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	<title>Commentarium Catholicum &#187; Fides</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
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		<title>Gottesknecht</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Apr 2011 06:21:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jesus von Nazareth]]></category>
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		<category><![CDATA[Neuer Bund]]></category>

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		<description><![CDATA[In dieser Stunde tritt die Hoffnung auf den &#8220;Neuen Bund&#8221; hervor, der nicht mehr auf der immer br&#252;chigen Treue menschlichen Wollens gegr&#252;ndet, sondern unzerst&#246;rbar in die Herzen selbst eingeschrieben ist (vgl. Jer 31,33). Der Neue Bund muss, mit anderen Worten, auf einen Gehorsam gegr&#252;ndet sein, der unwiderruflich und unverletzlich ist. Dieser nun in der Wurzel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Stunde tritt die Hoffnung auf den &#8220;Neuen Bund&#8221; hervor, der nicht mehr auf der immer br&#252;chigen Treue menschlichen Wollens gegr&#252;ndet, sondern unzerst&#246;rbar in die Herzen selbst eingeschrieben ist (vgl. Jer 31,33). Der Neue Bund muss, mit anderen Worten, auf einen Gehorsam gegr&#252;ndet sein, der unwiderruflich und unverletzlich ist. Dieser nun in der Wurzel des Menschseins gr&#252;ndenden Gehorsam ist der Gehorsam des Sohnes, der sich zum Knecht gemacht hat und allen menschlichen Ungehorsam in seinem bis in den Tod gehenden Gehorsam aufnimmt, durchleidet und &#252;berwindet.</p>
<p>Gott kann den Ungehorsam der Menschen, all das B&#246;se der Geschichte nicht einfach ignorieren, nicht als belanglos und bedeutungslos behandeln. Eine solche Art von &#8220;Barmherzigkeit&#8221;, von &#8220;bedingungsloser Vergebung&#8221; w&#228;re jene &#8220;billige Gnade&#8221;, gegen die sich Dietrich Bonhoeffer vor dem Abgrund des B&#246;sen in seiner Zeit mit Recht gewandt hat. Das Unrecht, das B&#246;se als Realit&#228;t kann nicht einfach ignoriert, nicht einfach stehengelassen werden. Es muss aufgearbeitet, besiegt werden. Nur das ist die wahre Barmherzigkeit. Und dass Gott nun, weil die Menschen es nicht zustande bringen, es selber tut &#8211; das ist die &#8220;bedingungslose&#8221; G&#252;te Gottes, die nie gegen die Wahrheit und die ihr zugeh&#246;rige Gerechtigkeit stehen kann. &#8220;Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen&#8221;, schreibt Paulus an Timotheus (2 Tim 2,13).</p>
<p>Diese seine Treue besteht darin, dass er nun nicht nur als Gott gegen&#252;ber den Menschen handelt, sondern auch als Mensch gegen&#252;ber Gott, und den Bund so unwiderruflich fest gr&#252;ndet. Deshalb geh&#246;rt die Figur des Gottesknechtes, der die S&#252;nden vieler tr&#228;gt (Jes 53,12), mit der Verhei&#223;ung des unzerst&#246;rbar gegr&#252;ndeten Neuen Bundes zusammen. Diese nicht mehr zu zerst&#246;rende Eingr&#252;ndung des Bundes im Herzen des Menschen, der Menschheit selbst, geschieht im stellvertretenden Leiden des Sohnes, der Knecht geworden ist. Von da an steht der ganzen schmutzigen Flut des B&#246;sen der Gehorsam des Sohnes entgegen, in dem Gott selbst gelitten hat und dessen Gehorsam daher immer unendlich gr&#246;&#223;er ist als die wachsende Masse des B&#246;sen (vgl. R&#246;m 5,16-20).</p>
<p><em>Joseph Ratzinger, Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth, Band II, S. 152f.</em></p>
