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	<title>Commentarium Catholicum &#187; Ecclesia</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
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		<title>Eine deutsche Nationalkirche? Ein Szenario</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 20:50:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Ecclesia]]></category>
		<category><![CDATA[Haeretica]]></category>
		<category><![CDATA[Ratzinger]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof]]></category>
		<category><![CDATA[Bistum]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Wochen geistert das Gespenst einer deutschen Nationalkirche durch die Gazetten. Eine solche Kirche w&#252;rde sich von Rom lossagen und eine eigene Struktur bilden. Zur Debatte stehen: eine horizontale Kirche der Abstimmung und des Dauerdialogs, in der auch Glaubenss&#228;tze Mehrheitsfragen werden k&#246;nnen, und eine vertikale Kirche, die die &#252;berlieferten Sakramente durch die Zeiten tr&#228;gt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Wochen geistert das Gespenst einer deutschen Nationalkirche <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-22668/politik-spalten-sich-die-katholiken_aid_635767.html">durch die Gazetten</a>. Eine solche Kirche w&#252;rde sich von Rom lossagen und eine eigene Struktur bilden. Zur Debatte stehen: </p>
<blockquote><p>eine horizontale Kirche der Abstimmung und des Dauerdialogs, in der auch Glaubenss&#228;tze Mehrheitsfragen werden k&#246;nnen, und eine vertikale Kirche, die die &#252;berlieferten Sakramente durch die Zeiten tr&#228;gt.</p></blockquote>
<p>Einmal abgesehen davon, dass es solche horizontalen &#8220;Kirchen&#8221; im protestantischen Raum schon seit langem gibt, dieses Marktsegment also hinreichend abgedeckt ist &#8211; wie k&#246;nnte sich ein solches Schisma (denn das w&#228;re es) konkret vollziehen? Und welche Handlungsm&#246;glichkeiten bleiben dem einfachen Laien in einem solchen Falle?</p>
<p>Die Schl&#252;sselfiguren in diesem schlechten Spiel sind auf jeden Fall die Bisch&#246;fe. Sagen sich einzelne Bisch&#246;fe oder Gruppen von Bisch&#246;fen von Rom los, kommt es zum Schisma. Vermutlich wird dies nicht durch eine Erkl&#228;rung geschehen, sondern wie schon im Falle der Priesterbruderschaft St. Pius X. durch unerlaubte Bischofsweihen. Doch wie kann es dazu kommen?</p>
<p>Die abtr&#252;nnigen Bisch&#246;fe k&#246;nnen wahrscheinlich zun&#228;chst auf die Milde und Langmut des Vatikans und des Papstes setzen. Schon als Pr&#228;fekt der Glaubenskongregation hat Joseph Ratzinger seine Machtmittel nur im &#228;u&#223;ersten Notfall eingesetzt, dann n&#228;mlich, wenn ihm auch kirchenrechtlich keine andere Wahl mehr blieb. Er hat als Papst bereits mehrfach die Exkommunikation unerlaubt geweihter Bisch&#246;fe aufgehoben, in China wie auch im Fall der Piusbruderschaft.</p>
<p>Wenn sich die deutschen Bisch&#246;fe nicht &#228;u&#223;erst ungeschickt verhalten, dann wird es also nur dann zum offenen Bruch kommen, wenn ein vakanter Bischofsstuhl gegen den Willen Roms besetzt werden soll und sich mindestens ein Bischof zu einer unerlaubten Weihe hinrei&#223;en l&#228;sst. In diesem Fall w&#228;re das Schisma perfekt, und mindestens zwei Bisch&#246;fe, der Geweihte und der Weihende, z&#246;gen sich die Tatstrafe der Exkommunikation (excommunicatio latae sententiae) zu.</p>
<p>Dann w&#228;re die Reihe an den jeweiligen Bist&#252;mern, angefangen vom direkten Apparat des Bischofs, seinem Generalvikariat, den Priestern und Diakonen und den Laien im kirchlichen Dienst. Eine Schl&#252;sselrolle hat der Finanzdirektor, der die Kirchensteuereinnahmen verwaltet und die Geh&#228;lter &#252;berweist. Verweigert er sich dem unerlaubt geweihten Bischof, kommt es zum offenen Machtkampf. Von dessen Ausgang h&#228;ngt der weitere Verlauf des Schismas ab.</p>
<p>Klar scheint mir, dass ein unerlaubt geweihter Di&#246;zesanbischof in Deutschland ohne Zugriff auf die Kirchensteuermittel keinen gro&#223;en Einfluss h&#228;tte. Im umgekehrten Falle d&#252;rften dem Lockruf des Geldes wohl viele, wenn nicht die meisten Kleriker und Laien eines Bistums erliegen. Sprich: Sie sind dann vor die Alternative gestellt, ohne Geld Rom treu zu bleiben oder mit Gehalt einem abtr&#252;nnigen Bischof zu folgen.</p>
