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	<title>Kommentare zu: Taking seriously</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
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		<title>Von: Alban</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/comment-page-1/#comment-187</link>
		<dc:creator>Alban</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2005 08:33:00 +0000</pubDate>
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		<description>Die ganze Diskussion ist wohl nicht eine Diskussion um die wahre Kirche, sondern eine um die wahre Theologie. Eine wahre Theologie kann es aber nicht geben, weil Theologie konzeptuell begr&#252;ndet ist, Wahrheit aber eine Erfahrung ist. 

Alle Begriffe sind potentiell kontrovers. Wer die Kontroverse sucht, wird Kontroverse finden. Wer Kl&#228;rung sucht, wird Kl&#228;rung finden, wenn er gewillt ist, &#252;ber Kontroversen hinwegzusehen, weil sie eine Abwehr gegen die Wahrheit ist. In Ein Kurs in Wundern hei&#223;t es: 

&quot;Theologische Erw&#228;gungen als solche sind notgedrungen kontrovers, da sie vom Glauben abh&#228;ngig sind und deswegen angenommen oder zur&#252;ckgewiesen werden k&#246;nnen. Eine universelle Theologie ist unm&#246;glich, aber eine universelle Erfahrung ist nicht nur m&#246;glich, sondern n&#246;tig. Diese Erfahrung ist es, auf die dieser Kurs abzielt. Nur hier wird Best&#228;ndigkeit m&#246;glich, weil nur hier die Ungewissheit endet.&quot;

In diesem Sinne will ich die Gr&#246;&#223;e von Luther sehen, der mir meinen Zugang zu der Erfahrung der Wahrheit wieder direkt sein lie&#223;, anstatt vermittelt &#252;ber eine Autorit&#228;t dieser Welt. Daf&#252;r stritt er und daf&#252;r bin ich ihm dankbar.

Der Streit um Formen ist bedeutungslos, weil Formen bedeutungslos, als Symbole von der Wahrheit entfernt sind. Es z&#228;hlt nur der Inhalt, also die Idee hinter der Form. Eine Idee ist entweder wahr oder falsch. Eine falsche Idee kann nicht der Wahrheit, oder Gott/Christus entstammen und daher keine Quelle haben.

Mein Zustand der Verleugnung der Wahrheit kann daher keine Dauer und keinen Bestand (Zeit und Raum) haben, das hei&#223;t, ich als eine RaumZeit-Identit&#228;t, der Form ungeachtet, werde der Wahrheit weichen, die meine Wirklichkeit in der Einheit mit Gott, mit Christus und meinem Bruder ist.

Ich mache die Welt von allem los, wof&#252;r ich sie hielt und w&#228;hle meine eigene Wirklichkeit, denn ich bin wirklich, weil die Welt es nicht ist.

Danke,

Alban</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die ganze Diskussion ist wohl nicht eine Diskussion um die wahre Kirche, sondern eine um die wahre Theologie. Eine wahre Theologie kann es aber nicht geben, weil Theologie konzeptuell begr&#252;ndet ist, Wahrheit aber eine Erfahrung ist. </p>
<p>Alle Begriffe sind potentiell kontrovers. Wer die Kontroverse sucht, wird Kontroverse finden. Wer Kl&#228;rung sucht, wird Kl&#228;rung finden, wenn er gewillt ist, &#252;ber Kontroversen hinwegzusehen, weil sie eine Abwehr gegen die Wahrheit ist. In Ein Kurs in Wundern hei&#223;t es: </p>
<p>&#8220;Theologische Erw&#228;gungen als solche sind notgedrungen kontrovers, da sie vom Glauben abh&#228;ngig sind und deswegen angenommen oder zur&#252;ckgewiesen werden k&#246;nnen. Eine universelle Theologie ist unm&#246;glich, aber eine universelle Erfahrung ist nicht nur m&#246;glich, sondern n&#246;tig. Diese Erfahrung ist es, auf die dieser Kurs abzielt. Nur hier wird Best&#228;ndigkeit m&#246;glich, weil nur hier die Ungewissheit endet.&#8221;</p>
<p>In diesem Sinne will ich die Gr&#246;&#223;e von Luther sehen, der mir meinen Zugang zu der Erfahrung der Wahrheit wieder direkt sein lie&#223;, anstatt vermittelt &#252;ber eine Autorit&#228;t dieser Welt. Daf&#252;r stritt er und daf&#252;r bin ich ihm dankbar.</p>
<p>Der Streit um Formen ist bedeutungslos, weil Formen bedeutungslos, als Symbole von der Wahrheit entfernt sind. Es z&#228;hlt nur der Inhalt, also die Idee hinter der Form. Eine Idee ist entweder wahr oder falsch. Eine falsche Idee kann nicht der Wahrheit, oder Gott/Christus entstammen und daher keine Quelle haben.</p>
<p>Mein Zustand der Verleugnung der Wahrheit kann daher keine Dauer und keinen Bestand (Zeit und Raum) haben, das hei&#223;t, ich als eine RaumZeit-Identit&#228;t, der Form ungeachtet, werde der Wahrheit weichen, die meine Wirklichkeit in der Einheit mit Gott, mit Christus und meinem Bruder ist.</p>
<p>Ich mache die Welt von allem los, wof&#252;r ich sie hielt und w&#228;hle meine eigene Wirklichkeit, denn ich bin wirklich, weil die Welt es nicht ist.</p>
<p>Danke,</p>
<p>Alban</p>
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		<title>Von: Matthias</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/comment-page-1/#comment-186</link>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2005 12:29:00 +0000</pubDate>
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		<description>This post has been removed by the author.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>This post has been removed by the author.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Petra</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/comment-page-1/#comment-185</link>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2005 07:51:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stage.commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/#comment-185</guid>
		<description>@Matthias:
&quot;Jetzt also die Sakramente. In der katholischen Kirche gibt es weitaus mehr als in der evangelischen (Landeskirche).&quot;

Seufz... Schon wieder diese Unhistorizit&#228;t... Du schreibst ja direkt so, als w&#228;ren die katholische und s&#228;mtliche protestantischen Kirchen gestern und gleichzeitig vom Himmel gefallen. Als h&#228;tten nicht s&#228;mtliche Christen 1500 Jahre lang gemeint, dass es 7 Sakramente gibt...

&#220;brigens m&#252;ssen wir ja auch nicht auf irgendwelche (Dir) suspekten &quot;Traditionen&quot;, sondern einfach in die Bibel schauen: dass Christus etwa die Ehe als etwas Besonderes sieht und auf ihrer Unaufl&#246;slichkeit besteht, ist allein schon aus den Evangelien (wie Mk 10.1-12) v&#246;llig klar. Und Paulus liefert dann in Eph 5.21-33 auch noch den theologischen Hintergrund dazu: weil Mann und Frau die Liebe zwischen Christus und Seiner Kirche nachbilden. So gesehen habe ich die Vermutung, dass die Abschaffung der Ehe als Sakrament im Protestantismus mehr damit zu tun hat, dass Luther es f&#252;r ein &quot;weltlich Ding&quot; hielt (bzw. mit der Leibfeindlichkeit von Calvinismus und Puritanismus), und weniger mit dem, was die Bibel wirklich sagt.

