Fronleichnam vor und spendete den sakramentalen Segen. Mit drei Liedern endete der Gottesdienst, und nicht irgendwelchen. Zun&#228;chst das Salve Regina, dann das Wallfahrtslied von Etzelsbach. Es entstand im Jahre 1898 aus Anlass der Einweihung der heutigen Wallfahrtskapelle (die an jenem Tag &#252;brigens nicht besucht werden konnte) und wird am Ende jeder Wallfahrt gesungen. Es handelt vom Besuch des Engels Gabriel bei Maria.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/1tRQRIIzRI4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das letzte Lied war das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eichsfeldlied">Eichsfeldlied</a>, geschrieben 1901 vom Heimatdichter Hermann Iseke. Als Eichsfelder geht mir das Herz auf, wenn ich dieses Lied h&#246;re, oder noch besser: singe. Am besten mit einer gro&#223;en Menschenmenge. Der Hammer! Es scheint nur ein ganz normales Lied zu sein, aber es bringt auf den Punkt, was das Besondere des Eichsfeldes ist. Machen wir uns nichts vor: Auch 1901 war das, was darin beschrieben wird, ein Ideal, nicht die schn&#246;de Realit&#228;t. Aber ein Ideal mit gro&#223;er Kraft.</p>
<blockquote><p>Schl&#228;gt deine letzte Stunde,<br />
Es sei auf Eichsfelds Grunde!</p></blockquote>
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		<title>Auf Fu&#223;wallfahrt nach Etzelsbach mit Bischof Norbert Trelle</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 20:28:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
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		<description><![CDATA[Es war ein ziemliches Gewusel vor der St.-Cyriakus-Kirche am sp&#228;ten Vormittag des 23. September 2011, als sich der Pilgerzug gen Etzelsbach formierte. Bischof Norbert Trelle schritt mit der ersten von 22 Gruppen flott voran. Sp&#228;ter sah ich ihn nicht mehr. Er war aber die ganze Zeit dabei, wie ich als zuverl&#228;ssiger Quelle wei&#223;. Zur Orientierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/10/IMG_1316.jpg" alt="" title="IMG_1316" width="500" height="373" class="alignleft size-full wp-image-2663" /></p>
<p>Es war ein ziemliches Gewusel vor der St.-Cyriakus-Kirche am sp&#228;ten Vormittag des 23. September 2011, als sich der Pilgerzug gen Etzelsbach formierte. Bischof Norbert Trelle schritt mit der ersten von 22 Gruppen flott voran. Sp&#228;ter sah ich ihn nicht mehr. Er war aber die ganze Zeit dabei, wie ich als zuverl&#228;ssiger Quelle wei&#223;.</p>
<p>Zur Orientierung m&#246;gen ein paar geografische Hinweise dienen. Wir befinden uns ziemlich im S&#252;den des Bistums Hildesheim, das im Norden bis vor die Tore Hamburgs und weiter nach Cuxhaven reicht. Von Duderstadt nach Cuxhaven sind es 335 Stra&#223;enkilometer. Das Bistum Erfurt liegt von hier aus gesehen s&#252;dlich.</p>
<p>Wir gehen &#252;ber die Marktstra&#223;e, die Hauptstra&#223;e der Stadt und heutige Fu&#223;g&#228;ngerzone, zun&#228;chst ein St&#252;ck in Richtung Westen, vorbei am historischen Rathaus, das oben links im Bild zu sehen ist. Von der Marktstra&#223;e biegen wir links in Richtung S&#252;den ab und folgen der historischen Bundesstra&#223;e 247, die heute freilich auf einer Ringstra&#223;e um den Stadtkern herum gef&#252;hrt wird.</p>
<p><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/10/IMG_1319.jpg" alt="" title="IMG_1319" width="500" height="373" class="alignleft size-full wp-image-2664" /></p>
<p>Im Pilgerzug werden einige Kreuze und Fahnen mitgef&#252;hrt. Ansonsten k&#246;nnten wir aber auch eine gro&#223;e Wandergruppe sein. Die Stimmung ist gel&#246;st und nicht &#252;berm&#228;&#223;ig fromm. Here comes everybody, sozusagen. Das Wetter ist phantastisch. Gegen Mittag wird es ziemlich warm, doch dann ziehen einige Wolken auf, was in der zweiten Septemberh&#228;lfte im Norden Deutschlands schnell f&#252;r Abk&#252;hlung sorgt.</p>
