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	<title>Commentarium Catholicum &#187; Monastica</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
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		<title>Abtei Mariawald und Muck Abbey</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 19:17:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Liturgia]]></category>
		<category><![CDATA[Monastica]]></category>
		<category><![CDATA[Brian Moore]]></category>
		<category><![CDATA[Trappisten]]></category>
		<category><![CDATA[usus antiquior]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kleines Fazit am Tag nach meiner R&#252;ckkehr. In gewisser Weise ist Mariawald das passgenaue Gegenst&#252;ck zu Muck Abbey, jener Abtei im fernen Irland, von der die hier schon erw&#228;hnte Erz&#228;hlung von Brian Moore handelt. Die irischen M&#246;nche halten als letzte an der alten, lateinischen Messe fest, bis sie schlie&#223;lich ein Verbot aus Rom bekommen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kleines Fazit am Tag nach meiner R&#252;ckkehr.</p>
<p>In gewisser Weise ist Mariawald das passgenaue Gegenst&#252;ck zu Muck Abbey, jener Abtei im fernen Irland, von der die hier schon <a href="http://commentarium.de/2010/08/02/katholiken-das-buch/">erw&#228;hnte</a> Erz&#228;hlung von Brian Moore handelt. Die irischen M&#246;nche halten als letzte an der alten, lateinischen Messe fest, bis sie schlie&#223;lich ein Verbot aus Rom bekommen. Die Trappisten hingegen sind die ersten im deutschen Sprachraum, die wieder zur alten Messe zur&#252;ckkehren, weil sie die entsprechende Erlaubnis aus Rom bekommen haben.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/mr94/4866791888/in/set-72157624658420794/"><img alt="Abtei Mariawald" src="http://farm5.static.flickr.com/4117/4866791888_2fb028f4e0_d.jpg" class="alignnone" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Die Realit&#228;t dieser Abtei in der Eifel ist zum Gl&#252;ck erfreulicher als die Fiktion jener Abtei auf der irischen Insel. Dennoch ist die mutige Reform alles andere als ein Selbstl&#228;ufer. Die M&#246;nche von Mariawald brauchen <a href="http://kloster-mariawald.de/view.php?nid=242">unsere Unterst&#252;tzung</a> durch Gebet, durch Einkauf im <a href="http://www.shop-mariawald.de/">Onlineshop</a> oder auch durch direkte Spenden. Die Arbeit der Mitbr&#252;der und die Einnahmen aus den klostereigenen Betrieben reichen nicht aus, um den Erhalt der Abtei zu sichern.</p>
<p>Wenn ich nach bis jetzt drei Klosteraufenthalten meine pers&#246;nlichen Favoriten nennen sollte, dann w&#228;re die Reihenfolge klar:</p>
<ol>
<li>Mariawald</li>
<li>Gerleve</li>
<li>Meschede</li>
</ol>
<p>Nun ist die Reihe an Euch, liebe Leser. Welches Kloster sollte ich als n&#228;chstes besuchen? Vorschl&#228;ge bitte in die Kommentare.</p>
<p>Ich harre der Vorschl&#228;ge, die da kommen, und nehme jetzt noch einen kleinen Original Trappisten-Abtei-Tropfen (sehr zu empfehlen und <a href="http://www.shop-mariawald.de/likoerfabrik/abteitropfen-ges.html">hier zu erwerben</a>!).</p>
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		<title>Abtei Mariawald kurz nach der Wende</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/08/05/abtei-mariawald-kurz-nach-der-wende/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 19:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liturgia]]></category>
		<category><![CDATA[Monastica]]></category>
		<category><![CDATA[Abt Josef Vollberg]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster]]></category>
		<category><![CDATA[Mariawald]]></category>
		<category><![CDATA[Trappisten]]></category>