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		<title>Gesetz, Glauben und Werke</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 16:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Liturgie des 9. Sonntags im Jahreskreis stellt uns heute in den beiden Lesungen und dem Evangelium den Zusammenhang zwischen dem Gesetz, dem Glauben und den Werken vor Augen. In der ersten Lesung aus dem Buch Deutorononium (Dtn 11, 18.26-28.32) f&#252;hrt Mose das Gesetz des ersten Bundes ein. Zugleich gibt er bereits einen Ausblick auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Liturgie des 9. Sonntags im Jahreskreis stellt uns <a href="http://erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz.php?datum=2011-3-6">heute</a> in den beiden Lesungen und dem Evangelium den Zusammenhang zwischen dem Gesetz, dem Glauben und den Werken vor Augen.</p>
<p>In der ersten Lesung aus dem Buch Deutorononium (Dtn 11, 18.26-28.32) f&#252;hrt Mose das Gesetz des ersten Bundes ein. Zugleich gibt er bereits einen Ausblick auf den Abfall des Volkes Israel vom Gesetz und damit vom Bund. Dieser Abfall ist von Anfang an als M&#246;glichkeit pr&#228;sent.</p>
<p>In der zweiten Lesung (R&#246;m 3, 21-25a.28) steht jener <a href="http://commentarium.de/2010/10/31/roemer-328/">ber&#252;hmte</a> Satz aus dem R&#246;merbrief des Apostels Paulus, den Luther als Beleg f&#252;r seine Theologie nahm:</p>
<blockquote><p>Denn wir sind der &#220;berzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabh&#228;ngig von Werken des Gesetzes.</p></blockquote>
<p>Es ist <a href="http://commentarium.de/2010/02/10/paulus-und-das-gesetz/">das gleiche Gesetz</a>, von dem hier die Rede ist, das Gesetz des Mose. Dieses Gesetz erkl&#228;rt Paulus keineswegs f&#252;r obsolet, im Gegenteil:</p>
<blockquote><p>Jetzt ist unabh&#228;ngig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbar geworden, <strong>bezeugt vom Gesetz</strong> und von den Propheten: die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus, offenbart f&#252;r alle, die glauben.</p></blockquote>
<p>Das Gesetz und die Propheten bezeugen die Gerechtigkeit Gottes, die aus dem Glauben an Jesus Christus offenbar geworden ist. Durch Glauben wird der Mensch gerecht, das war Luthers Anliegen, nicht durch die Werke des Gesetzes. Doch das hei&#223;t keinesfalls, dass es nicht auf die Werke, auf das Handeln gem&#228;&#223; dem Gesetz ank&#228;me. So lesen wir im heutigen Evangelium (Mt 7, 21-27):</p>
<blockquote><p>Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, <strong>sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erf&#252;llt</strong>. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, und haben wir nicht mit deinem Namen D&#228;monen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht. Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. <strong>Weg von mir, ihr &#220;bertreter des Gesetzes! Wer diese meine Worte h&#246;rt und danach handelt</strong>, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.</p></blockquote>
<p>Nur wer den Willen des Vaters im Himmel erf&#252;llt, wird in das Himmelreich kommen. Wer das Gesetz &#252;bertritt, den weist Jesus zur&#252;ck. In seinen Grundz&#252;gen, wie sie zum Beispiel in den zehn Geboten zum Ausdruck kommen, gilt das Gesetz des ersten Bundes auch f&#252;r uns Heidenchristen.</p>
<p>Doch es gen&#252;gt nicht, nur das Gesetz zu befolgen. Der Glaube ist es, der gerecht macht, der uns den Willen des Vaters erf&#252;llen l&#228;sst und der die Werke hervorbringt, auf die es letztlich ankommt.</p>
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		<title>Ein riesiger Verlust an Glauben</title>