<p><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/10/DSCF0200.jpg" alt="" title="DSCF0200" width="500" height="375" class="alignleft size-full wp-image-2665" /></p>
<p>Scheinbar endlos zieht der Lindwurm der Pilgerschar durch die Fluren, hier zwischen Duderstadt und Gerblingerode, dem letzten Ort vor der ehemaligen Zonengrenze, der heutigen Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Th&#252;ringen sowie der Bistumsgrenze zwischen Hildesheim und Erfurt. Just an dieser Grenze befindet sich heute ein Grenzlandmuseum, das an die Zeiten von Stacheldraht und Selbstschussanlagen erinnert. Dort halten wir die erste von drei geplanten Stationen, es wird gebetet und gesungen. Neues Geistliches Lied, das Unvermeidliche.</p>
<p><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/10/IMG_1331.jpg" alt="" title="IMG_1331" width="500" height="373" class="alignleft size-full wp-image-2667" /></p>
<p>In Teistungen, dem ersten Ort in Th&#252;ringen, sehen wir Fahnen und Wimpel. Direkt hinter Teistungen passieren wir eine Stra&#223;ensperre. Ab hier, es sind noch etwa neun Kilometer bis Etzelsbach, sind die Stra&#223;en f&#252;r Autofahrer gesperrt. Sp&#228;testens jetzt verschwimmen endg&#252;ltig die Grenzen zwischen unserem Hildesheimer Pilgerzug und dem allgemeinen Pilgerzustrom gen Wallfahrtskapelle.</p>
<p><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/10/IMG_1337.jpg" alt="" title="IMG_1337" width="500" height="373" class="alignleft size-full wp-image-2668" /></p>
<p>Am Fu&#223;ballplatz von Rot-Wei&#223; Berlingerode halten wir gegen 13 Uhr Mittagsrast. Der Malteser-Hilfsdienst gibt Erbsensuppe mit Bockwurst aus. Offensichtlich haben die Pilger Dispens vom Freitagsopfer erhalten. Jedoch ist auch eine vegetarische Gem&#252;sesuppe erh&#228;ltlich. Ich entscheide mich f&#252;r die Erbsensuppe inklusive Wurst. Nach dem Essen halten wir die zweite Station. Es ist inzwischen 14 Uhr geworden, um 16 Uhr soll das Pilgerfeld schlie&#223;en. Bis dahin liegen noch etwa sechs Kilometer vor uns, also ist jetzt Eile geboten.</p>
<p>Hinter Berlingerode steigt der Pilgerweg St. Kilian langsam, aber stetig an. Zu einer Wallfahrt geh&#246;ren selbstverst&#228;ndlich der Anstieg auf einen Berg und die damit verbundene Anstrengung. Das Eichsfeld ist eine sanft h&#252;gelige Landschaft, s&#252;dlich vom Harz gelegen, einem der n&#246;rdlichsten Mittelgebirge Deutschlands. Jahrhundertelang geh&#246;rte das Eichsfeld zum Erzbistum Mainz, weshalb sich die Eichsfelder zuweilen eher als S&#252;d- denn als Norddeutsche verstehen. </p>
<p>Inzwischen scheint auch die Sonne wieder, und es wird hei&#223;. Die Pilgergruppen ziehen sich weit auseinander, weil jeder sein eigenes Tempo geht. Ich treffe unseren ehemaligen Kaplan wieder, der auf dem Anstieg den Rosenkranz betet.</p>
<p><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/10/DSCF0206.jpg" alt="" title="DSCF0206" width="500" height="375" class="alignleft size-full wp-image-2672" /></p>
<p>Die Wege sind eigens f&#252;r diesen Tag ausgebaut und geschottert worden. Inzwischen haben wir mehrere Stationen der Malteser passiert, die Wasser und Schokoriegel an die Pilger ausgeben. Oben im Wald gibt es ein besonders steiles St&#252;ck. Ich passiere einige Pilger, denen der Anstieg sichtlich M&#252;he bereitet. Ein Mann muss von den Sanit&#228;tern versorgt werden, er liegt auf dem Boden, ist aber guter Dinge.</p>
<p>Am Waldrand schlie&#223;lich sehen wir erstmals das Pilgerfeld, schon ganz aus der N&#228;he. Wir n&#228;hern uns von der Altarseite. Die dritte Station unserer Wallfahrt, die eigentlich in Kleingruppen kurz vor Etzelsbach gehalten werden sollte, f&#228;llt aus Zeitgr&#252;nden aus. Wir versammeln uns vor der Sicherheitsschleuse und warten darauf, bis unsere Pilgergruppe wieder vollst&#228;ndig ist. Das dauert einige Zeit, und inzwischen ist es nach 16 Uhr.</p>
