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	<title>Kommentare zu: Geyer vs. Mosebach</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
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		<title>Von: mf</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/02/09/geyer-vs-mosebach/comment-page-1/#comment-309952</link>
		<dc:creator>mf</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 11:22:55 +0000</pubDate>
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		<description>Etwas sp&#228;t, da immerhin schon &#252;ber zehn Tage her, aber vielleicht auch lesenswert der Artikel in der FAZ im Nachklang zum p&#228;pstlichen Brief, in welchem von einem &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E6F31726BC6634442A16430B1C8A1EF2C~ATpl~Ecommon~Sspezial.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;dramatischen Autorit&#228;tsverlust&lt;/a&gt; des Papstes die Rede ist. Dies wiederum kann und will ich nicht bewerten, weil es zun&#228;chst einmal eine Hypothese darstellt, deren G&#252;ltigkeit sich erst im Laufe der Zeit erweisen wird - oder auch nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas sp&#228;t, da immerhin schon &#252;ber zehn Tage her, aber vielleicht auch lesenswert der Artikel in der FAZ im Nachklang zum p&#228;pstlichen Brief, in welchem von einem <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E6F31726BC6634442A16430B1C8A1EF2C~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" rel="nofollow">dramatischen Autorit&#228;tsverlust</a> des Papstes die Rede ist. Dies wiederum kann und will ich nicht bewerten, weil es zun&#228;chst einmal eine Hypothese darstellt, deren G&#252;ltigkeit sich erst im Laufe der Zeit erweisen wird &#8211; oder auch nicht.</p>
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		<title>Von: Eliza</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/02/09/geyer-vs-mosebach/comment-page-1/#comment-285147</link>
		<dc:creator>Eliza</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 13:48:34 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Vorredner bemerkte:

“Sicher kann man in Deutschland damit jemanden plattmachen und sollte es nicht zutreffen, w&#228;re es perfide. Nur, die Sache ist: es stimmt ja. Ja, die SSPX hetzt (nicht immer, aber doch hin und wieder) gegen das Judentum.”

Das ist doch eine sehr schiefe Verallgemeinerung, die auch nicht durch die einschr&#228;nkende Parenthese angemessener wird.

Der Zusammenhang, wie solche (mittlerweile hinl&#228;nglich beschworenen) Einstellungen unter der Piusbruderschaft Einfluss gewinnen konnten, ist von Mosebach gut analysiert worden:

“Die Piusbruderschaft wurde [von der Kirche] perfekt abgeschottet; an den Diskussionen der diskussionsfreudigen nachkonziliaren Kirche durfte sie nicht mehr teilnehmen; die jungen Priester zelebrierten die &#252;berlieferte lateinische Messe in Kellern und Garagen. Man k&#246;nnte sagen: Die Bruderschaft baute Wagenburgen, aber um diese Wagenburgen g&#228;hnte die Leere – niemand k&#252;mmerte sich um sie.  Jeder Soziologe wei&#223;, wie es sehr bald um die geistige Verfassung kleiner von der Reibung an der Realit&#228;t abgeschnittener Oppositionsgruppen bestellt ist. Dass die Gruppe gef&#228;hrdet war, h&#228;tte f&#252;r einen verantwortungsvollen Priester gen&#252;gt, sich um sie zu k&#252;mmern.”

Ich halte die Absicht, die weitaus &#252;berwiegende Mehrheit der Harmlosen in dieser Gemeinschaft von den mittlerweile Radikalisierten zu sch&#252;tzen und wieder der Auseinandersetzung mit normalen Katholiken zuzuf&#252;hren, f&#252;r das wahrscheinlichste Motiv, dass die Exkommunikation zur&#252;ckgenommen worden ist.