Um es mal klarzustellen: uns geht es hier nicht darum, &quot;die Amtskirche&quot; zu verteidigen. Uns geht es darum, dass ebendieser katholischen Kirche (offenbar als einziger christlichen Kirche!) abgesprochen wird, ihren eigenen Glauben als Wahrheit zu sehen und zu verk&#252;nden. Doch wenn mal irgendeine Konfession oder Religion ihren Glauben nicht mehr als Wahrheit sieht, dann kann sie gleich zusperren...

Wie ich schon geschrieben habe: die katholische Kirche beruft sich auf das Versprechen Christi: &quot;Du bist Petrus, und auf diesen Fels werde ich meine Kirche bauen, und die M&#228;chte der Unterwelt werden sie nicht &#252;berw&#228;ltigen.&quot; Das kann man jetzt glauben oder nicht; aber die Kirche sieht darin die Zusage, dass - egal, wieviel Schw&#228;che, Korruption und S&#252;ndhaftigkeit in der Kirche vorherrschen - sie die Glaubenswahrheiten immer voll und ganz im Sinne Christi verk&#252;nden und nie in Irrtum und H&#228;resie abirren wird. (Die viel diskutierte &quot;Unfehlbarkeit des Papstes&quot; bedeutet &#252;brigens auch genau das.)

Ja, Jesus ist die Wahrheit: aber was bedeutet das? Wenn ein anderer Jesus nur als einen gro&#223;en Weisheitslehrer sieht, aber nicht als den Sohn Gottes - ist dann das eine genauso wahr wie das andere? Wenn Jesus als ein Prophet gesehen wird, der aber gar nicht gekreuzigt wurde (Islam), ist das dann auch wahr? L&#228;uft das dann schlussendlich darauf hinaus: was die Mehrheit meiner Gemeinde dar&#252;ber denkt, das ist dann wahr? Oder was?

&#220;brigens hat ein (evangelischer) Leser meines Blogs vor einigen Wochen treffend vermerkt (im Zusammenhang mit dem &#246;sterreichischen KirchenvolksBegehren von 1995): &quot;Da habe ich mir gedacht: wird denn neuerdings &#252;ber Glaubenswahrheiten abgestimmt?&quot;

@anonymous:
Ja, das Auftreten Luthers hatte zweifellos eine positive Wirkung auf die katholische Kirche - so wurden ja die meisten von ihm kritisierten Missst&#228;nde durch bzw. im Gefolge des Tridentinischen Konzils ausger&#228;umt, und die katholische Kirche erhielt einen starken Schub, sich zu erneuern und sich ihrer selbst wieder zu vergewissern.

Das Problem mit Luther war aber, dass er in vielen Bereichen 1500 Jahre Apostolische Tradition einfach auf den M&#252;llhaufen der Geschichte warf und sich damit quasi zum unfehlbaren Interpreten von allem deklarierte, dem es egal sein konnte, was vorher Jahrhunderte lang dar&#252;ber gedacht und gelehrt wurde. Und dabei waren Luther noch viele Traditionen der Kirche (etwa die Beichte oder die Marienverehrung) wichtig, die dann von seinen Nachfolgern ebenfalls beiseite geschoben wurden. Bei Calvin passierte all das noch viel radikaler. Die logische Konsequenz: es gibt heute tausende christliche Kirchen und Gruppierungen, die alle glauben, die Wahrheit gepachtet zu haben. Doch weil dort eben der Kontakt und die Nachpr&#252;fung gegen&#252;ber der &#252;berlieferten Tradition fehlt, l&#228;uft das schlussendlich auf einen v&#246;lligen Wahrheitsrelativismus hinaus - wie von Matthias skizziert.