<p>Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Das Pilgerfeld wird p&#252;nktlich geschlossen. Die inneren Segmente, die sp&#228;ter der Papst in seinem Papamobil umrunden wird, sind bereits gef&#252;llt. Als wir endlich die Sicherheitsschleuse passiert haben, immer in Gruppen zu maximal 20 Personen, da f&#252;hrt kein Weg mehr zu unseren Pl&#228;tzen.</p>
<p><a href="http://www.papst-in-deutschland.de/bistuemer/bistum-erfurt/pilger-a-z/pilger-a-z-fuer-etzelsbach/"><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/10/pilgerfeld.png" alt="" title="pilgerfeld" width="500" height="354" class="alignleft size-full wp-image-2673" /></a></p>
<p>Eigentlich h&#228;tten wir in einem der Bereiche, die mit dem Buchstaben F und einem Dreieck gekennzeichnet sind, Platz finden sollen. Doch daf&#252;r war es offensichtlich zu sp&#228;t. Als unser Bischof davon erf&#228;hrt, ist er einigerma&#223;en emp&#246;rt. Wir Pilger nehmen es gelassen.</p>
<p><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/10/DSCF0207.jpg" alt="" title="DSCF0207" width="500" height="375" class="alignright size-full wp-image-2676" /></p>
<p>Dieses Bild, aufgenommen um kurz vor 17 Uhr, gibt unsere Sicht auf den unteren Teil des Pilgerfelds mit dem Altar und der Nebenb&#252;hne wieder. Wir befinden uns im mittleren Feld &#8220;L Quadrat&#8221;, unweit der dort eingezeichneten Dixitoiletten. Auf der LED-Wand am linken Bildrand ist Kardinal Meisner zu sehen, der gerade zu den Pilgern spricht. Aber das ist eine andere Geschichte, die im folgenden Teil erz&#228;hlt werden soll.</p>
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		<title>Ein langer Pilgerweg nach Etzelsbach</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 21:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bistum Erfurt]]></category>
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		<category><![CDATA[Norbert Trelle]]></category>
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		<description><![CDATA[Als sich Anfang des Jahres die Ger&#252;chte zu verdichten begannen, der Papst w&#252;rde w&#228;hrend seines Deutschlandbesuches auch das Eichsfeld besuchen, da war mir klar: Ich als alter Eichsfelder durfte dort nicht fehlen. Dass ein Papst, noch dazu ein Deutscher und ein gro&#223;er Intellektueller, meinen Heimatlandstrich aufsuchen w&#252;rde, erschien mir sofort als ein Jahrtausendereignis. Einmal im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als sich Anfang des Jahres die Ger&#252;chte zu verdichten begannen, der Papst w&#252;rde w&#228;hrend seines Deutschlandbesuches auch das Eichsfeld besuchen, da <a href="http://commentarium.de/2011/02/19/papst-benedikt-das-eichsfeld-und-ich/">war mir klar</a>: Ich als alter Eichsfelder durfte dort nicht fehlen. Dass ein Papst, noch dazu ein Deutscher und ein gro&#223;er Intellektueller, meinen Heimatlandstrich aufsuchen w&#252;rde, erschien mir sofort als ein Jahrtausendereignis. Einmal im Leben.</p>
<p>Den Hildesheimer Bischof Norbert Trelle &#252;berkam nach seinen Worten w&#228;hrend der Feier der Chrisammesse der Heilige Geist mit der Vision von einer Jugendwallfahrt aus Duderstadt nach Etzelsbach. Ohne sich vorher r&#252;ckversichert zu haben, lud er noch in der gleichen Messe die Jugend des Bistums zu just jener Wallfahrt ein. Dazu muss man wissen, dass im Bistum Hildesheim seit bald 30 Jahren die Chrisammesse in der Karwoche als gro&#223;e Jugendmesse gefeiert wird, und zwar am Mittwoch vor dem Gr&#252;ndonnerstag &#8211; ich wei&#223;, das ist ein Tag zu fr&#252;h, aber in einem Fl&#228;chenbistum wie Hildesheim mit langen Anfahrtswegen kaum anders zu machen.</p>
<p><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1307.jpg" alt="" title="IMG_1307" width="500" height="373" class="alignleft size-full wp-image-2657" /><br />
