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	<title>Kommentare zu: Sprachlosigkeit und Rede&#252;berfluss</title>
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	<description>Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.</description>
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		<title>Von: Petra</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/sprachlosigkeit-und-redeueberfluss/comment-page-1/#comment-159</link>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2005 13:58:00 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;A HREF=&quot;http://lumendelumine.blogspot.com/2005/05/der-papst-wird-undogmatisch.html&quot;&gt;Ein weiterer Kommentar&lt;/A&gt; von mir dazu... ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a HREF="http://lumendelumine.blogspot.com/2005/05/der-papst-wird-undogmatisch.html">Ein weiterer Kommentar</a> von mir dazu&#8230; <img src='http://commentarium.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: Erich</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/sprachlosigkeit-und-redeueberfluss/comment-page-1/#comment-158</link>
		<dc:creator>Erich</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2005 16:56:00 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;V&#246;lliges Missverstehen des katholischen Begriffs Kirche im protestantischen Kontext? F&#252;r mich eine klare Verurteilung, und ich bitte doch - bei aller Freude der Diskussion - um etwas mehr Sachlichkeit.&quot;

Verurteilung? Das ist es in der ge&#228;usserten Form nicht, sondern nur die Behauptung eines Sachverhaltes, der gegeben sein kann oder auch nicht. Eine Verurteilung w&#228;re es erst dann, wenn damit unmittelbar - oder auch mittelbar - eine Bewertung verkn&#252;pft worden w&#228;re.

Ich wende mich schon aus Prinzip gegen derlei Beurteilung - in diesem Falle ist es tats&#228;chlich zumindest eine Beurteilung - weil sie den Tod einer jeden ernsthaften inhaltlichen Auseinandersetzung bedeuten. Da spielt das Thema f&#252;r mich gar keine Rolle, ob es nun um Glaube und Kirche, oder v&#246;llig andere Dinge geht. In einer offenen Gesellschaft muss offene Diskussion, muss neben Konsens auch Dissens nebeneinander stehen k&#246;nnen.

Was die Sache selbst betrifft: die katholische Kirche hat ein recht klares Bild von dem, was Kirche ist (nach katholischem Verst&#228;ndnis). Und darum steht es der katholischen Kirche auch zu festzustellen, ob eine andere Gemeinschaft diesem Bild entspricht oder nicht. Und selbstverst&#228;ndlich steht es diesen anderen Gemeinschaften in Hinblick auf die katholische Kirche gleicherweise ein derartiges Urteil zu. Das sind im Prinzip keine Bewertungen, sondern Tatsachenaussagen aus dem jeweiligen Selbstverst&#228;ndnis heraus. Das hat nichts mit mangelnder Toleranz zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;V&#246;lliges Missverstehen des katholischen Begriffs Kirche im protestantischen Kontext? F&#252;r mich eine klare Verurteilung, und ich bitte doch &#8211; bei aller Freude der Diskussion &#8211; um etwas mehr Sachlichkeit.&#8221;</p>
<p>Verurteilung? Das ist es in der ge&#228;usserten Form nicht, sondern nur die Behauptung eines Sachverhaltes, der gegeben sein kann oder auch nicht. Eine Verurteilung w&#228;re es erst dann, wenn damit unmittelbar &#8211; oder auch mittelbar &#8211; eine Bewertung verkn&#252;pft worden w&#228;re.</p>
<p>Ich wende mich schon aus Prinzip gegen derlei Beurteilung &#8211; in diesem Falle ist es tats&#228;chlich zumindest eine Beurteilung &#8211; weil sie den Tod einer jeden ernsthaften inhaltlichen Auseinandersetzung bedeuten. Da spielt das Thema f&#252;r mich gar keine Rolle, ob es nun um Glaube und Kirche, oder v&#246;llig andere Dinge geht. In einer offenen Gesellschaft muss offene Diskussion, muss neben Konsens auch Dissens nebeneinander stehen k&#246;nnen.</p>
<p>Was die Sache selbst betrifft: die katholische Kirche hat ein recht klares Bild von dem, was Kirche ist (nach katholischem Verst&#228;ndnis). Und darum steht es der katholischen Kirche auch zu festzustellen, ob eine andere Gemeinschaft diesem Bild entspricht oder nicht. Und selbstverst&#228;ndlich steht es diesen anderen Gemeinschaften in Hinblick auf die katholische Kirche gleicherweise ein derartiges Urteil zu. Das sind im Prinzip keine Bewertungen, sondern Tatsachenaussagen aus dem jeweiligen Selbstverst&#228;ndnis heraus. Das hat nichts mit mangelnder Toleranz zu tun.</p>
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		<title>Von: Petra</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/sprachlosigkeit-und-redeueberfluss/comment-page-1/#comment-157</link>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2005 08:11:00 +0000</pubDate>
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		<description>Ich glaube, aus den anderen Diskussionen ist vielleicht ein bisschen klarer geworden, was ich damit meine: n&#228;mlich genau das, was Du sagst: der Begriff &quot;Kirche&quot; kann unterschiedlich verstanden werden. Die katholische (und die orthodoxe) Kirche verstehen sie als eine g&#246;ttliche Institution, der die Apostolische Sukzession (eine kontinuierliche Weitergabe des Weihesakramentes der Bisch&#246;fe, die bis auf die Apostel zur&#252;ckgeht) eine Struktur gibt. Andere verstehen sie wieder als eine Gemeinschaft der Gl&#228;ubigen, die keiner &#228;u&#223;erer Struktur bedarf. Andere verstehen sie wieder als administrative Organisation, die dem Glaubensleben ein Ger&#252;st gibt, aber in sich selbst nicht g&#246;ttlich institutionalisiert ist. Andere verstehen wieder was ganz anderes darunter.

