<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Commentarium Catholicum &#187; Ideologia</title>
	<atom:link href="http://commentarium.de/category/ideologia/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://commentarium.de</link>
	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 05 Jan 2012 13:28:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
<cloud domain='commentarium.de' port='80' path='/?rsscloud=notify' registerProcedure='' protocol='http-post' />
		<item>
		<title>Die &#246;kologische Halbierung der Gr&#252;nen</title>
		<link>http://commentarium.de/2011/10/19/die-okologische-halbierung-der-grunen/</link>
		<comments>http://commentarium.de/2011/10/19/die-okologische-halbierung-der-grunen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 17:40:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideologia]]></category>
		<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[68er]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Winfried Kretschmann]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/?p=2685</guid>
		<description><![CDATA[2011 ist das Jahr, in dem die Gr&#252;nen endg&#252;ltig im Establishment angekommen sind. Die Wahl des Gr&#252;nen Winfried Kretschmann zum Ministerpr&#228;sidenten von Baden-W&#252;rttemberg hat diese Ankunft nur noch besiegelt. Gr&#252;ne Themen sind Mainstream, die alten Kernforderungen nach Umweltschutz und Atomausstieg sind politische Allgemeinpl&#228;tze geworden. Damit hat sich die Lage der Gr&#252;nen im politischen Spektrum deutlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2011 ist das Jahr, in dem die Gr&#252;nen endg&#252;ltig im Establishment angekommen sind. Die Wahl des Gr&#252;nen Winfried Kretschmann zum Ministerpr&#228;sidenten von Baden-W&#252;rttemberg hat diese Ankunft nur noch besiegelt. Gr&#252;ne Themen sind Mainstream, die alten Kernforderungen nach Umweltschutz und Atomausstieg sind politische Allgemeinpl&#228;tze geworden.</p>
<p>Damit hat sich die Lage der Gr&#252;nen im politischen Spektrum deutlich ver&#228;ndert. Die Gr&#252;nen sind eine zutiefst b&#252;rgerliche Partei geworden, sie sind im Vergleich mit den anderen im Bundestag vertretenen Parteien nun die konservativste und spie&#223;igste. In dieser Hinsicht sind sie am ehesten mit der CDU der Adenauer-&#196;ra zu vergleichen, allerdings ohne deren gro&#223;e Erfolge und politische Mehrheitsf&#228;higkeit.</p>
<p>&#196;hnlich spie&#223;ig und konservativ ist nur noch die Linke, die sich im Wesentlichen aus der Sehnsucht nach dem Sozialstaat der siebziger Jahre (West) und dem vormundschaftlichen Staat (Ost) speist. F&#252;r beide Geschmacksrichtungen schrumpft das W&#228;hlerpotential langsam, aber kontinuierlich. Der Machtverlust in Berlin spricht B&#228;nde.</p>
<p>Das alte Rechts-Links-Schema passt nicht mehr. Mindestens zwei eigentlich linke Parteien sind jetzt konservativer als die klassischen b&#252;rgerlichen Parteien. Bei der SPD wei&#223; man das nicht so genau, aber an der Spitze des Fortschritts stehen die Genossen auch schon l&#228;nger nicht mehr.</p>
<p>Die Gr&#252;nen werden immer &#228;lter, und sie machen sich, siehe Stuttgart 21, die Themen spie&#223;iger, fortschrittsfeindlicher Rentner zu eigen. Kein Wunder, kommt ihre Gr&#252;ndergeneration doch inzwischen selbst ins Rentenalter.</p>
<p>Das gr&#252;ne Projekt war immer von einem Grundwiderspruch gepr&#228;gt, den zuletzt Papst Benedikt bei seiner Rede im Bundestag auf den Punkt gebracht hat. Sie haben sich der &#214;kologie der menschlichen Umwelt verschrieben, den Menschen selbst aber ausgeklammert. Dass auch der Mensch eine Natur hat, die nicht zerst&#246;rt werden darf, blieb den Gr&#252;nen immer fremd.</p>
<p>Das hatte seine Gr&#252;nde darin, dass in den Gr&#252;nen zwei v&#246;llig unterschiedliche und eigentlich unvereinbare politische Str&#246;mungen verschmolzen waren, die Umwelt- und Friedensbewegung mit den Erben der 68er. Denen waren Umwelt und Frieden eigentlich herzlich egal, ihr Programm waren der gesellschaftliche Umsturz und die Zerst&#246;rung der Familie. Und letzteres ist auch weitgehend gelungen.</p>
<p>Die Fusion der beiden Str&#246;mungen war damals n&#246;tig, um die F&#252;nf-Prozent-H&#252;rde zu &#252;berspringen. Weil es diese H&#252;rde gibt, brauchen Parteien in Deutschland so gut wie immer zwei Themen, um politisch handlungsf&#228;hig zu werden. F&#252;r die Linken waren es Ostalgie und Hartz-IV-Verdrossenheit, f&#252;r die Gr&#252;nen Umwelt- und Friedensbewegung und die Konkursmasse von 1968ff.</p>
<p>Dieser urgr&#252;ne Grundkonflikt ist bis heute nicht gel&#246;st, sondern immer nur verdr&#228;ngt worden. Der Streit zwischen Fundis und Realos hat ihn lange Zeit &#252;berdeckt, und sp&#228;testens mit dem Aufstieg zur Regierungspartei waren die Pragmatiker der Macht in der Mehrheit, sodass die Ungereimtheiten der gr&#252;nen Ideologie an Bedeutung verloren. Mit der SPD lie&#223; sich das Erbe von 68 kommod verwalten, die Zerst&#246;rung der Familie fortsetzen und zugleich Umweltthemen umsetzen, die seinerzeit schon weit &#252;ber das linke Lager hinaus mehrheitsf&#228;hig waren.</p>