		<link>http://commentarium.de/2011/02/13/ein-riesiger-verlust-an-glauben/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 16:29:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Markus Lüpertz]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn sich Markus L&#252;pertz schon vor den j&#252;ngsten offenen Briefen und Memoranden ge&#228;u&#223;ert hat, so lesen sich seine &#196;u&#223;erungen wie ein Kommentar dazu: Der Kirchenk&#252;nstler Markus L&#252;pertz ist mit der Arbeit der katholischen Kirche unzufrieden. „Wieso laufen die Leute heute zum Islam &#252;ber oder werden Sektenmitglieder? Weil die Leute ein unheimliches Bed&#252;rfnis nach Gott [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn sich Markus L&#252;pertz schon vor den j&#252;ngsten offenen Briefen und Memoranden ge&#228;u&#223;ert hat, so lesen sich <a href="http://www.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=457800">seine &#196;u&#223;erungen</a> wie ein Kommentar dazu:</p>
<blockquote><p>Der Kirchenk&#252;nstler Markus L&#252;pertz ist mit der Arbeit der katholischen Kirche unzufrieden. „Wieso laufen die Leute heute zum Islam &#252;ber oder werden Sektenmitglieder? Weil die Leute ein unheimliches Bed&#252;rfnis nach Gott haben.“ Das sagte L&#252;pertz im <a href="http://www.domradio.de/aktuell/71003/wir-haben-einen-riesigen-verlust-am-glauben.html">Interview</a> mit dem K&#246;lner Domradio. Die Kirche habe in letzter Zeit auf dieses religi&#246;se Bed&#252;rfnis nur unzureichend geantwortet.</p>
<p>„Die Kirche vermittelt Gott, und da hat sie einfach ihre Aufgabe in letzter Zeit sehr vernachl&#228;ssigt. Sie hat sich zu sehr ums Soziale gek&#252;mmert.“ Sie habe, so meint der Maler und Bildhauer, „zu sehr an ihren Dogmen rumm&#228;keln lassen, sie hat ihre Rituale vernachl&#228;ssigt“; eine Kirche, die sich nur noch als Sozialstruktur f&#252;r arme und alte Leute sehe, verfehle allerdings ihren Auftrag. Nach Ansicht des langj&#228;hrigen Direktors der bekannten D&#252;sseldorfer Kunstakademie ist auch das kirchliche Engagement f&#252;r die Kunst zu kurz gekommen: 20 bis 30 Jahre lang habe die Kirche kaum noch Kunst gef&#246;rdert, doch heute „entdeckt die Kirche die Kunst als guten Partner f&#252;r die Vermittlung des Geistigen“ wieder. </p>
<p>Parallel zu dem von L&#252;pertz diagnostizierten Glaubensverlust gibt es auch einen gro&#223;en Verlust an Bildung: „Das geht Hand in Hand &#8211; das sind zwei Dinge, die es zu beklagen und die es zu &#228;ndern gilt. Das ist, was mich umtreibt.“</p></blockquote>
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		<title>Jene Achsendrehung, die &#8220;Glauben&#8221; hei&#223;t</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/04/04/jene-achsendrehung-die-glauben-heisst/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 20:55:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fides]]></category>
		<category><![CDATA[Auferstehung]]></category>
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		<description><![CDATA[Meister Francke, Schlafende Wachen (Detail der Auferstehung Christi) Sobald wir uns selbst zum Ma&#223;stab nehmen: unser menschliches Dasein, wie es ist; die Welt, wie sie um uns besteht; die Weise, wie unser Denken und F&#252;hlen vorsichgeht &#8211; und von dort aus Jesus Christus beurteilen, dann m&#252;ssen wir den Auferstehungsglauben als ein Ereignis bestimmter religi&#246;ser Ersch&#252;tterungen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sleeping_guards_(Meister_Francke).jpg"><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2010/04/schlafende_wachen.jpg" alt="" title="Meister Francke: Schlafende Wachen" width="425" height="251" class="alignleft size-full wp-image-2143" /></a><br />
<em>Meister Francke, Schlafende Wachen (Detail der Auferstehung Christi)</em></p>
<p>Sobald wir uns selbst zum Ma&#223;stab nehmen: unser menschliches Dasein, wie es ist; die Welt, wie sie um uns besteht; die Weise, wie unser Denken und F&#252;hlen vorsichgeht &#8211; und von dort aus Jesus Christus beurteilen, dann m&#252;ssen wir den Auferstehungsglauben als ein Ereignis bestimmter religi&#246;ser Ersch&#252;tterungen, als ein Erzeugnis anfangender Gemeindebildung, das hei&#223;t aber als T&#228;uschung ansehen. Und dann ist es nur eine Frage der Konsequenz, wie schnell man ihn samt seinen Voraussetzungen und Folgerungen ausscheidet und ein &#8220;reines Christentum&#8221; herauszuarbeiten sucht. Das freilich wird nicht viel mehr sein, als eine d&#252;nne Ethik und Fr&#246;mmigkeit. </p>