<p>Nun setzt allerdings eine Abstimmung mit den F&#252;&#223;en ein. Romtreue Priester werden wahrscheinlich die Di&#246;zese wechseln und sich ebensolchen Bisch&#246;fen anschlie&#223;en und umgekehrt. Rom d&#252;rfte sich, auf geltende Konkordate und romtreue Bisch&#246;fe gest&#252;tzt, relativ schnell an die Wiedererrichtung kirchenrechtlich g&#252;ltiger Bist&#252;mer auf dem Territorium der abtr&#252;nnigen (Teil-)Di&#246;zesen machen.</p>
<p>Mit der Existenz von parallelen Strukturen w&#228;re das Schisma zun&#228;chst stabilisiert. Die schismatischen Bisch&#246;fe und Bist&#252;mer samt ihren Gemeinden verlieren in der Folge mindestens das Attribut &#8220;r&#246;misch&#8221;, wenn nicht auch &#8220;katholisch&#8221;. Um weiterhin Kirchensteuer erheben zu k&#246;nnen, m&#252;ssten sie vom Staat als K&#246;rperschaft des &#246;ffentlichen Rechts anerkannt werden, was aber kein Problem sein d&#252;rfte &#8211; die Altkatholiken haben das auch geschafft.</p>
<p>Die einzelnen Gemeinden hingegen bleiben zun&#228;chst ihrem Bischof zugeordnet. Sollte der Pfarrer das Weite suchen und sich einem romtreuen Bischof anschlie&#223;en, so besteht eine gewisse Chance auf einen neuen, schismatischen Pfarrer, der aus einem anderen Bistum wechselt. Denkbar ist auch der Wechsel ganzer Gemeinden, und zwar in beide Richtungen &#8211; weg von Rom ins Schisma oder umgekehrt.</p>
<p>Der einfache Laie wird dann am Namen des Bischofs, der im Hochgebet genannt wird, die Zugeh&#246;rigkeit seiner Gemeinde erkennen. Wird ein romtreuer Bischof genannt, ist alles in Ordnung. Andernfalls w&#228;re der Wechsel zu einer romtreuen Gemeinde angezeigt. Das k&#246;nnte, insbesondere in der Diaspora, durchaus schwierig werden.</p>
<p>Zu pr&#252;fen ist au&#223;erdem, an welchen Bischof die Kirchensteuer flie&#223;t. Notfalls w&#228;re vor den staatlichen Stellen der Austritt aus der Kirche zu erkl&#228;ren, um zu verhindern, dass Kirchensteuern an schismatische Bisch&#246;fe und Bist&#252;mer flie&#223;en. Dann w&#228;re es vermutlich angezeigt, die entsprechenden Betr&#228;ge monatlich auf ein Sperrkonto einzuzahlen, um sie zu gegebener Zeit dem rechtm&#228;&#223;igen Bischof zukommen zu lassen.</p>
<p>Wie realistisch ist dieses Szenario? Bis jetzt gab es nur einen designierten Weihbischof in &#214;sterreich, der unter massivem Druck auf sein Amt verzichtete. Wann wird der erste designierte Bischof in eine vergleichbare Situation geraten? Und wann wird zum ersten Mal der Versuch unternommen, Rom einen bestimmten Bischofskandidaten aufzuzwingen? Was passiert, wenn Rom diesem Druck standh&#228;lt?</p>
<p>Ein Szenario ist keine Prognose. Es k&#246;nnte so kommen, es k&#246;nnte auch ganz anders sein. Zu w&#252;nschen ist, dass es gar nicht dazu kommt.</p>
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		<title>Spa&#223; mit dem Duden</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 14:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Ecclesia]]></category>
		<category><![CDATA[alleinseligmachend]]></category>
		<category><![CDATA[Duden]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>

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		<description><![CDATA[Extra ecclesiam nulla salus &#8211; der Duden wei&#223; Bescheid. Ihm zufolge ist besonders die katholische Kirche die allein seligmachende (oder allein selig machende) Kirche. Nur schade, dass das sch&#246;ne Adjektiv &#8220;alleinseligmachend&#8221; der Rechtschreibreform zum Opfer gefallen ist. Wo wir gerade dabei sind &#8211; auch Google ist im Bilde:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Extra_ecclesiam_nulla_salus">Extra ecclesiam nulla salus</a> &#8211; der Duden wei&#223; Bescheid. Ihm zufolge ist besonders die katholische Kirche die allein seligmachende (oder allein selig machende) Kirche. Nur schade, dass das sch&#246;ne Adjektiv &#8220;alleinseligmachend&#8221; der Rechtschreibreform zum Opfer gefallen ist.</p>
<p><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/06/extra_ecclesiam_nulla_salus.jpg" alt="" title="Extra ecclesiam nulla salus" width="500" height="373" class="alignleft size-full wp-image-2614" /></p>