<em>Der S&#252;dturm von St. Cyriakus am Morgen des 23. September 2011</em></p>
<p>Die Priester des Bistums reisen also nicht mehr oder weniger alleine zum Bischofssitz, um an der Weihe der Heiligen &#214;le teilzunehmen, sondern sie nehmen ihre Pfarrjugend mit. Der Dom oder, da die Bischofskirche <a href="http://www.domsanierung.de/">derzeit saniert</a> wird, St. Godehard platzen aus allen N&#228;hten, Jugendliche sitzen &#252;berall auf dem Boden, eine Band spielt. So habe ich es seinerzeit in den achtziger Jahren als Jugendlicher erlebt, und so erleben es auch die Jugendlichen von heute. Liturgisch ist das vielleicht nicht das Nonplusultra, es hat aber binnen einer Generation einen starken Sinn f&#252;r die Gemeinsamkeit im Bistum und die Verbundenheit mit dem Bischof geschaffen.</p>
<p>In dieser besonderen Situation also sprach unser Di&#246;zesanbischof die Einladung an die Jugend aus, mit ihm zusammen von meiner Heimatstadt Duderstadt aus nach Etzelsbach zu pilgern. Wie sich sp&#228;ter herausstellte, ist das eine Strecke von gut 13 Kilometern, also ein ordentlicher Halbtagsmarsch. Sp&#228;testens seit dieser Einladung, die sp&#228;ter noch auf alle Altersgruppen ausgeweitet wurde, war mir klar, dass ich dabei sein w&#252;rde. So fuhr ich also am Donnerstag direkt aus dem B&#252;ro in Hamburg s&#252;dw&#228;rts. In Rhumspringe, nicht weit von Duderstadt entfernt, traf ich noch unseren ehemaligen Kaplan und jetzigen Pfarrer, der dort mit den Weltjugendtagspilgern seiner Pfarreien auf eine Gruppe aus dem Dekanat Unterelbe wartete &#8211; meinem Dekanat.</p>
<p><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1313.jpg" alt="" title="IMG_1313" width="500" height="373" class="alignleft size-full wp-image-2650" /></p>
<p>Die Fu&#223;wallfahrt begann am Freitagmorgen mit einem Aussendungsgottesdienst in meiner alten Heimatkirche St. Cyriakus. Von dort brachen wir in 22 Gruppen zu je 50 Personen auf, die Rede war von insgesamt 1.150 Teilnehmern, was mathematisch nicht ganz stimmen kann. Am n&#228;chsten Tag erfuhr ich, dass sogar 1.400 Fu&#223;wallfahrer mitgegangen sein sollen, was durchaus m&#246;glich ist, da sich unterwegs unentwegt weitere Pilger anschlossen. In Etzelsbach, so hie&#223; es noch am gleichen Abend, sollen insgesamt 90.000 Pilger gewesen sein.</p>
<p>Ich bin kein Freund von Zahlenhuberei. Doch um zu verstehen, was diese Zahl bedeutet, ist ein Blick in die Statistik unvermeidlich. Das kleine Bistum Erfurt z&#228;hlte 2009 insgesamt <a href="http://www.bistum-erfurt.de/front_content.php?client=2&#038;lang=3&#038;idcat=1941">156.021 Katholiken</a>. Wenn die Marienvesper in Etzelsbach und die Heilige Messe in Erfurt insgesamt 120.000 Teilnehmer anzogen, dann waren das 76,9 Prozent aller Katholiken des Bistums, vom S&#228;ugling bis zum Greis.</p>
<p>Nun waren einige Teilnehmer bei beiden Gottesdiensten dabei, und nicht wenige kamen so wie ich auch aus den Nachbarbist&#252;mern. Trotzdem schm&#228;lert dies nicht das Verdienst der tapferen Erfurter um die enorme Mobilisierung. W&#228;hrend es vorher klar war, dass der Erfurter Domplatz nicht mehr als 30.000 Menschen fassen w&#252;rde, war das Etzelsbacher Pilgerfeld auf 100.000 Pilger ausgelegt. Angesichts der freien Fl&#228;chen h&#228;tten es auch noch mehr werden k&#246;nnen, oder aber die Zahl von 90.000 war deutlich &#252;bertrieben &#8211; ich wei&#223; es nicht.</p>
<p>Auf der nahegelegenen Autobahn, die f&#252;r diesen Tag gesperrt und zum Busparkplatz umfunktioniert wurde, standen &#252;ber 800 Busse. Was bei 50 Passagieren pro Bus allein schon mehr als 40.000 Pilger ergeben w&#252;rde. Dazu kamen die Bahn, die einen Pendelverkehr zu zwei nahegelegenen Bahnh&#246;fen eingerichtet hatte, sowie Autofahrer, Radfahrer und Fu&#223;g&#228;nger. Alle hatten mehr oder weniger weite Fu&#223;wege zur&#252;ckzulegen. Die Stra&#223;en im weiten Umkreis waren komplett gesperrt, die Schulkinder hatten frei. Das &#246;ffentliche Leben, soweit es nicht in und um Etzelsbach stattfand, kam praktisch zum Erliegen.</p>