		<category><![CDATA[usus antiquior]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Zisterzienser]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit zwei Tagen bin ich nun in Mariawald, zwei N&#228;chte werden noch folgen. Es ist mein dritter Gastaufenthalt in einem Kloster, nach den beiden Benediktinerabteien Gerleve (2007) und Meschede (2009) nun also Trappisten. Bei denen ist alles etwas zisterziensisch-schlichter als bei den Benediktinern. Es f&#228;ngt beim &#196;u&#223;eren an. So hat die Abteikirche nur einen kleinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zwei Tagen bin ich nun in <a href="http://kloster-mariawald.de/">Mariawald</a>, zwei N&#228;chte werden noch folgen. Es ist mein dritter Gastaufenthalt in einem Kloster, nach den beiden Benediktinerabteien Gerleve (2007) und Meschede (2009) nun also Trappisten. Bei denen ist alles etwas zisterziensisch-schlichter als bei den Benediktinern.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/mr94/4862996158/in/set-72157624658420794/"><img alt="" src="http://farm5.static.flickr.com/4101/4862996158_dae5cfe9f3_d.jpg" title="Abtei Mariawald" class="alignnone" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Es f&#228;ngt beim &#196;u&#223;eren an. So hat die Abteikirche nur einen kleinen Dachreiter mit zwei Glocken, die per Hand und Seil aus dem Chorraum gel&#228;utet werden. Mariawald ist zwar eine gro&#223;e Klosteranlage, aber mit elf M&#246;nchen nur eine sehr kleine Abtei, insbesondere im Vergleich zu Gerleve und Meschede. Das Chorgebet wird inzwischen fast vollst&#228;ndig im &#252;berlieferten zisterziensischen Ritus gesungen, nur die Vigilien (um 3.15 Uhr!) werden derzeit noch nach dem deutschen Mariawalder Psalter gefeiert.*</p>
<p>Allerdings tragen das Chorgebet in diesen Tagen im Wesentlichen nur vier M&#246;nche, was keinen sehr m&#228;chtigen und prachtvollen Gesang ergibt, sondern eher ein stilles, inniges und zur&#252;ckhaltendes Chorgebet. Ich brauchte etwas Zeit, mich einzuh&#246;ren, doch inzwischen f&#252;hle ich mich darin schon fast zuhause. Zumal ich mit dem Breviarium Romanum ein eng verwandtes Stundengebet praktiziere.</p>
<p>Im Alltag fehlt mir die Zeit f&#252;r ein vollst&#228;ndiges Breviergebet. So bleibt es meist bei Laudes und Vesper, an der Komplet arbeite ich noch. Umso mehr habe ich es mir aber angew&#246;hnt, wenn ich denn mal im Kloster bin, dort m&#246;glichst keine Gebetszeit zu verpassen. Der Tag bekommt dadurch seinen ganz eigenen Rhythmus.</p>
<p>Mariawald ist nicht nur die einzige Trappistenabtei in Deutschland. Mariawald ist auch das erste und meines Wissens einzige Kloster hierzulande, dass sich entschieden hat, zur Liturgie und zur Observanz im Alten Usus zur&#252;ckzukehren. Der junge Abt Josef Vollberg hat damit eine <a href="http://commentarium.de/2008/11/25/trappistenabtei-kehrt-zum-alten-usus-des-ordens-zurueck/">radikale Konsequenz</a> aus dem Niedergang des Klosters und dem ausbleibenden Erfolg der nachkonziliaren Reformen gezogen.</p>
<p>Falls jemand einen gro&#223;en Novizenansturm erwartet hatte, dann ist der bis jetzt ausgeblieben. Wie zu h&#246;ren war, waren zwar schon eine Reihe Nachwuchskr&#228;fte im Kloster, von denen jedoch die wenigsten blieben. Mir scheint es aber f&#252;r eine erste Bilanz noch reichlich fr&#252;h, ist doch die Umstellung auf die tradierte Liturgie und Observanz nicht einmal abgeschlossen.</p>
<p>Der Nukleus f&#252;r eine neue Bl&#252;te des Klosters ist ganz klar vorhanden. Mariawald hat jetzt ein einzigartiges Profil. F&#252;r neue Berufungen braucht es indes Zeit. Wie mit der Wiedereinb&#252;rgerung des Usus antiquior in der Universalkirche verh&#228;lt es sich auch hier: Mit der &#252;berlieferten Liturgie steht nun eine kleine, aber wachsende Minderheit neben einer schrumpfenden Mehrheit.</p>
<p>Mittelfristig sind die Aussichten f&#252;r wachsende Gruppen freilich besser als f&#252;r schrumpfende. Schrumpfungsprozesse sind immer schmerzhaft und bergen die Gefahr einer Abw&#228;rtsdynamik, w&#228;hrend Wachstumsprozesse eher mit positiver Dynamik und besserer Stimmung einhergehen. Beide Prozesse befeuern sich selbst, weshalb eine Schrumpfungsdynamik, einmal in Gang gekommen, nur schwer zu stoppen ist. Wachstum hingegen hat seine eigene Dynamik.</p>