Ich sage damit nicht, dass sich jetzt alle Protestanten pl&#246;tzlich &quot;besinnen&quot; und Katholiken werden sollen. Sondern dass ich es f&#252;r etwas seltsam halte, wenn ausgerechnet einer Kirche, die 2000 Jahre Kontinuit&#228;t im Glauben und der Verk&#252;ndigung hinter sich hat, vorgeworfen wird, dass sie ebendiesen Glauben f&#252;r wahr h&#228;lt (w&#228;hrend anderen, die halt nicht die katholische Kirche sind, das durchaus &quot;erlaubt&quot; wird).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Matthias:<br />
&#8220;Jetzt also die Sakramente. In der katholischen Kirche gibt es weitaus mehr als in der evangelischen (Landeskirche).&#8221;</p>
<p>Seufz&#8230; Schon wieder diese Unhistorizit&#228;t&#8230; Du schreibst ja direkt so, als w&#228;ren die katholische und s&#228;mtliche protestantischen Kirchen gestern und gleichzeitig vom Himmel gefallen. Als h&#228;tten nicht s&#228;mtliche Christen 1500 Jahre lang gemeint, dass es 7 Sakramente gibt&#8230;</p>
<p>&#220;brigens m&#252;ssen wir ja auch nicht auf irgendwelche (Dir) suspekten &#8220;Traditionen&#8221;, sondern einfach in die Bibel schauen: dass Christus etwa die Ehe als etwas Besonderes sieht und auf ihrer Unaufl&#246;slichkeit besteht, ist allein schon aus den Evangelien (wie Mk 10.1-12) v&#246;llig klar. Und Paulus liefert dann in Eph 5.21-33 auch noch den theologischen Hintergrund dazu: weil Mann und Frau die Liebe zwischen Christus und Seiner Kirche nachbilden. So gesehen habe ich die Vermutung, dass die Abschaffung der Ehe als Sakrament im Protestantismus mehr damit zu tun hat, dass Luther es f&#252;r ein &#8220;weltlich Ding&#8221; hielt (bzw. mit der Leibfeindlichkeit von Calvinismus und Puritanismus), und weniger mit dem, was die Bibel wirklich sagt.</p>
<p>Um es mal klarzustellen: uns geht es hier nicht darum, &#8220;die Amtskirche&#8221; zu verteidigen. Uns geht es darum, dass ebendieser katholischen Kirche (offenbar als einziger christlichen Kirche!) abgesprochen wird, ihren eigenen Glauben als Wahrheit zu sehen und zu verk&#252;nden. Doch wenn mal irgendeine Konfession oder Religion ihren Glauben nicht mehr als Wahrheit sieht, dann kann sie gleich zusperren&#8230;</p>
<p>Wie ich schon geschrieben habe: die katholische Kirche beruft sich auf das Versprechen Christi: &#8220;Du bist Petrus, und auf diesen Fels werde ich meine Kirche bauen, und die M&#228;chte der Unterwelt werden sie nicht &#252;berw&#228;ltigen.&#8221; Das kann man jetzt glauben oder nicht; aber die Kirche sieht darin die Zusage, dass &#8211; egal, wieviel Schw&#228;che, Korruption und S&#252;ndhaftigkeit in der Kirche vorherrschen &#8211; sie die Glaubenswahrheiten immer voll und ganz im Sinne Christi verk&#252;nden und nie in Irrtum und H&#228;resie abirren wird. (Die viel diskutierte &#8220;Unfehlbarkeit des Papstes&#8221; bedeutet &#252;brigens auch genau das.)</p>
<p>Ja, Jesus ist die Wahrheit: aber was bedeutet das? Wenn ein anderer Jesus nur als einen gro&#223;en Weisheitslehrer sieht, aber nicht als den Sohn Gottes &#8211; ist dann das eine genauso wahr wie das andere? Wenn Jesus als ein Prophet gesehen wird, der aber gar nicht gekreuzigt wurde (Islam), ist das dann auch wahr? L&#228;uft das dann schlussendlich darauf hinaus: was die Mehrheit meiner Gemeinde dar&#252;ber denkt, das ist dann wahr? Oder was?</p>
<p>&#220;brigens hat ein (evangelischer) Leser meines Blogs vor einigen Wochen treffend vermerkt (im Zusammenhang mit dem &#246;sterreichischen KirchenvolksBegehren von 1995): &#8220;Da habe ich mir gedacht: wird denn neuerdings &#252;ber Glaubenswahrheiten abgestimmt?&#8221;</p>
<p>@anonymous:<br />
Ja, das Auftreten Luthers hatte zweifellos eine positive Wirkung auf die katholische Kirche &#8211; so wurden ja die meisten von ihm kritisierten Missst&#228;nde durch bzw. im Gefolge des Tridentinischen Konzils ausger&#228;umt, und die katholische Kirche erhielt einen starken Schub, sich zu erneuern und sich ihrer selbst wieder zu vergewissern.</p>
<p>Das Problem mit Luther war aber, dass er in vielen Bereichen 1500 Jahre Apostolische Tradition einfach auf den M&#252;llhaufen der Geschichte warf und sich damit quasi zum unfehlbaren Interpreten von allem deklarierte, dem es egal sein konnte, was vorher Jahrhunderte lang dar&#252;ber gedacht und gelehrt wurde. Und dabei waren Luther noch viele Traditionen der Kirche (etwa die Beichte oder die Marienverehrung) wichtig, die dann von seinen Nachfolgern ebenfalls beiseite geschoben wurden. Bei Calvin passierte all das noch viel radikaler. Die logische Konsequenz: es gibt heute tausende christliche Kirchen und Gruppierungen, die alle glauben, die Wahrheit gepachtet zu haben. Doch weil dort eben der Kontakt und die Nachpr&#252;fung gegen&#252;ber der &#252;berlieferten Tradition fehlt, l&#228;uft das schlussendlich auf einen v&#246;lligen Wahrheitsrelativismus hinaus &#8211; wie von Matthias skizziert.</p>
<p>Ich sage damit nicht, dass sich jetzt alle Protestanten pl&#246;tzlich &#8220;besinnen&#8221; und Katholiken werden sollen. Sondern dass ich es f&#252;r etwas seltsam halte, wenn ausgerechnet einer Kirche, die 2000 Jahre Kontinuit&#228;t im Glauben und der Verk&#252;ndigung hinter sich hat, vorgeworfen wird, dass sie ebendiesen Glauben f&#252;r wahr h&#228;lt (w&#228;hrend anderen, die halt nicht die katholische Kirche sind, das durchaus &#8220;erlaubt&#8221; wird).</p>
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		<title>Von: Matthias</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/comment-page-1/#comment-184</link>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2005 22:43:00 +0000</pubDate>
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		<description>This post has been removed by the author.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>This post has been removed by the author.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ralf</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/comment-page-1/#comment-182</link>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2005 20:44:00 +0000</pubDate>
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		<description>@anonym: Oh, danke f&#252;r die Sorge, meiner Galle geht es sehr gut. Ich kann Sie im &#252;brigen recht gut verstehen, da ich die meiste Zeit meines Lebens ebenso dachte wie Sie. Der &quot;Knaller&quot; w&#228;re einfach die Konsequenz aus der Ablehnung der Gottheit Jesu: warum sollte mich das Gerede eines Menschen von vor 2000 Jahren interessieren? Gandhi bspw. ist mir sympathischer. Aber auf Sympathie kommt es nicht an.
&#220;ber NT-Exegese k&#246;nnen wir uns gerne streiten, solange es nicht um Aussagen wie &quot;die Wissenschaft sagt&quot; geht. Wenn dann nicht blo&#223; andere zitieren, sondern selbst denken. Die moderne exegetische Wissenschaft ist reine Literaturwissenschaft und hat Axiome, die g&#246;ttliches Wirken von vorneherein ausschlie&#223;en. Nicht selten ist es eine Philosophie resp. Grundeinstellung, die die exeget. Ergebnisse produziert und nicht umgekehrt (wie bspw. das Axiom, eines unter vielen, da&#223; Gott auch an Naturgesetze gebunden sei oder sie zumindest nie gebrochen habe). Wenn man g&#246;ttliches Wirken ausschlie&#223;t, dann ist das NT wie die gesamte Bibel maximal in historisches B&#252;chlein mit zweifelhafter Vertrauensw&#252;rdigkeit und ein wenig sittlichem N&#228;hrwert, mehr nicht.

Legitime Glaubensaussagen sind ihre Aussagen nat&#252;rlich. Es ist blo&#223; so, da&#223; die Basis, also Ihre verlichen mit der meinen, eben eine ganz andere ist. Ist okay, kann ich verstehen und nachvollziehen. Nur teile ich sie nicht (mehr).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@anonym: Oh, danke f&#252;r die Sorge, meiner Galle geht es sehr gut. Ich kann Sie im &#252;brigen recht gut verstehen, da ich die meiste Zeit meines Lebens ebenso dachte wie Sie. Der &#8220;Knaller&#8221; w&#228;re einfach die Konsequenz aus der Ablehnung der Gottheit Jesu: warum sollte mich das Gerede eines Menschen von vor 2000 Jahren interessieren? Gandhi bspw. ist mir sympathischer. Aber auf Sympathie kommt es nicht an.<br />
&#220;ber NT-Exegese k&#246;nnen wir uns gerne streiten, solange es nicht um Aussagen wie &#8220;die Wissenschaft sagt&#8221; geht. Wenn dann nicht blo&#223; andere zitieren, sondern selbst denken. Die moderne exegetische Wissenschaft ist reine Literaturwissenschaft und hat Axiome, die g&#246;ttliches Wirken von vorneherein ausschlie&#223;en. Nicht selten ist es eine Philosophie resp. Grundeinstellung, die die exeget. Ergebnisse produziert und nicht umgekehrt (wie bspw. das Axiom, eines unter vielen, da&#223; Gott auch an Naturgesetze gebunden sei oder sie zumindest nie gebrochen habe). Wenn man g&#246;ttliches Wirken ausschlie&#223;t, dann ist das NT wie die gesamte Bibel maximal in historisches B&#252;chlein mit zweifelhafter Vertrauensw&#252;rdigkeit und ein wenig sittlichem N&#228;hrwert, mehr nicht.</p>
<p>Legitime Glaubensaussagen sind ihre Aussagen nat&#252;rlich. Es ist blo&#223; so, da&#223; die Basis, also Ihre verlichen mit der meinen, eben eine ganz andere ist. Ist okay, kann ich verstehen und nachvollziehen. Nur teile ich sie nicht (mehr).</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: mr94</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/comment-page-1/#comment-183</link>
		<dc:creator>mr94</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2005 20:44:00 +0000</pubDate>
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		<description>Hier ist ja was los. :)