Soweit der Papst &#252;berhaupt Entscheidungsspielraum hatte, denn ein Exkommunizierter hat einen *Rechtsanspruch* darauf, wieder zu den Sakramenten zugelassen zu werden, sobald der Anlass f&#252;r die Exkommunikation beseitigt ist. Dies war bereits das vierte Mal, dass der Papst von den vier Piusbruderschafts-Bisch&#246;fen um Wiederaufnahme gebeten worden war. Eine Ablehnung h&#228;tte dann eine endg&#252;ltige sein m&#252;ssen, mit der Verantwortung, dass diese sich selber &#252;berlassende Gemeinschaft erst recht radikalisiert w&#252;rde.

Als die eigentliche Gefahr kann man die Abgeschlossenheit der Gemeinschaft deshalb identifizieren, weil diese Menschen ja nicht als Auschwitzleugner und Antisemiten angefangen haben.

Ihr erster Bischof, Lefebvre, war mit beinahe absoluter Sicherheit kein Antisemit: dessen eigener Vater war ins KZ deportiert und umgebracht worden, u.a., weil er Juden geholfen hatte.

Ansonsten bin ich verbl&#252;fft, zu welchen seltsamen Manipulationen der SPIEGEL am 9.2. gegriffen hat, um den beachtlichen Essay von Mosebach zwar aufzunehmen, dabei aber trotzdem so stark in den Hintergrund zu dr&#228;ngen und in ein schiefes Licht zu r&#252;cken wie es die Bebilderung, die &#220;berschriftenredaktion, die Textanordnung und das Layout nur eben hergaben, und mit welcher Hysterie nun auch noch in der FAZ dar&#252;ber berichtet wird, namentlich von diesem merkw&#252;rdigen Geyer, der Mosebach nun wirklich das Wort im Munde herumdreht und den Essay f&#228;lschlich auf einige streitige Punkte reduziert.
Es w&#228;re besser, sich den blo&#223;en Text des Artikels von all solchen Einfl&#252;ssen unverf&#228;lscht zu Gem&#252;te zu f&#252;hren, wie schon erw&#228;hnt worden ist, er ist hier zu finden:: http://www.kath.net/detail.php?id=22132

Provinizialismus erkennt man nicht nur daran, dass in der Provinz nichts Gro&#223;es geleistet wird, sondern auch daran, dass die Provinzler etwas Gutes und Gro&#223;es nicht zu erkennen verm&#246;gen, bzw es nach Kr&#228;ften zu verkleinern trachten. Mosebachs Artikel ist hoch informativ. Die unfasslichen Missverst&#228;ndnisse (oder auch kulturk&#228;mpferischen Verf&#228;lschungen), die um den Fall schweben, k&#246;nnen sich an den von ihm vermittelten Informationen brechen. Das gilt auch dann, wenn man seiner Conclusio &#252;ber den Ultramontanismus und seiner enorm hohen Einsch&#228;tzung des tridentinischen Liturgie *nicht* beipflichtet.

Der Artikel erschien fast unmittelbar nach seiner SPIEGEL-&quot;Ver&#246;ffentlichung” auf mehreren amerikanischen Blogs in akzeptabler englischer &#220;bersetzung. Wie auch dort geurteilt wird, war er geradezu eine Erholung von der sonstigen Hysterie, die in Deutschland bzw auch im SPIEGEL &#252;ber diesen Gnadenakt des Papstes verbreitet wird.—Vgl zB hier:

http://hughofcluny.blogspot.com/2009/02/body-of-church.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Vorredner bemerkte:</p>
<p>“Sicher kann man in Deutschland damit jemanden plattmachen und sollte es nicht zutreffen, w&#228;re es perfide. Nur, die Sache ist: es stimmt ja. Ja, die SSPX hetzt (nicht immer, aber doch hin und wieder) gegen das Judentum.”</p>
<p>Das ist doch eine sehr schiefe Verallgemeinerung, die auch nicht durch die einschr&#228;nkende Parenthese angemessener wird.</p>
<p>Der Zusammenhang, wie solche (mittlerweile hinl&#228;nglich beschworenen) Einstellungen unter der Piusbruderschaft Einfluss gewinnen konnten, ist von Mosebach gut analysiert worden:</p>
<p>“Die Piusbruderschaft wurde [von der Kirche] perfekt abgeschottet; an den Diskussionen der diskussionsfreudigen nachkonziliaren Kirche durfte sie nicht mehr teilnehmen; die jungen Priester zelebrierten die &#252;berlieferte lateinische Messe in Kellern und Garagen. Man k&#246;nnte sagen: Die Bruderschaft baute Wagenburgen, aber um diese Wagenburgen g&#228;hnte die Leere – niemand k&#252;mmerte sich um sie.  Jeder Soziologe wei&#223;, wie es sehr bald um die geistige Verfassung kleiner von der Reibung an der Realit&#228;t abgeschnittener Oppositionsgruppen bestellt ist. Dass die Gruppe gef&#228;hrdet war, h&#228;tte f&#252;r einen verantwortungsvollen Priester gen&#252;gt, sich um sie zu k&#252;mmern.”</p>
<p>Ich halte die Absicht, die weitaus &#252;berwiegende Mehrheit der Harmlosen in dieser Gemeinschaft von den mittlerweile Radikalisierten zu sch&#252;tzen und wieder der Auseinandersetzung mit normalen Katholiken zuzuf&#252;hren, f&#252;r das wahrscheinlichste Motiv, dass die Exkommunikation zur&#252;ckgenommen worden ist.</p>
<p>Soweit der Papst &#252;berhaupt Entscheidungsspielraum hatte, denn ein Exkommunizierter hat einen *Rechtsanspruch* darauf, wieder zu den Sakramenten zugelassen zu werden, sobald der Anlass f&#252;r die Exkommunikation beseitigt ist. Dies war bereits das vierte Mal, dass der Papst von den vier Piusbruderschafts-Bisch&#246;fen um Wiederaufnahme gebeten worden war. Eine Ablehnung h&#228;tte dann eine endg&#252;ltige sein m&#252;ssen, mit der Verantwortung, dass diese sich selber &#252;berlassende Gemeinschaft erst recht radikalisiert w&#252;rde.</p>
<p>Als die eigentliche Gefahr kann man die Abgeschlossenheit der Gemeinschaft deshalb identifizieren, weil diese Menschen ja nicht als Auschwitzleugner und Antisemiten angefangen haben.</p>
<p>Ihr erster Bischof, Lefebvre, war mit beinahe absoluter Sicherheit kein Antisemit: dessen eigener Vater war ins KZ deportiert und umgebracht worden, u.a., weil er Juden geholfen hatte.</p>
<p>Ansonsten bin ich verbl&#252;fft, zu welchen seltsamen Manipulationen der SPIEGEL am 9.2. gegriffen hat, um den beachtlichen Essay von Mosebach zwar aufzunehmen, dabei aber trotzdem so stark in den Hintergrund zu dr&#228;ngen und in ein schiefes Licht zu r&#252;cken wie es die Bebilderung, die &#220;berschriftenredaktion, die Textanordnung und das Layout nur eben hergaben, und mit welcher Hysterie nun auch noch in der FAZ dar&#252;ber berichtet wird, namentlich von diesem merkw&#252;rdigen Geyer, der Mosebach nun wirklich das Wort im Munde herumdreht und den Essay f&#228;lschlich auf einige streitige Punkte reduziert.<br />
Es w&#228;re besser, sich den blo&#223;en Text des Artikels von all solchen Einfl&#252;ssen unverf&#228;lscht zu Gem&#252;te zu f&#252;hren, wie schon erw&#228;hnt worden ist, er ist hier zu finden:: <a href="http://www.kath.net/detail.php?id=22132" rel="nofollow">http://www.kath.net/detail.php?id=22132</a></p>
<p>Provinizialismus erkennt man nicht nur daran, dass in der Provinz nichts Gro&#223;es geleistet wird, sondern auch daran, dass die Provinzler etwas Gutes und Gro&#223;es nicht zu erkennen verm&#246;gen, bzw es nach Kr&#228;ften zu verkleinern trachten. Mosebachs Artikel ist hoch informativ. Die unfasslichen Missverst&#228;ndnisse (oder auch kulturk&#228;mpferischen Verf&#228;lschungen), die um den Fall schweben, k&#246;nnen sich an den von ihm vermittelten Informationen brechen. Das gilt auch dann, wenn man seiner Conclusio &#252;ber den Ultramontanismus und seiner enorm hohen Einsch&#228;tzung des tridentinischen Liturgie *nicht* beipflichtet.</p>
<p>Der Artikel erschien fast unmittelbar nach seiner SPIEGEL-&#8221;Ver&#246;ffentlichung” auf mehreren amerikanischen Blogs in akzeptabler englischer &#220;bersetzung. Wie auch dort geurteilt wird, war er geradezu eine Erholung von der sonstigen Hysterie, die in Deutschland bzw auch im SPIEGEL &#252;ber diesen Gnadenakt des Papstes verbreitet wird.—Vgl zB hier:</p>
<p><a href="http://hughofcluny.blogspot.com/2009/02/body-of-church.html" rel="nofollow">http://hughofcluny.blogspot.com/2009/02/body-of-church.html</a></p>
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		<title>Von: str1977</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/02/09/geyer-vs-mosebach/comment-page-1/#comment-278310</link>
		<dc:creator>str1977</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 09:22:28 +0000</pubDate>
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		<description>Herrn Mosebachs Essy gibt es nun hier zu lesen:

http://www.kath.net/detail.php?id=22132&amp;&amp;print=yes</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herrn Mosebachs Essy gibt es nun hier zu lesen:</p>
<p><a href="http://www.kath.net/detail.php?id=22132&#038;&#038;print=yes" rel="nofollow">http://www.kath.net/detail.php?id=22132&#038;&#038;print=yes</a></p>
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		<title>Von: str1977</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/02/09/geyer-vs-mosebach/comment-page-1/#comment-277036</link>
		<dc:creator>str1977</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 10:03:12 +0000</pubDate>
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		<description>Und da auch die Lesermeinungen ein Thema waren (und es ja nur drei sind).

Lesenswert sind sie allesamt nicht (was aber bei Lesermeinungen auch nicht &#252;berrascht), doch &#228;rgerlich ist nur jener, der &quot;Geyer, der Gro&#223;inquisitor&quot; betitelt ist.

&quot;Wenn die Kirche jeden exkommunizieren w&#252;rde, der gegen Teillehren irgendeines Konzils angeht, dann w&#228;ren die Kirchenb&#228;nke leer.&quot;

Das ist bestenfalls Cafeteria-Katholizismus, denn ein Gl&#228;ubiger kann sich nicht raussuchen, was er von Konzilien  (und es ist nicht irgendeines sondern immerhin ein &#214;kumenisches Konzil) glauben WILL und was nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und da auch die Lesermeinungen ein Thema waren (und es ja nur drei sind).</p>
<p>Lesenswert sind sie allesamt nicht (was aber bei Lesermeinungen auch nicht &#252;berrascht), doch &#228;rgerlich ist nur jener, der &#8220;Geyer, der Gro&#223;inquisitor&#8221; betitelt ist.</p>
<p>&#8220;Wenn die Kirche jeden exkommunizieren w&#252;rde, der gegen Teillehren irgendeines Konzils angeht, dann w&#228;ren die Kirchenb&#228;nke leer.&#8221;</p>
<p>Das ist bestenfalls Cafeteria-Katholizismus, denn ein Gl&#228;ubiger kann sich nicht raussuchen, was er von Konzilien  (und es ist nicht irgendeines sondern immerhin ein &#214;kumenisches Konzil) glauben WILL und was nicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: str1977</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/02/09/geyer-vs-mosebach/comment-page-1/#comment-277013</link>
		<dc:creator>str1977</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 09:52:56 +0000</pubDate>
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		<description>Habe den Mosebach-Essay nun gelesen und kann seinen Ausf&#252;hrungen gr&#246;&#223;tenteils zuzustimmen. 