<p>Oder aber es wird uns klar, was die Christusgestalt fordert, n&#228;mlich Glaube. Wir erkennen, da&#223; sie nicht gekommen ist, um uns neue Erkenntnisse und Erfahrungen innerhalb der Welt zu bringen, sondern uns vom Bann der Welt zu befreien. Wir h&#246;ren ihre Forderung und gehorchen ihr. Wir nehmen die Ma&#223;st&#228;be, von denen aus &#252;ber Christus gedacht werden mu&#223;, von ihm selbst entgegen. Wir sind bereit, zu lernen, da&#223; er nicht mit edleren oder innerlicheren Werten und Kr&#228;ften die Welt weiterf&#252;hrt, sondern da&#223; mit ihm das neue Dasein beginnt.</p>
<p>Wir vollziehen jene Achsendrehung, die eben &#8220;Glauben&#8221; hei&#223;t und nach welcher nicht mehr von der Welt her &#252;ber Christus nachgedacht wird, sondern von ihm her &#252;ber alles sonst. Dann sagen wir nicht mehr: In der Welt gibt es kein Lebendigwerden eines Gestorbenen, also ist die Auferstehungsbotschaft ein Mythos &#8211; sondern: Christus ist auferstanden, also ist die Auferstehung m&#246;glich, und seine Auferstehung die Grundlage der wahren Welt.<br />
<em>Romano Guardini, <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3786719977/ref=nosim/catholica-21">Der Herr</a></em></p>
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		<title>Nur das leere Grab</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/04/04/nur-das-leere-grab/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 20:42:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fides]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Kissler]]></category>
		<category><![CDATA[Auferstehung]]></category>
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		<description><![CDATA[Sacro Monte di Crea, Das Auffinden des leeren Grabes Christi, Statuen von Antonio Brilla, 1889 K&#246;nnen wir Menschen glauben, vertrauen, Dinge behaupten, jenseits unserer eigenen Vorstellungskraft, unserer eigenen Erlebniswelt? Sind die Zeugen der Bibel glaubw&#252;rdig? Maria Magdalena und die J&#252;nger sahen den auferstandenen Christus mit eigenen Augen. Sie sprachen, gingen, a&#223;en mit ihm. Jedes Evangelium [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sacro_Monte_di_Crea._Figura1.JPG"><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2010/04/das_leere_grab.jpg" alt="" title="das_leere_grab" width="425" height="318" class="alignleft size-full wp-image-2138" /></a><br />
<em>Sacro Monte di Crea, Das Auffinden des leeren Grabes Christi, Statuen von Antonio Brilla, 1889</em></p>
<p>K&#246;nnen wir Menschen glauben, vertrauen, Dinge behaupten, jenseits unserer eigenen Vorstellungskraft, unserer eigenen Erlebniswelt? Sind die Zeugen der Bibel glaubw&#252;rdig? Maria Magdalena und die J&#252;nger sahen den auferstandenen Christus mit eigenen Augen. Sie sprachen, gingen, a&#223;en mit ihm. Jedes Evangelium legt Wert darauf, dass es eine wahre Geschichte erz&#228;hlt. “Und der das gesehen hat,” hei&#223;t es bei Johannes, “der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr; und dieser wei&#223;, dass er die Wahrheit sagt, auf dass auch ihr glaubt.”</p>
<p>Karfreitag und Karsamstag nachzuvollziehen f&#228;llt leicht. Von Tod und Leid ist jedes Leben durchdrungen. An der Auferstehung scheiden sich die Geister. Sie steht quer zu allem Alltag, quer zu jeder menschlichen Existenz. Durch dieses Nadel&#246;hr aber muss hindurch, wer dem Tod das letzte Wort nicht g&#246;nnt. Mit der Auferstehung, sagte Benedikt XVI. in der Osternacht 2009, ereignet sich eine “Eruption des Lichts”. Seit diesem Tag ist “die Gravitation der Liebe st&#228;rker als die des Hasses, die Schwerkraft des Lebens st&#228;rker als die des Todes”.</p>