Lieber Anonymus, ich w&#228;re dankbar, wenn Sie mit Ihren haltlosen Unterstellungen etwas zur&#252;ckhaltender sein k&#246;nnten. (Neben der Registrierung bei Blogger gibt es &#252;brigens auch noch die M&#246;glichkeit, &quot;Sonstiges&quot; auszuw&#228;hlen und dann pers&#246;nliche Daten nach Gusto einzutragen. Jeder nach seiner Façon...)

Ich m&#246;chte noch einen anderen Aspekt betrachten - die Sakramente. Sie sind zum Heil ebenso notwendig wie der rechte Glaube - weshalb ich &lt;EM&gt;sola fide&lt;/EM&gt; f&#252;r falsch halte. Nun, woher bekomme ich die Sakramente? Ich kann  sie mir schlecht selbst geben.

Nein, ich bin dazu auf die Kirche angewiesen, und auch nicht auf irgendeine Kirche, sondern auf die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche, zu der sich alle Christen bekennen, die am Glaubensbekenntnis von Niz&#228;a-Konstantinopel festhalten. (Die deutschen Protestanten gehen auch hier einen Sonderweg, wenn sie das Wort &quot;katholisch&quot; durch &quot;allgemein&quot; ersetzen. Gemeint ist das gleiche, und die angels&#228;chsischen Protestanten bekennen sich selbstverst&#228;ndlich zur &lt;EM&gt;catholic&lt;/EM&gt; church.)

Die Sakramente sind ein weiterer zentraler Punkt, an dem es nicht egal ist, welcher Kirche ich angeh&#246;re. Schlie&#223;lich lege ich, weil mein Heil davon abh&#228;ngt, Wert darauf, wirklich die Sakramente zu empfangen. Ist die Taufe meiner S&#246;hne durch protestantische Pastoren ein Sakrament? Ja, daran ist kein Zweifel m&#246;glich.

Ist das protestantische Abendmahl ein Sakrament? Ich wei&#223; es nicht. Aus der konkreten Anschauung der Abendmahlspraxis in den lokalen evangelisch-lutherischen Gemeinden habe ich so meine Zweifel bekommen. Zweifel sind an dieser Stelle jedoch fatal. (Muss ich erl&#228;utern, warum?)

Ich bin mit Kasper der Meinung, dass jede christliche Denomination von sich sagen muss, &lt;EM&gt;der Wahrheit gem&#228;&#223;&lt;/EM&gt; (truthful) zu sein - jener Wahrheit, die zugleich Weg und Leben ist. Wird dieser Anspruch eingezogen, so entf&#228;llt jede Rechtfertigung f&#252;r die Existenz verschiedener, sich als Kirchen verstehender Glaubensgemeinschaften. &#220;berspitzt formuliert: Wer nicht meint, dass seine Kirche der Wahrheit gem&#228;&#223; ist (und sei es nur, weil er meint, die Wahrheit nicht erkennen zu k&#246;nnen), der m&#252;sste eigentlich sofort in die katholische Kirche eintreten.

Wer meint, keine Kirche sei der Wahrheit gem&#228;&#223;, der d&#252;rfte keiner angeh&#246;ren. Und wer meint, alle seien der Wahrheit gem&#228;&#223;, der m&#252;sste allen zugleich angeh&#246;ren (was unm&#246;glich ist).

Auf eine &#214;kumene, die nicht der Wahrheit, dem Weg und dem Leben verpflichtet ist, kann ich in der Tat gut verzichten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ist ja was los. <img src='http://commentarium.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Lieber Anonymus, ich w&#228;re dankbar, wenn Sie mit Ihren haltlosen Unterstellungen etwas zur&#252;ckhaltender sein k&#246;nnten. (Neben der Registrierung bei Blogger gibt es &#252;brigens auch noch die M&#246;glichkeit, &#8220;Sonstiges&#8221; auszuw&#228;hlen und dann pers&#246;nliche Daten nach Gusto einzutragen. Jeder nach seiner Façon&#8230;)</p>
<p>Ich m&#246;chte noch einen anderen Aspekt betrachten &#8211; die Sakramente. Sie sind zum Heil ebenso notwendig wie der rechte Glaube &#8211; weshalb ich <em>sola fide</em> f&#252;r falsch halte. Nun, woher bekomme ich die Sakramente? Ich kann  sie mir schlecht selbst geben.</p>
<p>Nein, ich bin dazu auf die Kirche angewiesen, und auch nicht auf irgendeine Kirche, sondern auf die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche, zu der sich alle Christen bekennen, die am Glaubensbekenntnis von Niz&#228;a-Konstantinopel festhalten. (Die deutschen Protestanten gehen auch hier einen Sonderweg, wenn sie das Wort &#8220;katholisch&#8221; durch &#8220;allgemein&#8221; ersetzen. Gemeint ist das gleiche, und die angels&#228;chsischen Protestanten bekennen sich selbstverst&#228;ndlich zur <em>catholic</em> church.)</p>
<p>Die Sakramente sind ein weiterer zentraler Punkt, an dem es nicht egal ist, welcher Kirche ich angeh&#246;re. Schlie&#223;lich lege ich, weil mein Heil davon abh&#228;ngt, Wert darauf, wirklich die Sakramente zu empfangen. Ist die Taufe meiner S&#246;hne durch protestantische Pastoren ein Sakrament? Ja, daran ist kein Zweifel m&#246;glich.</p>
<p>Ist das protestantische Abendmahl ein Sakrament? Ich wei&#223; es nicht. Aus der konkreten Anschauung der Abendmahlspraxis in den lokalen evangelisch-lutherischen Gemeinden habe ich so meine Zweifel bekommen. Zweifel sind an dieser Stelle jedoch fatal. (Muss ich erl&#228;utern, warum?)</p>
<p>Ich bin mit Kasper der Meinung, dass jede christliche Denomination von sich sagen muss, <em>der Wahrheit gem&#228;&#223;</em> (truthful) zu sein &#8211; jener Wahrheit, die zugleich Weg und Leben ist. Wird dieser Anspruch eingezogen, so entf&#228;llt jede Rechtfertigung f&#252;r die Existenz verschiedener, sich als Kirchen verstehender Glaubensgemeinschaften. &#220;berspitzt formuliert: Wer nicht meint, dass seine Kirche der Wahrheit gem&#228;&#223; ist (und sei es nur, weil er meint, die Wahrheit nicht erkennen zu k&#246;nnen), der m&#252;sste eigentlich sofort in die katholische Kirche eintreten.</p>
<p>Wer meint, keine Kirche sei der Wahrheit gem&#228;&#223;, der d&#252;rfte keiner angeh&#246;ren. Und wer meint, alle seien der Wahrheit gem&#228;&#223;, der m&#252;sste allen zugleich angeh&#246;ren (was unm&#246;glich ist).</p>
<p>Auf eine &#214;kumene, die nicht der Wahrheit, dem Weg und dem Leben verpflichtet ist, kann ich in der Tat gut verzichten.</p>
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		<title>Von: Anonymous</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/comment-page-1/#comment-181</link>
		<dc:creator>Anonymous</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2005 17:47:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stage.commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/#comment-181</guid>
		<description>@ Ralf
Sie verstehe ich nun gar nicht mehr: Einmal reden Sie von legitimen Glaubensaussagen, und dann kommt so ein Knaller wie &quot;wenn Jesus nicht Gott ist, was interessiert mich sein Geschw&#228;tz vom barmherzigen Samariter?&quot;
(Dass auf meine Bemerkungen zum Historischen nun so gar nix gesagt wird, wundert mich nicht wirklich;-))
Was wird denn bei den Evangelisten von Jesus erz&#228;hlt und ihm in den Mund gelegt?
Etwa in der Hauptsache, sein Anspruch Gottes Sohn zu sein? Oder nicht doch eher, wie an Gott Glaubende miteinander und mit anderen umzugehen und die Schrift zu erf&#252;llen h&#228;tten?