<p>Mariawald ist ein denkbar starker Kontrast zu Meschede. Hier traditionelle Trappisten, dort moderne Benediktiner. Hier lateinische Liturgie im alten Usus, dort ein <a href="http://commentarium.de/2009/08/02/die-liturgie-in-koenigsmuenster/">vorbildlich modernisiertes und entkerntes</a> Stundengebet auf Deutsch. Hier eine 500 Jahre alte Klosteranlage, dort ein im vergangenen Jahrhundert erbautes Kloster mit einer in den sechziger Jahren errichteten Abteikirche.</p>
<p>Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich diese beiden Kl&#246;ster in den kommenden Jahrzehnten fortentwickeln. Kann Meschede aus seiner Bl&#252;tezeit in den achtziger Jahren genug Schwung und kritische Masse mitnehmen, um auch k&#252;nftig zu bestehen? Wird Mariawald neuen Schwung bekommen und die kritische Masse aufbauen, die zum &#220;berleben notwendig w&#228;re? Zu w&#252;nschen w&#228;re es beiden.</p>
<p>* Vgl. dazu auch <a href="http://thomassein.blogspot.com/2008/07/im-kloster-nachdem-ich-eine-kurze-woche.html">Thomas sein Abendland</a> (2008).</p>
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		<title>Die Liturgie in K&#246;nigsm&#252;nster</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/08/02/die-liturgie-in-koenigsmuenster/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 06:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liturgia]]></category>
		<category><![CDATA[Monastica]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Stundengebet in der Abtei K&#246;nigsm&#252;nster wird auf Deutsch nach dem Benediktinischen Antiphonale von 1996 gehalten. Nach meinem Eindruck aus knapp vier Tagen h&#228;lt sich der Konvent relativ eng an die B&#252;cher. Insbesondere feiern die M&#246;nche jene f&#252;nf Horen, die das Antiphonale vorgibt: Vigil, Laudes, Mittagshore, Vesper und Komplet. Und zwar jeweils als eigenst&#228;ndige Feiern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Stundengebet in der Abtei K&#246;nigsm&#252;nster wird auf Deutsch nach dem <a href="http://www.vier-tuerme-verlag.de/catalog/product_info.php?products_id=213">Benediktinischen Antiphonale</a> von 1996 gehalten. Nach meinem Eindruck aus knapp vier Tagen h&#228;lt sich der Konvent relativ eng an die B&#252;cher. Insbesondere feiern die M&#246;nche jene f&#252;nf Horen, die das Antiphonale vorgibt: Vigil, Laudes, Mittagshore, Vesper und Komplet. Und zwar jeweils als eigenst&#228;ndige Feiern. Nur sonntags finden Vigil und Laudes direkt hintereinander statt. Die Vigil hat dann, anders als werktags, nur eine Nokturn, heute wurde die zweite genommen. Laudes, Mittagshore und Vesper begleitet die Orgel, die Vigil wird gr&#246;&#223;tenteils rezitiert und die Komplet ohne Orgel gesungen.</p>
<p>Der Tag beginnt mit der Vigil um 5.30 Uhr. Nach dem dreifachen <em>Herr, &#246;ffne meine Lippen</em> folgt ein t&#228;glich wechselnder Psalm zum Invitatorium, der gesungen wird. Danach wird die T&#252;r zur Klausur geschlossen, die M&#246;nche im Chor r&#252;cken zur Mitte hin auf, sodass zwischen ihnen keine freien Pl&#228;tze bleiben. Genauso verfahren sie zur Mittagshore. Die &#252;brigen Horen beginnen mit einem Einzug.</p>
<p>In der Vigil werden dann die Psalmen der beiden Nokturnen rezitiert, den jeweils l&#228;ngeren mittleren Psalm liest der Tischleser vor. Der Versikel entf&#228;llt, auf den Segensspruch folgt eine Lesung. In diesen Tagen wurden Dietrich Bonhoeffer und Karl Rahner gelesen. Als Responsorium sieht das Antiphonale jeweils einen Abschnitt aus Psalm 119 vor, responsorial vorgetragen. Danach folgt die zweite Nokturn. Ohne Lesung und Responsorium. Den Abschluss der Vigil, wie ihn die Mescheder M&#246;nche singen, konnte ich im Buch bis jetzt nicht finden: Hymnus, Te Decet Laus oder noch etwas anderes? Die Vigil endet mit der Oration, ohne Segensspruch.</p>
