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	<title>Commentarium Catholicum &#187; Haeretica</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
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		<title>Warum &#196;sthetik alles andere als unwichtig ist</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 20:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gelegentlich entsteht der Eindruck, dass &#228;sthetische Gr&#252;nde irgendwie unwichtig sind. Es kommt auf Funktion und Inhalt an, die Form ist zweitrangig. Form follows function? Welch ein Irrtum! &#196;sthetik ist Wahrnehmung. Wenn wir von &#196;sthetik sprechen, dann sprechen wir davon, wie etwas wahrgenommen wird. Und das soll unwichtig sein? Jede Botschaft, auch und gerade die frohe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gelegentlich entsteht der Eindruck, dass &#228;sthetische Gr&#252;nde irgendwie unwichtig sind. Es kommt auf Funktion und Inhalt an, die Form ist zweitrangig. Form follows function?</p>
<p>Welch ein Irrtum! <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84sthetik">&#196;sthetik</a> ist Wahrnehmung. Wenn wir von &#196;sthetik sprechen, dann sprechen wir davon, wie etwas wahrgenommen wird. Und das soll unwichtig sein?</p>
<p>Jede Botschaft, auch und gerade die frohe, braucht eine Form, damit sie &#252;berhaupt wahrgenommen werden kann. Martin Mosebach hat bekanntlich der <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446208690/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=catholica-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3446208690">H&#228;resie der Formlosigkeit</a> einen ganzen Essayband gewidmet.<img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=catholica-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3446208690" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p>
<p>Diese H&#228;resie hat uns jede Menge schreiend h&#228;sslicher Kirchengeb&#228;ude und eine vielfach verhunzte Liturgie beschert. Wo H&#228;sslichkeit und liturgischer Murks zu Prinzipien erhoben werden, da l&#228;sst sich Gott nicht mehr wahrnehmen. An die Stelle Gottes tritt der Mensch mit all seinen Unzul&#228;nglichkeiten.</p>
<p>Wie langweilig! Die Wahrnehmung Gottes geht hingegen immer mit Sch&#246;nheit einher. Kirchengeb&#228;ude und Liturgie m&#252;ssen sch&#246;n sein, damit sie etwas vom Wahren, Guten, Sch&#246;nen durchscheinen lassen. Die Wahrheit, die Christus ist, die G&#252;te Gottes und die Sch&#246;nheit seiner Verehrung liegen eng beeinander.</p>
<p>Neben diesen grunds&#228;tzlichen &#220;berlegungen habe ich auch ganz pers&#246;nliche Gr&#252;nde f&#252;r diese Ansicht. Als ich in den neunziger Jahren vor der Frage stand, ob ich Christ oder Agnostiker bin, da sagte ich mir: Um Agnostiker zu sein, m&#252;sste ich das gesamte christliche Erbe als Irrtum verwerfen, oder wenigstens als auf den Sand des Nicht-Erkennbaren gebaut.</p>
<p>Das schien mir unm&#246;glich. Die herrlichen Kathedralen, die wunderbare sakrale Kunst, die unglaublich sch&#246;ne geistliche Musik &#8211; das kann doch nicht das Produkt eines gro&#223;en Irrtums der Menschheit sein.</p>
<p>Bei vielen heutigen Kirchenbauten, moderner Sakralkunst und neuem geistlichen Lied hingegen bin ich mir da nicht so sicher.</p>
<p>Auch wenn das eine sch&#246;ne Schlusspointe w&#228;re, so will ich doch dem Eindruck wehren, fr&#252;her sei alles besser gewesen. Das denke ich nicht. Was aber die Jahrhunderte &#252;berlebt hat, das ist das Wahre, Gute, Sch&#246;ne. Das Unwahre, Schlechte und H&#228;ssliche verschwindet fr&#252;her oder sp&#228;ter.</p>
<p>Insofern k&#246;nnen wir das Urteil &#252;ber unsere Kirchengeb&#228;ude, die heutige Sakralkunst und die gegenw&#228;rtige geistliche Musik getrost sp&#228;teren Generationen &#252;berlassen. Wenn sie &#252;berhaupt noch etwas davon sehen werden.</p>