Aber bevor Sie wegen mir Heiden weiterhin Ihre Galle &#252;berstrapazieren: Weder Michael noch ich haben je gefordert, dass Sie (oder auch mr94 und petra) sich &#228;ndern m&#252;ssen.
Ich sehe ein, dass Sie in Ihrer Art von katholischem Elite-Club sehr gl&#252;cklich sind und auf &#214;kumene im von Ihnen bestrittenen Sinne gut verzichten k&#246;nnen.
(Und wenn es am Ende die Zeugen Jehovas sind, die Recht haben, dann w&#228;re im Himmel noch viel weniger Platz und selbst solche Katholiken wie Sie st&#252;nden au&#223;envor;-))</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Ralf<br />
Sie verstehe ich nun gar nicht mehr: Einmal reden Sie von legitimen Glaubensaussagen, und dann kommt so ein Knaller wie &#8220;wenn Jesus nicht Gott ist, was interessiert mich sein Geschw&#228;tz vom barmherzigen Samariter?&#8221;<br />
(Dass auf meine Bemerkungen zum Historischen nun so gar nix gesagt wird, wundert mich nicht wirklich;-))<br />
Was wird denn bei den Evangelisten von Jesus erz&#228;hlt und ihm in den Mund gelegt?<br />
Etwa in der Hauptsache, sein Anspruch Gottes Sohn zu sein? Oder nicht doch eher, wie an Gott Glaubende miteinander und mit anderen umzugehen und die Schrift zu erf&#252;llen h&#228;tten?</p>
<p>Aber bevor Sie wegen mir Heiden weiterhin Ihre Galle &#252;berstrapazieren: Weder Michael noch ich haben je gefordert, dass Sie (oder auch mr94 und petra) sich &#228;ndern m&#252;ssen.<br />
Ich sehe ein, dass Sie in Ihrer Art von katholischem Elite-Club sehr gl&#252;cklich sind und auf &#214;kumene im von Ihnen bestrittenen Sinne gut verzichten k&#246;nnen.<br />
(Und wenn es am Ende die Zeugen Jehovas sind, die Recht haben, dann w&#228;re im Himmel noch viel weniger Platz und selbst solche Katholiken wie Sie st&#252;nden au&#223;envor;-))</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ralf</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/comment-page-1/#comment-180</link>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2005 15:39:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stage.commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/#comment-180</guid>
		<description>Mit diesem Beitrag von &quot;anonym&quot; scheint meine obige Diagnose nicht wirklich so falsch zu sein:

&lt;I&gt;&quot;&lt;B&gt;Die Wahrheit ist&lt;/B&gt; &lt;/I&gt;[welch offenbarende Er&#246;ffnung]&lt;I&gt;, dass tats&#228;chlich das Eine wie das Andere, also Abendmahl und Kommunion &lt;B&gt;f&#252;r mich&lt;/B&gt; als bildm&#228;chtige Rituale und Traditionen nebeneinanderstehen k&#246;nnen, die Streitereien darum wie auch die Debatten um Menschensohn, Gottessohn, halb Mensch, halb Gott, ganz Gott und etwas Mensch, Mensch und Gott zugleich aber nichts, aber auch gar mit &lt;B&gt;den eigentlichen Forderungen Jesu&lt;/B&gt; an uns Menschen heute zu tun haben und deshalb auch von den f&#252;r den christlichen Glauben neu- bzw. wiederzugewinnenden Menschen nur als Erbsenz&#228;hlerei abgelehnt werden.
&lt;B&gt;F&#252;r mich&lt;/B&gt; ist das von Ihnen &#252;bergangene Gleichnis vom barmherzigen Samariter die Wahrheit und &lt;B&gt;alles andere intellektuelles Wortgeklingel&lt;/B&gt;, das mit seinen Spitzfindigkeiten lediglich zur Abgrenzung dienen soll.&quot;&lt;/I&gt;

Wie bereits gesagt, das sind alles vollkommen legitime Glaubensaussagen. Es w&#228;re blo&#223; ehrlicher, auch hier auf deren pers&#246;nlich geglaubte Unfehlbarkeit zu beharren, anstatt diesen Anspruch anderen anzukreiden.

&#220;brigens stimme ich Matthias nach derzeitigem Stand der Dinge in der Diagnose zu: ich sehe keinen Weg der Einigung (zumal sich in letzter Zeit bspw. die EKD von bereits erreicht Geglaubtem - bspw. &#252;ber das kirchl. Amt - entfernt hat). Das nur als kleiner Gegenpol zu der st&#228;ndigen Aufforderung, wir m&#252;&#223;ten uns &#228;ndern. Als Mensch mu&#223; ich mich &#228;ndern, aber meinen Glauben, und dazu geh&#246;rt die kath. Ekklesiologie als &lt;I&gt;Kern&lt;/I&gt; dazu, denn sie  h&#228;ngt untrennbar mit dem Gottesbild zusammen, kann ich nichts &#228;ndern, will ich mich noch katholisch nennen.

Einheit wo sie ehrlicherweise m&#246;glich ist leben, da gibt es noch genug zu tun.