<p>Wo wir gerade dabei sind &#8211; auch Google ist im Bilde:</p>
<p><img src="http://commentarium.de/wp-content/uploads/2011/06/Bildschirmfoto-2011-06-19-um-16.20.33.png" alt="" title="Bildschirmfoto 2011-06-19 um 16.20.33" width="500" height="300" class="alignleft size-full wp-image-2616" /></p>
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		<title>Alexander Kissler, die Kirche und die Medien</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/10/17/alexander-kissler-die-kirche-und-die-medien/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 15:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ecclesia]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Kissler]]></category>
		<category><![CDATA[Radio Horeb]]></category>

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		<description><![CDATA[Sein Buch Dummgeglotzt: Wie das Fernsehen uns verbl&#246;det, erschienen 2009, gab den Anlass f&#252;r ein Gespr&#228;ch, das Alexander Kissler Ende August mit Radio Horeb gef&#252;hrt hat und das ich dieser Tage endlich angeh&#246;rt habe. Der Journalist und Autor kommt darin auch auch die bekannten St&#228;rken und Schw&#228;chen kirchlicher Kommunikation und Medienarbeit speziell in Deutschland zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sein Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3579068865?ie=UTF8&#038;tag=catholica-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3579068865">Dummgeglotzt: Wie das Fernsehen uns verbl&#246;det</a>, erschienen 2009, gab den Anlass f&#252;r ein <a href="http://www.horeb.org/xyz/podcast/standp/2010-08-29_st.mp3">Gespr&#228;ch</a>, das <a href="http://alexander-kissler.de/">Alexander Kissler</a> Ende August mit <a href="http://www.horeb.org/index.php?id=download-standp_402">Radio Horeb</a> gef&#252;hrt hat und das ich dieser Tage endlich angeh&#246;rt habe. Der Journalist und Autor kommt darin auch auch die bekannten St&#228;rken und Schw&#228;chen kirchlicher Kommunikation und Medienarbeit speziell in Deutschland zu sprechen.</p>
<p>Interessant fand ich seinen Vorschlag, die Bistumspresse aufzul&#246;sen und stattdessen eine Art Mitgliederzeitschrift nach dem Muster der ADAC Motorwelt zu schaffen, die allen Kirchensteuerzahlern (und sicher auch denen, die mangels Einkommen keine Steuern zahlen) unaufgefordert zugeschickt wird. Ob allerdings die derzeitigen Kirchenzeitungsredakteure daf&#252;r das richtige Personal sind, wie Alexander Kissler meint, sei dahingestellt. <img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=catholica-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3579068865" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p>
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		<title>The Vicar of Christ</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/07/24/the-vicar-of-christ/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 08:26:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Ecclesia]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>
		<category><![CDATA[Benedikt XVI.]]></category>
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		<description><![CDATA[Hat tip to ZENIT.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="499" height="306"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KLnCmzQyb58&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/KLnCmzQyb58&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="499" height="306"></embed></object></p>
<p>Hat tip to <a href="http://zenit.org/article-21125?l=german&#038;utm_campaign=germanweb&#038;utm_medium=article&#038;utm_source=zenit.org/g-21125">ZENIT</a>.</p>
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		<title>Die Kirche hat eine Bestandsgarantie</title>
		<link>http://commentarium.de/2008/08/24/die-kirche-hat-eine-bestandsgarantie/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 13:55:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ecclesia]]></category>

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		<description><![CDATA[Tu es Petrus et super hanc petram ædificabo ecclesiam meam et portæ inferi non prævalebunt adversus eam. Ein gro&#223;artiges Versprechen stellt uns das heutige Sonntagsevangelium vor Augen. Die Kirche hat eine Bestandsgarantie von h&#246;chster Stelle. Wenn wir uns also, berechtigt oder unberechtigt, um die Kirche sorgen, dann k&#246;nnen wir sicher sein, dass sie nicht untergehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Tu es Petrus<br />