<p><a href="http://www.papst-in-deutschland.de/bistuemer/bistum-erfurt/pilger-a-z/pilger-a-z-fuer-etzelsbach/"><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/09/pilgerwege-e1317416154450.jpg" alt="" title="pilgerwege" width="500" height="356" class="alignleft size-full wp-image-2654" /></a></p>
<p>Diese Grafik gibt einen groben Eindruck davon, wie gro&#223;e Teile des Obereichsfelds auf die Wallfahrt vorbereitet waren und welche Wege zur&#252;ckzulegen waren. Duderstadt liegt etwa vier Kilometer n&#246;rdlich von Teistungen, das am oberen Bildrand zu sehen ist. Wir kamen &#252;ber den Pilgerweg St. Kilian, der in pink eingezeichnet ist.</p>
<p>Im Vergleich zur Erfurt und Etzelsbach nehmen sich die Zahlen aus Berlin und Freiburg eher bescheiden aus. 61.000 Teilnehmern im Olympiastadion stehen immerhin <a href="http://www.erzbistumberlin.de/erzbistum/das-erzbistum-im-ueberblick/erzbistum-in-zahlen/">392.958 Katholiken</a> im Erzbistum Berlin (ca. 15,5 Prozent) gegen&#252;ber. Ganz zu schweigen von 130.000 Teilnehmern an den beiden Freiburger Gottesdiensten &#8211; das Erzbistum Freiburg z&#228;hlt <a href="http://www.erzbistum-freiburg.de/html/erzdioezese.html">fast zwei Millionen Katholiken</a> (ca. 6,5 Prozent).</p>
<p>In Etzelsbach war also buchst&#228;blich alles, was laufen kann, auf den Beinen. Schon in unserer Pilgergruppe war vom Kind bis zum Rentner jede Altersgruppe vertreten. Ein &#228;hnliches Bild zeigte sich dann auch auf dem Pilgerfeld. Meine Eltern, beide im achten Lebensjahrzehnt, und mein Bruder, Onkel und Tanten, Freunde und Bekannte aus alten Zeiten wie auch aus der norddeutschen Diaspora &#8211; alle waren dabei. Ich traf eine einzelne Pilgerin aus dem nahen G&#246;ttingen, die aus dem Saarland stammt und sich auf den Fu&#223;weg gemacht hatte.</p>
<p>Es war schier unglaublich, das alles zu erleben. Doch genug f&#252;r heute. Im n&#228;chsten Teil folgt mein Bericht von der Fu&#223;wallfahrt selber.</p>
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		<title>Der Papst setzt Ma&#223;st&#228;be</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 20:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Stereotypen der in Deutschland ver&#246;ffentlichten Meinung gilt Papst Benedikt XVI. als Konservativer. Doch sp&#228;testens mit seinen Reden beim j&#252;ngsten Deutschlandbesuch hat er sich eher als Reformer zu erkennen gegeben. Allerdings nicht in einem vordergr&#252;ndig-aktionistischen Sinn, wie er der platten Reformrhetorik vorschwebt, die trotz ihres langandauernden Niedergangs gerade ein weiteres Mal ihr h&#228;ssliches Haupt erhob. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Stereotypen der in Deutschland ver&#246;ffentlichten Meinung gilt Papst Benedikt XVI. als Konservativer. Doch sp&#228;testens mit seinen Reden beim j&#252;ngsten Deutschlandbesuch hat er sich eher als Reformer zu erkennen gegeben. Allerdings nicht in einem vordergr&#252;ndig-aktionistischen Sinn, wie er der platten Reformrhetorik vorschwebt, die trotz ihres langandauernden Niedergangs gerade ein weiteres Mal ihr h&#228;ssliches Haupt erhob.</p>
<p>Nein, dieser Papst reformiert, indem er Ma&#223;st&#228;be setzt, an denen sich das konkrete Handeln messen lassen muss. So hat er mit seinen Freiburger Reden Pfl&#246;cke eingehauen, an denen der deutsche Dialogprozess nur noch um den Preis seiner eigenen Bedeutungslosigkeit vorbeikommen kann. Dem spie&#223;igen Strukturkonservatismus, der sich hinter der Reformagenda verschanzt, hat er eine an Deutlichkeit kaum zu &#252;berbietende Absage erteilt.</p>