St&#246;ren tut mich (au&#223;er der &#220;berschrift, denn Papst &quot;mu&#223;&quot; gar  nichts tun), nur seine Darstellung der SSPX als verfolgte Widerstandsk&#228;mpfer, die in Garagen zelebrierten und die einzige Hoffnung der &quot;alten Messe&quot; waren. Da h&#228;tte man erstens zwischen der Zeit vor und nach 1988 bzw. vor und nach 1978 (Papst Johannes Paul II) differenzieren m&#252;ssen, andererseits ber&#252;cksichtigen m&#252;ssen, da&#223; die SSPX ja bei weitem nicht die einzige Traditionalistengruppe war (von denen manche nie ins Schisma gingen). Lefebrve war auch nicht &quot;der einzige Bischof&quot; (einen zweiten, Castro Meyer von Campos, hat er ja 1988 mit ins Schisma gezogen. Sein Nachfolger ist schon l&#228;nger zur&#252;ckgekehrt.)

Insbesondere was er zum Ultramontanen und seiner grundlegenden Bedeutung f&#252;r die europ&#228;ische Freiheit sagt, stimmt voll und ganz.

Geyers Ausf&#252;hrungen dagegen sind eher fragw&#252;rdig: wie k&#246;nnte man denn den Bogen Gottes &#252;berspannen? Von einem &quot;Dummstellen im Namen Gottes&quot; spricht ja Mosebach nicht, eher von einem Aufbrechen der v&#246;lligen Zeitverhaftetheit (im Sinne Chestertons) - von einer v&#246;lligen L&#246;sung von der eigenen Zeit sprechen weder MM noch GKC.

Unbedingten Gehorsam gegen&#252;ber dem Zeitgeist leisten eher die &quot;Liberalen&quot; und auch die SSPX, nur da&#223; letztere dem Geist von 1910 oder 1880 verpflichtet ist, was es aber um keinen Deut besser macht.

In einem Punkt hat Geyer teilweise Recht, wenn er MM widerspricht, der sagt: &quot;die Aufhebung dieser Exkommunikation kann ihm nicht verwehrt werden, wenn er aufrichtig begehrt, zu dieser Einheit zur&#252;ckzukehren.&quot; Ja, das w&#228;re so, nur ist dieser Fall ja bisher nicht eingetreten. Es z&#228;hlen ja nicht Worte sondern Taten.