et super hanc petram ædificabo ecclesiam meam<br />
et portæ inferi non prævalebunt adversus eam.</p></blockquote>
<p>Ein gro&#223;artiges Versprechen stellt uns das <a href="http://erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz.php?datum=2008-8-24">heutige Sonntagsevangelium</a> vor Augen. Die Kirche hat eine Bestandsgarantie von h&#246;chster Stelle. Wenn wir uns also, berechtigt oder unberechtigt, um die Kirche sorgen, dann k&#246;nnen wir sicher sein, dass sie nicht untergehen wird.</p>
<p>Allerdings gilt das nicht f&#252;r einzelne Gemeinden oder Bist&#252;mer. Gemeinden entstehen und vergehen, auch ganze Bist&#252;mer werden gegr&#252;ndet und wieder aufgehoben. Heutzutage geschieht das vor allem, wenn der Nachwuchs ausbleibt, wenn Gemeinden und Bist&#252;mer schrumpfen und vergreisen, wenn die Berufungen zum Priester- und Ordensleben ausbleiben (oder &#252;berh&#246;rt werden).</p>
<p>Es ist nicht ohne Ironie, dass die Kirche dort am schnellsten und heftigsten schrumpft und vergreist, wo sie sich am weitesten vom rechten Glauben entfernt. Die M&#228;chte der Unterwelt werden sie nicht &#252;berw&#228;ltigen, aber wo die Kirche kleingl&#228;ubig wird, da verschwindet sie.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#214;kumenisches Simultandesaster</title>
		<link>http://commentarium.de/2008/08/21/oekumenisches-simultandesaster/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 21:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ecclesia]]></category>
		<category><![CDATA[Liturgia]]></category>

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		<description><![CDATA[Relativ ruhig, sachlich und unaufgeregt, so scheint es, wird die Absetzung des Wetzlarer Dekans aufgenommen. Die FAZ berichtet nun einige interessante Fakten. So ist der Wetzlarer Dom eine Simultankirche mit einer katholischen und einer evangelischen Gemeinde. Geistliche beider Konfessionen haben an der Segnung mitgewirkt. J&#252;rgen Erbach, einer der beiden Partner, f&#252;r die die Zeremonie gestaltet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Relativ ruhig, sachlich und unaufgeregt, so scheint es, wird die <a href="http://commentarium.de/2008/08/20/zum-einspruch-verpflichtet/">Absetzung des Wetzlarer Dekans</a> aufgenommen. Die FAZ <a href="http://www.faz.net/s/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC/Doc~EBA001F755E9E4A358A28BF5DC62454CB~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell">berichtet nun</a> einige interessante Fakten.</p>
<p>So ist der <a href="http://www.dom-wetzlar.de/">Wetzlarer Dom</a> eine Simultankirche mit einer katholischen und einer evangelischen Gemeinde. Geistliche beider Konfessionen haben an der Segnung mitgewirkt. J&#252;rgen Erbach, einer der beiden Partner, f&#252;r die die Zeremonie gestaltet worden war, Professor f&#252;r Immobilienmanagement, sagte laut FAZ, dass es auch in der evangelischen Gemeinde Bedenken hinsichtlich der Feier f&#252;r ihn und seinen Partner Kristof Heil gegeben habe.</p>
<blockquote><p>Deshalb habe man sich f&#252;r den evangelischen Part darauf verst&#228;ndigt, dass ein Gastpfarrer die Zeremonie im Gotteshaus mitgestaltet und auch nicht im Talar auftritt. Der katholische Pfarrer Kollas, der als Vertreter von Erbachs Partner an der &#246;kumenischen Zeremonie teilnahm, hatte seine Segensworte indes im Talar gesprochen.</p></blockquote>
<p>Im Talar? Also einem schwarzen liturgischen Untergewand mit Rochett? Und Stola? Oder wie?</p>
<blockquote><p>Erbach sagte im Gespr&#228;ch weiter, er und sein Partner h&#228;tten die Nachricht vom Vorgehen des Bischofs „mit Best&#252;rzung“ zur Kenntnis genommen. H&#228;tten er und sein Partner die Konsequenz f&#252;r Kollas vorhersehen k&#246;nnen, „h&#228;tten wir auf die Zeremonie in dieser Form verzichtet“, erkl&#228;rte Erbach. Man habe Kollas keinen Schaden zuf&#252;gen wollen.</p></blockquote>