<p>Ganz &#228;hnlich verf&#228;hrt er in Sachen Liturgie, indem er mit seinen p&#228;pstlichen Messfeiern ein Beispiel f&#252;r die w&#252;rdige und sinnerf&#252;llte Feier in der ordentlichen Form gibt &#8211; und ihr zugleich die alte Messe als &#252;berkommenen Ma&#223;stab an die Seite stellt. Beides sind keine kurzfristigen, aktionistischen Reformen, sondern einfache Ma&#223;nahmen mit langfristiger Wirkung. Dem verbreiteten liturgischen Missbrauch hilft diese p&#228;pstliche Praxis nicht kurzfristig ab, doch entzieht er ihm Schritt f&#252;r Schritt die vermeintliche Legitimation.</p>
<p>Ma&#223;st&#228;be hat Papst Benedikt auch l&#228;ngst f&#252;r die &#214;kumene gesetzt, und zwar am Beispiel der Anglikaner. W&#228;hrend f&#252;r die Orthodoxie mit den katholischen Ostkirchen l&#228;ngst eine Blaupause vorlag, gibt es nun auch eine f&#252;r die R&#252;ckkehr der westlichen Schismatiker, die es zur Einheit mit Rom dr&#228;ngt. Nach dem Vorbild der anglikanischen Ordinate lassen sich in Zukunft auch Strukturen f&#252;r Lutheraner denken, die ihrer &#246;kumenischen Rhetorik endlich Taten folgen lassen wollen.</p>
<p>Auch dies sind keine hastigen Reformen, sondern Weichenstellungen mit Langzeitwirkung, die weit &#252;ber das aktuelle Pontifikat hinausreichen werden. Dieser Papst hat es nicht n&#246;tig, irgendetwas zu &#252;berst&#252;rzen. Die Zeit arbeitet f&#252;r ihn, trotz oder gerade wegen seiner 84 Jahre. Auch dies ist eine wunderbare Ironie unserer Gegenwart.</p>
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		<title>Ecclesia semper reformanda</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 21:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Kirchenreform war in diesem Jahr wahrlich nicht zu selten die Rede. Papst Benedikt machte da bei seinem Besuch in Deutschland keine Ausnahme. Doch was er gestern im Freiburger Konzerthaus sagte, das ist dazu angetan, die Debatte vom Kopf wieder auf die F&#252;&#223;e zu stellen. Mit dem Stichwort Entweltlichung hat er die Grundlagen f&#252;r ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Kirchenreform war in diesem Jahr wahrlich nicht zu selten die Rede. Papst Benedikt machte da bei seinem Besuch in Deutschland keine Ausnahme. Doch was er gestern im Freiburger Konzerthaus <a href="http://kath.net/detail.php?id=33257">sagte</a>, das ist dazu angetan, die Debatte vom Kopf wieder auf die F&#252;&#223;e zu stellen.</p>
<p>Mit dem Stichwort Entweltlichung hat er die Grundlagen f&#252;r ein Programm gelegt, das weit radikaler ist als die schale Reformagenda, wie sie auch dem Papst bei seinem Besuch entgegenschlug. Der s&#228;kularen Entkirchlichung der Welt mit einer Entweltlichung der Kirche zu begegnen, ist ein anspruchsvolles und zugleich bestechend einfaches Konzept. Statt die Kirche einer heillosen Welt anzupassen, fordert Benedikt XVI. dazu auf, sie von politischen und materiellen Sachzw&#228;ngen zu befreien.</p>
<p>Der Verzicht auf weltliche G&#252;ter, soweit sie bei der Erf&#252;llung ihres g&#246;ttlichen Auftrags eher hinderlich sind &#8211; das ist starker Tobak f&#252;r die immer noch reiche, durch Kirchensteuer finanzierte Kirche in Deutschland. Sie m&#252;sste, wenn sie dieses Reformprogramm ernst n&#228;hme, ihren &#220;berhang an Strukturen &#8211; auch dies ein Schl&#252;sselwort dieses Besuches &#8211; zur&#252;ckschneiden und sich von allem verabschieden, was ihr eher zum Ballast geworden ist.</p>
<p>Viele Strukturdebatten kranken ja am Versuch, auf Teufel komm raus die &#252;berkommenen, bequemen Strukturen samt Pfr&#252;nden zu erhalten, auch wenn die finanziellen und personellen Mittel dazu l&#228;ngst fehlen. Entweltlichung und der Verzicht auf unn&#246;tige Strukturen k&#246;nnten hier eine Befreiung sein. Statt sinkenden Einnahmen und zur&#252;ckgehenden Kopfzahlen hinterherzusparen, k&#246;nnte sich die Kirche beizeiten auf eine Zukunft ohne Steuereinnahmen einstellen.</p>