Aber Geyer tut MM Unrecht, wenn er behauptet, da&#223; [dieser &quot;die Piusbruderschaft im Grunde nur aus liturgischer Perspektive beobachtet: Sie hat den tridentinischen Ritus gerettet; das war ihre historische Aufgabe&quot;. Das sieht MM zwar so (und auch etwas einseitig, wie bereits von mir kritisiert), doch erw&#228;hnt er ausdr&#252;cklich die Wagenburgmentalit&#228;t der SSPX und deren Verbindung mit der franz&#246;sischen Rechten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Habe den Mosebach-Essay nun gelesen und kann seinen Ausf&#252;hrungen gr&#246;&#223;tenteils zuzustimmen. </p>
<p>St&#246;ren tut mich (au&#223;er der &#220;berschrift, denn Papst &#8220;mu&#223;&#8221; gar  nichts tun), nur seine Darstellung der SSPX als verfolgte Widerstandsk&#228;mpfer, die in Garagen zelebrierten und die einzige Hoffnung der &#8220;alten Messe&#8221; waren. Da h&#228;tte man erstens zwischen der Zeit vor und nach 1988 bzw. vor und nach 1978 (Papst Johannes Paul II) differenzieren m&#252;ssen, andererseits ber&#252;cksichtigen m&#252;ssen, da&#223; die SSPX ja bei weitem nicht die einzige Traditionalistengruppe war (von denen manche nie ins Schisma gingen). Lefebrve war auch nicht &#8220;der einzige Bischof&#8221; (einen zweiten, Castro Meyer von Campos, hat er ja 1988 mit ins Schisma gezogen. Sein Nachfolger ist schon l&#228;nger zur&#252;ckgekehrt.)</p>
<p>Insbesondere was er zum Ultramontanen und seiner grundlegenden Bedeutung f&#252;r die europ&#228;ische Freiheit sagt, stimmt voll und ganz.</p>
<p>Geyers Ausf&#252;hrungen dagegen sind eher fragw&#252;rdig: wie k&#246;nnte man denn den Bogen Gottes &#252;berspannen? Von einem &#8220;Dummstellen im Namen Gottes&#8221; spricht ja Mosebach nicht, eher von einem Aufbrechen der v&#246;lligen Zeitverhaftetheit (im Sinne Chestertons) &#8211; von einer v&#246;lligen L&#246;sung von der eigenen Zeit sprechen weder MM noch GKC.</p>
<p>Unbedingten Gehorsam gegen&#252;ber dem Zeitgeist leisten eher die &#8220;Liberalen&#8221; und auch die SSPX, nur da&#223; letztere dem Geist von 1910 oder 1880 verpflichtet ist, was es aber um keinen Deut besser macht.</p>
<p>In einem Punkt hat Geyer teilweise Recht, wenn er MM widerspricht, der sagt: &#8220;die Aufhebung dieser Exkommunikation kann ihm nicht verwehrt werden, wenn er aufrichtig begehrt, zu dieser Einheit zur&#252;ckzukehren.&#8221; Ja, das w&#228;re so, nur ist dieser Fall ja bisher nicht eingetreten. Es z&#228;hlen ja nicht Worte sondern Taten.</p>
<p>Aber Geyer tut MM Unrecht, wenn er behauptet, da&#223; [dieser &#8220;die Piusbruderschaft im Grunde nur aus liturgischer Perspektive beobachtet: Sie hat den tridentinischen Ritus gerettet; das war ihre historische Aufgabe&#8221;. Das sieht MM zwar so (und auch etwas einseitig, wie bereits von mir kritisiert), doch erw&#228;hnt er ausdr&#252;cklich die Wagenburgmentalit&#228;t der SSPX und deren Verbindung mit der franz&#246;sischen Rechten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: str1977</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/02/09/geyer-vs-mosebach/comment-page-1/#comment-270994</link>
		<dc:creator>str1977</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 19:21:56 +0000</pubDate>
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		<description>LP,

1. Wo habe ich jemals Herrn Geyer verteidigt. Wie k&#228;me ich dazu, wo ich doch gerade erst Mosebach und dann Geyer lese.

2. Meinungs&#228;u&#223;erung ist es so oder so! &#220;bertreibung ist es so oder so! Von Germanisten und ihren Stilmitteln halte ich mich lieber fern. Die mag man einsetzen, nur h&#228;ngt das nicht daran, ob man das vorher ank&#252;ndigt. Und andersrum wird es nicht dadurch okay, da&#223; man es ank&#252;ndigt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>LP,</p>
<p>1. Wo habe ich jemals Herrn Geyer verteidigt. Wie k&#228;me ich dazu, wo ich doch gerade erst Mosebach und dann Geyer lese.</p>
<p>2. Meinungs&#228;u&#223;erung ist es so oder so! &#220;bertreibung ist es so oder so! Von Germanisten und ihren Stilmitteln halte ich mich lieber fern. Die mag man einsetzen, nur h&#228;ngt das nicht daran, ob man das vorher ank&#252;ndigt. Und andersrum wird es nicht dadurch okay, da&#223; man es ank&#252;ndigt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: LePenseur</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/02/09/geyer-vs-mosebach/comment-page-1/#comment-270090</link>
		<dc:creator>LePenseur</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 08:32:19 +0000</pubDate>
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		<description>@str197:

ad 1.) Bitte entscheiden Sie sich, ob Sie nun Geyers Einlassungen verteidigen wollen, oder die Ihren.