<p>Hat man nun aber. Und der dem Limburger Bischof wenig freundlich gesinnte <a href="http://www.faz.net/s/Rub3DFC0DABC5664C30AC70700DD10A965D/Doc~E0D054629AC604F22B53257E90EA8E7E0~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Kommentar von Peter L&#252;ckemeier</a> weist immerhin darauf hin, dass der Bischof </p>
<blockquote><p>in der Bestrafung des bisherigen Dekans die mildeste Form gew&#228;hlt hat, die ihm zur Verf&#252;gung stand, denn der Wetzlarer Priester bleibt im Amt, wird weder abgesetzt noch versetzt.</p></blockquote>
<p>Obwohl Ab- oder Versetzung, wenn das Vertrauensverh&#228;ltnis tats&#228;chlich zerst&#246;rt sein sollte, wohl nicht unangebracht w&#228;re.</p>
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		<title>Die Kirche ist keine Marke. Sagt Hans K&#252;ng.</title>
		<link>http://commentarium.de/2008/03/18/die-kirche-ist-keine-marke-sagt-hans-kueng/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 08:41:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ecclesia]]></category>
		<category><![CDATA[Haeretica]]></category>
		<category><![CDATA[Libri]]></category>

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		<description><![CDATA[Man nicht sagen, dass ich besonders oft mit Hans K&#252;ng &#252;bereinstimmen w&#252;rde. Auch wenn ich &#8220;Existiert Gott?&#8221; nach wie vor f&#252;r ein gutes Buch halte. Aber was er hier im Interview mit der Welt sagt, kann ich unterschreiben: WELT ONLINE: Sie haben also Vorbehalte gegen den Begriff &#8220;&#214;kumene der Profile&#8221;, der von evangelischer Seite in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man nicht sagen, dass ich besonders oft mit <strong>Hans K&#252;ng</strong> &#252;bereinstimmen w&#252;rde. Auch wenn ich &#8220;Existiert Gott?&#8221; nach <a href="http://commentarium.de/2005/04/04/der-verlorene-reformer/">wie vor</a> f&#252;r ein gutes Buch halte. Aber was er hier im <a href="http://www.welt.de/politik/article1807805/Das_Christentum_ist_keine_Marke.html">Interview mit der Welt</a> sagt, kann ich unterschreiben:</p>
<blockquote><p>WELT ONLINE: Sie haben also Vorbehalte gegen den Begriff &#8220;&#214;kumene der Profile&#8221;, der von evangelischer Seite in die Diskussion eingef&#252;hrt wurde?<br />
K&#252;ng: Wenn die evangelische Kirche sich nur noch profilieren kann, indem sie sich absetzt einerseits von Rom und andererseits vom Islam, dann verleugnet sie im Grunde das, was in der &#246;kumenischen Bewegung l&#228;ngst deutlich wurde: dass wir uns nicht gegenseitig zu profilieren suchen. Begriffe wie Profilierung stammen aus der Gesch&#228;ftswelt. Man betrachtet da die Kirche als eine Marke. Aber eine christliche Glaubensgemeinschaft ist keine Marke. Der Konkurrenzbegriff, der damit eingef&#252;hrt wird, ist nicht der richtige Begriff f&#252;r die Beziehungen der Christen untereinander, die ja Geschwister in Christus sein sollen. </p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Legitimationsprobleme im Sp&#228;tprotestantismus</title>
		<link>http://commentarium.de/2008/02/24/legitimationsprobleme-im-spaetprotestantismus/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2008 15:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ecclesia]]></category>
		<category><![CDATA[Haeretica]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Nachtrag zum Nachtrag. Wer jahrzehntelang das Einende betont und das Trennende marginalisiert und verdr&#228;ngt hat, steht fr&#252;her oder sp&#228;ter vor der Frage, was eigentlich noch die Trennung von Rom rechtfertigt. Denn vom Trennenden darf ja nicht gesprochen werden. Dieses Legitimationsproblem trifft, obwohl es jahrzehntelang anders aussah, den Protestantismus sch&#228;rfer als die katholische Kirche. Denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Nachtrag <a href="http://commentarium.de/2008/02/24/agenda-2017/">zum Nachtrag</a>.</p>
<blockquote><p>Wer jahrzehntelang das Einende betont und das Trennende marginalisiert und verdr&#228;ngt hat, steht fr&#252;her oder sp&#228;ter vor der Frage, was eigentlich noch die Trennung von Rom rechtfertigt. Denn vom Trennenden darf ja nicht gesprochen werden.</p></blockquote>