<p>Die Ironie der Geschichte ist, dass inzwischen auch die Ladenh&#252;ter von 68 mehrheitsf&#228;hig sind. Deshalb k&#246;nnen sich heute Rentner, die objektiv nur ihre ureigenen, egoistischen Partikularinteressen vertreten, als Speerspitze des Fortschritts f&#252;hlen. Es ist genial und absurd zugleich, dass zutiefst b&#252;rgerliche &#214;ko-Spie&#223;er &#252;ber den Protest gegen ein Bauprojekt der doch so gr&#252;nen Bahn einen Gr&#252;nen zum Ministerpr&#228;sidenten machen.</p>
<p>Weil sie durch und durch b&#252;rgerlich, konservativ und spie&#223;ig geworden sind, k&#246;nnen die Gr&#252;nen heute praktisch mit jeder anderen Partei in den Parlamenten Koalitionen bilden. Es finden sich im Grunde immer gen&#252;gend Gemeinsamkeiten, da ihre Themen l&#228;ngst in alle anderen Parteien eingewandert und damit mehrheitsf&#228;hig sind.</p>
<p>Die Frage ist nur, wof&#252;r die Gr&#252;nen dann noch gebraucht werden. Ihr Scheitern in Berlin ist vor allem eine Folge des eigenen Gr&#246;&#223;enwahns. Besoffen von der Aussicht, den Regierenden B&#252;rgermeister stellen zu k&#246;nnen, haben die Berliner Gr&#252;nen die Bodenhaftung verloren.</p>
<p>Die Feuerprobe kommt mit der Bundestagswahl 2013. Bis dahin k&#246;nnten sich die Gr&#252;nen als Juniorpartner der CDU von Angela Merkel positionieren &#8211; oder weitere vier Jahre in der Opposition gegen eine Gro&#223;e Koalition verbringen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://commentarium.de/2011/10/19/die-okologische-halbierung-der-grunen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Klagegeschrei &#252;ber Sodom und Gomorra</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/07/26/das-klagegeschrei-ueber-sodom-und-gomorra/</link>
		<comments>http://commentarium.de/2010/07/26/das-klagegeschrei-ueber-sodom-und-gomorra/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 21:54:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biblia]]></category>
		<category><![CDATA[Ideologia]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Normae]]></category>
		<category><![CDATA[Abraham]]></category>
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>
		<category><![CDATA[Eva Herman]]></category>
		<category><![CDATA[Love Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Sodom und Gomorra]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/?p=2274</guid>
		<description><![CDATA[Das Klagegeschrei &#252;ber Sodom und Gomorra, ja, das ist laut geworden, und ihre S&#252;nde, ja, die ist schwer. Gen 18, 20b Ein Kommentar von Eva Herman schl&#228;gt in diesen Tagen jede Menge Wellen im Netz. Sie bezeichnet dort, passend zur ersten Lesung des vergangenen Sonntags, an dessen Vorabend die Katastrophe von Duisburg geschah, die Love [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das Klagegeschrei &#252;ber Sodom und Gomorra, ja, das ist laut geworden, und ihre S&#252;nde, ja, die ist schwer.<br />
<em>Gen 18, 20b</em></p></blockquote>
<p>Ein <a href="http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/sex-und-drogenorgie-loveparade-zahlreiche-tote-bei-sodom-und-gomorrha-in-duisburg.html">Kommentar</a> von Eva Herman schl&#228;gt in diesen Tagen jede Menge Wellen im Netz. Sie bezeichnet dort, passend zur ersten Lesung des vergangenen Sonntags, an dessen Vorabend die Katastrophe von Duisburg geschah, die Love Parade als &#8220;Sodom und Gomorrha&#8221; und stellt eine provokante These in den Raum, an der vor allem sich der &#246;ffentliche Zorn entz&#252;ndet:</p>
<blockquote><p>Eventuell haben hier ja auch ganz andere M&#228;chte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen.</p></blockquote>
<p>Dass die Love Parade nicht erst seit Duisburg eine v&#246;llig verkommene Veranstaltung ist, diese Diagnose allein erkl&#228;rt noch nicht die neuerliche Aufregung &#252;ber Eva Herman. Aber mit ihrer These, es k&#246;nnte sich bei der aktuellen Katastrophe um so etwas wie eine Strafe Gottes handeln, reizt sie die s&#228;kulare Mehrheitskultur bis aufs Blut. Dabei ist das tats&#228;chlich ein interessanter Gedanke, nicht zuletzt vor dem Hintergrund von Gen 18, 20-32, gestern als <a href="http://erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz.php?datum=2010-7-25">erste Lesung</a> in jeder Messe zu h&#246;ren, wenn <a href="http://thomassein.blogspot.com/2010/07/ano-santo-xacobeo-weil-dieses-jahr-das.html">&#246;rtliche</a> <a href="http://veni-sponsa.blogspot.com/2010/07/libori-vigilsamstag-die-erhebung-des.html">Hochfeste</a>, pastorale Gr&#252;nde oder schlechte Gewohnheiten nicht dagegen sprachen.</p>