ad 2.) Sorry, aber der Unterschied, ob ich einen Satz als Meinungs&#228;u&#223;erung t&#228;tige, oder ob ich dabeiu mit dem (als solchen sicherheitshalber gekenntzeichneten!) Stilmittel der Hyperbel arbeite, ist evident! Fragen Sie dazu, bitte, einen Germanisten Ihres Vertrauens ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@str197:</p>
<p>ad 1.) Bitte entscheiden Sie sich, ob Sie nun Geyers Einlassungen verteidigen wollen, oder die Ihren.</p>
<p>ad 2.) Sorry, aber der Unterschied, ob ich einen Satz als Meinungs&#228;u&#223;erung t&#228;tige, oder ob ich dabeiu mit dem (als solchen sicherheitshalber gekenntzeichneten!) Stilmittel der Hyperbel arbeite, ist evident! Fragen Sie dazu, bitte, einen Germanisten Ihres Vertrauens &#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: str1977</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/02/09/geyer-vs-mosebach/comment-page-1/#comment-270067</link>
		<dc:creator>str1977</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 08:09:51 +0000</pubDate>
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		<description>LP,

1. Das ist mir (in diesem Moment) egal worauf Geyer sich bezieht. Ich habe MEINE Meinung gesagt und Sie haben auf diese reagiert. 

2. Nein, das ist kaum ein Unterschied. In beiden F&#228;llen w&#228;re es eine &#252;ble Verleumdung. &#220;brigens Fragen erkennt man an Intonation und Worstellung. In der deutschen Sprach ist &quot;X ist Y&quot; keine Frage sondern eine Feststellung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>LP,</p>
<p>1. Das ist mir (in diesem Moment) egal worauf Geyer sich bezieht. Ich habe MEINE Meinung gesagt und Sie haben auf diese reagiert. </p>
<p>2. Nein, das ist kaum ein Unterschied. In beiden F&#228;llen w&#228;re es eine &#252;ble Verleumdung. &#220;brigens Fragen erkennt man an Intonation und Worstellung. In der deutschen Sprach ist &#8220;X ist Y&#8221; keine Frage sondern eine Feststellung.</p>
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		<title>Von: LePenseur</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/02/09/geyer-vs-mosebach/comment-page-1/#comment-268934</link>
		<dc:creator>LePenseur</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 15:58:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/?p=1701#comment-268934</guid>
		<description>@str1977:
1. Geyer bezieht sich aber nicht auf irgendwelche Predigten von F, G und T —sondern darauf, da&#223; &quot;... Pokerface Williamson stellvertretend f&#252;r seine Bruderschaft hohnl&#228;chelt&quot;.

2. Nat&#252;rlich ist es ein Unterschied, ob ich sage: &quot;Williamson ist daher ein Nazi&quot;, oder ob ich sage: &quot;Polemisch nachgefragt: Williamson ist daher ein Nazi&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@str1977:<br />
1. Geyer bezieht sich aber nicht auf irgendwelche Predigten von F, G und T —sondern darauf, da&#223; &#8220;&#8230; Pokerface Williamson stellvertretend f&#252;r seine Bruderschaft hohnl&#228;chelt&#8221;.</p>
<p>2. Nat&#252;rlich ist es ein Unterschied, ob ich sage: &#8220;Williamson ist daher ein Nazi&#8221;, oder ob ich sage: &#8220;Polemisch nachgefragt: Williamson ist daher ein Nazi&#8221;</p>
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		<title>Von: str1977</title>
		<link>http://commentarium.de/2009/02/09/geyer-vs-mosebach/comment-page-1/#comment-268881</link>
		<dc:creator>str1977</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 15:00:01 +0000</pubDate>
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		<description>LP,

&quot;(lassen wir’s — ich will mich nicht schon durch die blo&#223;e Zitation strafbar machen. Was wei&#223; man, was einem pflichteifrigen deutschen Staatsanwalt nicht alles einf&#228;llt …)&quot;

Seien Sie doch nicht albern. Besagter Staatsanwalt m&#252;&#223;te dann erstmal beim Spiegel und bei kath.net vorstellig werden. &#220;brigens sind sie doch in &#214;sterreich? Lassen Sie mal ihren H&#228;retikerkomplex beiseite.

