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	<title>Kommentare zu: Keine Zwei-Riten-Kirche</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 May 2012 21:22:42 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Commentarium Catholicum &#187; Wer hat Angst vor der alten Messe?</title>
		<link>http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/comment-page-1/#comment-5207</link>
		<dc:creator>Commentarium Catholicum &#187; Wer hat Angst vor der alten Messe?</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 21:25:55 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Eines der h&#228;ufigsten Argumente gegen eine m&#246;gliche Koexistenz ist die Furcht vor dem Biritualismus. Doch mit diesem Argument, ich schrieb es bereits, l&#228;sst sich das praktisch fl&#228;chendeckende Verbot der alten Messe nicht begr&#252;nden. Denn handelte es sich bei der neuen Messe um einen anderen Ritus, dann fehlte ihm die Legitimation der Tradition. Das Biritualismus-Argument richtet sich in letzter Konsequenz gegen die neue Messe, nicht gegen die alte. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Eines der h&#228;ufigsten Argumente gegen eine m&#246;gliche Koexistenz ist die Furcht vor dem Biritualismus. Doch mit diesem Argument, ich schrieb es bereits, l&#228;sst sich das praktisch fl&#228;chendeckende Verbot der alten Messe nicht begr&#252;nden. Denn handelte es sich bei der neuen Messe um einen anderen Ritus, dann fehlte ihm die Legitimation der Tradition. Das Biritualismus-Argument richtet sich in letzter Konsequenz gegen die neue Messe, nicht gegen die alte. [...]</p>
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		<title>Von: LePenseur</title>
		<link>http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/comment-page-1/#comment-2214</link>
		<dc:creator>LePenseur</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 20:12:06 +0000</pubDate>
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		<description>@Str &amp; Georg:

Sorry, hier liegt ein kleines Mi&#223;verst&#228;ndnis vor: ich habe die &#196;hnlichkeit der Gebets-Struktur des Rosenkranzbetens mit tibetischen Mantras angesprochen, mich aber deshalb noch lange nicht daf&#252;r &lt;b&gt;aus&lt;/b&gt;gesprochen (gebetsm&#252;hlenartige Wiederholungsgebete liegen mir nicht so wirklich ;-)

Ebenso habe ich von tranceartigen mediativen Momenten f&#252;r den Me&#223;besucher gesprochen, die der &quot;Alte Ritus&quot; erm&#246;glicht und die im Novus Ordo durch das st&#228;ndige Gelabere (noch dazu in der Muttersprache, also durch die unmittelbare Verst&#228;ndlichkeit doppelt st&#246;rend!) einigerma&#223;en unm&#246;glich macht. Im Alten Ritus hat ein Hochamt getreu dem Motto &quot;Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen&quot; den st&#228;ndigen Wechsel von ornamentalem Prunk und kl&#246;sterlicher Schlichtheit, von Weihrauch und Kerzenlicht, das n&#252;chterne Pathos des gregorianischen Gesanges, die Kanonstille, unterlegt mit der Musik des Sanctus und (nach der Wandlung) des Benedictus — ein Welttheater, ein geistliches Schauspiel im besten Sinne.

Auch die tollste Papstmesse von heute ist verglichen mit einem (fr&#252;heren) klassischen Pontifikalamt einer x-beliebigen Duodez-Di&#246;zese &quot;a matte Sach&#039;&quot; (um Travnicek zu zitieren). Der Novus Ordo erinnert immer ein wenig an jene DDR-Empf&#228;nge, auf denen realsozialistische Bonzen &quot;in volkseigenen Betrieben hergestellte&quot; Pseudo-Luxus-Canapees mit original Rotk&#228;ppchen-Sekt anboten und sich damit wie die moderne Ausgabe von Louis XIV vorkamen, und doch nur kleinkarierte Figuren blieben ...

Was mich pers&#246;nlich betrifft: ich genie&#223;e so eine Alte Messe &quot;alle heiligen Zeiten&quot; wirklich gerne, konzediere durchaus, da&#223; einer lieblos dahingehudelten Werktags-Stillmesse mit lateinunkundigem Ministrantenb&#252;bel nicht eben das Odium der Erhabenheit anhaftet (insoferne der Novus Ordo den Vorteil hat, da&#223; man weniger kaputtmachen kann, weil schlicht und einfach wenig da ist, was man noch ruinieren k&#246;nnte!), und habe in einem fr&#252;heren Posting ohnehin dargestellt, was meine eigentlichen Pr&#228;ferenzen sind (und die sind von Mantras aber wirklich meilenweit entfernt!). 

Dennoch: wer gekonnt (!) schnell sein Stundengebet einmal labialiter persolviert hat, hat damit ein Erlebnis gehabt, in dem er zu einer Form intuitiven Gebets gelangt ist — das war wenigstens meine Erfahrung. Man &#252;bersieht mit einem Blick das Ganze, erkennt Strukturzusammenh&#228;nge, die einem, am Wort und Vers klebend, nie aufgefallen w&#228;ren, vielleicht liegt es auch an der Hyperventilation ...