<p>Abraham verhandelt mit dem Herrn, der sich Sodom aus der N&#228;he ansehen m&#246;chte, wohl um es zu vernichten, wie Abraham f&#252;rchtet. Er fragt den Herrn, ob er Sodom verschonen w&#252;rde, f&#228;nden sich dort nur f&#252;nfzig Gerechte. Als der Herr dies bejaht, handelt er ihn in mehreren Etappen auf schlie&#223;lich nur zehn Gerechte herunter, die sich dort finden m&#252;ssten. Abraham bef&#252;rchtet die Vernichtung der Stadt zur Strafe f&#252;r ihre S&#252;nden und ringt um ihre Verschonung.</p>
<p>Der Salzburger Weihbischof <a href="http://www.kirchen.net/bischof/laun/">Andreas Laun</a> hat sich Anfang der 90er Jahre in einem lesenswerten <a href="http://www.kirchen.net/bischof/laun/texte/AIDS-Strafe-HP.doc">Aufsatz</a>* mit der Frage besch&#228;ftigt, ob AIDS eine Strafe Gottes sei. Er analysiert darin, warum sich der heutige Mensch so vehement gegen diesen Gedanken wehrt:</p>
<blockquote><p>Denn wer von &#8220;Strafe&#8221; redet, hat nat&#252;rlich an S&#252;nde gedacht und damit an ein Tabu der Zeit ger&#252;hrt! Prophetisch hat ja schon Pius XII. gesagt, &#8220;da&#223; die S&#252;nde des Jahrhunderts der Verlust des Bewu&#223;tseins von S&#252;nde ist&#8221;. Da aber weite Schichten unserer Gesellschaft den Gedanken, in ihrem Leben gebe es S&#252;nde, kategorisch von sich weisen und darum auch dem Gedanken, Christus k&#246;nnte sie von ihren S&#252;nden erl&#246;st haben, verst&#228;ndnislos gegen&#252;berstehen, r&#252;hrt die Rede von der Strafe an einen besonders empfindlichen Nerv:<br />
In dem Begriff der Strafe steckt logisch die Behauptung von der S&#252;ndigkeit des Menschen, ein St&#252;ck Anklage also &#8211; und wer l&#228;&#223;t sich das schon ohne weiteres gefallen!</p></blockquote>
<p>Die Love Parade als s&#252;ndige Veranstaltung zu bezeichnen, ist nicht so popul&#228;r wie die Love Parade selbst, aber deshalb noch nicht falsch. Leid und Tod als Folge der S&#252;nde zu deuten ist m&#246;glich, solange nicht ein linearer Zusammenhang zwischen der Schwere der S&#252;nde und dem Ausma&#223; von Leiden und Tod konstruiert wird.</p>
<p>Aus S&#252;nde folgen Leid und Tod, auch ohne dass es dazu des direkten Eingreifens Gottes bed&#252;rfte. Laun f&#252;hrt den auf den ersten Blick paradoxen Gedanken aus, dass eine Krankheit wie AIDS sich durchaus als Strafe Gottes verstehen (weil jedes Leid und jede Krankheit etwas mit der S&#252;nde zu tun haben) und gleichzeitig <em>nicht</em> als Strafe Gottes verstehen l&#228;sst (weil es keine Entsprechung im Sinne einer &#8220;gerechten&#8221; Strafe gibt).</p>
<p>Die Love Parade hielt der s&#228;kularen Mehrheitskultur &#252;ber 20 Jahre den Spiegel vor, bis zum buchst&#228;blich bitteren Ende. Auch deshalb ist das Erschrecken jetzt so gro&#223;, da wir in unsere eigene Fratze starren. Nun hat es Tote gegeben, und die Love Parade ist Geschichte. Ein viel zu hoher Preis.</p>
<p>In Sodom fanden sich am Ende wohl doch keine zehn Gerechten, sodass der Herr die Stadt durch Schwefel und Feuer vernichtete, die vom Himmel regneten (Gen 19, 24-25).</p>
<p>* In: Aktuelle Probleme der Moraltheologie. Wien 3.Aufl 1993, 157-176.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://commentarium.de/2010/07/26/das-klagegeschrei-ueber-sodom-und-gomorra/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was ich an der Missbrauchsdebatte gut finde</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/07/21/was-ich-an-der-missbrauchsdebatte-gut-finde/</link>
		<comments>http://commentarium.de/2010/07/21/was-ich-an-der-missbrauchsdebatte-gut-finde/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 10:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Familia]]></category>
		<category><![CDATA[Ideologia]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Kindesmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[pervers]]></category>
		<category><![CDATA[Rosa von Praunheim]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/?p=2262</guid>
		<description><![CDATA[Immerhin darf jetzt wieder pervers genannt werden, was pervers ist. Auch wenn das Adjektiv gelegentlich unangebracht verwendet wird. Bis jetzt war es doch so, dass nicht der Perverse pervers war (und auch so genannt werden durfte), sondern die Situation, in der er lebt. Immerhin P&#228;dophile d&#252;rfen jetzt wieder pervers genannt werden. Das ist doch schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immerhin darf jetzt wieder pervers genannt werden, was pervers ist. Auch wenn das Adjektiv <a href="http://politischunpolitisches.blogspot.com/2010/07/bemerkenswertes-bekenntnis.html">gelegentlich</a> <a href="http://blog.derherralipius.com/2010/07/die-lacher-der-woche-haufen-sich.html">unangebracht</a> <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1278663534265.shtml">verwendet</a> wird.</p>