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		<title>Tu es Petrus</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 21:22:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tu es Petrus et super hanc petram ædificabo ecclesiam meam et portæ inferi non prævalebunt adversus eam. Et tibi dabo claves regni cælorum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe title="YouTube video player" width="500" height="311" src="http://www.youtube.com/embed/0mSLVoOKzBM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Tu es Petrus<br />
et super hanc petram ædificabo ecclesiam meam<br />
et portæ inferi non prævalebunt adversus eam.<br />
Et tibi dabo claves regni cælorum.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Papst Benedikt, das Eichsfeld und ich</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 16:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit zunehmender Spannung verfolge ich seit Wochen die Berichte von einem m&#246;glichen Papstbesuch im Eichsfeld. Vor kurzem besuchte der p&#228;pstliche Reisemarschall den Marienwallfahrtsort Etzelsbach. Nun hat der Erfurter Bischof Joachim Wanke eine p&#228;pstliche Marienvesper ebenda ins Gespr&#228;ch gebracht. Eines ist klar: Sollte es dazu kommen, so werde ich als alter Eichsfelder alles daransetzen, dabei zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit zunehmender Spannung verfolge ich seit Wochen die Berichte von einem m&#246;glichen Papstbesuch im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eichsfeld">Eichsfeld</a>. Vor kurzem besuchte der p&#228;pstliche Reisemarschall den  Marienwallfahrtsort <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wallfahrtskapelle_Etzelsbach">Etzelsbach</a>. Nun hat der Erfurter Bischof Joachim Wanke eine p&#228;pstliche Marienvesper ebenda <a href="http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=463696">ins Gespr&#228;ch gebracht</a>.</p>
<p>Eines ist klar: Sollte es dazu kommen, so werde ich als alter Eichsfelder alles daransetzen, dabei zu sein.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Johannes Paul II. wird seliggesprochen</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 21:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und mich freut diese Nachricht. Johannes Paul den Gro&#223;en hat man ihn seinerzeit nach seinem Ableben genannt, aber das war vielleicht etwas voreilig und konnte sich bis dato nicht durchsetzen. Nun also Seliger Papst Johannes Paul II., demn&#228;chst, von jenem Sonntag der Barmherzigkeit an, den er selbst als Fest in den liturgischen Kalender eingef&#252;gt hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und mich freut diese Nachricht. Johannes Paul den Gro&#223;en hat man ihn seinerzeit nach seinem Ableben genannt, aber das war vielleicht etwas voreilig und konnte sich bis dato nicht durchsetzen. Nun also Seliger Papst Johannes Paul II., demn&#228;chst, von jenem Sonntag der Barmherzigkeit an, den er selbst als Fest in den liturgischen Kalender eingef&#252;gt hat und an dessen Vorabend er 2005 selbst den Weg zum Haus des Vaters antrat.</p>
<p>Klar scheint mir, dass in den n&#228;chsten Monaten vor allem in den deutschen Medien ein heftiges Ringen um die Deutungshoheit &#252;ber diesen gro&#223;en Mann Gottes ausbrechen wird. Im Jahr 2005 hatte die pl&#246;tzliche Wiederkehr der Religion in den Hauptstrom der Diskurse einer weitgehend s&#228;kularisierten Gesellschaft die meisten Meinungsf&#252;hrer kalt erwischt. Man war nicht vorbereitet auf diesen pl&#246;tzlichen Einbruch des Transzendenten in eine Welt, die sich in der Immanenz bequem eingerichtet hat.</p>