<p>F&#252;r diesen Sieg ist es n&#246;tig, dass die Auferstehung ein Faktum ist – in den Worten Benedikts: eine “geschichtliche Realit&#228;t, weder ein Mythos noch ein Traum, weder eine Vision noch eine Utopie, kein M&#228;rchen, sondern ein einmaliges und unwiederholbares Ereignis”. Das Grab war wirklich leer, der Tod wirklich besiegt. So und nur so lautet die christliche Erz&#228;hlung der &#246;sterlichen Tage. Zuweilen h&#246;rt man aus Christenmund, die Auferstehung sei eine fromme Legende. Entscheidend sei nicht das Ereignis, sondern dessen gemeinschaftsstiftende Folge. Weil die J&#252;nger nicht davon ablie&#223;en, ihrem gekreuzigten Meister erinnernd die Treue zu halten, sei er in die Gemeinde hinein auferstanden – als Sprachspiel und Moralregel. Und f&#252;r einen solchen blassen Schemen sollen die M&#228;rtyrer sich haben r&#246;sten lassen?</p>
<p>Nur das leere Grab kann eine derart unwiderstehliche Bewegung wie das Urchristentum in Gang gesetzt haben. Nur die leibliche Auferstehung kann zu all den Gebeten an Jesus als den Christus ermuntert haben. Und nur im Vertrauen auf den Wahrheitsgehalt dieser Erz&#228;hlung werden aus Anh&#228;ngern einer “jesuanischen Ethik” Christen. Um keinen Deut billiger ist der christliche Glaube zu haben. Nat&#252;rlich muss niemand ihn teilen, muss niemand sich von den Zeugen selbst &#252;berzeugen lassen. Es aber tun oder nicht tun markiert die Grenze. Christentum und Auferstehungsglaube sind dasselbe. Seit damals haben Christus und Christenheit dieselbe Geschichte.</p>
<p>Auch die Kirche, wei&#223; Benedikt, “scheint immer untergehen zu m&#252;ssen, und immer ist sie schon gerettet”.<br />
<em>Alexander Kissler: <a href="http://www.theeuropean.de/alexander-kissler/2750-die-karwoche-als-eruption-des-lichts">Christentum ist Auferstehungsglaube</a></em></p>
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		<title>Believing the incredible</title>
		<link>http://commentarium.de/2008/08/17/believing-the-incredible/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 20:43:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Caritas]]></category>
		<category><![CDATA[Fides]]></category>
		<category><![CDATA[Spes]]></category>

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		<description><![CDATA[The Christian virtues of faith, hope, and charity are in their essence as unreasonable as they can be. As the word &#8220;unreasonable&#8221; is open to misunderstanding, the matter may be more accurately put by saying that each one of these Christian or mystical virtues involves a paradox in its own nature, and that this is [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>The Christian virtues of faith, hope, and charity are in their essence as unreasonable as they can be. As the word &#8220;unreasonable&#8221; is open to misunderstanding, the matter may be more accurately put by saying that each one of these Christian or mystical virtues involves a paradox in its own nature, and that this is not true of any of the typically pagan or rationalist virtues. Justice consists in finding out a certain thing due to a certain man and giving it to him. Temperance consists in finding out the proper limit of a particular indulgence and adhering to that. But charity means pardoning what is unpardonable, or it is no virtue at all. Hope means hoping when things are hopeless, or it is no virtue at all. And faith means believing the incredible, or it is no virtue at all.<br />
<em>G.K. Chesterton, <a href="http://en.wikisource.org/wiki/Heretics/12">Heretics</a></em></p></blockquote>
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