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		<title>Henscheid &#252;ber K&#228;&#223;mann</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 15:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Haeretica]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Eckhard Henscheid]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<category><![CDATA[Margot Käßmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer geht Ihnen im Moment von all den &#246;ffentlichen Figuren besonders auf die Nerven? Henscheid: Unter den neuen und allerneuesten hat sich eine Gestalt hervorgetan, die „den B&#252;rgern drau&#223;en im Lande“, wie Willy Brandt immer zu sagen pflegte, als ganz besonders tapfere kleine Frau gilt, n&#228;mlich die inzwischen sehr bekannte Bisch&#246;fin Margot K&#228;&#223;mann. Ich war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer geht Ihnen im Moment von all den &#246;ffentlichen Figuren besonders auf die Nerven?</p>
<p>Henscheid: Unter den neuen und allerneuesten hat sich eine Gestalt hervorgetan, die „den B&#252;rgern drau&#223;en im Lande“, wie Willy Brandt immer zu sagen pflegte, als ganz besonders tapfere kleine Frau gilt, n&#228;mlich die inzwischen sehr bekannte Bisch&#246;fin Margot K&#228;&#223;mann. Ich war nachweislich einer der ersten, der mit einer kritischen K&#228;&#223;mann-Einlassung vor sieben Jahren schon den richtigen Riecher hatte. Nicht weil sie betrunken durch Hannover fuhr und so Todesopfer riskierte. Aber dieses Gesamtkunstwerk an Bluff, Simulationskunst, Selbstbeschw&#246;rung und sp&#228;tlutheranischer Frauenaufrechtheit ist zumindest mir, um es mit einem Wort zu sagen, zuwider.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.mainpost.de/ueberregional/kulturwelt/kultur/Exklusiv-Interview-mit-Eckhard-Henscheid-Ein-Grosshumorist-gesteht;art3809,6309653">Mainpost</a></p>
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		<title>Eine deutsche Nationalkirche? Ein Szenario</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 20:50:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Wochen geistert das Gespenst einer deutschen Nationalkirche durch die Gazetten. Eine solche Kirche w&#252;rde sich von Rom lossagen und eine eigene Struktur bilden. Zur Debatte stehen: eine horizontale Kirche der Abstimmung und des Dauerdialogs, in der auch Glaubenss&#228;tze Mehrheitsfragen werden k&#246;nnen, und eine vertikale Kirche, die die &#252;berlieferten Sakramente durch die Zeiten tr&#228;gt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Wochen geistert das Gespenst einer deutschen Nationalkirche <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-22668/politik-spalten-sich-die-katholiken_aid_635767.html">durch die Gazetten</a>. Eine solche Kirche w&#252;rde sich von Rom lossagen und eine eigene Struktur bilden. Zur Debatte stehen: </p>
<blockquote><p>eine horizontale Kirche der Abstimmung und des Dauerdialogs, in der auch Glaubenss&#228;tze Mehrheitsfragen werden k&#246;nnen, und eine vertikale Kirche, die die &#252;berlieferten Sakramente durch die Zeiten tr&#228;gt.</p></blockquote>
<p>Einmal abgesehen davon, dass es solche horizontalen &#8220;Kirchen&#8221; im protestantischen Raum schon seit langem gibt, dieses Marktsegment also hinreichend abgedeckt ist &#8211; wie k&#246;nnte sich ein solches Schisma (denn das w&#228;re es) konkret vollziehen? Und welche Handlungsm&#246;glichkeiten bleiben dem einfachen Laien in einem solchen Falle?</p>
<p>Die Schl&#252;sselfiguren in diesem schlechten Spiel sind auf jeden Fall die Bisch&#246;fe. Sagen sich einzelne Bisch&#246;fe oder Gruppen von Bisch&#246;fen von Rom los, kommt es zum Schisma. Vermutlich wird dies nicht durch eine Erkl&#228;rung geschehen, sondern wie schon im Falle der Priesterbruderschaft St. Pius X. durch unerlaubte Bischofsweihen. Doch wie kann es dazu kommen?</p>
<p>Die abtr&#252;nnigen Bisch&#246;fe k&#246;nnen wahrscheinlich zun&#228;chst auf die Milde und Langmut des Vatikans und des Papstes setzen. Schon als Pr&#228;fekt der Glaubenskongregation hat Joseph Ratzinger seine Machtmittel nur im &#228;u&#223;ersten Notfall eingesetzt, dann n&#228;mlich, wenn ihm auch kirchenrechtlich keine andere Wahl mehr blieb. Er hat als Papst bereits mehrfach die Exkommunikation unerlaubt geweihter Bisch&#246;fe aufgehoben, in China wie auch im Fall der Piusbruderschaft.</p>