Mit dem Missverstehen habe ich lediglich gemeint, dass meiner Ansicht nach im &#246;kumenischen Dialog diese Verst&#228;ndnisunterschiede zu wenig reflektiert werden.

Das Problem der katholischen Kirche ist nat&#252;rlich, dass sie sich von der Apostolischen Tradition her als g&#246;ttlich eingesetzte Institution (&quot;Du bist Petrus...&quot;) begreift. Wenn sie diesen Anspruch aufgibt, kann sie zusperren (&quot;&#228;h, wir haben uns geirrt, Christus wollte gar nichts wirklich &#039;gr&#252;nden&#039;, schon gar keine Kirche als Organisation - es hat ihm schon gereicht, dass die Leute an ihn glauben und sich dann eben &#039;Kirche&#039; nennen...&quot;). Wenn sie auf aber diesen Anspruch besteht, wird ihr vorgeworfen, nicht dialogf&#228;hig zu sein. Eine schwierige Situation...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, aus den anderen Diskussionen ist vielleicht ein bisschen klarer geworden, was ich damit meine: n&#228;mlich genau das, was Du sagst: der Begriff &#8220;Kirche&#8221; kann unterschiedlich verstanden werden. Die katholische (und die orthodoxe) Kirche verstehen sie als eine g&#246;ttliche Institution, der die Apostolische Sukzession (eine kontinuierliche Weitergabe des Weihesakramentes der Bisch&#246;fe, die bis auf die Apostel zur&#252;ckgeht) eine Struktur gibt. Andere verstehen sie wieder als eine Gemeinschaft der Gl&#228;ubigen, die keiner &#228;u&#223;erer Struktur bedarf. Andere verstehen sie wieder als administrative Organisation, die dem Glaubensleben ein Ger&#252;st gibt, aber in sich selbst nicht g&#246;ttlich institutionalisiert ist. Andere verstehen wieder was ganz anderes darunter.</p>
<p>Mit dem Missverstehen habe ich lediglich gemeint, dass meiner Ansicht nach im &#246;kumenischen Dialog diese Verst&#228;ndnisunterschiede zu wenig reflektiert werden.</p>
<p>Das Problem der katholischen Kirche ist nat&#252;rlich, dass sie sich von der Apostolischen Tradition her als g&#246;ttlich eingesetzte Institution (&#8220;Du bist Petrus&#8230;&#8221;) begreift. Wenn sie diesen Anspruch aufgibt, kann sie zusperren (&#8220;&#228;h, wir haben uns geirrt, Christus wollte gar nichts wirklich &#8216;gr&#252;nden&#8217;, schon gar keine Kirche als Organisation &#8211; es hat ihm schon gereicht, dass die Leute an ihn glauben und sich dann eben &#8216;Kirche&#8217; nennen&#8230;&#8221;). Wenn sie auf aber diesen Anspruch besteht, wird ihr vorgeworfen, nicht dialogf&#228;hig zu sein. Eine schwierige Situation&#8230;</p>
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		<title>Von: Matthias</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/sprachlosigkeit-und-redeueberfluss/comment-page-1/#comment-156</link>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2005 09:31:00 +0000</pubDate>
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		<description>This post has been removed by the author.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>This post has been removed by the author.</p>
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		<title>Von: Petra</title>
		<link>http://commentarium.de/2005/05/20/sprachlosigkeit-und-redeueberfluss/comment-page-1/#comment-155</link>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2005 15:14:00 +0000</pubDate>
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		<description>Bei vielen Begriffen des Christentums (wie &quot;S&#252;nde) geht es wirklich darum, dass die s&#228;kulare Gesellschaft einfach nicht einmal mehr die Idee dahinter wahrhaben/akzeptieren will.