<p>Interessanterweise h&#228;lt das Antiphonale sonntags im Gegensatz zu den &#252;brigen Tagen einen Hymnus gleich nach dem Invitatorium bereit. Die dritte Nokturn am Sonntag besteht aus einem Canticum. Weder Hymnus noch Canticum wurden jedoch gesungen. Sonntags beginnt die Vigil in K&#246;nigsm&#252;nster erst um 6.15 Uhr, die Laudes schlie&#223;en sich direkt an. An den &#252;brigen Tagen ist zwischen Vigil und Laudes, die um 6.45 Uhr beginnen, eine stille Zeit. Zu den Laudes werden vier Psalmen gesungen. Auf die Kurzlesung folgt eine lange Pause, bevor die M&#246;nche das Responsorium und den Hymnus singen.</p>
<p>&#220;brigens lassen sie einige, in eckigen Klammern angegebene Psalmverse weg. Das Vorwort zum Antiphonale schreibt dazu:</p>
<blockquote><p>Auch sogenannte &#8220;schwer vollziehbare&#8221; Stellen sind nicht eliminiert (wie in der <em>Liturgia Horarum</em>), sondern lediglich durch eckige Klammern gekennzeichnet, f&#252;r jene, die den &#8220;Mut zur ganzen Schrift&#8221; nicht aufbringen k&#246;nnen und sie &#252;bergehen wollen.</p></blockquote>
<p>Als Cantica in den Laudes wie auch in der Vesper sieht das Antiphonale nicht etwa t&#228;glich Benedictus und Magnificat (und Nunc Dimittis in der Komplet) vor. Das Benedictus wird am Sonnabend gesungen, das Magnificat in der Ersten Vesper vom Sonntag. Das schon erw&#228;hnte, wortreiche und streckenweise leicht apologetisch gehaltene Vorwort merkt dazu an:</p>
<blockquote><p>Obwohl die &#8220;klassischen&#8221; <em>Cantica de Evangelio</em> durch ihren bevorzugten Einsatz an Festtagen auch im vorliegenden Antiphonale ihren traditionellen Rang erkennen lassen, sind sie hier nicht t&#228;glich vorgesehen. Dieser gewi&#223; hohe Preis ist unseres Erachtens zu zahlen, wenn die anderen Cantica aus dem Neuen Testament &#8211; deren Aufnahme ins Stundengebet vielen als die bedeutendste Frucht seiner Reform gilt! &#8211; an einem ihrer Herkunft und ihrer Aussage angemessenen Platz innerhalb der Hore gesungen werden sollen. Sie werden hier also nicht der Psalmodie angeh&#228;ngt (oder gar ganz eliminiert), sondern es ist ihnen der prominente Platz einger&#228;umt, den vor der Reform einzig Magnificat und Benedictus innehatten. (Bei einer Umfrage in sechs Kl&#246;stern votierten f&#252;r diese Praxis &#8211; nach mehreren Jahren der lebendigen Erfahrung mit ihr &#8211; von 307 Konventualen nicht weniger als 253!)</p></blockquote>
<p>Wer wie ich die Liturgia Horarum betet, f&#252;r den ist das zuerst verbl&#252;ffend und dann ungewohnt, aber auch nicht ohne Reiz. So wird in den Laudes am Sonntag der Johannesprolog gesungen, einer der faszinierendsten Texte der Bibel. Das Nunc Dimittis, nach r&#246;mischen Brauch das Canticum der Komplet, beschlie&#223;t die Vesper am Mittwoch.</p>
<p>Die Mittagshore um 12.45 Uhr (sonntags schon um 11.45 Uhr) ist mit einem l&#228;ngeren Psalm, Kurzlesung und Responsorien sowie einem oder mehreren weiteren Psalmen versehen. In K&#246;nigsm&#252;nster wurde w&#228;hrend meiner Anwesenheit nur der erste Psalm gesungen. Daher nehme ich an, dass die &#252;brigen Psalmen in der zweiten Woche genommen werden. Das Antiphonale sieht zudem die M&#246;glichkeit vor, statt einer Mittagshore bei Terz, Sext und Non zu bleiben, mit der zweiten Psalmenreihe sowie dem sonst als Responsorium der Vigil verwendeten Psalm 119.</p>
<p>Im Konventamt um 17.45 Uhr finden sich die (au&#223;er dem Salve Regina am Schluss der Komplet) einzigen lateinischen Ges&#228;nge. Proprium und Ordinarium werden aus dem Graduale Triplex gesungen, allerdings w&#228;hrend meiner Anwesenheit ohne Graduale (nur Alleluia vor dem Evangelium) und ohne Offertorium. Die Vesper schlie&#223;t sich in K&#246;nigsm&#252;nster direkt an das Konventamt an, nur sonntags findet das Konventamt um 9.30 Uhr statt und die Vesper um 17.45 Uhr. Die Komplet wird um 20.15 Uhr gesungen, freitags schon um 19.40 Uhr.</p>