<p>Wenn sich die deutschen Bisch&#246;fe nicht &#228;u&#223;erst ungeschickt verhalten, dann wird es also nur dann zum offenen Bruch kommen, wenn ein vakanter Bischofsstuhl gegen den Willen Roms besetzt werden soll und sich mindestens ein Bischof zu einer unerlaubten Weihe hinrei&#223;en l&#228;sst. In diesem Fall w&#228;re das Schisma perfekt, und mindestens zwei Bisch&#246;fe, der Geweihte und der Weihende, z&#246;gen sich die Tatstrafe der Exkommunikation (excommunicatio latae sententiae) zu.</p>
<p>Dann w&#228;re die Reihe an den jeweiligen Bist&#252;mern, angefangen vom direkten Apparat des Bischofs, seinem Generalvikariat, den Priestern und Diakonen und den Laien im kirchlichen Dienst. Eine Schl&#252;sselrolle hat der Finanzdirektor, der die Kirchensteuereinnahmen verwaltet und die Geh&#228;lter &#252;berweist. Verweigert er sich dem unerlaubt geweihten Bischof, kommt es zum offenen Machtkampf. Von dessen Ausgang h&#228;ngt der weitere Verlauf des Schismas ab.</p>
<p>Klar scheint mir, dass ein unerlaubt geweihter Di&#246;zesanbischof in Deutschland ohne Zugriff auf die Kirchensteuermittel keinen gro&#223;en Einfluss h&#228;tte. Im umgekehrten Falle d&#252;rften dem Lockruf des Geldes wohl viele, wenn nicht die meisten Kleriker und Laien eines Bistums erliegen. Sprich: Sie sind dann vor die Alternative gestellt, ohne Geld Rom treu zu bleiben oder mit Gehalt einem abtr&#252;nnigen Bischof zu folgen.</p>
<p>Nun setzt allerdings eine Abstimmung mit den F&#252;&#223;en ein. Romtreue Priester werden wahrscheinlich die Di&#246;zese wechseln und sich ebensolchen Bisch&#246;fen anschlie&#223;en und umgekehrt. Rom d&#252;rfte sich, auf geltende Konkordate und romtreue Bisch&#246;fe gest&#252;tzt, relativ schnell an die Wiedererrichtung kirchenrechtlich g&#252;ltiger Bist&#252;mer auf dem Territorium der abtr&#252;nnigen (Teil-)Di&#246;zesen machen.</p>
<p>Mit der Existenz von parallelen Strukturen w&#228;re das Schisma zun&#228;chst stabilisiert. Die schismatischen Bisch&#246;fe und Bist&#252;mer samt ihren Gemeinden verlieren in der Folge mindestens das Attribut &#8220;r&#246;misch&#8221;, wenn nicht auch &#8220;katholisch&#8221;. Um weiterhin Kirchensteuer erheben zu k&#246;nnen, m&#252;ssten sie vom Staat als K&#246;rperschaft des &#246;ffentlichen Rechts anerkannt werden, was aber kein Problem sein d&#252;rfte &#8211; die Altkatholiken haben das auch geschafft.</p>
<p>Die einzelnen Gemeinden hingegen bleiben zun&#228;chst ihrem Bischof zugeordnet. Sollte der Pfarrer das Weite suchen und sich einem romtreuen Bischof anschlie&#223;en, so besteht eine gewisse Chance auf einen neuen, schismatischen Pfarrer, der aus einem anderen Bistum wechselt. Denkbar ist auch der Wechsel ganzer Gemeinden, und zwar in beide Richtungen &#8211; weg von Rom ins Schisma oder umgekehrt.</p>
<p>Der einfache Laie wird dann am Namen des Bischofs, der im Hochgebet genannt wird, die Zugeh&#246;rigkeit seiner Gemeinde erkennen. Wird ein romtreuer Bischof genannt, ist alles in Ordnung. Andernfalls w&#228;re der Wechsel zu einer romtreuen Gemeinde angezeigt. Das k&#246;nnte, insbesondere in der Diaspora, durchaus schwierig werden.</p>
<p>Zu pr&#252;fen ist au&#223;erdem, an welchen Bischof die Kirchensteuer flie&#223;t. Notfalls w&#228;re vor den staatlichen Stellen der Austritt aus der Kirche zu erkl&#228;ren, um zu verhindern, dass Kirchensteuern an schismatische Bisch&#246;fe und Bist&#252;mer flie&#223;en. Dann w&#228;re es vermutlich angezeigt, die entsprechenden Betr&#228;ge monatlich auf ein Sperrkonto einzuzahlen, um sie zu gegebener Zeit dem rechtm&#228;&#223;igen Bischof zukommen zu lassen.</p>
<p>Wie realistisch ist dieses Szenario? Bis jetzt gab es nur einen designierten Weihbischof in &#214;sterreich, der unter massivem Druck auf sein Amt verzichtete. Wann wird der erste designierte Bischof in eine vergleichbare Situation geraten? Und wann wird zum ersten Mal der Versuch unternommen, Rom einen bestimmten Bischofskandidaten aufzuzwingen? Was passiert, wenn Rom diesem Druck standh&#228;lt?</p>