<p>Bis jetzt war es doch so, dass nicht der Perverse pervers war (und auch so genannt werden durfte), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nicht_der_Homosexuelle_ist_pervers,_sondern_die_Situation,_in_der_er_lebt">sondern die Situation, in der er lebt</a>. Immerhin P&#228;dophile d&#252;rfen jetzt wieder pervers genannt werden. Das ist doch schon einmal ein Fortschritt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://commentarium.de/2010/07/21/was-ich-an-der-missbrauchsdebatte-gut-finde/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zivilreligionen tragen totalit&#228;re Z&#252;ge</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/01/10/zivilreligionen-tragen-totalitaere-zuege/</link>
		<comments>http://commentarium.de/2010/01/10/zivilreligionen-tragen-totalitaere-zuege/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 21:35:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Ideologia]]></category>
		<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Reformation]]></category>
		<category><![CDATA[Totalitarismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilreligion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/?p=1933</guid>
		<description><![CDATA[Die Massendemokratien des 20. Jahrhunderts haben die mit der Reformation begonnene Verdr&#228;ngung der Religion in die Privatsph&#228;re vollendet. Doch kehrt das Verdr&#228;ngte in Gestalt von Zivilreligionen zur&#252;ck, die sich inzwischen offen der Unterst&#252;tzung des Staates und der Politik erfreuen. Anfang des vergangenen Jahres adoptierte die Bundeskanzlerin die Holocaust-Zivilreligion als quasi-offizielle Staatsreligion der Republik und verwies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Massendemokratien des 20. Jahrhunderts haben die mit der Reformation begonnene Verdr&#228;ngung der Religion in die Privatsph&#228;re vollendet. Doch kehrt das Verdr&#228;ngte in Gestalt von Zivilreligionen zur&#252;ck, die sich inzwischen offen der Unterst&#252;tzung des Staates und der Politik erfreuen. </p>
<p>Anfang des vergangenen Jahres adoptierte die Bundeskanzlerin die Holocaust-Zivilreligion als quasi-offizielle <a href="http://commentarium.de/2009/02/11/deutschland-hat-eine-staatsreligion/">Staatsreligion</a> der Republik und verwies das Christentum auf die Pl&#228;tze der gerade noch geduldeten Minderheitsreligion. Doch mit Macht dr&#228;ngt bereits eine <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_neue_weltreligion/">zweite Zivilreligion</a> heran, die in der globalen Erw&#228;rmung ihren zentralen Bezugspunkt hat. </p>
<p>Was dem Holocaust der Holocaustleugner ist, das ist dem Klimawandel der Klimaskeptiker. Hier wie dort reichen bereits Zweifel an der Mehrheitsmeinung, um von den Meinungsf&#252;hrern ins Abseits des Indiskutablen geschoben zu werden. Eine Institution wie die Heilige R&#246;mische Inquisition w&#228;re in beiden F&#228;llen ein echter Fortschritt gegen&#252;ber dem Status quo. </p>
<p>Die Ver&#228;chter der Demokratie auf der Linken nutzen das Thema Klimawandel, um die alte Idee einer <a href="http://zettelsraum.blogspot.com/2009/12/deutschland-im-oko-wurgegriff-20-hilft.html">&#214;kodiktatur</a> wiederzubeleben oder den <a href="http://zettelsraum.blogspot.com/2010/01/zitat-des-tages-ernahrung-ist-keine.html">Vegetarismus</a> als alleinige &#246;kologisch korrekte Ern&#228;hrungsweise zu propagieren. Beiden Zivilreligionen gemeinsam ist ihr zutiefst antiliberaler Impuls. Sie greifen tief in elementare B&#252;rgerrechte wie das der freien Meinungs&#228;u&#223;erung (im Falle der Holocaust-Zivilreligion) oder der pers&#246;nlichen Lebensf&#252;hrung ein. </p>
<p>Das sind totalit&#228;re Z&#252;ge, die an die beiden gro&#223;en Totalitarismen des 20. Jahrhunderts erinnern. Ich f&#252;r meinen Teil ziehe das Christentum diesen modernen Ersatzreligionen vor. Wo aber das Christentum ein Vakuum hinterl&#228;sst, da entsteht Platz f&#252;r allerlei Ersatz.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://commentarium.de/2010/01/10/zivilreligionen-tragen-totalitaere-zuege/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Selbst der Spiegel ist da mittlerweile tolerant</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/10/21/selbst-der-spiegel-ist-da-mittlerweile-tolerant/</link>
		<comments>http://commentarium.de/2009/10/21/selbst-der-spiegel-ist-da-mittlerweile-tolerant/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 07:23:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideologia]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Der Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Matussek]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/?p=1839</guid>
		<description><![CDATA[Matthias Matussek im Interview mit Nathanael Liminski: Es schadet mir nicht, &#246;ffentlich zu bekennen, dass ich Katholik bin. Selbst der Spiegel ist da mittlerweile tolerant.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Matussek">Matthias Matussek</a> im <a href="http://kath.net/detail.php?id=24266">Interview</a> mit Nathanael Liminski:</p>