Da&#223; der Priester besser nicht in Trance verf&#228;llt, da gebe ich Ihnen v&#246;llig recht. Aber bei den Me&#223;besuchern w&#228;re ich mir da nicht so sicher. Denen t&#228;te ein Trance-Erlebnis vermutlich besser als die bierernste Konzentration auf die peinlich aus dem Stehgreif dahingeholperten F&#252;rbitten, die das gebr&#228;uchliche &quot;Herr, erbarme dich!&quot; oft in ganz anderer Bedeutung erscheinen lassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Str &amp; Georg:</p>
<p>Sorry, hier liegt ein kleines Mi&#223;verst&#228;ndnis vor: ich habe die &#196;hnlichkeit der Gebets-Struktur des Rosenkranzbetens mit tibetischen Mantras angesprochen, mich aber deshalb noch lange nicht daf&#252;r <b>aus</b>gesprochen (gebetsm&#252;hlenartige Wiederholungsgebete liegen mir nicht so wirklich <img src='http://commentarium.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ebenso habe ich von tranceartigen mediativen Momenten f&#252;r den Me&#223;besucher gesprochen, die der &#8220;Alte Ritus&#8221; erm&#246;glicht und die im Novus Ordo durch das st&#228;ndige Gelabere (noch dazu in der Muttersprache, also durch die unmittelbare Verst&#228;ndlichkeit doppelt st&#246;rend!) einigerma&#223;en unm&#246;glich macht. Im Alten Ritus hat ein Hochamt getreu dem Motto &#8220;Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen&#8221; den st&#228;ndigen Wechsel von ornamentalem Prunk und kl&#246;sterlicher Schlichtheit, von Weihrauch und Kerzenlicht, das n&#252;chterne Pathos des gregorianischen Gesanges, die Kanonstille, unterlegt mit der Musik des Sanctus und (nach der Wandlung) des Benedictus — ein Welttheater, ein geistliches Schauspiel im besten Sinne.</p>
<p>Auch die tollste Papstmesse von heute ist verglichen mit einem (fr&#252;heren) klassischen Pontifikalamt einer x-beliebigen Duodez-Di&#246;zese &#8220;a matte Sach&#8217;&#8221; (um Travnicek zu zitieren). Der Novus Ordo erinnert immer ein wenig an jene DDR-Empf&#228;nge, auf denen realsozialistische Bonzen &#8220;in volkseigenen Betrieben hergestellte&#8221; Pseudo-Luxus-Canapees mit original Rotk&#228;ppchen-Sekt anboten und sich damit wie die moderne Ausgabe von Louis XIV vorkamen, und doch nur kleinkarierte Figuren blieben &#8230;</p>
<p>Was mich pers&#246;nlich betrifft: ich genie&#223;e so eine Alte Messe &#8220;alle heiligen Zeiten&#8221; wirklich gerne, konzediere durchaus, da&#223; einer lieblos dahingehudelten Werktags-Stillmesse mit lateinunkundigem Ministrantenb&#252;bel nicht eben das Odium der Erhabenheit anhaftet (insoferne der Novus Ordo den Vorteil hat, da&#223; man weniger kaputtmachen kann, weil schlicht und einfach wenig da ist, was man noch ruinieren k&#246;nnte!), und habe in einem fr&#252;heren Posting ohnehin dargestellt, was meine eigentlichen Pr&#228;ferenzen sind (und die sind von Mantras aber wirklich meilenweit entfernt!). </p>
<p>Dennoch: wer gekonnt (!) schnell sein Stundengebet einmal labialiter persolviert hat, hat damit ein Erlebnis gehabt, in dem er zu einer Form intuitiven Gebets gelangt ist — das war wenigstens meine Erfahrung. Man &#252;bersieht mit einem Blick das Ganze, erkennt Strukturzusammenh&#228;nge, die einem, am Wort und Vers klebend, nie aufgefallen w&#228;ren, vielleicht liegt es auch an der Hyperventilation &#8230;</p>
<p>Da&#223; der Priester besser nicht in Trance verf&#228;llt, da gebe ich Ihnen v&#246;llig recht. Aber bei den Me&#223;besuchern w&#228;re ich mir da nicht so sicher. Denen t&#228;te ein Trance-Erlebnis vermutlich besser als die bierernste Konzentration auf die peinlich aus dem Stehgreif dahingeholperten F&#252;rbitten, die das gebr&#228;uchliche &#8220;Herr, erbarme dich!&#8221; oft in ganz anderer Bedeutung erscheinen lassen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Georg</title>
		<link>http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/comment-page-1/#comment-2212</link>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 19:22:27 +0000</pubDate>
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		<description>&#252;brigens ist gerade deshalb, weil manche Hesychasten (=Vetreter des Jesusgebetes) auf dem Berg Athos Positionen wie unser verehrter Penseur vertreten haben, kam es zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf dem athos zu erbitterten K&#228;mpfen, die- wie es dem hitzigen oriental. Blut nuneinmal entspricht, durchaus auch hanfgreiflich wurden- zwischen den Hesychasten und den Vertretern der &quot;reinen Lehre&quot;, bis man sich einigte, dass es im Jesusgebet keinerlei &#196;hnlichkkeit mit &#246;stl Mantras oder Namensmagie o.&#228; geebe und es in keinem Fall um irgend eine Art von Trance oder Erleuchtung geht...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#252;brigens ist gerade deshalb, weil manche Hesychasten (=Vetreter des Jesusgebetes) auf dem Berg Athos Positionen wie unser verehrter Penseur vertreten haben, kam es zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf dem athos zu erbitterten K&#228;mpfen, die- wie es dem hitzigen oriental. Blut nuneinmal entspricht, durchaus auch hanfgreiflich wurden- zwischen den Hesychasten und den Vertretern der &#8220;reinen Lehre&#8221;, bis man sich einigte, dass es im Jesusgebet keinerlei &#196;hnlichkkeit mit &#246;stl Mantras oder Namensmagie o.&#228; geebe und es in keinem Fall um irgend eine Art von Trance oder Erleuchtung geht&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Str</title>
		<link>http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/comment-page-1/#comment-2211</link>
		<dc:creator>Str</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 18:26:44 +0000</pubDate>
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		<description>Herr Denker,

Ich bin froh, da&#223; mein kleiner Seitenhieb auf jene, die st&#228;ndig von &quot;dem Konzil&quot; oder &quot;vorkonziliar&quot; (meinen die Nicaea I oder doch das Apostelkonzil) reden, gefallen. 

Nun zu ihrem inhaltlichen. Ich habe &#252;berhaupt nichts dagegen solches &quot;mechanisches Beten&quot; als Meditations&#252;bung zu nutzen, wobei man das ihm Einzelfall pr&#252;fen mu&#223; im Hinblick auf die Fundamente der jeweiligen Religion. 

Hier kam meine Mahnung ins Spiel: der Buddhismus und das Christentum sind sich im Ziel diametral entgegengesetzt: jene wolle den Tod, diese das Leben. Es gibt schlie&#223;lich auch Mystik in mehreren Religionen, doch entscheidend ist wie diese geartet ist. (Dies kann man z.B. in Denis de Rougemont&#039;s Die Liebe und das Abendland nachlesen, auch wenn diese in ihrem eigentlich Bereich, einer literaturhistorischen Arbeit wohl nicht sehr viel wert ist. Aber sie arbeitet gut grundlegende Unterschiede heraus.)