<p>Ein Szenario ist keine Prognose. Es k&#246;nnte so kommen, es k&#246;nnte auch ganz anders sein. Zu w&#252;nschen ist, dass es gar nicht dazu kommt.</p>
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		<title>Sackgasse bei der M&#252;llhalde</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 22:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es scheint den Protestanten im Vorfeld des Lutherjahres 2017 aber doch gelungen, den Namen ihres Begr&#252;nders in Roms Antlitz einzuritzen, wie Martin Wallraff vom Melanchthon Zentrum am Rande mitteilte. Die Stadt wird eine Stra&#223;e nach dem Reformator benennen. Noch unklar sei allerdings, welche Stra&#223;e. Wallraff hat einen beliebten Weg an der Piazza del Popolo im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es scheint den Protestanten im Vorfeld des Lutherjahres 2017 aber doch gelungen, den Namen ihres Begr&#252;nders in Roms Antlitz einzuritzen, wie Martin Wallraff vom Melanchthon Zentrum am Rande mitteilte. Die Stadt wird eine Stra&#223;e nach dem Reformator benennen. Noch unklar sei allerdings, welche Stra&#223;e. Wallraff hat einen beliebten Weg an der Piazza del Popolo im Sinn. Gut m&#246;glich, dass die Lobbyisten des Vatikans eine Sackgasse bei der M&#252;llhalde ins Spiel bringen.<br />
<em><a href="http://www.faz.net/s/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D/Doc~EEF78CB51AA484FA9B1821EC1C8A41913~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a></em></p>
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		<title>Die Lebensl&#252;gen der Generation 68</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 21:30:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Theologenmemorandum, der kleine Volksaufstand gegen Stuttgart 21 und die Sarrazin-Debatte haben eines gemeinsam: Es sind Schlachten, die im Namen der politischen Korrektheit geschlagen werden. Dabei ist &#8220;politisch korrekt&#8221; im Kern eine contradictio in adiecto. Denn Korrektheit setzt voraus, dass es richtig und falsch gibt und dass dies objektiv erkennbar ist. Politisch hingegen ist gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Theologenmemorandum, der kleine Volksaufstand gegen Stuttgart 21 und die Sarrazin-Debatte haben eines gemeinsam: Es sind Schlachten, die im Namen der politischen Korrektheit geschlagen werden. Dabei ist &#8220;politisch korrekt&#8221; im Kern eine contradictio in adiecto.</p>
<p>Denn Korrektheit setzt voraus, dass es richtig und falsch gibt und dass dies objektiv erkennbar ist. Politisch hingegen ist gerade das, was nicht eindeutig richtig oder falsch ist. Politisch muss entschieden werden, wo es kein objektives richtig oder falsch gibt, wo sich die Empfehlungen der Fachleute widersprechen, wo ein Kompromiss zwischen sich widersprechenden Positionen gefunden werden muss.</p>
<p>So sieht die Arbeitsteilung zwischen Politik und Verwaltung aus. Wenn die Verwaltung mit ihrem Latein am Ende ist, wenn der Umweltdezernent und das Bauamt mit jeweils guten Gr&#252;nden f&#252;r das genaue Gegenteil votieren, dann muss die Politik entscheiden, was getan oder auch unterlassen werden soll.</p>
<p>&#8220;Politisch korrekt&#8221; w&#228;re also das eindeutig Richtige, zu dem es keine Alternative gibt. Alternativlos, wie zuletzt in der deutschen Politik des &#246;fteren zu h&#246;ren. Was aber alternativlos ist, das ist nicht politisch. Es sei denn, wir h&#228;tten es mit einer Diktatur zu tun.</p>
<p>Die memorierenden Theologen, die schw&#228;bischen Wutb&#252;rger und die Gegner Thilo Sarrazins w&#228;hnen sich auf der richtigen, der politisch korrekten Seite. Sie stemmen sich mit aller Kraft gegen unerw&#252;nschte und f&#252;r sie unerfreuliche Realit&#228;ten.</p>
<p>Ihre Gegner sind klar: eine Kirche, die sich dem Diktat der politischen Korrektheit nicht beugen will und kann, ein Infrastrukturgro&#223;projekt, das sich nicht mit dem Idyll verb&#252;rgerlichter Altrebellen vertr&#228;gt, ein Analytiker, der verdr&#228;ngte und ignorierte Probleme ans Tageslicht holt.</p>