Ach ja, @anonym: wenn Jesus nicht Gott ist, was interessiert mich sein Geschw&#228;tz vom barmherzigen Samariter?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit diesem Beitrag von &#8220;anonym&#8221; scheint meine obige Diagnose nicht wirklich so falsch zu sein:</p>
<p><i>&#8220;<b>Die Wahrheit ist</b> </i>[welch offenbarende Er&#246;ffnung]<i>, dass tats&#228;chlich das Eine wie das Andere, also Abendmahl und Kommunion <b>f&#252;r mich</b> als bildm&#228;chtige Rituale und Traditionen nebeneinanderstehen k&#246;nnen, die Streitereien darum wie auch die Debatten um Menschensohn, Gottessohn, halb Mensch, halb Gott, ganz Gott und etwas Mensch, Mensch und Gott zugleich aber nichts, aber auch gar mit <b>den eigentlichen Forderungen Jesu</b> an uns Menschen heute zu tun haben und deshalb auch von den f&#252;r den christlichen Glauben neu- bzw. wiederzugewinnenden Menschen nur als Erbsenz&#228;hlerei abgelehnt werden.<br />
<b>F&#252;r mich</b> ist das von Ihnen &#252;bergangene Gleichnis vom barmherzigen Samariter die Wahrheit und <b>alles andere intellektuelles Wortgeklingel</b>, das mit seinen Spitzfindigkeiten lediglich zur Abgrenzung dienen soll.&#8221;</i></p>
<p>Wie bereits gesagt, das sind alles vollkommen legitime Glaubensaussagen. Es w&#228;re blo&#223; ehrlicher, auch hier auf deren pers&#246;nlich geglaubte Unfehlbarkeit zu beharren, anstatt diesen Anspruch anderen anzukreiden.</p>
<p>&#220;brigens stimme ich Matthias nach derzeitigem Stand der Dinge in der Diagnose zu: ich sehe keinen Weg der Einigung (zumal sich in letzter Zeit bspw. die EKD von bereits erreicht Geglaubtem &#8211; bspw. &#252;ber das kirchl. Amt &#8211; entfernt hat). Das nur als kleiner Gegenpol zu der st&#228;ndigen Aufforderung, wir m&#252;&#223;ten uns &#228;ndern. Als Mensch mu&#223; ich mich &#228;ndern, aber meinen Glauben, und dazu geh&#246;rt die kath. Ekklesiologie als <i>Kern</i> dazu, denn sie  h&#228;ngt untrennbar mit dem Gottesbild zusammen, kann ich nichts &#228;ndern, will ich mich noch katholisch nennen.</p>
<p>Einheit wo sie ehrlicherweise m&#246;glich ist leben, da gibt es noch genug zu tun.</p>
<p>Ach ja, @anonym: wenn Jesus nicht Gott ist, was interessiert mich sein Geschw&#228;tz vom barmherzigen Samariter?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Anonymous</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/comment-page-1/#comment-179</link>
		<dc:creator>Anonymous</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2005 13:33:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stage.commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/#comment-179</guid>
		<description>@ Petra zu: &lt;I&gt;&quot;Was mich an der Diskussion mit Matthias st&#246;rt, ist die v&#246;llige Unhistorizit&#228;t der Debatte. Die Argumentation von Matthias klingt - aus protestantischer Sicht irgendwie nicht sonderlich &#252;berraschend - so: es gab Jesus, der Dinge gesagt und getan hat, die in der Bibel aufgeschrieben sind. Dann kam 1500 Jahre lang nix (wen interessiert denn schon, wie Christen eineinhalb Jahrtausende lang ihre Kirche und ihren Glauben verstanden, organisiert usw. haben???). Dann kamen die Reformatoren und erkannten pl&#246;tzlich, dass man nur die Bibel lesen musste, und dann war alles klar. Wenn sich dann eine Gruppe von Leuten fand, die sich alle irgendwie &#252;ber eine Interpretation der Bibel einigen konnten, dann war das eine Kirche. Andere, die eine andere Interpretation hatten, waren eine andere Kirche. Usw.&quot;&lt;/I&gt;