Und ich gebe zu bedenken, da&#223; das heilige Me&#223;opfer nicht der rechte Ort f&#252;r eine solche &#220;bung ist, zumal er durch kanonische Stille sich auf den Priester beschr&#228;nken w&#252;rde. Aber ich meine, der Priester sollte bei der Messe besser nicht in Trance fallen. Aber auch f&#252;r die Nichtzelebranten denke ich, gibt es bessere Gelegenheiten f&#252;r Trancezust&#228;nde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Denker,</p>
<p>Ich bin froh, da&#223; mein kleiner Seitenhieb auf jene, die st&#228;ndig von &#8220;dem Konzil&#8221; oder &#8220;vorkonziliar&#8221; (meinen die Nicaea I oder doch das Apostelkonzil) reden, gefallen. </p>
<p>Nun zu ihrem inhaltlichen. Ich habe &#252;berhaupt nichts dagegen solches &#8220;mechanisches Beten&#8221; als Meditations&#252;bung zu nutzen, wobei man das ihm Einzelfall pr&#252;fen mu&#223; im Hinblick auf die Fundamente der jeweiligen Religion. </p>
<p>Hier kam meine Mahnung ins Spiel: der Buddhismus und das Christentum sind sich im Ziel diametral entgegengesetzt: jene wolle den Tod, diese das Leben. Es gibt schlie&#223;lich auch Mystik in mehreren Religionen, doch entscheidend ist wie diese geartet ist. (Dies kann man z.B. in Denis de Rougemont&#8217;s Die Liebe und das Abendland nachlesen, auch wenn diese in ihrem eigentlich Bereich, einer literaturhistorischen Arbeit wohl nicht sehr viel wert ist. Aber sie arbeitet gut grundlegende Unterschiede heraus.)</p>
<p>Und ich gebe zu bedenken, da&#223; das heilige Me&#223;opfer nicht der rechte Ort f&#252;r eine solche &#220;bung ist, zumal er durch kanonische Stille sich auf den Priester beschr&#228;nken w&#252;rde. Aber ich meine, der Priester sollte bei der Messe besser nicht in Trance fallen. Aber auch f&#252;r die Nichtzelebranten denke ich, gibt es bessere Gelegenheiten f&#252;r Trancezust&#228;nde.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: LePenseur</title>
		<link>http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/comment-page-1/#comment-2210</link>
		<dc:creator>LePenseur</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 08:41:13 +0000</pubDate>
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		<description>@Str:

&lt;b&gt;nach dem Konzil (dem von Trient ;-) )&lt;/b&gt;
Gef&#228;llt mir! Gef&#228;llt mir wirklich! Nun zum Inhaltlichen:

Nein, ich glaube in der Tat nicht, da&#223; das Konzil (jenes von Trient, versteht sich) &quot;Unverst&#228;ndlichkeit produzieren&quot; wollte. Nein, das nicht, aber anderer Ziele wegen Unverst&#228;ndlichkeit f&#252;r die breiten Massen in Kauf nehmen — das schon!

Was Ihre Anmerkung
&lt;b&gt;Sobald ein christlicher Ritus mit der Praxis fundamental andersgearteten &#246;stlichen Religionen gleichgesetzt wird, liegt irgendetwas im argen.&lt;/b&gt;
betrifft, stimme ich Ihnen blo&#223; juxta modo zu. Es ist einfach so, da&#223; kultische Aktion — auch &#252;ber die Grenzen der christlichen Konfessionen hinaus — bestimmten Prinzipien und Usancen unterliegt. Und hier gibt es durchaus &quot;vergleichbares&quot; (wenn auch deshalb noch lange nicht &quot;gleichzusetzendes&quot;). So ist die heute fast ausgestorbene &#220;bung in l&#228;ndlichen Gebieten, am Abend gemeinsam den Rosenkranz zu beten (recte: mechanisch dahinzuleiern) m.E. durchaus mit dem (mechanischen) Rezitieren der Mantras im tibetischen Buddhismus zu vergleichen (ebenso das diesbez&#252;glich noch extremere &quot;Jesus-Gebet&quot; der Ostriten). In beiden F&#228;llen soll eine trance-artige Versenkung durch die mechanische, un-aufmerksame Wiederholung immer gleicher kurzer Gebetss&#228;tze erzielt werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Str:</p>
<p><b>nach dem Konzil (dem von Trient <img src='http://commentarium.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )</b><br />
Gef&#228;llt mir! Gef&#228;llt mir wirklich! Nun zum Inhaltlichen:</p>
<p>Nein, ich glaube in der Tat nicht, da&#223; das Konzil (jenes von Trient, versteht sich) &#8220;Unverst&#228;ndlichkeit produzieren&#8221; wollte. Nein, das nicht, aber anderer Ziele wegen Unverst&#228;ndlichkeit f&#252;r die breiten Massen in Kauf nehmen — das schon!</p>
<p>Was Ihre Anmerkung<br />
<b>Sobald ein christlicher Ritus mit der Praxis fundamental andersgearteten &#246;stlichen Religionen gleichgesetzt wird, liegt irgendetwas im argen.</b><br />
betrifft, stimme ich Ihnen blo&#223; juxta modo zu. Es ist einfach so, da&#223; kultische Aktion — auch &#252;ber die Grenzen der christlichen Konfessionen hinaus — bestimmten Prinzipien und Usancen unterliegt. Und hier gibt es durchaus &#8220;vergleichbares&#8221; (wenn auch deshalb noch lange nicht &#8220;gleichzusetzendes&#8221;). So ist die heute fast ausgestorbene &#220;bung in l&#228;ndlichen Gebieten, am Abend gemeinsam den Rosenkranz zu beten (recte: mechanisch dahinzuleiern) m.E. durchaus mit dem (mechanischen) Rezitieren der Mantras im tibetischen Buddhismus zu vergleichen (ebenso das diesbez&#252;glich noch extremere &#8220;Jesus-Gebet&#8221; der Ostriten). In beiden F&#228;llen soll eine trance-artige Versenkung durch die mechanische, un-aufmerksame Wiederholung immer gleicher kurzer Gebetss&#228;tze erzielt werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Str</title>
		<link>http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/comment-page-1/#comment-2208</link>
		<dc:creator>Str</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 07:52:36 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Es ist im Alten Ritus v&#246;llig egal, ob Sie jedes Gebet verstehen (so, wie ja auch die Mantras im tibetischen Buddhismus von den Lamas mit atemberaubender Geschwindigkeit rezitiert werden), wichtig ist das spirituelle “Kontinuum”, das sich dabei aufbaut. Und zu diesem Kontinuum geh&#246;rt eben mehr die Textunverst&#228;ndlichkeit (deshalb “funktioniert” m.E. der alte Ritus auch nur auf Latein), als die Textverst&#228;ndlichkeit, eher die Magie der (meist wiederholten) Zeichen, als die Redundanz erkl&#228;render Worte.&quot;

Sobald ein christlicher Ritus mit der Praxis fundamental andersgearteten &#246;stlichen Religionen gleichgesetzt wird, liegt irgendetwas im argen.