<p>Das n&#252;chterne, relativ schlichte Stundengebet nach dem Benediktinischen Antiphonale passt gut zur Architektur der Abteikirche wie der gesamten Abtei. Die gesamte Anlage und auch das Leben in ihr, soweit ich das einsch&#228;tzen kann, sind geradezu ein Musterbeispiel nachkonziliarer Reform.</p>
<p>Mir pers&#246;nlich erscheint das alles sehr n&#252;chtern. Auch melodisch erinnert vieles im Antiphonale an die eher dr&#246;gen Gottesloblieder aus den 50er bis 70er Jahren. Das f&#228;llt hier besonders im Vergleich mit dem Graduale Triplex auf.</p>
<p>Der M&#252;nsterschwarzacher Psalter ist sch&#246;n, aber nach gut zwei Jahren mit der lateinischen Liturgia Horarum ist mir ein deutscher Psalter zu transparent und zu anstrengend. Ich kann der Textflut kaum folgen. Das Latein bietet da mehr Freir&#228;ume. Und die nahezu vollst&#228;ndige Eliminierung des Latein aus der Liturgie hinterl&#228;sst einen faden Beigeschmack.</p>
<p>Mir erschlie&#223;t sich immer weniger, worin der Gewinn einer rein muttersprachlichen Liturgie besteht. Nach vierzig Jahren ist diese zum Normalfall geworden, die fr&#252;heren Verh&#228;ltnisse haben sich praktisch umgekehrt &#8211; und damit auch die liturgischen Probleme und Schwierigkeiten. Jetzt <a href="http://commentarium.de/2009/07/31/meine-erste-messe-im-usus-antiquior/">ist das Alte das Neue</a>. Und das Neue sieht schon ganz sch&#246;n alt aus.</p>
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		<title>Abtei K&#246;nigsm&#252;nster Meschede</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/08/01/abtei-koenigsmuenster-meschede/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 07:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monastica]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ein paar Tagen und noch bis morgen fr&#252;h bin ich zu Gast bei den Benediktinern der Abtei K&#246;nigsm&#252;nster in Meschede. Ein paar Fotos auf flickr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/mr94/3777454628/" title="P7300347 by mr94, on Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2649/3777454628_8a1b5f7d20.jpg" width="500" height="375" alt="P7300347" /></a></p>
<p>Seit ein paar Tagen und noch bis morgen fr&#252;h bin ich zu Gast bei den Benediktinern der <a href="http://www.koenigsmuenster.de/">Abtei K&#246;nigsm&#252;nster</a> in Meschede. <a href="http://www.flickr.com/photos/mr94/sets/72157621910420498/">Ein paar Fotos auf flickr</a>. </p>
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		<title>Auch au&#223;en ist es manchmal kritisch</title>
		<link>http://commentarium.de/2008/08/01/auch-aussen-ist-es-manchmal-kritisch/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 19:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monastica]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kann wahrlich nicht sagen, die M&#246;nche von Mariawald (j&#252;ngst Aufenthalt des Dilettanten) w&#252;ssten die heutigen Kommunikationsmittel nicht sachgerecht einzusetzen. Ihre Klostermauer br&#246;ckelt, und deshalb bitten sie um Spenden. Das ganze Ausma&#223; des Schadens verdeutlicht obiges Video.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/kdineOSPrGs&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/kdineOSPrGs&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Man kann wahrlich nicht sagen, die M&#246;nche von <a href="http://www.kloster-mariawald.de/">Mariawald</a> (j&#252;ngst <a href="http://thomassein.blogspot.com/2008/07/im-kloster-nachdem-ich-eine-kurze-woche.html">Aufenthalt des Dilettanten</a>) w&#252;ssten die heutigen Kommunikationsmittel nicht sachgerecht einzusetzen. Ihre Klostermauer br&#246;ckelt, und deshalb <a href="http://www.kloster-mariawald.de/view.php?nid=179">bitten sie um Spenden</a>. Das ganze Ausma&#223; des Schadens verdeutlicht obiges Video.</p>
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