Das finde ich schon ein starkes St&#252;ck - kirchenhistorisch war es so, dass Luther seiner (!) katholischen Kirche den Spiegel vorgehalten hat, auf dem sich ein durch und durch korruptes, machtgeiles Papsttum abbildete, das mit einem bewu&#223;t dumm gehaltenen - keine Bibel&#252;bersetzung in Landessprache - Glaubensvolk einen dogmatisch abgesegneten Ablasshandel getrieben hat. Er wollte keine neue Konfession etablieren, aber er und seine Anh&#228;nger wurden exkommuniziert und aus der Kirche getrieben.
Wenn die katholische Kirche heute vieles anders handhabt als im 16. Jahrhundert, dann nicht zuletzt dank der Impulse durch Luther - hat nat&#252;rlich, wie meistens - etwas l&#228;nger gedauert, siehe auch die nachgereichten Erkenntnisse zum geozentrischen Weltbild und Galileo.
Ins Positive gewendet: Auch die katholische Kirche hat sich und ihre jeweils g&#252;ltige EINE Wahrheit &#252;ber die Jahrhunderte ver&#228;ndert und mit dem Urchristentum in der Nachfolge Jesus mittlerweile genausowenig zu tun, wie die anderen gro&#223;en amtskirchlich verwalteten Konfessionen. Positiv ist das insofern, als die Situation heute eben eine andere ist als vor 2000 Jahren. Man muss - au&#223;er leider als Deckm&#228;ntelchen in Irland - keine Glaubenskriege mehr untereinander f&#252;hren und heute k&#246;nnen sogar Katholiken ihre Bibel selber lesen ;-)
Sie, Petra, versuchen das Abendmahl gegen&#252;ber der Kommunion herabzusetzen, oder sie reden von den austradierten Arianern als Erkenntnis der reinen Wahrheitsfindung. 
Die Wahrheit ist, dass tats&#228;chlich das Eine wie das Andere, also Abendmahl und Kommunion f&#252;r mich als bildm&#228;chtige Rituale und Traditionen nebeneinanderstehen k&#246;nnen, die Streitereien darum wie auch die Debatten um Menschensohn, Gottessohn, halb Mensch, halb Gott, ganz Gott und etwas Mensch, Mensch und Gott zugleich aber nichts, aber auch gar mit den eigentlichen Forderungen Jesu an uns Menschen heute zu tun haben und deshalb auch von den f&#252;r den christlichen Glauben neu- bzw. wiederzugewinnenden Menschen nur als Erbsenz&#228;hlerei abgelehnt werden.
F&#252;r mich ist das von Ihnen &#252;bergangene Gleichnis vom barmherzigen Samariter die Wahrheit und alles andere intellektuelles Wortgeklingel, das mit seinen Spitzfindigkeiten lediglich zur Abgrenzung dienen soll. Wieviele Katholiken haben sich weltweit z.B. mit Arianern, Gnostikern usw. auseinandergesetzt oder wissen auch nur von dieser Debatte?
Luther hat den christlichen Glauben als Gnadensakt auf die F&#252;&#223;e gestellt und nicht so getan, als ob mir ein anderer mein Gewissen (und das Denken und Selberlesen der Bibel) durch seine Autorit&#228;t abnehmen k&#246;nnte.
Noch einmal: Wenn Sie zum katholischen Glauben konvertiert sind, werden Sie ihre zu respektierenden Gr&#252;nde daf&#252;r gehabt haben  - aber versuchen Sie doch nicht immer wieder Ihre gefundenen oder auch nur nachgebeteten Axiome als allgemeing&#252;ltig bzw. als EINE Wahrheit hinzustellen.
Es Ihre Wahrheit und die Wahrheit Ihrer Amtskirche - in die wollen offenbar weder Matthias noch ich eintreten. Was mich aber interessieren w&#252;rde, w&#228;re die Gemeinsamkeiten stiftende Essenz zwischen unseren Konfessionen auszuloten. Und ich meine, dass diese Essenz zu 95% Deckungsgleichheit umfassen k&#246;nnte, sollte, m&#252;sste ...
Dazu m&#252;ssten Sie und die Verlautbarer von Enzykliken aber mal wieder auf die Erde herabsteigen und uns anderen auf Augenh&#246;he begegnen wollen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Petra zu: <i>&#8220;Was mich an der Diskussion mit Matthias st&#246;rt, ist die v&#246;llige Unhistorizit&#228;t der Debatte. Die Argumentation von Matthias klingt &#8211; aus protestantischer Sicht irgendwie nicht sonderlich &#252;berraschend &#8211; so: es gab Jesus, der Dinge gesagt und getan hat, die in der Bibel aufgeschrieben sind. Dann kam 1500 Jahre lang nix (wen interessiert denn schon, wie Christen eineinhalb Jahrtausende lang ihre Kirche und ihren Glauben verstanden, organisiert usw. haben???). Dann kamen die Reformatoren und erkannten pl&#246;tzlich, dass man nur die Bibel lesen musste, und dann war alles klar. Wenn sich dann eine Gruppe von Leuten fand, die sich alle irgendwie &#252;ber eine Interpretation der Bibel einigen konnten, dann war das eine Kirche. Andere, die eine andere Interpretation hatten, waren eine andere Kirche. Usw.&#8221;</i></p>
<p>Das finde ich schon ein starkes St&#252;ck &#8211; kirchenhistorisch war es so, dass Luther seiner (!) katholischen Kirche den Spiegel vorgehalten hat, auf dem sich ein durch und durch korruptes, machtgeiles Papsttum abbildete, das mit einem bewu&#223;t dumm gehaltenen &#8211; keine Bibel&#252;bersetzung in Landessprache &#8211; Glaubensvolk einen dogmatisch abgesegneten Ablasshandel getrieben hat. Er wollte keine neue Konfession etablieren, aber er und seine Anh&#228;nger wurden exkommuniziert und aus der Kirche getrieben.<br />
Wenn die katholische Kirche heute vieles anders handhabt als im 16. Jahrhundert, dann nicht zuletzt dank der Impulse durch Luther &#8211; hat nat&#252;rlich, wie meistens &#8211; etwas l&#228;nger gedauert, siehe auch die nachgereichten Erkenntnisse zum geozentrischen Weltbild und Galileo.<br />
Ins Positive gewendet: Auch die katholische Kirche hat sich und ihre jeweils g&#252;ltige EINE Wahrheit &#252;ber die Jahrhunderte ver&#228;ndert und mit dem Urchristentum in der Nachfolge Jesus mittlerweile genausowenig zu tun, wie die anderen gro&#223;en amtskirchlich verwalteten Konfessionen. Positiv ist das insofern, als die Situation heute eben eine andere ist als vor 2000 Jahren. Man muss &#8211; au&#223;er leider als Deckm&#228;ntelchen in Irland &#8211; keine Glaubenskriege mehr untereinander f&#252;hren und heute k&#246;nnen sogar Katholiken ihre Bibel selber lesen <img src='http://commentarium.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Sie, Petra, versuchen das Abendmahl gegen&#252;ber der Kommunion herabzusetzen, oder sie reden von den austradierten Arianern als Erkenntnis der reinen Wahrheitsfindung.<br />
Die Wahrheit ist, dass tats&#228;chlich das Eine wie das Andere, also Abendmahl und Kommunion f&#252;r mich als bildm&#228;chtige Rituale und Traditionen nebeneinanderstehen k&#246;nnen, die Streitereien darum wie auch die Debatten um Menschensohn, Gottessohn, halb Mensch, halb Gott, ganz Gott und etwas Mensch, Mensch und Gott zugleich aber nichts, aber auch gar mit den eigentlichen Forderungen Jesu an uns Menschen heute zu tun haben und deshalb auch von den f&#252;r den christlichen Glauben neu- bzw. wiederzugewinnenden Menschen nur als Erbsenz&#228;hlerei abgelehnt werden.<br />
F&#252;r mich ist das von Ihnen &#252;bergangene Gleichnis vom barmherzigen Samariter die Wahrheit und alles andere intellektuelles Wortgeklingel, das mit seinen Spitzfindigkeiten lediglich zur Abgrenzung dienen soll. Wieviele Katholiken haben sich weltweit z.B. mit Arianern, Gnostikern usw. auseinandergesetzt oder wissen auch nur von dieser Debatte?<br />
Luther hat den christlichen Glauben als Gnadensakt auf die F&#252;&#223;e gestellt und nicht so getan, als ob mir ein anderer mein Gewissen (und das Denken und Selberlesen der Bibel) durch seine Autorit&#228;t abnehmen k&#246;nnte.<br />
Noch einmal: Wenn Sie zum katholischen Glauben konvertiert sind, werden Sie ihre zu respektierenden Gr&#252;nde daf&#252;r gehabt haben  &#8211; aber versuchen Sie doch nicht immer wieder Ihre gefundenen oder auch nur nachgebeteten Axiome als allgemeing&#252;ltig bzw. als EINE Wahrheit hinzustellen.<br />
Es Ihre Wahrheit und die Wahrheit Ihrer Amtskirche &#8211; in die wollen offenbar weder Matthias noch ich eintreten. Was mich aber interessieren w&#252;rde, w&#228;re die Gemeinsamkeiten stiftende Essenz zwischen unseren Konfessionen auszuloten. Und ich meine, dass diese Essenz zu 95% Deckungsgleichheit umfassen k&#246;nnte, sollte, m&#252;sste &#8230;<br />
Dazu m&#252;ssten Sie und die Verlautbarer von Enzykliken aber mal wieder auf die Erde herabsteigen und uns anderen auf Augenh&#246;he begegnen wollen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Petra</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/comment-page-1/#comment-178</link>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2005 08:56:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stage.commentarium.de/2005/05/20/taking-seriously/#comment-178</guid>
		<description>Ich glaube, da liegt ein Missverst&#228;ndnis vor: Ralf hat sich auf den vorigen, anonymen Poster bezogen, nicht auf Dich.