<p>Dieses Legitimationsproblem trifft, obwohl es jahrzehntelang anders aussah, den Protestantismus sch&#228;rfer als die katholische Kirche. Denn die kann theologisch lupenrein erl&#228;utern, warum oberfl&#228;chliche Konzepte von &#246;kumenischer Einigung nicht ausreichen. Der protestantische Versuch, das Problem der Trennung durch Umdefinition des Begriffs Kirche zu l&#246;sen, war zwar in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung erfolgreich, aber nicht in der Praxis.</p>
<p>Denn am Ende f&#252;hrt er in die Sackgasse. Auch wenn sich &#252;ber l&#228;ngere Zeit der schwarze Peter nach Rom schieben l&#228;sst, weil dort das Trennende beim Namen genannt wird &#8211; irgendwann muss der Protestantismus die Frage beantworten, warum er von Rom getrennt ist. Dieser Frage l&#228;sst sich durch noch so brilliante Rhetorik nicht ausweichen.</p>
<p>Der protestantische Theologe <strong>Eberhard J&#252;ngel</strong>, emeritierter Ordinarius f&#252;r systematische Theologie und Religionsphilosophie in T&#252;bingen, hat sie &#252;brigens <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/kirche_im_eigentlichen_sinn_1.527265.html">so beantwortet</a>:</p>
<blockquote><p>Man k&#246;nnte zwar daran erinnern, dass nach evangelischer Lehre die r&#246;misch-katholische Kirche sich von der Kirche Jesu Christi weniger durch einen Mangel als vielmehr durch ein bedrohliches Zuviel unterscheidet und dass das Alte Testament und das Neue Testament bezeugen, wie wenig es dem lebendigen Gott gef&#228;llt, «wenn jemand etwas hinzuf&#252;gt». Und man k&#246;nnte aufz&#228;hlen, was die Kirche alles zur Wahrheit des Evangeliums hinzugef&#252;gt hat. Schon der Apostel Paulus hat dem Apostel Petrus aus eben diesem Grund «ins Angesicht widerstanden».</p></blockquote>
<p>Da haben wir ihn doch, den <em>casus secessionis</em> aus protestantischer Sicht. Wie soll, die Frage m&#252;sste J&#252;ngel als n&#228;chste beantworten, dann die Einheit erreicht werden? Durch eine Reformation der katholischen Kirche? Die ist nicht zu erwarten.</p>
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		<title>Agenda 2017</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2008 08:35:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ecclesia]]></category>
		<category><![CDATA[Haeretica]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Nachtrag. SPIEGEL: Ist die evangelische Kirche nun aus Ihrer Sicht Kirche? Zollitsch: Ja, sie ist eine Kirche, aber eine andere. Nach katholischem Verst&#228;ndnis ist sie nicht im vollumfassenden Sinne Kirche. Sie ist Kirche. Ich kann ihr das nicht absprechen. Was wollen uns diese leicht kryptischen S&#228;tze sagen? Wir haben uns daran gew&#246;hnt, jede kirchliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://commentarium.de/2008/02/17/zollitsch-im-spiegel/">Ein Nachtrag</a>.</em></p>
<blockquote><p>SPIEGEL: Ist die evangelische Kirche nun aus Ihrer Sicht Kirche?</p>
<p>Zollitsch: Ja, sie ist eine Kirche, aber eine andere. Nach katholischem Verst&#228;ndnis ist sie nicht im vollumfassenden Sinne Kirche. Sie ist Kirche. Ich kann ihr das nicht absprechen. </p></blockquote>
<p>Was wollen uns diese leicht kryptischen S&#228;tze sagen? Wir haben uns daran gew&#246;hnt, jede kirchliche Gemeinschaft, die sich selbst Kirche nennt, im landl&#228;ufigem Sinne als solche zu bezeichnen und damit anzuerkennen. Mit einer signifikanten Ausnahme &#252;brigens &#8211; Scientology.</p>
<p>Das katholische Verst&#228;ndnis von Kirche steht dem landl&#228;ufigen Verst&#228;ndnis entgegen. Demnach ist Kirche im Singular der Leib Christi, in Einheit mit dem Papst und den Bisch&#246;fen, die ihrerseits den &#246;rtlichen Kirchen im Plural vorstehen und ihre Priester in die zahllosen Gemeinden entsenden. Die Kirche lebt aus der Feier der Eucharistie, dem Sakrament des Leibes Christi.</p>
<p>Also nur ein semantischer Streit? Nicht nur, aber auch. Dahinter liegt ein Problem, dass sich die protestantischen Gemeinschaften in Deutschland mit ihrem Konzept der &#214;kumene selbst geschaffen haben. Wer jahrzehntelang das Einende betont und das Trennende marginalisiert und verdr&#228;ngt hat, steht fr&#252;her oder sp&#228;ter vor der Frage, was eigentlich noch die Trennung von Rom rechtfertigt. Denn vom Trennenden darf ja nicht gesprochen werden.</p>