<p>Knapp sechs Jahre sp&#228;ter sieht das etwas anders aus. Nach der rauhen Wegstrecke des aktuellen Pontifikats sind die Messer allenthalben gut gewetzt. Allerdings k&#246;nnte auch dieses Jahr etwas anders ausfallen, als es sich die professionellen Meinungsmacher ausrechnen. Ein sich &#252;ber Monate aufbauender Begeisterungsschub f&#252;r die bevorstehende Seligsprechung Johannes Pauls, und dann ein Staatsbesuch seines Nachfolgers im Papstamt &#8211; steht uns etwa eine Neuauflage jenes monumentalen Jahres 2005 ins Haus?</p>
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		<title>Die Weihnachtszeit dauert vierzig Tage</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 20:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Liturgia]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>
		<category><![CDATA[Benedikt XVI.]]></category>
		<category><![CDATA[Radio Vatikan]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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		<description><![CDATA[Und endet nicht etwa mit dem Fest Taufe des Herrn, das wir nach dem neuen Kalender gestern begangen haben und nach dem alten Kalender am Donnerstag, dem 13. Januar, feiern werden, dem Oktavtag der Erscheinung des Herrn. Darauf hat Papst Benedikt XVI. erfreulicherweise am vergangenen Mittwoch in seiner Generalaudienz hingewiesen: Benedikt XVI. ruft dazu auf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und endet nicht etwa mit dem Fest Taufe des Herrn, das wir nach dem neuen Kalender gestern begangen haben und nach dem alten Kalender am Donnerstag, dem 13. Januar, feiern werden, dem Oktavtag der Erscheinung des Herrn. Darauf hat Papst Benedikt XVI. erfreulicherweise am vergangenen Mittwoch in seiner Generalaudienz <a href="http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=451836">hingewiesen</a>:</p>
<blockquote><p>Benedikt XVI. ruft dazu auf, die Weihnachtszeit „von allzuviel Moralismus und Kitsch zu befreien“. Das sagte er an diesem Mittwoch bei seiner Generalaudienz im Vatikan. Er bat die 7.000 Besucher in seiner Audienzhalle, die Weihnachtszeit „intensiv so zu leben, wie die Kirche sie durchf&#252;hrt“. Er erinnerte daran, dass Weihnachten keineswegs vor&#252;ber sei: „Die Weihnachtszeit erstreckt sich &#252;ber vierzig Tage, vom 25. Dezember bis zum 2. Februar – also vom Heiligen Abend bis zur Darstellung Jesu im Tempel.“</p>
<p>„In der Liturgie haben wir den Eintritt des Sohnes Gottes in die Welt geheimnisvoll und zugleich wirklich erfahren. Die Menschwerdung Gottes zu feiern ist nicht blo&#223;es Erinnern an vergangene Ereignisse, sondern macht die Geheimnisse unseres Heils gegenw&#228;rtig. In der Liturgie, in der Feier der Sakramente sind sie f&#252;r uns heute wirksam. „Und das Wort ist Fleisch geworden“, hei&#223;t es im Prolog des Johannesevangeliums. Mit der Menschwerdung des g&#246;ttlichen Wortes geschieht etwas ganz Neues in der Beziehung zwischen Gott und Mensch. Gott wohnt unter den Menschen. Die Menschheit des Sohnes Gottes, sein Fleisch ist Werkzeug des Heils: „Das Fleisch ist der Angelpunkt des Heils“, wie Tertullian sagt.“</p>
<p>Mit Weihnachten breche schon „das Geheimnis unseres Heils an“, so der Papst – ein Geheimnis, das dann „im Leiden, im Tod und in der Auferstehung Jesu Christi gipfelt“. </p>
<p>„Die Krippe ist der Beginn der Hingabe Christi und weist bereits auf das Kreuz hin. So sind Weihnachten und Ostern die zwei untrennbaren Punkte des Glaubens an Jesus Christus, den menschgewordenen Erl&#246;ser. In ihm ist Gott im Fleisch erschienen und hat seine Wahrheit in der Geschichte offenbart. Auch heute offenbart sich Gott im Fleisch, d. h. im lebendigen Leib der Kirche und in den Sakramenten als wirksame Zeichen des Heils. Er kommt zu uns und l&#228;dt uns ein, uns umwandeln zu lassen, damit wir an seinem g&#246;ttlichen Leben teilhaben. Hier liegt das Geheimnis von Weihnachten, das auch in uns Wirklichkeit werden soll.“</p></blockquote>
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