<p>In Stuttgart waren vor allem die ergrauten Gr&#252;nen die Tr&#228;ger des Aufstands, mit Unterst&#252;tzung bis weit ins b&#252;rgerliche Lager hinein. Das Memorandum ist <a href="http://www.die-tagespost.de/Der-Etikettenschwindel;art456,122223">ebenfalls</a> das Projekt jener Generation, die im Gefolge von 68 sozialisiert wurde. Und im Fall Sarrazin sind es die Lebensl&#252;gen der Multikulti-Ideologen, die als solche entlarvt wurden.</p>
<p>Wir sollten uns in den kommenden Jahren auf weitere Schlachten nach diesem Muster einstellen. In einer alternden Gesellschaft, in der Rentner, Pension&#228;re und Sozialleistungsempf&#228;nger den Ton angeben, ist sehr viel Raum f&#252;r Schattenboxen dieser Art. Und einige Anl&#228;sse lassen sich auch leicht vorhersehen.</p>
<p>So j&#228;hrt sich 2012 der Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils zum f&#252;nfzigsten Mal. F&#252;r die Jahre bis 2015 gibt es jede Menge Gelegenheit, &#252;ber die Themen des Konzils zu streiten. Man kann sich &#252;brigens auf diese Debatten vorbereiten und schon jetzt mit der Rezeption der Konzilsdokumente beginnen. Vielleicht werden auch die Lehrgespr&#228;che der Piusbruderschaft mit Rom rechtzeitig bemerkenswerte Ergebnisse liefern.</p>
<p>2017 steht der f&#252;nfhundertste Jahrestag der Reformation an. Zu diesem Termin wird es jede Menge Streit um den &#214;kumenismus geben. Zur Vorbereitung k&#246;nnte es sich lohnen, zum Beispiel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mortalium_animos">Mortalium animos</a> zu lesen. (Mit <a href="http://wdtprs.com/blog/2011/02/podcazt-166-toward-a-true-ecumenism/">Dank an Father Z.</a>)</p>
<p>Und schlie&#223;lich folgt 2018 der f&#252;nfzigste Jahrestag der Revolte von 1968. Bis dahin stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich die 68er s&#228;mtlich im Ruhestand befinden und ihre Meinungsmacht endg&#252;ltig gebrochen ist. Damit w&#228;re der Weg frei f&#252;r eine erste echte Schadensbilanz.</p>
<p>Die Lebensl&#252;gen der Generation 68 gegen die harte Realit&#228;t zu verteidigen kostet jede Menge Energie. Energie, die jener Generation langsam, aber sicher abhanden kommt, nicht zuletzt aus biologischen Gr&#252;nden. Die Heftigkeit der Debatte um die Thesen Thilo Sarrazins, aber auch die Reaktionen auf das Theologenmemorandum haben gezeigt, dass die Deutungshoheit bereits kr&#228;ftig br&#246;ckelt. Was in sich widerspr&#252;chlich ist, wie die politische Korrektheit an sich, l&#228;sst sich auf Dauer nicht aufrechterhalten.</p>
<p>Doch auch 2011 stehen noch einige bemerkenswerte Ereignisse ins Haus. Die Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. im Mai d&#252;rfte ein Gro&#223;ereignis mit <a href="http://www.radiovaticana.org/en1/Articolo.asp?c=463750">bis zu 2,5 Millionen Pilgern</a> werden. Auch darauf k&#246;nnen wir uns vorbereiten.</p>
<p>Und schlie&#223;lich folgt im September der Staatsbesuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland. Wir haben es in der Hand, daraus einen Erfolg zu machen. Denn ein Erfolg w&#228;re es bereits, wenn sichtbar w&#252;rde, wie gro&#223; die Unterst&#252;tzung f&#252;r den Heiligen Vater in Deutschland ist &#8211; und wie klein die Zahl seiner Gegner.</p>
<p>Mit der <a href="http://petitionproecclesia.wordpress.com/">Petition</a> ist zum ersten Mal seit langer Zeit die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schweigespirale">Schweigespirale</a> durchbrochen. Das ist ein gewaltiger Fortschritt. Weitere Schritte sollten folgen.</p>
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		<title>Der Doppel-Deckers</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 16:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Daniel Deckers]]></category>