<p>Wolfgang Huber versucht, dieses Problem mit seiner Parole von der &#214;kumene der Profile zu l&#246;sen. Zu sp&#228;t. Denn dazu fehlt es dem deutschen Protestantismus l&#228;ngst an Substanz, an theologischer wie materieller. Die demographischen Trends weisen auf protestantischer Seite sehr viel deutlicher nach unten als auf katholischer.</p>
<p>Ein Beispiel: Die hiesige Landeskirche will mittelfristig im Alten Land noch genau zwei von heute neun Kirchengeb&#228;uden erhalten und ebenfalls zwei (statt heute f&#252;nf, vor kurzem noch sechs) Pfarrstellen unterhalten. Rapide schwindende Kirchensteuereinnahmen und leere Kirchen zwingen dazu. Im Vergleich dazu nimmt sich das derzeit diskutierte <a href="http://www.kirchenschwinden.de/2008/02/kirchenschlieungen-im-bistum-hildesheim.html">Kirchenschlie&#223;ungsprogramm</a> des Bistums Hildesheim harmlos aus.</p>
<p>Der deutsche Protestantismus k&#228;mpft inzwischen um seine Existenz. Sein Programm der vergangenen Jahrzehnte hat den Weg in die Marginalisierung nicht aufgehalten, sondern eher beschleunigt. Es wird Zeit, das Scheitern einzugestehen. 2017 w&#228;re ein gutes Datum daf&#252;r.</p>
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		<title>Zollitsch im Spiegel</title>
		<link>http://commentarium.de/2008/02/17/zollitsch-im-spiegel/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Feb 2008 07:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
				<category><![CDATA[Catholica]]></category>
		<category><![CDATA[Ecclesia]]></category>
		<category><![CDATA[Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Spiegel vom kommenden Montag hat ein Interview mit Erzbischof Robert Zollitsch, der an jenem Montag das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz &#252;bernimmt. Zwei Vorabmeldungen des Spiegel dazu haben bereits Wellen geschlagen. Was steht tats&#228;chlich im Interview? Hervorhebungen von mir. SPIEGEL: Eine andere Tradition, die zu Ihrer Kirche geh&#246;rt, ist der Z&#246;libat. Er schreckt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Spiegel vom kommenden Montag hat ein Interview mit Erzbischof <strong>Robert Zollitsch</strong>, der an jenem Montag das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz &#252;bernimmt. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,535696,00.html">Zwei</a> <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,535708,00.html">Vorabmeldungen</a> des Spiegel dazu haben bereits Wellen geschlagen. Was steht tats&#228;chlich im Interview? <em>Hervorhebungen von mir.</em></p>
<blockquote><p>SPIEGEL: Eine andere Tradition, die zu Ihrer Kirche geh&#246;rt, ist der Z&#246;libat. Er schreckt viele junge M&#228;nner ab, Priester zu werden. Wann f&#228;llt er?</p>
<p>Zollitsch: Sie werden verstehen, dass jemand, der lange in der Priesterausbildung t&#228;tig und sp&#228;ter Personalreferent war, viel &#252;ber diese Frage nachdenkt. <strong>Einerseits</strong> ist die Ehelosigkeit des Priesters ein gro&#223;es Geschenk f&#252;r unsere Kirche. Es ist immer wieder die Entscheidung, die Herausforderung: Ist Gott die Realit&#228;t, f&#252;r die ich alles auf diese Karte setze? Ohne die Verbindung zwischen Priesterweihe und Ehelosigkeit w&#252;rden wahrscheinlich nur sehr wenige mit diesem Ernst dar&#252;ber nachdenken. Wir merken jedoch bei uns, dass der Ordensnachwuchs weniger wird, weil die Herausforderung des Evangeliums schwer zu vermitteln ist. Und nat&#252;rlich ist <strong>die Verbindung zwischen Priestertum und Ehelosigkeit nicht theologisch notwendig</strong>.</p>
<p>SPIEGEL: Man k&#246;nnte sich unter dem Verweis auf den erheblichen Nachwuchsmangel einfach vom Z&#246;libat verabschieden.</p>
<p>Zollitsch: Sie merken ja, dass ich da <strong>gegen Denkverbote</strong> bin. Ich habe <strong>aber auch</strong> die Erfahrung gemacht, dass sich Bisch&#246;fe etwa aus Indien oder aus Afrika wundern, dass wir in Deutschland an dieser Tradition r&#252;tteln wollen.</p>
<p>SPIEGEL: W&#252;rde Ihrer Kirche der Abschied vom Z&#246;libat eher guttun oder eher schaden?</p>
<p>Zollitsch: Es w&#228;re <strong>eine Revolution, bei der ein Teil der Kirche nicht mitginge</strong>.</p>
<p>SPIEGEL: K&#246;nnen Sie sich denn vorstellen, dass der Z&#246;libat zuerst in einigen L&#228;ndern aufgehoben wird, oder muss das gleich in der ganzen Welt geschehen?</p>