<blockquote><p>Es schadet mir nicht, &#246;ffentlich zu bekennen, dass ich Katholik bin. Selbst der Spiegel ist da mittlerweile tolerant.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://commentarium.de/2009/10/21/selbst-der-spiegel-ist-da-mittlerweile-tolerant/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der wahre Grund f&#252;r die Aufregung um die Piusbr&#252;der</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/07/29/der-wahre-grund-fuer-die-aufregung-um-die-piusbrueder/</link>
		<comments>http://commentarium.de/2009/07/29/der-wahre-grund-fuer-die-aufregung-um-die-piusbrueder/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 20:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Ideologia]]></category>
		<category><![CDATA[Liturgia]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/?p=1771</guid>
		<description><![CDATA[Lange Zeit habe ich nicht verstanden, woher die innerkirchliche Aufregung um die Aufhebung der Exkommunikation von vier Bisch&#246;fen der Priesterbruderschaft St. Pius X. r&#252;hrte. Insbesondere die deutschen Bisch&#246;fe haben sich ja in dieser Sache mehrheitlich nicht besonders klug verhalten, als sie unrealistische Forderungen stellten, f&#252;r die zudem jegliche R&#252;ckendeckung aus Rom fehlte. Aber auch ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Zeit habe ich nicht verstanden, woher die innerkirchliche Aufregung um die Aufhebung der Exkommunikation von vier Bisch&#246;fen der Priesterbruderschaft St. Pius X. r&#252;hrte. Insbesondere die deutschen Bisch&#246;fe haben sich ja in dieser Sache mehrheitlich nicht besonders klug verhalten, als sie unrealistische Forderungen stellten, f&#252;r die zudem jegliche R&#252;ckendeckung aus Rom fehlte.</p>
<p>Aber auch ihre Verteidigungslinie gegen Angriffe aus kirchenfeindlichen Kreisen und von innerkirchlichen Opponenten hatte die Mehrheit der Bisch&#246;fe wenig vorausschauend gew&#228;hlt. So ist die st&#228;ndige Betonung, die Priester und Bisch&#246;fe der Bruderschaft seien weiterhin suspendiert und &#252;bten ihr Amt nicht rechtm&#228;&#223;ig aus, nicht mehr als eine vor&#252;bergehende Beschwichtigung. Denn schlie&#223;lich ist es das erkl&#228;rte Ziel auf beiden Seiten, in Rom wie in Econe, im Vatikan wie am Sitz der Priesterbruderschaft, diesen Zustand zu beenden und die volle Einheit mit dem Papst und der ganzen Kirche wiederherzustellen. Wenn das erreicht ist, was wollen die deutschen Bisch&#246;fe dann sagen?</p>
<p>Nein, der wahre Grund f&#252;r die ganze Aufregung sind nicht die skurrilen Ansichten eines extravaganten und suspendierten Bischofs. Die Wortf&#252;hrer auf Bischofssitzen, in allerlei &#196;mtern, Einflusspositionen und Redaktionsstuben beschleicht vielmehr die dumpfe Ahnung, dass sie ihre Mehrheit im Kirchenvolk l&#228;ngst verloren haben k&#246;nnten. Sofern sie diese jemals besa&#223;en und es ihnen nicht nur gelungen war, die mit ihrem vermeintlich durch das j&#252;ngste Konzil gedeckten Reformkurs nicht einverstandene, aber unter den Vorzeichen der Schweigespirale (Noelle-Neumann) schweigende Mehrheit zu marginalisieren.</p>
<p>Ich habe in meiner Gemeinde noch niemanden getroffen, der die liturgischen Eskapaden des <a href="http://commentarium.de/category/ordinarius-loci/">nicht so wichtigen Pfarrers</a> billigen oder gar guthei&#223;en w&#252;rde. Den Messdienern ist das alles peinlich, auch die Kommunionhelfer machen keinen gl&#252;cklichen Eindruck, die Jugendlichen finden es bl&#246;d und zogen dem Pfarrer stets die beiden letzten Kapl&#228;ne vor, der eine katholischer als der andere. Und auch im &#252;brigen Kirchenvolk konnte ich bis jetzt niemanden finden, der den liturgischen Stil des Pfarrers goutiert, aber viele, die dar&#252;ber verzweifeln oder den Messbesuch vernachl&#228;ssigen, weil sie das Kaspertheater nicht mehr ertragen.</p>
<p>Die Gr&#252;nde, warum diese Missst&#228;nde trotzdem fortbestehen, sind vielf&#228;ltig. Zu ihnen geh&#246;rt, dass dieser Pfarrer sich immer noch im Einklang mit der vorherrschenden Interpretation des Zweiten Vaticanums und dessen Reformwillens w&#228;hnen kann. So absurd das schon bei nur oberfl&#228;chlicher Kenntnis der einschl&#228;gigen Konzilstexte auch erscheinen mag. Und dies gilt nicht nur f&#252;r die Liturgie, sondern &#8211; lex orandi, lex credendi &#8211; f&#252;r die gesamte Lehre der Kirche.</p>
<p>Der eigentliche Kern der Sache ist ein Streit um Deutungshoheit. Die deutsche Konzilsmafia, um den oben angedeuteten Zirkel aus Bisch&#246;fen, Kirchenverwaltungsbeamten, Gremien, Meinungsf&#252;hrern und Redakteuren einmal despektierlich zusammenzufassen, beginnt zu ahnen, dass sie ihre Deutungshoheit verlieren wird und zum Teil bereits verloren hat. </p>
<p>Das Kirchenvolk l&#228;sst sich heute, ausgestattet mit Katechismus und direktem Zugang zu allen r&#246;mischen Dokumenten, nicht mehr so leicht f&#252;r dumm verkaufen wie noch vor zwanzig Jahren, als es gerade einmal den Deutschen Erwachsenenkatechismus gab und an den digitalen Direktbezug aller m&#246;glichen vatikanischen Verlautbarungen noch nicht zu denken war.</p>