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		<description><![CDATA[Die gestrige FAZ ordnet den uns&#228;glichen Aufruf jener Gruppe von Theologieprofessoren, die lieber heute als morgen die Abrissbirne gegen ihre eigene Kirche schwingen m&#246;chten, nachrichtlich korrekt ein: als Einspalter am unteren Rand von Seite 7. Doch kommentiert Daniel Deckers das Ereignis gleich zweimal im selben Blatt, und entsprechend janusk&#246;pfig lesen sich die beiden Texte. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gestrige FAZ ordnet den uns&#228;glichen <a href="http://www.memorandum-freiheit.de/">Aufruf</a> jener Gruppe von Theologieprofessoren, die lieber heute als morgen die <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,743789,00.html">Abrissbirne</a> gegen ihre eigene Kirche schwingen m&#246;chten, nachrichtlich korrekt ein: als Einspalter am unteren Rand von Seite 7. Doch kommentiert Daniel Deckers das Ereignis gleich zweimal im selben Blatt, und entsprechend janusk&#246;pfig lesen sich die beiden Texte. Auf Seite 10 spricht er dieses schneidende Verdikt &#252;ber die Theologenzunft aus:</p>
<blockquote><p>Es ist wohl bezeichnend f&#252;r den Zustand der katholischen Theologie in Deutschland, dass in Kompaniest&#228;rke angetretene Professorinnen und Professoren den Christinnen und Christen nach den Enth&#252;llungen sexueller &#220;bergriffe von Geistlichen auf Kinder und Jugendliche wieder nichts anderes auftischen als den &#252;blichen Kessel Buntes.</p></blockquote>
<p>Doch im <a href="http://www.faz.net/s/RubC4DEC11C008142959199A04A6FD8EC44/Doc~E808E83075ED14B039D646B5016B8CF48~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Leitartikel auf Seite 1</a> droht er, nicht <a href="http://materamata.blogspot.com/2010/06/time-to-say-goodbye.html">zum ersten Mal</a> &#252;brigens, mit einer neuen Auflage des Kampagnenjournalismus, wie er sich bereits in Sachen Williamson, Missbrauch und Mixa bew&#228;hrt hat:</p>
<blockquote><p>Muss erst das Thema Homosexualit&#228;t und Priestertum &#8211; nicht wieder einmal, sondern erstmals &#8211; in seiner ganzen Breite entfaltet werden, damit der vermeintlich fromme Schleier des Nichtwissens als fataler Selbstbetrug entlarvt wird?</p></blockquote>
<p>Hat Daniel Deckers dazu bereits ein Dossier in der Schublade? M&#252;ssen wir uns auf das n&#228;chste Sautreiben gefasst machen?</p>
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		<title>Zugang zum Papstamt</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 21:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Papa]]></category>
		<category><![CDATA[EKD]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus Schneider]]></category>
		<category><![CDATA[Protestantismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Verst&#228;ndnis des Amtes und der Kirche unterscheidet sich doch sehr von dem der Katholiken. Auch ich habe im Moment keine Idee, wie ich als Protestant einen positiven Zugang zum Papstamt und dem Anspruch, der damit verbunden ist, finden soll. Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), kurz vor Weihnachten Das verstehe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Unser Verst&#228;ndnis des Amtes und der Kirche unterscheidet sich doch sehr von dem der Katholiken. Auch ich habe im Moment keine Idee, wie ich als Protestant einen positiven Zugang zum Papstamt und dem Anspruch, der damit verbunden ist, finden soll.<br />
<em>Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article11804727/EKD-Vorsitzender-ist-gegen-Papst-Rede-im-Bundestag.html">kurz vor Weihnachten</a></em></p></blockquote>
<p>Das verstehe ich gut. Den ersten Satz kann ich unterschreiben. Und auch ich habe im Moment keine Idee, wie ich als Katholik einen positiven Zugang zum Amt des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Anspruch, der damit verbunden ist, finden soll. In der Bibel steht davon nix, das Petrusamt hingegen finde ich dort sehr wohl.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>R&#246;mer 3,28</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 21:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biblia]]></category>
		<category><![CDATA[Haeretica]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Römerbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Reformationstag]]></category>
		<category><![CDATA[sola fide]]></category>

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		<description><![CDATA[Denn wir sind der &#220;berzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabh&#228;ngig von Werken des Gesetzes. Einheits&#252;bersetzung So halten wir nun daf&#252;r, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. Luther 1984 So halten wir es nun, da&#223; der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denn wir sind der &#220;berzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabh&#228;ngig von Werken des Gesetzes.<br />