&quot;Aha. Weil Herr W. sagt, da&#223; seines Erachtens 300.000 … [...], sind auch die Herren F, G, und T (die das nicht gesagt haben) schuldig. Toll!&quot;

Absolut nicht.

Nur haben die Herren Tissier und Fellay (und Galaterra wohl in Predigten) auch alle etwas gesagt. Sie m&#246;gen auf das Holocaustthema fixiert sein, nur geht es bei der Auss&#246;hnung mit der SSPX, bei der &#220;berwindung des Schismas eben nicht prim&#228;r darum, sondern um Glaubensfragen. Und diesem Fall um die Aufrichtigkeit, die sich aus Aussagen dieser Bisch&#246;fe ergibt.

Die Williamson&#039;sche Holocaustleugnung ist quasi nur das Sahneh&#228;ubchen obendrauf. (Und nein, RW ist definitiv nicht der einzige Antisemit innerhalb der SSPX.)

&quot;Wir sind selbstredend allesamt S&#252;nder — das meinten sie doch sicherlich, oder?&quot;

Nein, daf&#252;r verbrauche ich normalerweise kein virtuelle Tinte.

&quot;Dar&#252;berhinaus: Herr Geyer hat seine Polemik eben genau nicht als polemische &#220;berzeichnung gekennzeichnet, ...&quot;

Tut mir leid, aber ich akzeptiere die Logik nicht, da&#223; wenn man es nur vorher sagt, da&#223; dann andere Benimmregeln gelten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>LP,</p>
<p>&#8220;(lassen wir’s — ich will mich nicht schon durch die blo&#223;e Zitation strafbar machen. Was wei&#223; man, was einem pflichteifrigen deutschen Staatsanwalt nicht alles einf&#228;llt …)&#8221;</p>
<p>Seien Sie doch nicht albern. Besagter Staatsanwalt m&#252;&#223;te dann erstmal beim Spiegel und bei kath.net vorstellig werden. &#220;brigens sind sie doch in &#214;sterreich? Lassen Sie mal ihren H&#228;retikerkomplex beiseite.</p>
<p>&#8220;Aha. Weil Herr W. sagt, da&#223; seines Erachtens 300.000 … [...], sind auch die Herren F, G, und T (die das nicht gesagt haben) schuldig. Toll!&#8221;</p>
<p>Absolut nicht.</p>
<p>Nur haben die Herren Tissier und Fellay (und Galaterra wohl in Predigten) auch alle etwas gesagt. Sie m&#246;gen auf das Holocaustthema fixiert sein, nur geht es bei der Auss&#246;hnung mit der SSPX, bei der &#220;berwindung des Schismas eben nicht prim&#228;r darum, sondern um Glaubensfragen. Und diesem Fall um die Aufrichtigkeit, die sich aus Aussagen dieser Bisch&#246;fe ergibt.</p>
<p>Die Williamson&#8217;sche Holocaustleugnung ist quasi nur das Sahneh&#228;ubchen obendrauf. (Und nein, RW ist definitiv nicht der einzige Antisemit innerhalb der SSPX.)</p>
<p>&#8220;Wir sind selbstredend allesamt S&#252;nder — das meinten sie doch sicherlich, oder?&#8221;</p>
<p>Nein, daf&#252;r verbrauche ich normalerweise kein virtuelle Tinte.</p>
<p>&#8220;Dar&#252;berhinaus: Herr Geyer hat seine Polemik eben genau nicht als polemische &#220;berzeichnung gekennzeichnet, &#8230;&#8221;</p>
<p>Tut mir leid, aber ich akzeptiere die Logik nicht, da&#223; wenn man es nur vorher sagt, da&#223; dann andere Benimmregeln gelten.</p>
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