Man mu&#223; sicherlich nicht alles verstehen und es gibt sicherliche &#220;berbetonung der erkl&#228;renden, katechetischen Worte, aber ist die Unverst&#228;ndlichkeit keineswegs die Grundintention des Alten Ritus, sondern um eine mi&#223;br&#228;uchliche Anwendung desselben. Glaubt man den ernsthaft, nach dem Konzil (dem von Trient ;-)) habe man Unverst&#228;ndlichkeit produzieren wollen (welch kluger Schachzug im Kampf gegen den Protestantismus!). Auch war das Latein nicht arkan gedacht, sondern eben zur F&#246;rderung der Einheitlichkeit und als Ausdruck Universalit&#228;t - dies in einer Zeit, als Latein noch weit mehr verbreitet war als heute.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es ist im Alten Ritus v&#246;llig egal, ob Sie jedes Gebet verstehen (so, wie ja auch die Mantras im tibetischen Buddhismus von den Lamas mit atemberaubender Geschwindigkeit rezitiert werden), wichtig ist das spirituelle “Kontinuum”, das sich dabei aufbaut. Und zu diesem Kontinuum geh&#246;rt eben mehr die Textunverst&#228;ndlichkeit (deshalb “funktioniert” m.E. der alte Ritus auch nur auf Latein), als die Textverst&#228;ndlichkeit, eher die Magie der (meist wiederholten) Zeichen, als die Redundanz erkl&#228;render Worte.&#8221;</p>
<p>Sobald ein christlicher Ritus mit der Praxis fundamental andersgearteten &#246;stlichen Religionen gleichgesetzt wird, liegt irgendetwas im argen.</p>
<p>Man mu&#223; sicherlich nicht alles verstehen und es gibt sicherliche &#220;berbetonung der erkl&#228;renden, katechetischen Worte, aber ist die Unverst&#228;ndlichkeit keineswegs die Grundintention des Alten Ritus, sondern um eine mi&#223;br&#228;uchliche Anwendung desselben. Glaubt man den ernsthaft, nach dem Konzil (dem von Trient <img src='http://commentarium.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) habe man Unverst&#228;ndlichkeit produzieren wollen (welch kluger Schachzug im Kampf gegen den Protestantismus!). Auch war das Latein nicht arkan gedacht, sondern eben zur F&#246;rderung der Einheitlichkeit und als Ausdruck Universalit&#228;t &#8211; dies in einer Zeit, als Latein noch weit mehr verbreitet war als heute.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: LePenseur</title>
		<link>http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/comment-page-1/#comment-2200</link>
		<dc:creator>LePenseur</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Nov 2006 19:03:01 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;/i&gt;

&lt;b&gt;@Georg:&lt;/b&gt;

Zu Ihrer Ehrenrettung :-) sei den Uneingeweihten allerdings gesagt, da&#223; das monastische Stundenbuch (soferne es sich um das &quot;Original&quot; handelt) mit seinen 12 Psalmen in der Matutin auch ca. doppelt so lang ist ...

Da&#223; sie den Paradigmenwechsel nach V2 mit Freuden begr&#252;&#223;en w&#252;rden, war f&#252;r mich abzusehen. Ich bin anderer Meinung (was sie nicht zu st&#246;ren braucht) — mir kam es nur darauf an, diesen Paradigmenwechsel, der in papsttreu-neokonservativen Katholenkreisen gerne unter den Teppich gekehrt wird (unter dem Motto: &quot;Ein &lt;b&gt;w&#252;rdig&lt;/b&gt; gefeierter Novus-Ordo-Gottesdienst ist eigentlich fast nicht von einer tridentinischen Messe zu unterscheiden, nur verst&#228;ndlicher und daher besser!&quot;), herauszuarbeiten. Es geht um die Gesamthaltung, nicht darum, ob der Psalm Judica jetzt gebetet oder ausgelassen wird. Und die Gesamthaltung hat sich eben um fast 180 Grad ge&#228;ndert.

Nur um ein Mi&#223;verst&#228;ndnis aufzukl&#228;ren:
&lt;i&gt;... da kann ich genauso gut glossolalieren. Ihre Argumentation erinnert auch frappant an die Verfechter dieser &#220;bung ...&lt;/i&gt;
Glossolalie ist nicht meine Sache. Sehr wohl aber z.B. das Beten eines Priesters &quot;sotto voce&quot; zu Musik (das ich &#228;sthetisch sehr ansprechend finde). Oder der Genu&#223;, den eine Schlu&#223;fuge beim Gloria einer Bach- oder Haydn-Messe vermittelt, obwohl der Text genaugenommen durhc die Verschachtelungen und Wiederholungen auch im Grunde unverst&#228;ndlich ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><b>@Georg:</b></p>
<p>Zu Ihrer Ehrenrettung <img src='http://commentarium.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  sei den Uneingeweihten allerdings gesagt, da&#223; das monastische Stundenbuch (soferne es sich um das &#8220;Original&#8221; handelt) mit seinen 12 Psalmen in der Matutin auch ca. doppelt so lang ist &#8230;</p>
<p>Da&#223; sie den Paradigmenwechsel nach V2 mit Freuden begr&#252;&#223;en w&#252;rden, war f&#252;r mich abzusehen. Ich bin anderer Meinung (was sie nicht zu st&#246;ren braucht) — mir kam es nur darauf an, diesen Paradigmenwechsel, der in papsttreu-neokonservativen Katholenkreisen gerne unter den Teppich gekehrt wird (unter dem Motto: &#8220;Ein <b>w&#252;rdig</b> gefeierter Novus-Ordo-Gottesdienst ist eigentlich fast nicht von einer tridentinischen Messe zu unterscheiden, nur verst&#228;ndlicher und daher besser!&#8221;), herauszuarbeiten. Es geht um die Gesamthaltung, nicht darum, ob der Psalm Judica jetzt gebetet oder ausgelassen wird. Und die Gesamthaltung hat sich eben um fast 180 Grad ge&#228;ndert.</p>
<p>Nur um ein Mi&#223;verst&#228;ndnis aufzukl&#228;ren:<br />
<i>&#8230; da kann ich genauso gut glossolalieren. Ihre Argumentation erinnert auch frappant an die Verfechter dieser &#220;bung &#8230;</i><br />
Glossolalie ist nicht meine Sache. Sehr wohl aber z.B. das Beten eines Priesters &#8220;sotto voce&#8221; zu Musik (das ich &#228;sthetisch sehr ansprechend finde). Oder der Genu&#223;, den eine Schlu&#223;fuge beim Gloria einer Bach- oder Haydn-Messe vermittelt, obwohl der Text genaugenommen durhc die Verschachtelungen und Wiederholungen auch im Grunde unverst&#228;ndlich ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Georg</title>
		<link>http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/comment-page-1/#comment-2199</link>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Nov 2006 17:18:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/#comment-2199</guid>
		<description>Gut, da haben Sie , verehrter Penseur, unsere wichtigsten Differenzen ziemlich genau auf den Punkt gebracht;
wobei ich der &#220;berbetonung der katechetischen oder p&#228;dagogischen Funktion der Liturgie seit dem Vatikanum II allerdings auch kritisch gegen&#252;berstehe.
Im Gegensatz zu Ihnen ist mir alles Magische und &quot;Urreligi&#246;se&quot; a la Mantra usw. doch &#228;u&#223;erst suspekt.
Ich wei&#223; schon, dass es ein Irrtum ist, man m&#252;sse jedes Wort verstehen, ja es ist &#252;berhaupt verfehlt, wenn man das Mysterium fidei allein oder auch nur vorwiegend verstandesm&#228;&#223;ig erfassen will.(praestet fides suplementum sensuum defectui!!!)
Das mechanische  Herunterleiern theologisch so wertvoller Texte wie es die liturg. Texte nun einmal sind ist aber nicht nur schade sondern meiner Meinung schon eigentlich eine moralische Verfehlung.
Denn auch wenn  mein Geist und mein Intellekt nicht immer alles erfassen und mitvollziehen kann, so soll er sich doch im Gebet ganz auf Gott ausrichten, wenigstens seinem Streben nach....
(mens concordet voci)
Von daher ist es f&#252;r mich sinnlos, m&#246;glichst schnell die Psalmen oder andere liturg. Texte labialiter zu persolvieren....da kann ich genauso gut glossolalieren. Ihre Argumentation erinnert auch frappant an die Verfechter dieser &#220;bung...wobei die Glossolalie schon l&#228;ngst keinen Platz mehr in der Liturgie hat....
Dass in der Orthodoxie &#228;hnlich wie in der Synagoge bis heute der Grundsatz gilt: Hauptsache es wurde gelesen (am besten gleich zweimal, sicher ist sicher- so ein orthodoxer j&#252;d. Freund zu mir einmal w&#228;hrend eines Synagogengottesdienstes am Shabbes in der&quot;Schul am Judenplatz&quot;) ist mir bekannt, bleibt mir aber fremd;