<em>Einheits&#252;bersetzung</em></p>
<p>So halten wir nun daf&#252;r, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, <strong>allein</strong> durch den Glauben.<br />
<em>Luther 1984</em></p>
<p>So halten wir es nun, da&#223; der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, <strong>allein</strong> durch den Glauben.<br />
<em>Luther 1545</em></p>
<p>arbitramur enim iustificari hominem per fidem sine operibus legis<br />
<em>Vulgata</em></p>
<p>Therefore we conclude that a man is justified by faith without the deeds of the law.<br />
<em>King James Version</em></p>
<p>Woher hat Luther das &#8220;allein&#8221;?</p>
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		<title>Zu viel K&#228;&#223;mann, zu wenig religi&#246;se Themen</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 07:05:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haeretica]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Der Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[epd]]></category>
		<category><![CDATA[Margot Käßmann]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[So l&#228;sst sich knapp die Summe aus zwei Medienthemen der letzten Tage ziehen. Die taz verspottet unter der &#220;berschrift &#8220;die wahrheit&#8221; (selbstverst&#228;ndlich wird die Wahrheit bei der taz kleingeschrieben) eine epd-Reportage &#252;ber den USA-Aufenthalt der ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden. Statt froh zu sein, dass die Labertasche Gottes nach Amerika ausgewandert ist, weint man der Ampel&#252;berfahrerin Margot K&#228;&#223;mann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So l&#228;sst sich knapp die Summe aus zwei Medienthemen der letzten Tage ziehen. Die taz <a href="http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/schwestern-von-gestern/">verspottet</a> unter der &#220;berschrift &#8220;die wahrheit&#8221; (selbstverst&#228;ndlich wird die Wahrheit bei der taz kleingeschrieben) eine epd-Reportage &#252;ber den USA-Aufenthalt der ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden.</p>
<blockquote><p>Statt froh zu sein, dass die Labertasche Gottes nach Amerika ausgewandert ist, weint man der Ampel&#252;berfahrerin Margot K&#228;&#223;mann in Hannover bittere Tr&#228;nen nach &#8211; zumindest bei der christlichen Nachrichtenagentur epd. Deshalb hat sich die Chefredakteurin des Landesdienstes Niedersachsen, Ulrike Millhahn, kurzerhand eine Reise nach Atlanta geg&#246;nnt, wo die angebetete Exbisch&#246;fin bei einer Universit&#228;t Unterschlupf gefunden hat.</p>
<p>&#8220;Ehemalige EKD-Ratsvorsitzende lebt vier Monate in den USA&#8221;, lautete der Titel der anlasslosen epd-Reportage am vergangenen Mittwoch. Vier Monate hat man es ohne Schwester K&#228;&#223;mann ausgehalten, nun wanzt man sich wieder an die gefallene Landestochter heran.</p></blockquote>
<p>Wenn ich mich nicht t&#228;usche und meinen <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442161754?ie=UTF8&#038;tag=catholica-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3442161754">Wolf Schneider</a> noch richtig im Kopf habe, hat diese seltsamen Kopplungen (epd-Reportage, USA-Aufenthalt, EKD-Ratsvorsitzende) &#252;brigens einst der Spiegel erfunden. Dem Spiegel gab besagte Frau K&#228;&#223;mann, die in eigener Person mehr als genug in den Medien vorkommt, nun ein kurzes Interview, in dem sie den Mangel an religi&#246;ser Berichterstattung in den Medien <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,725942,00.html">anprangerte</a>.</p>
<blockquote><p>Es ist eine Verachtung der Realit&#228;t, dass in den Medien solche Themen so wenig vorkommen. Ich finde diesen Traditionsverlust wirklich traurig.</p></blockquote>