Bei anderen wiederum geht es - durch dauernde fahrl&#228;ssige Verwendung im falschen Kontext bzw. in der falschen Bedeutung, v. a. in den Medien - einfach darum, dass die Leute wirklich nicht mehr wissen, was es bedeutet (siehe etwa das deutsche Wort &quot;Fegefeuer&quot;, das bei Zeitungsredakteuren offenbar unmittelbar die Assoziation &quot;H&#246;lle&quot; entstehen l&#228;sst).

Es geht also nicht - wie Erich meint -, darum, dass in der Theologie nicht genug &#252;ber diese Begriffe gesagt wurde, sondern darum, dass in der s&#228;kularen Gesellschaft  bzw. in den Medien diese Begriffe bzw. ihr gedanklicher Kontext gar nicht mehr verstanden wird.

Wir m&#252;ssen ja gar nicht einmal bis zur s&#228;kularen Gesellschaft gehen: das sehen wir ja schon etwa beim v&#246;lligen Missverstehen des katholischen Begriffs &quot;Kirche&quot; im protestantischen Kontext... ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bei vielen Begriffen des Christentums (wie &#8220;S&#252;nde) geht es wirklich darum, dass die s&#228;kulare Gesellschaft einfach nicht einmal mehr die Idee dahinter wahrhaben/akzeptieren will.</p>
<p>Bei anderen wiederum geht es &#8211; durch dauernde fahrl&#228;ssige Verwendung im falschen Kontext bzw. in der falschen Bedeutung, v. a. in den Medien &#8211; einfach darum, dass die Leute wirklich nicht mehr wissen, was es bedeutet (siehe etwa das deutsche Wort &#8220;Fegefeuer&#8221;, das bei Zeitungsredakteuren offenbar unmittelbar die Assoziation &#8220;H&#246;lle&#8221; entstehen l&#228;sst).</p>
<p>Es geht also nicht &#8211; wie Erich meint -, darum, dass in der Theologie nicht genug &#252;ber diese Begriffe gesagt wurde, sondern darum, dass in der s&#228;kularen Gesellschaft  bzw. in den Medien diese Begriffe bzw. ihr gedanklicher Kontext gar nicht mehr verstanden wird.</p>
<p>Wir m&#252;ssen ja gar nicht einmal bis zur s&#228;kularen Gesellschaft gehen: das sehen wir ja schon etwa beim v&#246;lligen Missverstehen des katholischen Begriffs &#8220;Kirche&#8221; im protestantischen Kontext&#8230; <img src='http://commentarium.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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