Lieber Denker,
bitte jetzt nicht wieder einen Mammutthread draus machen.
1. Welchen Strohmann wollen Sie eigentlich schlagen, wenn Sie auf Verletzungen der Pressefreiheit hinweisen. Wer sollte Ihnen da widersprechen?
Nur würde ich mir durchaus wünschen, einige unserer Herren Journalisten würden das mal miterleben. Dann würden sie vielleicht nicht, Urteil zur Privatssphäre auch von Prominenten nicht als Eingriff in die Pressefreiheit betrachten. Oder von ihren hohen Ross herabsteigen, auf dem sie als alzuständige Letztbestimmende sitzen.
Pressefreiheit heißt nämlich nur, daß man ungehindert von staatlicher Seite das drucken darf, was man will (d.h. wenn man eine Druckerpresse hat) … nicht daß man dafür nicht verantwortlich ist. Und nicht daß die Presse von allem frei ist. So ist es kein Verstoß gegen die Pressefreiheit, wenn eine Journalistin im Irak entführt wird (sondern ein ganz normales Verbrechen), kein Verstoß, wenn die Polizei eine Redaktion durchsucht, kein Verstoß, wenn jemand kein Interview kriegt oder wo nicht mitfahren darf. Mir fallen jetzt leider keine weiteren Beispiele mehr ein, aber es ist schon krass was manche Journalisten so von sich geben.
2. “Es ist Ihnen aber schon bewußt, daß es einen Unterschied macht …”
Mir ist das wohl bewußt, obwohl das schwer abzugrenzen ist … was ist den Takt und was vorauseilender Gehorsam? Nur den beruflichen Verteidigern der Kunstfreiheit ist das nicht bewußt. Die sagen, Kunst darf alles und jetzt müssen wir alle die Oper sehen (Mozart hin, Mozart her, es scheint mir keine sehr intelligente zu sein … aber so war nunmal das 18. Jarhundert), nun müssen wir alle die Karrikaturen nachdrucken auch wenn wir nicht mit ihnen übereinstimmen (was gelinde gesagt, eine Aussage von kaum noch zu überbietender Dümmlichkeit ist). Das ist übrigens auch Gesinnungsterror.
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