<p>N&#252;chtern betrachtet sehe ich das &#228;hnlich. Allerdings kann ich auf den &#252;berwiegenden Teil der religi&#246;sen Medienberichterstattung der letzten Jahre auch noch ganz gut verzichten. Nicht zuletzt auf die Berichterstattung &#252;ber Margot K&#228;&#223;mann. Und da Blogs irgendwie auch Medien sind, auch auf diese Notiz. Die l&#246;st sich damit in ein Logikw&#246;lkchen auf. Wo ist mein Blitzdings? Liebe Leser, Sie haben nicht das Geringste bemerkt.<img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=catholica-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3442161754" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p>
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		<title>Katholiken. Das Buch.</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 20:22:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Haeretica]]></category>
		<category><![CDATA[Libri]]></category>
		<category><![CDATA[Liturgia]]></category>
		<category><![CDATA[Brian Moore]]></category>
		<category><![CDATA[Catholics]]></category>

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		<description><![CDATA[Brian Moore zeichnet in seiner 1972 ver&#246;ffentlichten Erz&#228;hlung Catholics das Bild einer konsequent modernistischen katholischen Kirche nach dem IV. Vatikanischen Konzil, das irgendwann um die Jahrtausendwende stattgefunden haben muss. Die &#228;lteren Protagonisten k&#246;nnen sich immerhin noch an die alte Messe erinnern, die 1970 de facto abgeschafft und sp&#228;ter offenbar verboten wurde. Die konsequent &#246;kumenisch nivellierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://loyolaclassics.loyolapress.com/LoyolaClassics_Catholics.html"><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2010/08/Catholics.jpg" alt="" title="Catholics" width="200" height="280" class="alignleft size-full wp-image-2317" /></a></p>
<p>Brian Moore zeichnet in seiner 1972 ver&#246;ffentlichten Erz&#228;hlung <a href="http://commentarium.de/2010/07/30/katholiken/">Catholics</a> das Bild einer konsequent <a href="http://commentarium.de/2010/06/14/modernismus/">modernistischen</a> katholischen Kirche nach dem IV. Vatikanischen Konzil, das irgendwann um die Jahrtausendwende stattgefunden haben muss. Die &#228;lteren Protagonisten k&#246;nnen sich immerhin noch an die alte Messe erinnern, die 1970 de facto abgeschafft und sp&#228;ter offenbar verboten wurde. Die konsequent &#246;kumenisch nivellierte Kirche befasst sich gerade mit der Einigung mit dem Buddhismus.</p>
<p>Da passt eine einsame Abtei im fernen Irland, die noch immer die alte Messe zelebriert und an &#252;berholten und verfemten Br&#228;uchen wie der Ohrenbeichte festh&#228;lt, nicht gut ins Bild. Vor allem nicht, nachdem das Fernsehen das Treiben weltweit bekannt gemacht hat und die Massen selbst aus fernen L&#228;ndern nach Irland streben, nur um einmal die traditionelle lateinische Messe zu h&#246;ren.</p>
<p>Der Generalobere des Ordens schickt einen jungen Priester vom &#214;kumenischen Zentrum, das ausgerechnet in Amsterdam residiert und als eine Art Superbeh&#246;rde offenbar auch &#252;ber dem Vatikan angesiedelt ist. Der Priester, der sich nicht als solcher kleidet, hat den Auftrag, das illegale Treiben zu beenden und die abtr&#252;nnige Abtei zur&#252;ck in den Scho&#223; der modernen Kirche zu f&#252;hren. Der geforderte Gehorsam kollidiert mit dem katholischen Glauben der M&#246;nche &#8211; ein auch heute noch aktuelles Thema.</p>
<p>Brian Moore zieht die Linien der fr&#252;hen siebziger Jahre weiter und zeigt eine deprimierende Zukunftsvision, die so zu unser aller Heil bis dato nicht Wirklichkeit geworden ist und es sicher auch nicht werden wird. Was w&#228;re geworden, wenn sich die progressiven Kr&#228;fte, die Beschw&#246;rer des Konzilgeistes h&#228;tten durchsetzen k&#246;nnen? Das zeigt dieses kleine Buch, das sich als Satire lesen l&#228;sst &#8211; eine Lekt&#252;re, bei der dem Leser das Lachen oft im Halse stecken bleibt.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0586056955?ie=UTF8&#038;tag=catholica-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0586056955">Brian Moore: Catholics</a></p>
<p><em>Abbildung: Loyola Press</em></p>
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