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	<title>Kommentare zu: Wozu &#214;kumene?</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
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		<title>Von: mr94</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/28/wozu-oekumene/comment-page-1/#comment-319</link>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2005 10:45:00 +0000</pubDate>
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		<description>Vielleicht m&#246;chte in der Zwischenzeit bis zu meiner Antwort auf die oben gestellte Frage jemand von Euch mal &lt;A HREF=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25051995_ut-unum-sint_ge.html&quot;&gt;Ut unum sint&lt;/A&gt; lesen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht m&#246;chte in der Zwischenzeit bis zu meiner Antwort auf die oben gestellte Frage jemand von Euch mal <a HREF="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25051995_ut-unum-sint_ge.html">Ut unum sint</a> lesen&#8230;</p>
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		<title>Von: Petra</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/28/wozu-oekumene/comment-page-1/#comment-318</link>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 May 2005 07:48:00 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist vermutlich so eine Sache, wie mit dem Bekenntnis der Juden zu Jesus Christus, wie die Kirche es erwartet - am Ende der Zeiten halt...

Nat&#252;rlich hat die ganze Diskussion hier - durch die Klarstellung der eigenen Position - auch einen, na sagen wir, apologetischen Hintergrund. Aber auch, wenn man seine eigenen Argumente f&#252;r noch so toll und koh&#228;rent h&#228;lt: wir wissen ja, dass man allein durch Argumente niemanden von etwas &#252;berzeugen kann, wenn er nicht daran glauben will (im gegebenen Fall etwa an das Lehramt der Kirche oder an die Apostolische Sukzession). 

Deswegen sehe ich den oben skizzierten Weg als den einzigen: dass man langsam und Schritt f&#252;r Schritt zu einem gegenseitigen Verst&#228;ndnis kommt. Das ist ja auch das, was in den Gemeinsamen Erkl&#228;rungen passiert ist: durch die Diskussion r&#252;ckt man gewisse Einseitigkeiten in der Vermittlung der eigenen Position zurecht - ohne etwas davon aufzugeben! -, und lotet auch gleichzeitig aus, wo die Grenzen der Gemeinsamkeit sind.

Diese Dinge sind allerdings bei solchen theologischen Fragen wie der Rechtfertigungslehre wohl einfacher; schwieriger wird&#039;s in Bereichen (Kirchen- und &#196;mterverst&#228;ndnis), die die Institutionen und damit die Menschen unmittelbar in ihrem Leben betreffen. Da sehe ich f&#252;r eine sichtbare Einheit (mit den Protestanten) eher schwarz, muss ich sagen - auf jeden Fall f&#252;r die n&#228;chsten paar Jahrhunderte...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist vermutlich so eine Sache, wie mit dem Bekenntnis der Juden zu Jesus Christus, wie die Kirche es erwartet &#8211; am Ende der Zeiten halt&#8230;</p>
<p>Nat&#252;rlich hat die ganze Diskussion hier &#8211; durch die Klarstellung der eigenen Position &#8211; auch einen, na sagen wir, apologetischen Hintergrund. Aber auch, wenn man seine eigenen Argumente f&#252;r noch so toll und koh&#228;rent h&#228;lt: wir wissen ja, dass man allein durch Argumente niemanden von etwas &#252;berzeugen kann, wenn er nicht daran glauben will (im gegebenen Fall etwa an das Lehramt der Kirche oder an die Apostolische Sukzession). </p>
<p>Deswegen sehe ich den oben skizzierten Weg als den einzigen: dass man langsam und Schritt f&#252;r Schritt zu einem gegenseitigen Verst&#228;ndnis kommt. Das ist ja auch das, was in den Gemeinsamen Erkl&#228;rungen passiert ist: durch die Diskussion r&#252;ckt man gewisse Einseitigkeiten in der Vermittlung der eigenen Position zurecht &#8211; ohne etwas davon aufzugeben! -, und lotet auch gleichzeitig aus, wo die Grenzen der Gemeinsamkeit sind.</p>
<p>Diese Dinge sind allerdings bei solchen theologischen Fragen wie der Rechtfertigungslehre wohl einfacher; schwieriger wird&#8217;s in Bereichen (Kirchen- und &#196;mterverst&#228;ndnis), die die Institutionen und damit die Menschen unmittelbar in ihrem Leben betreffen. Da sehe ich f&#252;r eine sichtbare Einheit (mit den Protestanten) eher schwarz, muss ich sagen &#8211; auf jeden Fall f&#252;r die n&#228;chsten paar Jahrhunderte&#8230;</p>
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		<title>Von: Ralf</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/28/wozu-oekumene/comment-page-1/#comment-317</link>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 May 2005 06:41:00 +0000</pubDate>
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		<description>Das Fernziel, das man nie aus den Augen verliern darf, mu&#223; die sichtbare(!) Einheit der Kirche sein.