wenn das der wesentliche Bruch oder Paradigmenwechsel nach
in der r&#246;m.Liturgie nach dem Vatic. II war, dann begr&#252;&#223;e ich ihn mit Freuden.
(ich brauche &#252;brigens f&#252;r das monastische Stundenbuch, obwohl ich die Psalmen auswendig kann und das ich t&#228;glich vollst&#228;ndig bete weiterhin insgesamt etwa 9o min....so long....no
braucht der Hergott ziemlich viel Geduld mit mir;-))
aber schneller kann ichs nicht und wann der Hergott ned (ondas) w&#252;ll nutzt des goa nix;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gut, da haben Sie , verehrter Penseur, unsere wichtigsten Differenzen ziemlich genau auf den Punkt gebracht;<br />
wobei ich der &#220;berbetonung der katechetischen oder p&#228;dagogischen Funktion der Liturgie seit dem Vatikanum II allerdings auch kritisch gegen&#252;berstehe.<br />
Im Gegensatz zu Ihnen ist mir alles Magische und &#8220;Urreligi&#246;se&#8221; a la Mantra usw. doch &#228;u&#223;erst suspekt.<br />
Ich wei&#223; schon, dass es ein Irrtum ist, man m&#252;sse jedes Wort verstehen, ja es ist &#252;berhaupt verfehlt, wenn man das Mysterium fidei allein oder auch nur vorwiegend verstandesm&#228;&#223;ig erfassen will.(praestet fides suplementum sensuum defectui!!!)<br />
Das mechanische  Herunterleiern theologisch so wertvoller Texte wie es die liturg. Texte nun einmal sind ist aber nicht nur schade sondern meiner Meinung schon eigentlich eine moralische Verfehlung.<br />
Denn auch wenn  mein Geist und mein Intellekt nicht immer alles erfassen und mitvollziehen kann, so soll er sich doch im Gebet ganz auf Gott ausrichten, wenigstens seinem Streben nach&#8230;.<br />
(mens concordet voci)<br />
Von daher ist es f&#252;r mich sinnlos, m&#246;glichst schnell die Psalmen oder andere liturg. Texte labialiter zu persolvieren&#8230;.da kann ich genauso gut glossolalieren. Ihre Argumentation erinnert auch frappant an die Verfechter dieser &#220;bung&#8230;wobei die Glossolalie schon l&#228;ngst keinen Platz mehr in der Liturgie hat&#8230;.<br />
Dass in der Orthodoxie &#228;hnlich wie in der Synagoge bis heute der Grundsatz gilt: Hauptsache es wurde gelesen (am besten gleich zweimal, sicher ist sicher- so ein orthodoxer j&#252;d. Freund zu mir einmal w&#228;hrend eines Synagogengottesdienstes am Shabbes in der&#8221;Schul am Judenplatz&#8221;) ist mir bekannt, bleibt mir aber fremd;</p>
<p>wenn das der wesentliche Bruch oder Paradigmenwechsel nach<br />
in der r&#246;m.Liturgie nach dem Vatic. II war, dann begr&#252;&#223;e ich ihn mit Freuden.<br />
(ich brauche &#252;brigens f&#252;r das monastische Stundenbuch, obwohl ich die Psalmen auswendig kann und das ich t&#228;glich vollst&#228;ndig bete weiterhin insgesamt etwa 9o min&#8230;.so long&#8230;.no<br />
braucht der Hergott ziemlich viel Geduld mit mir;-))<br />
aber schneller kann ichs nicht und wann der Hergott ned (ondas) w&#252;ll nutzt des goa nix;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: LePenseur</title>
		<link>http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/comment-page-1/#comment-2198</link>
		<dc:creator>LePenseur</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Nov 2006 09:00:28 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;b&gt;@Georg:&lt;/b&gt;

Warum sollten Sie b&#246;se sein &quot;d&#252;rfen&quot;? Ziemt sich denn das f&#252;r Christen? Tz, tz, tz ...

Nun, Ihre Anmerkungen zum alten R&#246;mischen Ritus sind f&#252;r mich nicht etwas wirklich Neues. Ich kenne diese Empfindungen, die Sie beschreiben, aus eigener Erfahrung. Ich war schlie&#223;lich lange genug Besucher von Opus-Dei-Priestern &quot;w&#252;rdig gefeierter Novus-Ordo-Messen&quot; und besuchte danach durch viele Jahre Messen im Alten Ritus (diese mittlerweile auch eher nur sehr kursorisch — aber das hat weniger &quot;rituelle&quot; als vielmehr glaubensm&#228;&#223;ige Gr&#252;nde). Aber lassen Sie mich dennoch ein paar Kommentare machen:

&lt;i&gt;der Priester feiert fl&#252;sternd in einem atemberaubenden Tempo einen Gottesdienst bei dem man [...] selbst die zahlreichen Riten kaum mitverfolgen kann - von den Texten gar nicht zu reden und am Ende hat jeder das Gef&#252;hl: Deo gratias-gemma ham…&lt;/i&gt;
Hier unterliegen Sie dem Verst&#228;ndnis (das ich durchaus als Mi&#223;verst&#228;ndnis bezeichnen m&#246;chte!) der V2-Ideologie, die die katechetische Seite des Gottesdienstes allein und damit &lt;b&gt;&#252;ber&lt;/b&gt;-betont und die meditative Seite vernachl&#228;ssigt. Es ist im Alten Ritus v&#246;llig egal, ob Sie jedes Gebet verstehen (so, wie ja auch die Mantras im tibetischen Buddhismus von den Lamas mit atemberaubender Geschwindigkeit rezitiert werden), wichtig ist das spirituelle &quot;Kontinuum&quot;, das sich dabei aufbaut. Und zu diesem Kontinuum geh&#246;rt eben mehr die Text&lt;b&gt;un&lt;/b&gt;verst&#228;ndlichkeit (deshalb &quot;funktioniert&quot; m.E. der alte Ritus auch nur auf Latein), als die Textverst&#228;ndlichkeit, eher die Magie der (meist wiederholten) Zeichen, als die Redundanz erkl&#228;render Worte. Und all diese Elemente hat der alte Ritus eben mit den Ostriten gemeinsam, die ja ebenso (bei aller Verschiedenheit) sich  durch Bild- und Gestenreichtum und Textunverst&#228;ndlichkeit (Sprechtempo, psalmodierende Vortragsweise, mehr oder weniger unverst&#228;ndliche Liturgiesprache) &#228;hnlich sind, wie andererseits der Novus Ordo in seiner katechetischen &quot;Verwortung&quot; den Gottesdiensten der Protestanten &#228;hnlich ist.

Damit mich keiner falsch versteht: ich bin kein Anh&#228;nger einer &quot;Weihrauchschwaden-Mystik&quot; (wenn ich sie auch in Form eines &quot;tridentinischen&quot; levitierten Hochamtes und unter Auff&#252;hrung z.B. einer Mozart-Messe als sakrales Gesamtkunstwerks sehr zu sch&#228;tzen wei&#223;!) — aber ich mu&#223; der Ehrlichkeit halber bekennen, da&#223; hier eben rund ums V2 ein Paradigmenwechsel (wie man heute zu sagen pflegt) stattfand und nicht versuchen, dar&#252;ber &quot;hinwegzumogeln&quot; (ich m&#246;chte Ihnen hier keine b&#246;se Absicht unterstellen, aber f&#252;r mich w&#228;re das eben &quot;Mogelei&quot; — sorry!).

F&#252;r mich pers&#246;nlich, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, s&#228;he der &quot;Idealritus&quot; ohnehin total anders aus: zwar sehr wohl auf Latein (ich liebe einfach diese Sprache von einzigartiger Pr&#228;gnanz und archaischer Strenge!), aber fast ohne &quot;Riten&quot;, jedenfalls ohne regelm&#228;&#223;ige Eucharistiefeier (einmal im Jahr zum Gr&#252;ndonnerstag w&#252;rde mir, ehrlich gesagt, v&#246;llig reichen). Auch keine Me&#223;gew&#228;nder — &quot;Clergyman&quot; ist genug, dezenter Blumenschmuck, an und ab Weihrauch und ein paar Kerzen sind auch ganz nett. Abgesehen von ein paar f&#252;r den jeweiligen Tag festgelegten Lesungen, Orationen und Versikeln frei gestaltete Betrachtung eines Glaubensgegenstandes durch den Priester (bei aller Liebe zum Latein: das nat&#252;rlich auf Deutsch!) — falls Sie einmal in der Krypta der Wiener Peterskirche an einer &quot;Betrachtung&quot; durch Opus-Dei-Priester teilgenommen haben sollten, dann wissen Sie in etwa, was ich meine. Dazwischen meditative Musik. Das ganze h&#228;tte dann — wie ich gerne konzediere — eher den Charakter einer weihevollen Logensitzung als den einer &quot;Messe&quot; (und zwar weder des Alten Ritus, noch des Novus Ordo).

Aber das sind eben meine pers&#246;nlichen Vorstellungen, die mein Urteil &#252;ber die Differenz &quot;Alte-Messe&quot; — Novus Ordo nicht beeinflussen.

&lt;i&gt;... obwohl ich den r&#246;m Canon in seiner lat. Fassung auswendig kann, gelang es mir nicht einmal in Stille ihn in der Geschwindigkeit des Priesters mitzubeten.&lt;/i&gt;
Das ist &#220;bungssache, denke ich mal. Ich habe jahrelang Teile des Breviers (regelm&#228;&#223;ig alles w&#228;re mir denn doch zu m&#252;hsam gewesen) gebetet und kann sagen: auch mit einem ganzen Tagesoffizium (Stil 1962 — also nur 3 Lesungen) war ich in ca. 35 min. &quot;durch&quot;, wenn ich mich beeilte. Das bedeutet nat&#252;rlich eine Rezitationsweise, die z.B. die Psalmen (die man ja eh &quot;halb auswendig&quot; kennt) eher pointillistisch hintupft, als mit dem Pinsel der silben- und Wortverst&#228;ndlichkeit breit ausmalt. &quot;Modo Romano&quot;, halt — so, wie die &quot;stille Messe&quot; in 17 min. etc. etc. ...