<p>Der mehr oder weniger starke Druck aus Rom lie&#223; sich stets als Ausdruck dumpfer Reaktion und als Versuch diffamieren, das Rad hinter das Konzil zur&#252;ckzudrehen. Dieses Spiel wird bis heute gespielt, nicht ohne Erfolg. Doch an der Basis w&#228;chst der Druck dagegen. Die schweigende Mehrheit bricht ihr jahrzehntelanges Schweigen. Und sie hat mittlerweile die besseren Karten.</p>
<p>Vermutlich steht die schweigende Mehrheit dem katholischen Kern der Lehre und Liturgie, wie ihn die Piusbruderschaft vertritt, n&#228;her als dem Reformquark der vergangenen 50 Jahre. F&#252;r die Meinungsf&#252;hrer wird es allm&#228;hlich eng. Und das erkl&#228;rt die verzweifelte Inbrunst der Attacken.</p>
<p>Eine ganze Generation der meinungsf&#252;hrenden Minderheit merkt, dass ihre Zeit abl&#228;uft und ihr Spiel verloren ist. In den Lehrgespr&#228;chen zwischen Glaubenskongregation und Piusbruderschaft wird der ganze hei&#223;e Stoff verhandelt. Auf der Tagesordnung steht nicht mehr und nicht weniger als die Frage, was es hei&#223;t, das Zweite Vaticanum anzuerkennen &#8211; und was nicht.</p>
<p>Seine Programmatik in dieser Sache hat Papst Benedikt schon in seiner <a href="http://www.kath.net/detail.php?id=12626">Weihnachtsansprache 2005</a> an die r&#246;mische Kurie formuliert, als er die Hermeneutik der Diskontinuit&#228;t und des Bruches einer Hermeneutik der <del datetime="2009-07-31T06:24:25+00:00">Kontinuit&#228;t</del> Reform gegen&#252;berstellte. In den anstehenden Lehrgespr&#228;chen wird sich nun zeigen, wie weit dieser Ansatz tr&#228;gt.</p>
<p>Die Bedeutung dieser Gespr&#228;che reicht also weit &#252;ber die Integration der Piusbruderschaft in die Kirche hinaus. Die Gespr&#228;che werden eine Z&#228;sur f&#252;r die Rezeption des Zweiten Vaticanums markieren, so oder so.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://commentarium.de/2009/07/29/der-wahre-grund-fuer-die-aufregung-um-die-piusbrueder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Technokratin von der Leyen</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/06/14/technokratin-von-der-leyen/</link>
		<comments>http://commentarium.de/2009/06/14/technokratin-von-der-leyen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 14:43:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demographia]]></category>
		<category><![CDATA[Familia]]></category>
		<category><![CDATA[Ideologia]]></category>
		<category><![CDATA[Politica]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/?p=1767</guid>
		<description><![CDATA[Im Wahljahr 2009 gibt es f&#252;r Katholiken zwei Gr&#252;nde, das Kreuz nicht bei der CDU/CSU zu machen. Neben der populistischen, t&#246;richten und ungerechtfertigten Attacke der Kanzlerin auf Papst Benedikt XVI. ist die Person der Familienministerin Ursula von der Leyen und deren Politik das zweite Wahlhindernis. Als ich im April dieses Interview im Deutschlandfunk h&#246;rte, wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Wahljahr 2009 gibt es f&#252;r Katholiken zwei Gr&#252;nde, das Kreuz nicht bei der CDU/CSU zu machen. Neben der populistischen, t&#246;richten und ungerechtfertigten <a href="http://commentarium.de/2009/02/11/deutschland-hat-eine-staatsreligion/">Attacke</a> der Kanzlerin auf Papst Benedikt XVI. ist die Person der Familienministerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen">Ursula von der Leyen</a> und deren Politik das zweite Wahlhindernis.</p>
<p>Als ich im April <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/950887/">dieses Interview</a> im Deutschlandfunk h&#246;rte, wurde mir klar, dass die Familienministerin eine Technokratin reinsten Wassers ist. Misst man ihre auf eine Steigerung der Geburtenrate angelegte Familienpolitik an eben jener Geburtenrate, so ist sie bis jetzt ganz klar gescheitert. Im Jahr 2008 ging die Zahl der Geburten nach <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/04/PD09__137__126,templateId=renderPrint.psml">vorl&#228;ufigen Zahlen</a> um 1,1 Prozent zur&#252;ck. <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/08/PD08__298__12641,templateId=renderPrint.psml">Ein Jahr zuvor</a> war sie um 1,8 Prozent gestiegen. In absoluten Zahlen ist damit wieder das Niveau von 2006 erreicht, dem Jahr vor der Reform.</p>
<p>Dies h&#228;lt die Ministerin jedoch nicht davon ab, ihre Politik weiterhin f&#252;r richtig zu halten. Dass sie nun angesichts des kurzfristigen Scheiterns f&#252;r den langen Atem pl&#228;diert, ist v&#246;llig in Ordnung. Aber vielleicht h&#228;tte sie ihren <a href="http://commentarium.de/2009/02/16/mehr-kinder/">vermeintlichen Erfolg</a> im Februar nicht ganz so laut feiern sollen. Jetzt steht sie als Politikerin da, die vermeintliche Erfolge gern als Best&#228;tigung ihrer Politik heranzieht, Misserfolge aber nicht zum Anlass etwaiger Korrekturen nehmen will. Was eigentlich k&#246;nnte Frau von der Leyen zu &#196;nderungen veranlassen, wenn nicht der Misserfolg &#8211; au&#223;er vielleicht der Finanzminister, der ihr die Mittel streichen k&#246;nnte?</p>