Wenn dies aber erst gar nicht angestrebt wird von welcher Seite auch immer, ja, wozu dann &#214;kumene?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Fernziel, das man nie aus den Augen verliern darf, mu&#223; die sichtbare(!) Einheit der Kirche sein.</p>
<p>Wenn dies aber erst gar nicht angestrebt wird von welcher Seite auch immer, ja, wozu dann &#214;kumene?</p>
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		<title>Von: Petra</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/28/wozu-oekumene/comment-page-1/#comment-316</link>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 May 2005 06:03:00 +0000</pubDate>
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		<description>Die Antwort ist im Grunde ganz einfach: das, was wir hier machen, ist gelebte &#214;kumene.

Vielleicht erscheint das auf den ersten Blick verwunderlich, da die Auseinandersetzungen manchmal doch recht &quot;hart&quot; waren; doch ich glaube, das ist der einzige richtige Weg. Die in Deutschland vor allem von der EKD &#246;fters geforderte &quot;Wohlf&#252;hl-&#214;kumene&quot;, die grundlegende Gegens&#228;tze &#252;bert&#252;nchen will, entspricht zwar vielleicht dem deutschen Harmoniebed&#252;rfnis, produziert im Grunde aber nur Frustration und gegenseitiges Unverst&#228;ndnis - wie wir ja immer wieder sehen.

Nat&#252;rlich ist eine richtige, volle Einheit - in die eine oder die andere Richtung - heute nicht absehbar: weder wird Bisch&#246;fin K&#228;&#223;mann haareraufend durch die Stra&#223;en von Hannover laufen und klagen: &quot;Oh mein Gott, ich bin nicht befugt, dem Abendmahl vorzustehen! Herr, erbarme Dich meiner!&quot;, noch wird der Papst eine Erkl&#228;rung abgeben, dass das mit der Apostolischen Sukzession alles ein Missverst&#228;ndnis war, und dann gemeinsam mit allen Bisch&#246;fen abdanken.

So bleibt als einziger wirklich produktiver Weg die Auseinandersetzung: die Auseinandersetzung damit, was der andere wirklich denkt und glaubt; die Auseinandersetzung mit den eigenen Glaubensvorstellungen, und wie man diese der anderen Seite gegen&#252;ber argumentieren kann; und schlussendlich auch die Frage: was haben wir gemeinsam? K&#246;nnen wir &#252;ber bestimmte Fragen eine Vereinbarung finden?

Dies war ja auch der Weg, der zur &lt;A HREF=&quot;http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_31101999_cath-luth-joint-declaration_ge.html&quot;&gt;Gemeinsamen Erkl&#228;rung zur Rechtfertigungslehre&lt;/A&gt; mit dem Lutherischen Weltbund und zur &lt;A HREF=&quot;http://www.anglicancommunion.org/acns/articles/39/75/acns3978a.cfm&quot;&gt;Gemeinsamen Erkl&#228;rung zu Maria&lt;/A&gt; mit den Anglikanern f&#252;hrte. Diese Kommissionen pflegten eben nicht eine falsche &quot;Wohlf&#252;hl-&#214;kumene&quot;, sondern setzten sich intensiv mit Fragen auseinander wie: Was glauben wir? Was glauben die anderen? Warum glauben wir das, was wir glauben? Womit begr&#252;nden wir es jeweils (Schrift, Tradition)? Was davon l&#228;sst sich vereinbaren?