&lt;i&gt;Aber von W&#252;rde, Anbetung, Mystik, und v.a. Inhalt bleibt da f&#252;r den normal sterblichen Christgl&#228;ubigen nicht mehr viel &#252;ber&lt;/i&gt;
... schrieben Sie oben: glauben Sie mir, ich wei&#223; genau, was Sie meinen! Es wird Sie aber nach vorstehenden Ausf&#252;hrungen nicht &#252;berraschen, da&#223; ich da anderer Meinung bin. &quot;Ganz im Gegenteil&quot;, w&#252;rde ich sogar sagen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><b>@Georg:</b></p>
<p>Warum sollten Sie b&#246;se sein &#8220;d&#252;rfen&#8221;? Ziemt sich denn das f&#252;r Christen? Tz, tz, tz &#8230;</p>
<p>Nun, Ihre Anmerkungen zum alten R&#246;mischen Ritus sind f&#252;r mich nicht etwas wirklich Neues. Ich kenne diese Empfindungen, die Sie beschreiben, aus eigener Erfahrung. Ich war schlie&#223;lich lange genug Besucher von Opus-Dei-Priestern &#8220;w&#252;rdig gefeierter Novus-Ordo-Messen&#8221; und besuchte danach durch viele Jahre Messen im Alten Ritus (diese mittlerweile auch eher nur sehr kursorisch — aber das hat weniger &#8220;rituelle&#8221; als vielmehr glaubensm&#228;&#223;ige Gr&#252;nde). Aber lassen Sie mich dennoch ein paar Kommentare machen:</p>
<p><i>der Priester feiert fl&#252;sternd in einem atemberaubenden Tempo einen Gottesdienst bei dem man [...] selbst die zahlreichen Riten kaum mitverfolgen kann &#8211; von den Texten gar nicht zu reden und am Ende hat jeder das Gef&#252;hl: Deo gratias-gemma ham…</i><br />
Hier unterliegen Sie dem Verst&#228;ndnis (das ich durchaus als Mi&#223;verst&#228;ndnis bezeichnen m&#246;chte!) der V2-Ideologie, die die katechetische Seite des Gottesdienstes allein und damit <b>&#252;ber</b>-betont und die meditative Seite vernachl&#228;ssigt. Es ist im Alten Ritus v&#246;llig egal, ob Sie jedes Gebet verstehen (so, wie ja auch die Mantras im tibetischen Buddhismus von den Lamas mit atemberaubender Geschwindigkeit rezitiert werden), wichtig ist das spirituelle &#8220;Kontinuum&#8221;, das sich dabei aufbaut. Und zu diesem Kontinuum geh&#246;rt eben mehr die Text<b>un</b>verst&#228;ndlichkeit (deshalb &#8220;funktioniert&#8221; m.E. der alte Ritus auch nur auf Latein), als die Textverst&#228;ndlichkeit, eher die Magie der (meist wiederholten) Zeichen, als die Redundanz erkl&#228;render Worte. Und all diese Elemente hat der alte Ritus eben mit den Ostriten gemeinsam, die ja ebenso (bei aller Verschiedenheit) sich  durch Bild- und Gestenreichtum und Textunverst&#228;ndlichkeit (Sprechtempo, psalmodierende Vortragsweise, mehr oder weniger unverst&#228;ndliche Liturgiesprache) &#228;hnlich sind, wie andererseits der Novus Ordo in seiner katechetischen &#8220;Verwortung&#8221; den Gottesdiensten der Protestanten &#228;hnlich ist.</p>
<p>Damit mich keiner falsch versteht: ich bin kein Anh&#228;nger einer &#8220;Weihrauchschwaden-Mystik&#8221; (wenn ich sie auch in Form eines &#8220;tridentinischen&#8221; levitierten Hochamtes und unter Auff&#252;hrung z.B. einer Mozart-Messe als sakrales Gesamtkunstwerks sehr zu sch&#228;tzen wei&#223;!) — aber ich mu&#223; der Ehrlichkeit halber bekennen, da&#223; hier eben rund ums V2 ein Paradigmenwechsel (wie man heute zu sagen pflegt) stattfand und nicht versuchen, dar&#252;ber &#8220;hinwegzumogeln&#8221; (ich m&#246;chte Ihnen hier keine b&#246;se Absicht unterstellen, aber f&#252;r mich w&#228;re das eben &#8220;Mogelei&#8221; — sorry!).</p>
<p>F&#252;r mich pers&#246;nlich, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, s&#228;he der &#8220;Idealritus&#8221; ohnehin total anders aus: zwar sehr wohl auf Latein (ich liebe einfach diese Sprache von einzigartiger Pr&#228;gnanz und archaischer Strenge!), aber fast ohne &#8220;Riten&#8221;, jedenfalls ohne regelm&#228;&#223;ige Eucharistiefeier (einmal im Jahr zum Gr&#252;ndonnerstag w&#252;rde mir, ehrlich gesagt, v&#246;llig reichen). Auch keine Me&#223;gew&#228;nder — &#8220;Clergyman&#8221; ist genug, dezenter Blumenschmuck, an und ab Weihrauch und ein paar Kerzen sind auch ganz nett. Abgesehen von ein paar f&#252;r den jeweiligen Tag festgelegten Lesungen, Orationen und Versikeln frei gestaltete Betrachtung eines Glaubensgegenstandes durch den Priester (bei aller Liebe zum Latein: das nat&#252;rlich auf Deutsch!) — falls Sie einmal in der Krypta der Wiener Peterskirche an einer &#8220;Betrachtung&#8221; durch Opus-Dei-Priester teilgenommen haben sollten, dann wissen Sie in etwa, was ich meine. Dazwischen meditative Musik. Das ganze h&#228;tte dann — wie ich gerne konzediere — eher den Charakter einer weihevollen Logensitzung als den einer &#8220;Messe&#8221; (und zwar weder des Alten Ritus, noch des Novus Ordo).</p>
<p>Aber das sind eben meine pers&#246;nlichen Vorstellungen, die mein Urteil &#252;ber die Differenz &#8220;Alte-Messe&#8221; — Novus Ordo nicht beeinflussen.</p>
<p><i>&#8230; obwohl ich den r&#246;m Canon in seiner lat. Fassung auswendig kann, gelang es mir nicht einmal in Stille ihn in der Geschwindigkeit des Priesters mitzubeten.</i><br />
Das ist &#220;bungssache, denke ich mal. Ich habe jahrelang Teile des Breviers (regelm&#228;&#223;ig alles w&#228;re mir denn doch zu m&#252;hsam gewesen) gebetet und kann sagen: auch mit einem ganzen Tagesoffizium (Stil 1962 — also nur 3 Lesungen) war ich in ca. 35 min. &#8220;durch&#8221;, wenn ich mich beeilte. Das bedeutet nat&#252;rlich eine Rezitationsweise, die z.B. die Psalmen (die man ja eh &#8220;halb auswendig&#8221; kennt) eher pointillistisch hintupft, als mit dem Pinsel der silben- und Wortverst&#228;ndlichkeit breit ausmalt. &#8220;Modo Romano&#8221;, halt — so, wie die &#8220;stille Messe&#8221; in 17 min. etc. etc. &#8230;</p>
<p><i>Aber von W&#252;rde, Anbetung, Mystik, und v.a. Inhalt bleibt da f&#252;r den normal sterblichen Christgl&#228;ubigen nicht mehr viel &#252;ber</i><br />
&#8230; schrieben Sie oben: glauben Sie mir, ich wei&#223; genau, was Sie meinen! Es wird Sie aber nach vorstehenden Ausf&#252;hrungen nicht &#252;berraschen, da&#223; ich da anderer Meinung bin. &#8220;Ganz im Gegenteil&#8221;, w&#252;rde ich sogar sagen &#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Georg</title>
		<link>http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/comment-page-1/#comment-2197</link>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2006 20:02:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://commentarium.de/2006/11/18/keine-zwei-riten-kirche/#comment-2197</guid>
		<description>@LePenseur
daf ich b&#246;se sein?
Die Armenier kenne ich (sowohl die Mechitaristen als auch die Armenisch-apostol.Kirche hier im dritten Bezirk)-die Maroniten kenne ich nicht, daf&#252;r war ich des &#246;fteren bei den Kopten, sehr oft bin ich bei den Giech. Katholiken in St. Barbara, gut kenne ich die russisch, serbisch und-griech.orthodoxen Kirchen, den syro malbarischen ritus kenne ich von eigenem erleben und nat&#252;rlich nicht zuletzt den r&#246;m. ritus nach dem Messbuch von 1962, gefeiet von der Priesterbruderschasft des Hl. Petrus.