Matthias, hier geht es glaube ich um die fundamentale Differenz zwischen protestantischer und katholischer (bzw. orthodoxer) Auffassung: im Protestantismus ist immer die Bibel die Basis, an dem (bzw. an dessen eigener Interpretation) alles andere gemessen wird.

Die katholische Zugangsweise zur Bibel ist vielschichtiger: die katholische Kirche geht davon aus, dass sich Gott in &lt;I&gt;Christus als Person&lt;/I&gt; offenbart hat. Die Apostel trugen die Gute Nachricht (Evangelium) von Seinem Leben, Seinem Tod und Seiner Auferstehung weiter (m&#252;ndlich und schriftlich). Bald schon entstanden zahlreiche Schriften zum Leben Jesu. Das Hauptkriterium f&#252;r die Kanonisierung dieser Schriften als &quot;Neues Testament&quot; war, ob sie den Lehren der Apostel treu waren (falls sie nicht von den Aposteln selbst, wie etwa von Paulus, stammten).

Denn vor allem ab dem 2. Jahrhundert entstanden eine Reihe von Schriften vor allem in gnostischen Kreisen, die sich als Evangelium ausgaben, aber die Lehre der Apostel verf&#228;lschten und versuchten, sie auf ihr Weltbild hin hinzubiegen. Die endg&#252;ltige Entstehung des Kanons des Neuen Testaments erfolgte &#252;berhaupt erst im 4./5. Jahrhundert (die Inspiriertheit der Offenbarung des Johannes war etwa lange umstritten).

Im katholischen Verst&#228;ndnis dient das Magisterium (Lehramt) der Kirche zu Bewahrung der Reinheit der Lehre der Apostel, die die Wahrheit Christi vor Verf&#228;lschungen sch&#252;tzt. Es gab &#252;ber die Jahrhunderte viele theologische Debatten (etwa mit dem Arianismus), wo es genau darum ging. Die Konzilien hatten immer wieder die Aufgabe, Irrlehren (etwa, dass Jesus nicht ganz Gott und ganz Mensch ist; dass Maria nur die Mutter Jesu sei, aber nicht auch die Gottesmutter - eine Debatte, wo es wieder um die g&#246;ttliche und menschliche Natur Jesu ging; usw.) als solche zu bezeichnen und zu verurteilen: eben, um die Wahrheit der christlichen Lehre zu bewahren.

Das Selbstverst&#228;ndnis der katholischen Kirche ist genau das: einer von Christus gegr&#252;ndeten Institution zur Verk&#252;ndungigung des Glaubens und der Bewahrung seiner Reinheit, bis Er wiederkommt.

&#220;brigens war das, worauf ich mit dem Begriff &quot;Unhistorizit&#228;t&quot; angespielt habe:
Dass man a) annimmt, die Bibel w&#228;re irgendwie vom Himmel gefallen (à la Koran), und
b) dass man - v&#246;llig aus dem historischen Kontext gerissen - meint, die katholische Kirche sei selbst irgendwann zwischendurch mal  entstanden und ma&#223;e sich daher irgendwie ihr Selbstverst&#228;ndnis an, die Wahrheit zu verk&#252;nden - anstatt sich ihre Geschichte mal n&#228;her anzuschauen....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, da liegt ein Missverst&#228;ndnis vor: Ralf hat sich auf den vorigen, anonymen Poster bezogen, nicht auf Dich.</p>
<p>Matthias, hier geht es glaube ich um die fundamentale Differenz zwischen protestantischer und katholischer (bzw. orthodoxer) Auffassung: im Protestantismus ist immer die Bibel die Basis, an dem (bzw. an dessen eigener Interpretation) alles andere gemessen wird.</p>
<p>Die katholische Zugangsweise zur Bibel ist vielschichtiger: die katholische Kirche geht davon aus, dass sich Gott in <i>Christus als Person</i> offenbart hat. Die Apostel trugen die Gute Nachricht (Evangelium) von Seinem Leben, Seinem Tod und Seiner Auferstehung weiter (m&#252;ndlich und schriftlich). Bald schon entstanden zahlreiche Schriften zum Leben Jesu. Das Hauptkriterium f&#252;r die Kanonisierung dieser Schriften als &#8220;Neues Testament&#8221; war, ob sie den Lehren der Apostel treu waren (falls sie nicht von den Aposteln selbst, wie etwa von Paulus, stammten).</p>
<p>Denn vor allem ab dem 2. Jahrhundert entstanden eine Reihe von Schriften vor allem in gnostischen Kreisen, die sich als Evangelium ausgaben, aber die Lehre der Apostel verf&#228;lschten und versuchten, sie auf ihr Weltbild hin hinzubiegen. Die endg&#252;ltige Entstehung des Kanons des Neuen Testaments erfolgte &#252;berhaupt erst im 4./5. Jahrhundert (die Inspiriertheit der Offenbarung des Johannes war etwa lange umstritten).</p>
<p>Im katholischen Verst&#228;ndnis dient das Magisterium (Lehramt) der Kirche zu Bewahrung der Reinheit der Lehre der Apostel, die die Wahrheit Christi vor Verf&#228;lschungen sch&#252;tzt. Es gab &#252;ber die Jahrhunderte viele theologische Debatten (etwa mit dem Arianismus), wo es genau darum ging. Die Konzilien hatten immer wieder die Aufgabe, Irrlehren (etwa, dass Jesus nicht ganz Gott und ganz Mensch ist; dass Maria nur die Mutter Jesu sei, aber nicht auch die Gottesmutter &#8211; eine Debatte, wo es wieder um die g&#246;ttliche und menschliche Natur Jesu ging; usw.) als solche zu bezeichnen und zu verurteilen: eben, um die Wahrheit der christlichen Lehre zu bewahren.</p>
<p>Das Selbstverst&#228;ndnis der katholischen Kirche ist genau das: einer von Christus gegr&#252;ndeten Institution zur Verk&#252;ndungigung des Glaubens und der Bewahrung seiner Reinheit, bis Er wiederkommt.</p>
<p>&#220;brigens war das, worauf ich mit dem Begriff &#8220;Unhistorizit&#228;t&#8221; angespielt habe:<br />
Dass man a) annimmt, die Bibel w&#228;re irgendwie vom Himmel gefallen (à la Koran), und<br />
b) dass man &#8211; v&#246;llig aus dem historischen Kontext gerissen &#8211; meint, die katholische Kirche sei selbst irgendwann zwischendurch mal  entstanden und ma&#223;e sich daher irgendwie ihr Selbstverst&#228;ndnis an, die Wahrheit zu verk&#252;nden &#8211; anstatt sich ihre Geschichte mal n&#228;her anzuschauen&#8230;.</p>
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