<p>Es kann gut sein, dass ihre familienpolitischen Reformen keinerlei Auswirkungen auf die Geburtenrate haben. Dann sind sie aber ganz klar sch&#228;dlich, denn sie binden knappe Steuermittel. Von diesem Geld h&#228;tten die Familien mehr, wenn der Staat es ihnen gar nicht erst wegnehmen oder der n&#228;chsten Generation in Form von Schulden aufb&#252;rden w&#252;rde. Und eine weitere Verstaatlichung der Kinderbetreuung kann keinesfalls w&#252;nschenswert sein.</p>
<p>Von &#228;hnlich technokratischem Geist bestimmt ist ihre Kampagne gegen Kinderpornographie, die inzwischen zum Kern der Sache vorgedrungen ist: den Freiheitsrechten der B&#252;rger, die Frau von der Leyen um der vermeintlich guten Sache willen einzuschr&#228;nken w&#252;nscht. Ganz &#228;hnlich wie im Fall staatlicher Kinderbetreuung &#252;brigens geht es auch hier darum, dem Staat Zugriff auf einen Bereich zu geben, wo er besser keinen Zugriff h&#228;tte.</p>
<p>Frau von der Leyen glaubt fest an den Staat und dessen Mittel, auf die Gesellschaft im Sinne ihrer Ideologie einzuwirken. Sie w&#252;nscht mehr Staat in der Familien- wie auch der Innen- und der Telekommunikationspolitik, in deren Bereiche sie sich eingemischt hat.</p>
<p>Und am Ende soll der nahezu allm&#228;chtige Staat von der Leyenscher Pr&#228;gung auch noch im Bereich der Reproduktionsmedizin t&#228;tig werden und mit Steuermitteln Kinderw&#252;nsche erf&#252;llen. Technik, Geld, Recht und der Staat k&#246;nnen offensichtlich alles.</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://www.sanktleibowitz.org/2009/06/ursula-von-der-leyen-und-die-verbalkeule.html">Ursula von der Leyen und die Verbalkeule</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://commentarium.de/2009/06/14/technokratin-von-der-leyen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aggressiver Atheismus attackiert Bischof Mixa</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/04/12/1763/</link>
		<comments>http://commentarium.de/2009/04/12/1763/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2009 19:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideologia]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/?p=1763</guid>
		<description><![CDATA[Seltsam. Da warnt der Augsburger Bischof Walter Mixa vor einem aggressiven Atheismus, und die organisierten Atheisten haben nichts Besseres zu tun, als ihre Aggressionen gegen Mixa zu richten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seltsam. Da <a href="http://www.bistum-augsburg.de/ba/dcms/sites/bistum/index.html?f_action=show&#038;f_newsitem_id=9995&#038;tm=1">warnt</a> der Augsburger Bischof <strong>Walter Mixa</strong> vor einem aggressiven Atheismus, und die organisierten Atheisten haben nichts Besseres zu tun, als <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,618696,00.html">ihre Aggressionen</a> gegen Mixa zu richten?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://commentarium.de/2009/04/12/1763/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Papst und die W&#252;rde des Menschen</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/03/19/der-papst-und-die-wuerde-des-menschen/</link>
		<comments>http://commentarium.de/2009/03/19/der-papst-und-die-wuerde-des-menschen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 08:20:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideologia]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/?p=1751</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Reflexhaft und billig&#8221; findet laut DLF-Presseschau die Hessische/Nieders&#228;chsische Allgemeine aus Kassel die Kritik am Papst. Denn sie ignoriert, dass es gerade die Kirchen sind, die sich weltweit im Kampf gegen Aids engagieren. Die Emp&#246;rten &#252;bersehen den grunds&#228;tzlichen Ansatz des Mannes aus Rom. Er wagt es, den Blick auf die Treue zwischen Menschen zu lenken, auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Reflexhaft und billig&#8221; findet laut <a href="http://www.dradio.de/presseschau/">DLF-Presseschau</a> die Hessische/Nieders&#228;chsische Allgemeine aus Kassel die Kritik am Papst.</p>
<blockquote><p>Denn sie ignoriert, dass es gerade die Kirchen sind, die sich weltweit im Kampf gegen Aids engagieren. Die Emp&#246;rten &#252;bersehen den grunds&#228;tzlichen Ansatz des Mannes aus Rom. Er wagt es, den Blick auf die Treue zwischen Menschen zu lenken, auf die W&#252;rde des Menschen &#252;berhaupt &#8211; und eben auch auf Afrika. Afrika? Da g&#228;be es viel Anlass zur Emp&#246;rung: Machtmissbrauch und Korruption. Armut, Krankheit, Kriege. Ausbeutung. Aber da m&#252;sste man dem Papst ja Recht geben.</p></blockquote>
