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	<title>Kommentare zu: Paulus und das Gesetz</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
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		<title>Von: Commentarium Catholicum &#187; Quinquagesima: Leiden und Auferstehung</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/02/10/paulus-und-das-gesetz/comment-page-1/#comment-408115</link>
		<dc:creator>Commentarium Catholicum &#187; Quinquagesima: Leiden und Auferstehung</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 07:08:58 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Glaube ist entscheidend f&#252;r die Heilung. Durch den Glauben an Christus werden wir erl&#246;st. Das Programm f&#252;r die Quadragesima ist damit umrissen: Uns [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Glaube ist entscheidend f&#252;r die Heilung. Durch den Glauben an Christus werden wir erl&#246;st. Das Programm f&#252;r die Quadragesima ist damit umrissen: Uns [...]</p>
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		<title>Von: str</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/02/10/paulus-und-das-gesetz/comment-page-1/#comment-407658</link>
		<dc:creator>str</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 21:35:54 +0000</pubDate>
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		<description>Paulus setzt zwar &quot;Werke des Gesetzes&quot; gegen den &quot;Glauben&quot; und besteht darauf, da&#223; wir durch letzteren gerecht und gerettet werden, aber da mu&#223; man beachten was &quot;Werke des Gesetzes&quot; hei&#223;t: wenn wir tun, was das Gesetz verlangt aus dem Grund weil es das Gesetz verlangt, dann ist das zwar gehorsam, aber eben nicht ausreichend und wohl auch im Endeffekt nicht durchhaltbar. Erst der Glaube macht das Ganze lebendig und lebbar.

Damit wendet sich aber Paulus nicht gegen das Gesetz - er selbst befolgt es ja bei seinem Jerusalembesuch. Es gibt aber einen Unterschied zwischen den Judenchristen und den Heidenchristen. Erstere sind nat&#252;rlich an die Gebote des Gesetzes gebunden, letzteren werden sie aber nicht auferlegt, von groben Prinzipien abgesehen. Hier ist der erste Ursprung, zwischen ethnisch-kultureller und religi&#246;ser Identit&#228;t zu unterscheiden, wenn auch das &quot;j&#252;dische&quot; Gesetz nicht rein ethnisch ist.

Da machen es sich auch viele zu einfach. Gott hat das Gesetz nicht gegeben, damit es eine Zeit befolgt w&#252;rde und dann weggelegt. Das ist letzlich Marcionismus. Grade in Jesus hat das keine Rechtfertigung, da er ganz anders spricht (und nein, Jesus bricht nirgendwo den Sabbat - er bricht nur die Vorstellungen anderer vom Sabbat) - und Paulus kann da auch nicht angef&#252;hrt werden, weil bei einem etwaigen Widerspruch, immer noch Jesus der Vorzug gegeben werden m&#252;&#223;te.

Allerdings ist es so, da&#223; manches, was im Gesetz steht, heute nur noch typologische Geltung hat, da es ja eben keinen zentralen Tempelkult mehr gibt bzw. der Neue Bund in der Eucharistie ein neues Zentrum gewonnen hat (womit ich aber nicht sagen will, da&#223; die Zerst&#246;rung des Tempels eine Konsequenz christlichen Glaubens w&#228;re - die Apostel konnten die Existenz des Tempels ja auch aushalten).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Paulus setzt zwar &#8220;Werke des Gesetzes&#8221; gegen den &#8220;Glauben&#8221; und besteht darauf, da&#223; wir durch letzteren gerecht und gerettet werden, aber da mu&#223; man beachten was &#8220;Werke des Gesetzes&#8221; hei&#223;t: wenn wir tun, was das Gesetz verlangt aus dem Grund weil es das Gesetz verlangt, dann ist das zwar gehorsam, aber eben nicht ausreichend und wohl auch im Endeffekt nicht durchhaltbar. Erst der Glaube macht das Ganze lebendig und lebbar.</p>
<p>Damit wendet sich aber Paulus nicht gegen das Gesetz &#8211; er selbst befolgt es ja bei seinem Jerusalembesuch. Es gibt aber einen Unterschied zwischen den Judenchristen und den Heidenchristen. Erstere sind nat&#252;rlich an die Gebote des Gesetzes gebunden, letzteren werden sie aber nicht auferlegt, von groben Prinzipien abgesehen. Hier ist der erste Ursprung, zwischen ethnisch-kultureller und religi&#246;ser Identit&#228;t zu unterscheiden, wenn auch das &#8220;j&#252;dische&#8221; Gesetz nicht rein ethnisch ist.</p>
<p>Da machen es sich auch viele zu einfach. Gott hat das Gesetz nicht gegeben, damit es eine Zeit befolgt w&#252;rde und dann weggelegt. Das ist letzlich Marcionismus. Grade in Jesus hat das keine Rechtfertigung, da er ganz anders spricht (und nein, Jesus bricht nirgendwo den Sabbat &#8211; er bricht nur die Vorstellungen anderer vom Sabbat) &#8211; und Paulus kann da auch nicht angef&#252;hrt werden, weil bei einem etwaigen Widerspruch, immer noch Jesus der Vorzug gegeben werden m&#252;&#223;te.</p>
<p>Allerdings ist es so, da&#223; manches, was im Gesetz steht, heute nur noch typologische Geltung hat, da es ja eben keinen zentralen Tempelkult mehr gibt bzw. der Neue Bund in der Eucharistie ein neues Zentrum gewonnen hat (womit ich aber nicht sagen will, da&#223; die Zerst&#246;rung des Tempels eine Konsequenz christlichen Glaubens w&#228;re &#8211; die Apostel konnten die Existenz des Tempels ja auch aushalten).</p>
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		<title>Von: Elsa</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/02/10/paulus-und-das-gesetz/comment-page-1/#comment-407634</link>
		<dc:creator>Elsa</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 09:11:33 +0000</pubDate>
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		<description>M. W. bezieht sich Paulus im ersten Zitat auf die Heidenchristen, von denen manche verlangten, sie m&#252;ssten ERST zum Judentum &#252;bertreten und sich beschneiden lassen. Er spricht sich dagegen aus. Mit dem Argument: Wer das tut, wer sich beschneiden l&#228;sst, um &#252;ber diesen &quot;Umweg&quot; Christ zu werden, der muss aber auch alle Gesetze halten - die die Judenchristen ja auch weiterhin hielten. Es ist eher eine Ermutigung gegen&#252;ber den Heidenchristen, einfach zu glauben. Paulus war ja der Heidenapostel und er war der Meinung, dass neubekehrte Christen einfach in dem Glauben gerechtfertigt waren, und das Beschneiden nicht n&#246;tig sei - da ja Beschnittene die Gesetze halten m&#252;ssten usw.