<p>Zollitsch: So, wie sich die katholische Kirche versteht, m&#252;sste das f&#252;r die ganze Welt ge&#228;ndert werden. Schon bei zwei Bischofssynoden in Rom war aber jedes Mal die gro&#223;e Mehrheit gegen eine &#196;nderung. So etwas k&#246;nnte in meinen Augen auch nicht ver&#228;ndert werden, ohne <strong>ein neues Konzil</strong> einzuberufen; denn das w&#252;rde sehr in das innere Leben der katholischen Kirche eingreifen.</p>
<p>SPIEGEL: Zeit w&#228;re es ja f&#252;r ein neues Konzil, das letzte ist schon 42 Jahre her, und die Welt hat sich seitdem rapide ver&#228;ndert.</p>
<p>Zollitsch: Sie m&#252;ssen aber auch sehen, dass wir vieles noch nicht umgesetzt haben, was das letzte Konzil gebracht hat. Das ist f&#252;r mich die andere Seite. Ein Konzil ist ja ein gewaltiger Kraftakt.</p></blockquote>
<p>Daraus destilliert das Nachrichtenmagazin in seiner <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,535696,00.html">Vorabmeldung</a>:</p>
<blockquote><p>Zollitsch denkt &#252;ber die G&#252;ltigkeit des Z&#246;libats nach</p>
<p>Der Freiburger Erzbischof und neugew&#228;hlte Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, 69, hat sich &#8220;gegen Denkverbote&#8221; beim Thema Z&#246;libat ausgesprochen. Die Verbindung zwischen Priestertum und Ehelosigkeit sei &#8220;nicht theologisch notwendig&#8221;, erkl&#228;rte er im Gespr&#228;ch mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Ein Abschied vom Z&#246;libat &#8220;w&#228;re eine Revolution, bei der ein Teil der Kirche nicht mitginge&#8221;. N&#246;tig w&#228;re daf&#252;r ein Konzil, weil in das innere Leben der gesamten Kirche eingegriffen werden w&#252;rde. </p></blockquote>
<p>Zwar nicht falsch, aber unvollst&#228;ndig zitiert. Spiegel Online dreht die Geschichte gleich <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,535708,00.html">einen Zahn weiter</a>:</p>
<blockquote><p>Oberster deutscher Katholik h&#228;lt Z&#246;libat f&#252;r &#8220;nicht notwendig&#8221;</p>
<p>F&#252;r Katholiken w&#228;re es eine Revolution: Robert Zollitsch, der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, denkt &#252;ber ein Ende des Z&#246;libats nach. Dass Priester ehelos leben, sei &#8220;nicht theologisch notwendig&#8221;, sagt er im SPIEGEL &#8211; und l&#228;sst Sympathie f&#252;r SPD und Gr&#252;ne erkennen.</p>
<p>Hamburg &#8211; <strong>Erst wenige Tage im Amt &#8211; und schon wagt er sich an ein Mammut-Projekt</strong>: Der Freiburger Erzbischof und neugew&#228;hlte Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, spricht sich &#8220;gegen Denkverbote&#8221; beim Thema Z&#246;libat aus. Im Gespr&#228;ch mit dem SPIEGEL sagt der 69-J&#228;hrige, die Verbindung zwischen Priestertum und Ehelosigkeit sei &#8220;nicht theologisch notwendig&#8221;.</p>
<p>F&#252;r die katholische Kirche bedeutet diese Aussage eine radikale Abkehr von der bisherigen Praxis. Das ist auch Zollitsch bewusst: Ein Abschied vom Z&#246;libat &#8220;w&#228;re eine Revolution, bei der ein Teil der Kirche nicht mitginge&#8221;, sagt er. N&#246;tig w&#228;re daf&#252;r ein Konzil, weil in das innere Leben der gesamten Kirche eingegriffen werden w&#252;rde.</p></blockquote>
<p>Zu den theologischen Aussagen <a href="http://intelligam.blogspot.com/2008/02/vorabbemerkungen-zu-einem-vorabbericht.html">hat Scipio bereits</a> mehr als das gesagt, was mir zu sagen einfiele:</p>
<blockquote><p>Das sind einmal keine gro&#223;en Neuigkeiten: Denn ein &#8220;Denkverbot&#8221;, wenn man es einmal f&#252;r jetzt so nennen will, gibt es lehramtsseitig nur beim &#8220;Priestertum der Frau&#8221;, und da&#223; der Z&#246;libat &#8220;theologisch notwendig&#8221; sei, sagt das Magisterium auch nicht.</p></blockquote>
<p>Die Schlagzeilen des Spiegel entstehen durch Verk&#252;rzung und &#220;berspitzung. Dem Erzbischof kann ich jedoch auch eine gewisse Naivit&#228;t nicht absprechen. Klarere Aussagen, weniger &#8220;einerseits &#8211; andererseits&#8221; &#8211; das w&#228;re sicher nicht von Schaden.</p>
<p>Beim zweiten Thema, der K-Frage, sieht es ganz &#228;hnlich aus. Dazu sp&#228;ter mehr, Freude und Pflicht des Sonntags rufen.</p>
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