<p>Auch vom reflexhaften und billigen, noch dazu t&#246;richten Geschw&#228;tz von Leuten, die sich offensichtlich nicht einmal die kleine M&#252;he machen, die <a href="http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=273421">p&#228;pstlichen &#196;u&#223;erungen</a> im Zusammenhang zu lesen, bietet besagte Presseschau eine Auswahl. Was hat er wirklich gesagt?</p>
<blockquote><p>Ich denke, die wirksamste, pr&#228;senteste und st&#228;rkste Realit&#228;t im Kampf gegen AIDS ist gerade die katholische Kirche mit ihren geistlichen Bewegungen und ihren verschiedenen Gruppen. Da denke ich etwa an die Gemeinschaft von Sant’Egidio, die sichtbar und unsichtbar sehr viel im Kampf gegen AIDS tut, an die Kamillianer, an all die Schwestern, die den Kranken beistehen. Ich w&#252;rde sagen, das Problem AIDS l&#246;st man nicht mit Geld allein. Geld ist n&#246;tig, hilft aber nur, wenn dahinter eine Seele steckt, die es gut einzusetzen wei&#223;. Ebenso wenig ist es getan mit der Verteilung von Pr&#228;servativen: Im Gegenteil, sie verst&#228;rken das Problem. Die L&#246;sung muss eine doppelte sein. Das erste ist eine Humanisierung der Sexualit&#228;t, das hei&#223;t eine spirituelle und menschliche Erneuerung, die zu einer neuen Art des Umgangs sowohl mit dem eigenen K&#246;rper als auch zu einem neuen Umgang miteinander f&#252;hrt. Das zweite ist Freundschaft mit und f&#252;r die Leidenden, eine Hilfsbereitschaft, die auch mit pers&#246;nlichen Opfern verbunden ist, um an der Seite der Kranken zu sein &#8211; diese F&#228;higkeit zum Mitf&#252;hlen mit den Leidenden und in schwierigen Situationen dazubleiben. Das sind die Faktoren, die helfen und die echte, sichtbare Fortschritte bringen. Die Kirche tut das und leistet so einen gro&#223;en und wichtigen Beitrag. Ich danke allen, die da mitwirken.</p></blockquote>
<p>Mehr dazu <a href="http://www.jochenscherzer.de/wordpress/?p=50">bei Jochen Scherzer</a>. Siehe auch <a href="http://blogkon.blogspot.com/2009/03/papst-und-kondome-versuch-einer.html">BlogKon</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://commentarium.de/2009/03/19/der-papst-und-die-wuerde-des-menschen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Treffer!</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/03/18/treffer/</link>
		<comments>http://commentarium.de/2009/03/18/treffer/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 08:20:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideologia]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/?p=1743</guid>
		<description><![CDATA[W&#228;hrend sich die Kondomimperialisten echauffieren, zitiert die Presseschau des Deutschlandfunks zwei sehr treffende Kommentare. Paul Badde schreibt in der Welt: Die ersten Nachrichten, die noch aus dem Flieger Benedikts des Sechzehnten zur&#252;ck in die europ&#228;ischen Redaktionen gefunkt wurden, drehten sich nat&#252;rlich um Kondome. Gro&#223;e &#220;berraschung. Andere Fragen fallen den werten Kollegen zum Schwarzen Kontinent kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>W&#228;hrend sich die Kondomimperialisten echauffieren, zitiert die <a href="http://www.dradio.de/presseschau/">Presseschau</a> des Deutschlandfunks zwei sehr treffende Kommentare. <strong>Paul Badde</strong> <a href="http://debatte.welt.de/kommentare/118555/das+lachen+des+papstes">schreibt</a> in der Welt:</p>
<blockquote><p>Die ersten Nachrichten, die noch aus dem Flieger Benedikts des Sechzehnten zur&#252;ck in die europ&#228;ischen Redaktionen gefunkt wurden, drehten sich nat&#252;rlich um Kondome. Gro&#223;e &#220;berraschung. Andere Fragen fallen den werten Kollegen zum Schwarzen Kontinent kaum noch ein &#8211; obwohl die Rate der HIV-Infizierten in Washington, D.C. h&#246;her ist als in Westafrika. Was soll es in Afrika noch zu entdecken geben? Diese Welt interessiert den Westen nicht wirklich, jedenfalls nicht wie den alten Papst, der die Strapaze dieser Tour noch vor den anstrengenden Osterfeierlichkeiten auf sich genommen hat.</p></blockquote>
<p>Und in der S&#252;ddeutschen Zeitung <del datetime="2009-03-18T09:50:59+00:00">hei&#223;t es (<a href="http://www.sueddeutsche.de/sz/2009-03-18//meinungsseite/artikel/HMG-2009-03-18-004-nOGxk3JCRff692wuYVJkfw/">kostenpflichtig</a>)</del> <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/437/462057/text/">schreibt</a> <strong>Matthias Drobinski</strong>:</p>
<blockquote><p>Der Papst hat recht. Auch wenn es notorische Kirchenkritiker noch so &#228;rgert: Aids breitet sich in den armen L&#228;ndern aus, weil M&#228;nner dort Frauen als Beute sehen, weil Frauen nicht gelernt haben, sich zu wehren, weil Armut, Mangel an Bildung und t&#228;gliche Gewalt dazu f&#252;hren, dass Sexualit&#228;t nichts mit Liebe, Partnerschaft oder Verantwortung zu tun hat. Dass sich dies &#228;ndert, daran arbeitet auch die katholische Kirche in Afrika.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://commentarium.de/2009/03/18/treffer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