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		<content:encoded><![CDATA[<p>M. W. bezieht sich Paulus im ersten Zitat auf die Heidenchristen, von denen manche verlangten, sie m&#252;ssten ERST zum Judentum &#252;bertreten und sich beschneiden lassen. Er spricht sich dagegen aus. Mit dem Argument: Wer das tut, wer sich beschneiden l&#228;sst, um &#252;ber diesen &#8220;Umweg&#8221; Christ zu werden, der muss aber auch alle Gesetze halten &#8211; die die Judenchristen ja auch weiterhin hielten. Es ist eher eine Ermutigung gegen&#252;ber den Heidenchristen, einfach zu glauben. Paulus war ja der Heidenapostel und er war der Meinung, dass neubekehrte Christen einfach in dem Glauben gerechtfertigt waren, und das Beschneiden nicht n&#246;tig sei &#8211; da ja Beschnittene die Gesetze halten m&#252;ssten usw.</p>
<p>?</p>
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		<title>Von: mf</title>
		<link>http://commentarium.de/2010/02/10/paulus-und-das-gesetz/comment-page-1/#comment-407564</link>
		<dc:creator>mf</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 22:58:49 +0000</pubDate>
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		<description>Warum die von Paulus geforderte Beachtung aller Gesetze und die Gerechtigkeit durch Glauben gegeneinander ausspielen wollen? Religi&#246;se Gesetze sind nicht um ihrer Eigenschaft willen, Gesetze zu sein, sinnvoll und wichtig und also zu beachten, sondern erhalten ihren n&#228;heren Sinn durch den Bezug auf Gottes Ordnung. Das j&#252;dische Gebot, den Sabbat zu heiligen, erh&#228;lt seinen Sinn dann, wenn man begreift, welche Rolle der Sabbat im Leben eines Juden haben soll. Wenn Jesus vordergr&#252;ndig dieses Gebot mi&#223;achtet, so erh&#228;lt dies doch einen tieferen Sinn, den die Schriftgelehrten damals aber nicht zu erfassen imstande oder willens waren. 

Die Gesetze der Kirche sind sicher etwas anderes als die j&#252;dischen Gebote, aber einen Bezug gibt es schon alleine deshalb, weil das Christentum ohne das Judentum nicht denkbar ist. Wir werden zwar nicht  durch Werke des Gesetzes gerecht, aber ich denke, Gottes Gebote dienen dazu, uns Christen einen Ordnungsrahmen zu geben, der uns davon befreien kann, jeden Tag unser Leben neu nach eigenen Regeln strukturieren zu m&#252;ssen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Warum die von Paulus geforderte Beachtung aller Gesetze und die Gerechtigkeit durch Glauben gegeneinander ausspielen wollen? Religi&#246;se Gesetze sind nicht um ihrer Eigenschaft willen, Gesetze zu sein, sinnvoll und wichtig und also zu beachten, sondern erhalten ihren n&#228;heren Sinn durch den Bezug auf Gottes Ordnung. Das j&#252;dische Gebot, den Sabbat zu heiligen, erh&#228;lt seinen Sinn dann, wenn man begreift, welche Rolle der Sabbat im Leben eines Juden haben soll. Wenn Jesus vordergr&#252;ndig dieses Gebot mi&#223;achtet, so erh&#228;lt dies doch einen tieferen Sinn, den die Schriftgelehrten damals aber nicht zu erfassen imstande oder willens waren. </p>
<p>Die Gesetze der Kirche sind sicher etwas anderes als die j&#252;dischen Gebote, aber einen Bezug gibt es schon alleine deshalb, weil das Christentum ohne das Judentum nicht denkbar ist. Wir werden zwar nicht  durch Werke des Gesetzes gerecht, aber ich denke, Gottes Gebote dienen dazu, uns Christen einen Ordnungsrahmen zu geben, der uns davon befreien kann, jeden Tag unser Leben neu nach eigenen Regeln strukturieren zu m&#252;ssen.</p>
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