Wir haben ja auch in diesem kleinen Rahmen - neben allen oft emotionalen Auseinandersetzungen - doch &#246;fter erlebt, dass uns vieles verbindet: Dinge wie das Apostolische Glaubensbekenntnis zum Beispiel (ok... vielleicht mit Ausnahme der Zeile &#252;ber die Kirche :-)); aber nat&#252;rlich sind das auch das Vaterunser, manche Gebete und Lieder, die gro&#223;en Meisterwerke der religi&#246;sen Musik von Bach bis Mozart... Oder einfach auch die Grundeinstellung zum Glauben und zu Gott in einer s&#228;kularen Welt - wie das Matthias k&#252;rzlich ganz wunderbar in seinem Blog &lt;A HREF=&quot;http://js.blogg.de/eintrag.php?id=59&quot;&gt;dargelegt&lt;/A&gt; hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Antwort ist im Grunde ganz einfach: das, was wir hier machen, ist gelebte &#214;kumene.</p>
<p>Vielleicht erscheint das auf den ersten Blick verwunderlich, da die Auseinandersetzungen manchmal doch recht &#8220;hart&#8221; waren; doch ich glaube, das ist der einzige richtige Weg. Die in Deutschland vor allem von der EKD &#246;fters geforderte &#8220;Wohlf&#252;hl-&#214;kumene&#8221;, die grundlegende Gegens&#228;tze &#252;bert&#252;nchen will, entspricht zwar vielleicht dem deutschen Harmoniebed&#252;rfnis, produziert im Grunde aber nur Frustration und gegenseitiges Unverst&#228;ndnis &#8211; wie wir ja immer wieder sehen.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist eine richtige, volle Einheit &#8211; in die eine oder die andere Richtung &#8211; heute nicht absehbar: weder wird Bisch&#246;fin K&#228;&#223;mann haareraufend durch die Stra&#223;en von Hannover laufen und klagen: &#8220;Oh mein Gott, ich bin nicht befugt, dem Abendmahl vorzustehen! Herr, erbarme Dich meiner!&#8221;, noch wird der Papst eine Erkl&#228;rung abgeben, dass das mit der Apostolischen Sukzession alles ein Missverst&#228;ndnis war, und dann gemeinsam mit allen Bisch&#246;fen abdanken.</p>
<p>So bleibt als einziger wirklich produktiver Weg die Auseinandersetzung: die Auseinandersetzung damit, was der andere wirklich denkt und glaubt; die Auseinandersetzung mit den eigenen Glaubensvorstellungen, und wie man diese der anderen Seite gegen&#252;ber argumentieren kann; und schlussendlich auch die Frage: was haben wir gemeinsam? K&#246;nnen wir &#252;ber bestimmte Fragen eine Vereinbarung finden?</p>
<p>Dies war ja auch der Weg, der zur <a HREF="http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_31101999_cath-luth-joint-declaration_ge.html">Gemeinsamen Erkl&#228;rung zur Rechtfertigungslehre</a> mit dem Lutherischen Weltbund und zur <a HREF="http://www.anglicancommunion.org/acns/articles/39/75/acns3978a.cfm">Gemeinsamen Erkl&#228;rung zu Maria</a> mit den Anglikanern f&#252;hrte. Diese Kommissionen pflegten eben nicht eine falsche &#8220;Wohlf&#252;hl-&#214;kumene&#8221;, sondern setzten sich intensiv mit Fragen auseinander wie: Was glauben wir? Was glauben die anderen? Warum glauben wir das, was wir glauben? Womit begr&#252;nden wir es jeweils (Schrift, Tradition)? Was davon l&#228;sst sich vereinbaren?</p>
<p>Wir haben ja auch in diesem kleinen Rahmen &#8211; neben allen oft emotionalen Auseinandersetzungen &#8211; doch &#246;fter erlebt, dass uns vieles verbindet: Dinge wie das Apostolische Glaubensbekenntnis zum Beispiel (ok&#8230; vielleicht mit Ausnahme der Zeile &#252;ber die Kirche <img src='http://commentarium.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ); aber nat&#252;rlich sind das auch das Vaterunser, manche Gebete und Lieder, die gro&#223;en Meisterwerke der religi&#246;sen Musik von Bach bis Mozart&#8230; Oder einfach auch die Grundeinstellung zum Glauben und zu Gott in einer s&#228;kularen Welt &#8211; wie das Matthias k&#252;rzlich ganz wunderbar in seinem Blog <a HREF="http://js.blogg.de/eintrag.php?id=59">dargelegt</a> hat.</p>
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