Es stimmt: am &#228;hnlichsten sind sich wohl der armen. Ritus (nichtzuletzt durch die Latinisierung dieses Ritus)und unser Ritus nach dem Me&#223;buch von 1962; am auff&#228;lligsten sind f&#252;r den and&#228;chtig beiwohnenden Gl&#228;ubigen folgende Merkmale:
der Priester feiert fl&#252;sternd in einem atemberaubenden Tempo einen Gottesdienst bei dem man -meist bedingt durch die r&#228;umliche Entfernung- selbst die zahlreichen Riten kaum mitverfolgen kann-von den Texten gar nicht zu reden und am Ende hat jeder das Gef&#252;hl: Deo gratias-gemma ham...
Nat&#252;rlich, wie gesagt, das war jetzt bewu&#223;t b&#246;se und etwas &#252;berzeichnet; ich hab mir auch die Freiheit genommen und mich an einem werktag ganz nahe zum Altar in der Kapuzinerkirche gesetzt, um die hl. Handlung besser mitfeiern zu k&#246;nnen...ich muss gestehen ich bin ein Latinist, aber durch die Arkandisziplin, war es mir von wenigen Teilen abgesehen, unm&#246;glich irgendetwas vom Gottesdienst zu erfassen, au&#223;er, dass eine &#252;berdurchschnittlich hohe Anzahl von Kreuzzeichen, Verneigungen, Kniebeugen Bewegungen von links nach rechts und umgekehrt stattfanden und obwohl ich den r&#246;m Canon in seiner lat. Fassung auswendig kann, gelang es mir nicht einmal in Stille ihn in der Geschwindigkeit des Priesters mitzubeten. Ich war noch immer bei &quot;quorum meritis precibusque concedas..&quot;, als schon l&#228;ngst die Wandlung war ......
&#196;hnlich wars beim Schlu&#223;evangelium...abgesehen davon, dass es von einem uralten, m&#228;&#223;ig tiefsinnigen Marienlied &#252;bert&#246;nt wurde, konnte ich den Prolog des Johannes nicht einmal gedanklich in der Schnelligkeit mitvollziehen, in der der gute Pater schon l&#228;ngst fertig war.....
ganz &#228;hnlich wirkt die Zelebrationsweise beim arme. Ritus und bei den Orthodoxen und den griech. katholischen werde ich ohnehin den Verdacht nicht los, dass sie ziemlich viele Stillgebete einfach auslassen und lediglich die Schlu&#223;doxologien laut singen :u vijeki vijekow.Amin.
Ich mache diesen Priestern ja keinen Vorwirf: bei einer derartigen F&#252;lle von Text, der noch dazu z.t.des &#246;fteren wiederholt wird, steigt man gern aufs Gas. Aber von W&#252;rde, Anbetung, Mystik, und v.a. Inhalt bleibt da f&#252;r den normal sterblichen Christgl&#228;ubigen nicht mehr viel &#252;ber: jetzt versteh ich den Text der ber&#252;hmten Messreihe &#252;brigens besser :&quot;Hier liegt vor deiner Majest&#228;t im Staub die Christenheit....&quot;
Ob wir dorthin zur&#252;ck sollen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@LePenseur<br />
daf ich b&#246;se sein?<br />
Die Armenier kenne ich (sowohl die Mechitaristen als auch die Armenisch-apostol.Kirche hier im dritten Bezirk)-die Maroniten kenne ich nicht, daf&#252;r war ich des &#246;fteren bei den Kopten, sehr oft bin ich bei den Giech. Katholiken in St. Barbara, gut kenne ich die russisch, serbisch und-griech.orthodoxen Kirchen, den syro malbarischen ritus kenne ich von eigenem erleben und nat&#252;rlich nicht zuletzt den r&#246;m. ritus nach dem Messbuch von 1962, gefeiet von der Priesterbruderschasft des Hl. Petrus.</p>
<p>Es stimmt: am &#228;hnlichsten sind sich wohl der armen. Ritus (nichtzuletzt durch die Latinisierung dieses Ritus)und unser Ritus nach dem Me&#223;buch von 1962; am auff&#228;lligsten sind f&#252;r den and&#228;chtig beiwohnenden Gl&#228;ubigen folgende Merkmale:<br />
der Priester feiert fl&#252;sternd in einem atemberaubenden Tempo einen Gottesdienst bei dem man -meist bedingt durch die r&#228;umliche Entfernung- selbst die zahlreichen Riten kaum mitverfolgen kann-von den Texten gar nicht zu reden und am Ende hat jeder das Gef&#252;hl: Deo gratias-gemma ham&#8230;<br />
Nat&#252;rlich, wie gesagt, das war jetzt bewu&#223;t b&#246;se und etwas &#252;berzeichnet; ich hab mir auch die Freiheit genommen und mich an einem werktag ganz nahe zum Altar in der Kapuzinerkirche gesetzt, um die hl. Handlung besser mitfeiern zu k&#246;nnen&#8230;ich muss gestehen ich bin ein Latinist, aber durch die Arkandisziplin, war es mir von wenigen Teilen abgesehen, unm&#246;glich irgendetwas vom Gottesdienst zu erfassen, au&#223;er, dass eine &#252;berdurchschnittlich hohe Anzahl von Kreuzzeichen, Verneigungen, Kniebeugen Bewegungen von links nach rechts und umgekehrt stattfanden und obwohl ich den r&#246;m Canon in seiner lat. Fassung auswendig kann, gelang es mir nicht einmal in Stille ihn in der Geschwindigkeit des Priesters mitzubeten. Ich war noch immer bei &#8220;quorum meritis precibusque concedas..&#8221;, als schon l&#228;ngst die Wandlung war &#8230;&#8230;<br />
&#196;hnlich wars beim Schlu&#223;evangelium&#8230;abgesehen davon, dass es von einem uralten, m&#228;&#223;ig tiefsinnigen Marienlied &#252;bert&#246;nt wurde, konnte ich den Prolog des Johannes nicht einmal gedanklich in der Schnelligkeit mitvollziehen, in der der gute Pater schon l&#228;ngst fertig war&#8230;..<br />
ganz &#228;hnlich wirkt die Zelebrationsweise beim arme. Ritus und bei den Orthodoxen und den griech. katholischen werde ich ohnehin den Verdacht nicht los, dass sie ziemlich viele Stillgebete einfach auslassen und lediglich die Schlu&#223;doxologien laut singen :u vijeki vijekow.Amin.<br />
Ich mache diesen Priestern ja keinen Vorwirf: bei einer derartigen F&#252;lle von Text, der noch dazu z.t.des &#246;fteren wiederholt wird, steigt man gern aufs Gas. Aber von W&#252;rde, Anbetung, Mystik, und v.a. Inhalt bleibt da f&#252;r den normal sterblichen Christgl&#228;ubigen nicht mehr viel &#252;ber: jetzt versteh ich den Text der ber&#252;hmten Messreihe &#252;brigens besser :&#8221;Hier liegt vor deiner Majest&#228;t im Staub die Christenheit&#8230;.&#8221;<br />
Ob wir dorthin zur&#252;ck sollen?</p>
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